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Artikel Tagged ‘thessaloniki’

Kriminelle Organisationen in Thessaloniki in Griechenland ausgehoben

21. Januar 2012 / Aufrufe: 470 3 Kommentare

In Griechenland wurden vier mafiöse Organisationen ausgehoben, die in der Region von Thessaloniki jahrelang einschlägige kriminelle Aktivitäten entwickelt hatten.

In Thessaloniki wurden in einer gigantischen Aktion der Kriminalpolizei zur Aushebung vier krimineller Organisationen, die in der Region jahrelang im großen Stil Verbrechen wie Betrug, Erpressungen, Zinswucher und Legalisierung von Einkünften aus kriminellen Aktivitäten ausübten, dreiundfünfzig – zum Teil über jeden Verdacht erhaben erscheinende – Personen festgenommen, zu denen unter anderen ein höherer Amtsträger der SDOE Thessaloniki, ein bekannter Journalist der staatlichen Sendeanstalt ET3, leitende Bankangestellte, Polizeibeamte, Finanzbeamte, Rechtsanwälte und Angestellte des Fußballvereins PAOK zählen.

Die polizeiliche Unternehmung begann bereits gegen Ende Mai 2011 unter Mitwirkung auch des griechischen Geheimdienstes (EYP), der mit dem bekannten “Abhör-Köfferchen” zu den Observationen beitrug, und am vergangenen Dienstag (17. Januar 2012) zu den in Rede stehenden Massenverhaftungen führte. Von den 53 verhafteten Personen sollen fünf die “Gehirne” der kriminellen Organisationen sein. Bezeichnenderweise galten deren Aktivitäten seit Jahren als “offenes Geheimnis”, jedoch soll es bisher (möglicherweise nicht nur … ?!) an Beweisen gemangelt haben, um gegen die skrupellosen Gangster vorgehen zu können.

Massenfestnahmen nach monatelangen Ermittlungen

Die gegen die Festgenommenen erhobenen Beschuldigungen beziehen sich fallweise unter anderem auf die Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, berufsmäßig und gewohnheitsmäßig ausgeübten Zinswucher und Erpressung, Betrug und Legalisierung von Einkünften aus berufsmäßig ausgeübter illegaler Aktivität. Weiter werden in der bisher rund 15.000 (!) Seiten zählende Anklageschrift auch zwei Polizeibeamte der passiven Bestechung und der Pflichtverletzung beschuldigt.

In einer Bekanntmachung der Polizei wird angemerkt, dass im Rahmen der monatelangen Ermittlungen der Direktion der Kriminalpolizei Thessaloniki unter anderem:

  • die Verbindung der Mitglieder festgestellt wurde, welche die kriminellen Organisationen darstellten,
  • deren Rollen und hierarchische Beziehung geklärt wurden,
  • die Weise – Methode ihrer Aktivität festgestellt wurde (modus oerandi),
  • die Anzahl der Personen festgestellt wurde, die sich verschiedene Geldbeträge zu Wucherzinsen geliehen hatten,
  • die erpressten Privatleute und Geschäfte – Unternehmen ausfindig gemacht wurden, deren Eigentümer erpresst wurden,
  • der Modus der Legalisierung der illegalen Einkünfte (“Geldwäsche”) festgestellt wurde.

Wie aus der Untersuchung speziell hervorgeht, erpressten Mitglieder einer der kriminellen Organisation von zahlreichen Geschäftseigentümern in Thessaloniki und Chalkidiki “Schutzgelder” und gewannen illegal große Geldbeträge. Zusätzlich waren alle vier Organisationen in Fällen des Zinswuchers aktiv, da sie erpresserisch die Zahlung rechtswidriger Zinsen von Privatleuten verlangten, denen sie verschiedene Geldbeträge als Kredite zu übermäßigen monatlichen Zinsen von bis zu 80% gaben, während sie auch in eine große Anzahl von Betrugsfällen involviert sind. Die aus ihren kriminellen Aktivitäten erzielten Geldbeträge legalisierten die Organisationen rechtswidrig mittels Gewinnlosen des OPAP, die sie sich gegen finanzielle Vergütung verschafften.

