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Thomsen gesteht Fehler der Troika in Griechenland ein

17. Oktober 2012 / Aufrufe: 899 4 Kommentare

Der Leiter der Troika in Griechenland gestand vor ausländischen Journalisten ein, in Griechenland seien Fehler begangen worden.

Griechenland hat einen Fortschritt verzeichnet, was die Verbesserung seiner Wettbewerbsfähigkeit betrifft, jedoch schulde ich einzugestehen, dass es auf falsche Weise erfolgte„, soll Poul Thomsen bei der geheimen Begegnung im „Hilton“, der „Festung“ gesagt haben, die er als seine Wohnung in Athen und den Ort seiner „Beichte“ gegenüber Vertretern der ausländischen Press bezüglich seiner Handhabungen in Griechenland gewählt hat.

Laut der Zeitung „Vima tis Kyriakis“ ließ er in seinem ehrlichen Eingeständnis nicht aus, auch den griechischen Premierminister zu kommentieren und anzumerken, dass er in der diplomatischen Forcierung des griechischen Themas erfolgreich war, jedoch niemand ein weiteres Programm haben will, das sich außerhalb seiner Bahn bewegt.
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IWF, Hobsbawn … und die Troika in Griechenland

4. Oktober 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 384 3 Kommentare

Autor: Jorgos Ch. Papasotiriou

Thema: Troika stellt neue absurde Forderungen an Griechenland

Die gegenwärtige Krise ist tief, „weil sie den selbigen Markt heimsucht„, sagte vor einem Jahr Eric Hobsbawm. Was wird wohl den Markt substituieren? Dies zu erfahren wird sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, wie auch die Dauer des katastrophalen Prozesses. Hobsbawm sah den Beginn der Katastrophe, bekam jedoch ihr Ende nicht mehr mit, da er diese schnöde – wenn auch schöne – Welt verließ.

Alle wir, die wir hier verbleiben, verfolgen die Episoden des katastrophalen Prozesses, so wie jener, der in Griechenland stattfindet. Dieses Hintertürchen, durch welches die Menschen des Dollar den Euro zu unterwerfen versuchen. Diese Ansicht, die manche bereits seit zwei Jahren als überholt und graphisch verspotten, wird inzwischen auch von Informationsmedien des deutschen Establishments wie der deutschen Zeitschrift „Der Spiegel“ adoptiert.

Die seit gestern (wieder) in Griechenland befindlichen drei Funktionäre der Troika werden als Marionetten politischer Interessen charakterisiert. Wir würden sagen, auch wirtschaftlicher Interessen, da sich hinter den politischen auch die wirtschaftlichen Interessen verbergen. Wessen Marionette ist aus dieser Sicht jedoch Thomsen? Wessen Masuch? Die Zeitschrift gibt keine Antwort. Das Schlimmste für Griechenland ist nicht, dass die Drei gewisse „politische Interessen“ vertreten, sondern dass diese Interessen entgegengesetzt sind.

Poul Thomsen also, als Vertreter des IWF, scheint den amerikanischen Interessen und dem Dollar näher zu stehen, die mit Europa und dem Euro in einem Versuch kollidieren, denjenigen aufzuzeigen, der sich die Welt mit den neuen aufsteigenden Mächten und speziell China „teilen“ wird. Die Härte und der Widerstand des Herrn Thomsen erfolgen nicht, weil angeblich der IWF von seinen Mitgliedstaaten unter Druck gesetzt wird, welche Griechenland Geld leihen, sondern um die Umstände für ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro zu schaffen. Dieses Ausscheiden wird grundsätzlich nicht nur den wirtschaftlichen Bankrott Griechenlands, aber auch den Bankrott der symbolischen und politischen Idee des vereinigten Europas und seiner Währung – des Euro – bedeuten, was die Einleitung ihres völligen Zusammenbruchs sein wird.

Thomsens Trick ist die Fokussierung auf den finanziellen Zweig des griechischen Problems, wobei inzwischen klar ist, dass das Austeritäts-Programm die Rezession verschärft und die Lösung an dem erreichten Punkt nur noch politisch sein kann. Mit anderen Worten, werden die Deutschen den Euro zusammenbrechen lassen oder ihn retten, indem sie politisch beschließen, Griechenland zu retten? Die griechische Wirtschaft kann allerdings weder ohne ihren „Markt“ noch ohne ihr Volk gerettet werden, wie Hobsbawm sagen würde.