Die Polizeiaktion der Direktion der Kriminalpolizei Thessaloniki läuft mit Durchsuchungen in Häusern, Wohnungen und anderen Räumlichkeiten in Gebieten in Thessaloniki, Chalkidiki und Serres weiter. Ebenfalls gehen die Vorführungen von Personen weiter, um deren Beteiligung an den Aktivitäten der kriminellen Organisationen zu erforschen. Es wird geschätzt, dass aus der illegalen Aktivität dieser vier kriminellen Organisationen der griechische Fiskus um signifikante Einnahmen gebracht wurde, die auf dutzende Millionen Euro angesetzt werden.

Geldwäsche mittels angeblicher Lotteriegewinne

In einer Bekanntmachung betont die SDOE unter anderem: “Am 26.Mai 2011 erging eine einschlägige Bestellung der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Thessaloniki an die Bezirksdirektion der SDOE Zentralmakedonien zur Mitwirkung in der 3. Abteilung des Dezernats zur Verfolgung von Erpressern bei der Direktion der Kriminalpolizei Thessaloniki bezüglich der Aufhebung des Steuergeheimnisses über wirtschaftliche Daten konkreter Personen.

Am 29 Juli 2011 übergab die Bezirksdirektion der SDOE Zentralmakedonien der griechischen Polizei auf deren Antrag am selben Tag Daten, die sich auf Gewinnbestätigungen der staatlichen Lotteriegesellschaft OPAP AG für die involvierten Personen bezogen. Parallel lieferte sie ab dem 08. August bis zum 30. November weitere vier Male ergänzende Daten an Polizeibeamte über den Verlauf der Ermittlungen und informierte parallel die Staatsanwaltschaft des Landgerichts Thessaloniki.”

Wie in der Bekanntmachung angeführt wird, ordnete der Sondersekretär der SDOE Ioannis Diotis bereits eine dringliche Ermittlung zur Untersuchung der Rechtmäßigkeit der Erteilung von Gewinnbestätigungen der OPAP an. Der Minister für Zivilschutz, Christos Papoutsis, gratulierte dem Leiter der griechischen Polizei, Generalleutnant Nikolaos Papagiannopoulos, zu dem Erfolg der Dienststellen der Kriminalpolizei Thessaloniki.

Ergänzend sei angemerkt, dass inzwischen (bis Samstag, 21. Januar 2012) vor dem 3. regulären Untersuchungsrichter Thessalonikis 16 der verhafteten Personen ausgesagt haben, von denen 8 in Untersuchungshaft genommen und 8 gegen Meldeauflagen und Kautionen bis auf weiteres auf freien Fuß gesetzt worden sind. Inhaftiert wurde unter anderem der Leiter der “Operativen Direktion für Sonderfälle” der SDOE in Thessaloniki, wogegen speziell der illustre Journalist der ET3 gegen eine Kaution von 200.000 Euro von der U-Haft verschont blieb.

(Quelle: in.gr – 19.01.2012, in.gr – 20.01.2012)

Führerschein-Fälscherring in Thessaloniki in Griechenland ausgehoben

4. Dezember 2011 / Aufrufe: 166 2 Kommentare

In Griechenland hat die Polizei in der Stadt Thessaloniki einen Ring für gefälschte Führerscheine ausgehoben, an dem auch öffentliche Bedienstete beteiligt waren.

Mehr als einhundert Personen sollen in einen Fall der Ausstellung gefälschter Führerscheine verwickelt sein, der in Thessaloniki von dem Department für interne Angelegenheiten – Nordgriechenland der griechischen Polizei (ELAS) aufgedeckt wurde. Von der Polizei wurden Strafverfahren gegen Fahrschulbesitzer, Ärzte, Bedienstete des Verkehrsamts und andere Personen eingeleitet. Laut der einschlägigen Bekanntmachung der Polizei zahlten die interessierten Führerscheinanwärter analog zu nach jeweiligen Umständen ab 200 bis zu 3.300 Euro pro Führerschein.

Wie seitens des Ministeriums für Zivilschutz bekannt gegeben wurde, war bei dem Straßenverkehrsamt Thessaloniki Ost anlässlich der Überprüfung der Akte eines Führerscheinanwärters festgestellt worden, dass in der Akte “Bestanden” vermerkt war, obwohl er an der Führerscheinprüfung überhaupt nicht teilgenommen hatte.

Verschwundene Führerschein-Akten im Straßenverkehrsamt Thessaloniki

Nach den daraufhin in den Archiven der in Rede stehenden Behörde erfolgten umfangreichen Nachforschungen wurde aufgedeckt, dass insgesamt 102 Akten völlig verschwunden waren, während sich weitere 86 Personen illegaler Führerscheine versichert hatten, ohne Prüfungen abgelegt zu haben oder – wie in einigen Fällen – zwar an Prüfungen teilgenommen, diese jedoch nicht bestanden hatten.

In die Sache sollen nach dem derzeitigen Stand der Dinge 7 Fahrschulbesitzer und 2 Fahrschulangestellte, 2 Ärzte, 3 Bedienstete des Straßenverkehrsamts Ost-Thessaloniki (von denen einer inzwischen pensioniert worden ist) sowie auch ein … Restaurantinhaber verwickelt sein, der beschuldigt wird, als Vermittler tätig gewesen zu sein.

Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort, um möglicherweise weitere in den Fall verwickelt Personen ausfindig zu machen, während die bisher insgesamt 101 ausgemachten Beteiligten einer Reihe einschlägiger  Straftaten wieErschleichung unwahrer Bescheinigungen, Betrug, Erteilung unwahrer ärztlicher Bescheinigungen usw. beschuldigt werden.

(Quelle: Kathimerini)

Thessaloniki bewilligt erstes Krematorium in Griechenland

28. Oktober 2011 / Aufrufe: 177 2 Kommentare

Der Stadtrat von Thessaloniki bewilligte den Bau des ersten Krematoriums in Griechenland und hofft auf jährliche Einnahmen in der Größenordnung von 1 Million Euro.

Die Stadtgemeinde Thessaloniki verspricht sich von dem Betrieb eines Krematoriums auf dem Areal des in dem Gemeindeteil Thermi gelegenen Friedhofs “Anastaseos tou Kyriou” jährliche Einnahmen in Höhe von rund 1 Million Euro. Die Gemeinde wird für jede Einäscherung 500 – 600 Euro einnehmen, und es wird damit gerechnet, dass während der ersten Betriebsjahre des Krematoriums jährlich 1.500 – 2.000 Feuerbestattungen stattfinden werden. Diese Schätzung entspringt der Tatsache, dass die griechischen Bestattungsinstituten derzeit jährlich ungefähr 1.500 Feuerbestattungen im benachbarten Bulgarien organisieren.

Die vorstehenden Berechnungen stellte der Vizebürgermeister für Umwelt, Lebensqualität und Freiflächen Konstantinos Zervas an, der am vergangenen Montag (24.10.2011) der Sitzung des Stadtrats von Thessaloniki den erwarteten Vorschlag bezüglich der Genehmigung eines “Einäscherungszentrum für Leichen und Gebeine” mit einem Etat von 2,5 Mio. Euro für Erbauung und Ausrüstung vorlegte, der mehrheitlich bewilligt wurde.

Das Krematorium, welches das erste in Griechenland sein wird, soll auf einem im Besitz der Gemeinde befindlichen Areal von 50 Hektar in den Friedhofsanlagen von Thermi errichtet werden, wo eine Fläche von 2.000 qm für die Anlage bereitgestellt und ein Gebäude von etwa 700 qm errichtet werden soll, um darin die für das Krematorium erforderlichen Betriebseinrichtungen unterzubringen.

Die Platzierung des Krematoriums innerhalb der Friedhofsanlagen wird an einer Stelle erfolgen, von der es keinen optischen Kontakt und kein Zusammentreffen mit dem Friedhofsbetrieb geben wird, damit es nicht die auf die traditionelle Weise erfolgenden Bestattungsgewohnheiten der Gläubigen beleidigt, und umwelttechnisch wird es nicht die schönen Gegenden belastet, da es unter Einhaltung aller einschlägigen Umweltvorschriften erbaut werden wird. Architektonisch wiederum wird es ein Gebäude hoher Ästhetik darstellen“, führt der Vizebürgermeister in seinem Antrag an.

Es ist allerdings anzumerken, dass nach dem “grünen Licht” des Stadtrats von Thessaloniki noch etliche bürokratische Hürden zu überwinden und einschlägige Genehmigungen einzuholen sind sowie letztendlich auch nach Möglichkeiten gesucht wird, das Projekt entweder aus EU-Mitteln oder mittels privater Investitionen zu finanzieren.

(Quellen: Zougla, To Vima)

Media-Saturn schließt drei Filialen in Griechenland

13. Oktober 2011 / Aufrufe: 319 Keine Kommentare

Aufgrund der wirtschaftlichen Lage in Griechenland schließt Media-Saturn drei Saturn-Filialen in Athen und Thessaloniki, womit über die Hälfte des Personals seine Arbeitsplätze verliert.