Werden jedoch die mörderischen Maßnahmen verhängt, wird sich früher oder später eine vom Süden bis hin zum Norden eine paneuropäische Protestbewegung entwickeln. Es ist unmöglich, dass die Reaktion gegen die humanistische Katastrophe sich nicht überall ausbreitet, „fast so, wie sich die Angst vor der Grippe-Epidemie ausbreitet“. Die große Anstrengung der ausländischen Oberherren und der inländischen Oligarchen ist deshalb, die Medien – also die „Wirte“ der Infektion – unter Kontrolle zu bringen. Alles und jeder, das bzw. der fortfährt, das arbeitsrechtliche Mittelalter und die Hobbessche Gesellschaft des Dschungels anzuklagen, wird ausgelöscht werden. Dies ist bereits mit denjenigen geschehen, die seit 2010 die Memoranden monierten.

Diejenigen, die heute denken, dass „wir (Anmerkung: die Journalisten) alle Verantwortung tragen„, urteilen, weil sie nur Ihresgleichen sehen, da sie nicht auch diejenigen zu sehen vermögen, die bereits „füsiliert“ worden sind.

Quelle: Giorgos Ch. Papasotiriou – IWF und Hobsbawm
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

Troika stellt neue absurde Forderungen an Griechenland

4. Oktober 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.820 7 Kommentare

Die Troika konfrontiert Griechenland mit neuen absurden Forderungen, die offensichtlich einzig und allein darauf abzielen, den zerstrittenen Gläubigern Zeit zu verschaffen.

Die neue Forderung der Troika besteht darin, in den Jahreshaushalt 2013 zusätzlich zu den bereits vorgesehenen 7,8 Mrd. Euro Maßnahmen über weitere 2 Mrd. Euro aufzunehmen. Dies bedeutet, dass die Bürger in Griechenland gefordert sein werden, innerhalb eines Jahres Maßnahmen in Höhe von weiteren 10 Mrd. Euro über sich ergehen zu lassen – und zwar zu einem Zeitpunkt, wo das gesamte Paket Maßnahmen in Höhe von 13,5 Mrd. Euro für die beiden Jahre 2013 – 2014 umfasst und die griechische Regierung beabsichtigt, das Thema der Verlängerung der Umsetzung des Memorandum-Programms um zwei weitere Jahre, also bis 2016 zu stellen. Es handele sich um „absurde Forderungen„, kommentierte bezeichnend das griechische Finanzministerium.

Laut der Zeitung „Ta Nea“, die sich auf eine hochrangige Quelle des griechischen Finanzministeriums beruft, handelt es sich um eine Forderung, der nicht stattgegeben werden wird, da sie völlig aus dem Rahmen der Vereinbarung der politischen Führer fällt.

Zusätzlich glaubt der Wirtschaftsstab der Regierung nicht, dass eine Austerität einer solchen Härte zum Vorteil der Wirtschaft gereicht, sondern erachtet dagegen, dass sie Griechenland in eine noch tiefere Rezession stürzen wird.
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IWF sabotiert Griechenland-Programm

28. September 2012 / Aufrufe: 1.823 11 Kommentare

Laut einem Artikel des Guardian blockiert der IWF vorsätzlich das neue Sparpaket in Griechenland, um einen weiteren Schuldenschnitt zu erzwingen.

Der Internationale Währungsfond will, dass die Maßnahmen in Griechenland misslingen, damit die griechische Regierung gezwungen wird, einen weiteren „Schnitt“ der Verschuldung zu verlangen, wobei jedoch Deutschland und die Kommission gegen eine solche Möglichkeit sind.

Diese für die griechischen Interessen schockierende Enthüllung macht ein Artikel des englischen „Guardian“, auf dessen Basis „sich bei Mitgliedern der Regierung Samaras der Verdacht verstärkt, dass der IWF vorsätzlich die Vereinbarung über die neuen Kürzungen blockiert, welche für die Auszahlung der nächsten Tranche gefordert werden„.

Grundsätzlich wollen sie, dass die Maßnahmen fehlschlagen, damit Griechenland gezwungen wird, einen weiteren Schuldenschnitt zu verlangen, jedoch ist uns bekannt, dass dies nicht die Ansicht der Europäischen Kommission oder Deutschlands trifft, die sich in der gegenwärtigen Phase einer weiteren Umstrukturierung der Verschuldung heftig entgegenstellen„, führt eine Quelle aus Athen an, auf die sich der „Guardian“ beruft, ohne sie jedoch zu benennen.
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