Wie in einer einschlägigen Pressemitteilung angeführt wird, schreitet der Konzern Media-Saturn wegen der aktuellen wirtschaftlichen Lage in Griechenland zu einer strategischen Reorganisation des Filialnetzes in Athen und Thessaloniki und benennt drei Saturn-Filialen in Mediamarkt um und schließt zwei Geschäfte in Athen und eins in Thessaloniki.

Gemäß den neuen Gegebenheiten der Konzerns werden n Athen die Saturn-Filialen Faliro und Stathmos Larissis sowie in Thessaloniki das Geschäft in Pylea geschlossen. Laut der Gesellschaft sollen fast 50% des Personals dieser Filialen innerhalb des Firmengruppe übernommen und auf anderen Arbeitsplätzen eingesetzt werden.

Parallel sollen die Saturn-Filialen in Athen an der Syngrou-Allee im Stadtbezirk Kallithea und an der Marathonos-Allee im Stadtbezirk Jearakas sowie ebenfalls auch die Filiale im Stadtbezirk Stavroupolis in Thessaloniki in Media Markt umbenannt werden, im übrigen ihren Betrieb jedoch regulär fortsetzen.

Quellen: Eleftherotypia

Bankangestellte und Zollbeamter in Griechenland wegen Kokain verhaftet

31. Juli 2011 / Aufrufe: 85 Keine Kommentare

In Griechenland wurden im Rahmen einer internationalen Aktion nach der Sicherstellung von 123 Kilo Kokain in Thessaloniki zwei Bankangestellte und ein Zollbeamter verhaftet.

In Griechenland wurden am 29. Juli 2011 drei Griechen mit der Beschuldigung festgenommen, einer international in Griechenland, Serbien und der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Mazedoniens (FYROM / ΠΓΔΜ) agierenden kriminellen Organisation anzugehören, die über den Hafen von Thessaloniki in einem Warencontainer versteckte 123 Kilo Kokain zu verbringen versuchte.

Der im Hafen von Thessaloniki eingetroffene und mit landwirtschaftlichen Maschinen (Soja-Ölpressen) beladene Container wurde ausfindig gemacht, nachdem bereits etliche Wochen vorher den griechischen Ermittlungsbehörden die Information zugespielt worden war, dass ein aus Bolivien und mit vermutlichem Ziel die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Mazedonien verschiffter Warencontainer eine große Menge Kokain enthielt. Das versteckte Kokain wurde schließlich in zwei Maschinenkurbelwellen gefunden.

Aus der Kooperation der griechischen Behörden mit den ausländischen Fahndungsbehörden und der Auswertung einschlägiger Informationen wurde die Verwicklung der drei Griechen aufgedeckt, bei denen es sich um einen Leiter einer Bankfiliale in Florina, einen Bankangestellten und einen Zollbeamten des Zollamts Niki handelt. Letzterer hatte erst neulich wieder seinen Dienst angetreten, nachdem er wegen einer anderen Sache vorübergehend suspendiert worden war. Die drei Beschuldigten sollen übernommen haben, einen Weg der Verbringung des Kokains aus dem Hafen von Thessaloniki in die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Mazedonien und dann nach Serbien zu erforschen.

In Serbien wurden fünf und in der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien vier weitere Mitglieder der Organisation festgenommen. Die Festnahme der drei griechischen Staatsangehörigen erfolgte in den frühen Morgenstunden des 29. Juli 2011 unter Mitwirkung von Beamten des Drogendezernats der SDOE/PD von Attika, Polizeibeamten der Unterdirektion für Drogenfahndung in Thessaloniki, Hafenbeamten der Abteilung für Drogenfahndung der Direktion der Kriminalpolizei und Polizeibeamten der Polizeidirektion Florina.

An der Aktion zur Aushebung der kriminellen Organisation waren außer den griechischen Dienststellen der Drogenfahndung die Drogenbehörden Großbritanniens (SOCA), der Vereinigten Staaten Amerikas (D.E.A), Serbiens und der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien beteiligt.

(Quelle: in.gr, Ta Nea)

Thessaloniki verbannt Bordelle in Gewerbegebiete

23. Juli 2011 / Aufrufe: 131 Keine Kommentare

Der Rat der Stadt Thessaloniki in Griechenland beschloss die Zwangsumsiedlung der Bordelle des zweiten Gemeindebezirks der Stadt Thessaloniki in Industrie- und Gewerbegebiete.

Der in Rede stehende Beschluss des Stadtrats der Stadtgemeinde Thessaloniki sieht die zwangsweise Umsiedlung der Freudenhäuser in außerhalb von Wohngebieten gelegene Zonen vor, die in dem aktuellen Bebauungsplan offiziell als Industriegebiete oder Gewerbegebiete charakterisiert sind. Der Stadtrat gab damit am vergangenen Montag (18. Juli 2011) dem einschlägigen Antrag eines fraktionsübergreifenden Ausschusses statt.

Was den Ablauf der zwangsweisen Umsiedlung der Bordelle des 2. Gemeindebezirks betrifft, hat dieser innerhalb von 12 Monaten zu erfolgen. Sofort nach Ablauf dieser Frist ist im Fall eventueller Missachtungen die sofortige Widerrufung der Genehmigungen vorgesehen.

Wir Bürger kämpfen um die Wiederherstellung des Lebensniveaus, das wir einmal hatten und verloren, als der Bezirk “Ladadika” aufhörte, das zu sein was er war“, führte die Sprecherin Rodi Fountoulidou der Einwohner des 2. Gemeindebezirks an und sprach von einer Abwertung des Bezirks und unentwegten Apellen der Bürger zu Interventionen der Polizei. (Anmerkung: In dem Bezirk “Ladadika” im Zentrum der Stadt Thessaloniki siedelten sich im Laufe der Zeit zahlreiche Betriebe und Aktivitäten des “Rotlicht-Milieus” an, was wiederum nicht zuletzt auch zu einem Anstieg der einschlägigen Kriminalität führte.)

Der Beschluss des Stadtrates sieht vor, dass bis zu 35 Genehmigungen vergeben werden, während die Voraussetzung des Abstandes von 50 Metern zwischen den Freudenhäusern aufgehoben wird, da deren Aktivität in Gebiete außerhalb von Wohngebieten angesiedelt wird.

Zusätzlich wird diesen Häusern ein direkter Eingang an dem Basisstraßennetz untersagt und vorgesehen, dass sie sich 200 Metern von Kirchen, Verehrungsstätten aller Konfessionen und Dogmen, Schulen, Kindergärten, Nachhilfeschulen, Spielplötzen, Berufsausbildungsinstituten, Therapieeinrichtungen, Jugendzentren, Sportzentren, Heimen, Bibliotheken, karitativen Einrichtungen, zentralen Plätzen und Kinderspielplätzen befinden müssen.

Bezüglich der neuen Flächenzuweisung kommentierte der zuständige Vizebürgermeister, dass es seitens der Gemeinde verfassungswidrig wäre, konkrete Zonen zu bestimmen, betonte jedoch: “Alle, die diesen Beschluss loben und sich mit dem Thema befassen, wissen, dass wir auf indirekte Weise bestimmen, wo sich diese Zone befindet. Es ist die Westseite von Thessaloniki, ein weitläufiger ausgedehnter Bezirk.“.

(Quelle: in.gr)

Griechische Bahn stellt alle internationalen Zugverbindungen ein

13. Februar 2011 / Aufrufe: 1.073 1 Kommentar

Die griechische Eisenbahn stellt ab sofort alle internationalen Zugverbindung ein und schreitet auch zu weiteren Ausdünnungen und Einstellung des Zugverkehrs in Griechenland.

Im Rahmen des gesetzlich beschlossenen Sanierungsprogramms stellt die griechische Bahn (OSE) ab Sonntag, dem 13. Februar 2011, alle Zugverbindungen ins Ausland für unbestimmte Zeit ein. Ebenfalls ab Sonntag treten insbesondere auf Bahnstrecken in Nordgriechenland weitere Stilllegungen und Fahrplanänderungen Kraft.

Auf der Bahnlinie Thessaloniki – Edessa tritt an Stelle des bisherigen Fahrplans für Personen- und Güterzüge ein neuer ausgedünnter Fahrplan für Züge in beiden Richtungen. Außerdem werden zwischen Thessaloniki und Edessa zwei Sonderzugpaare eingesetzt, die in Kombination mit Anschlussbussen ab dem Bahnhof Arnissa den Ausflugsverkehr zu dem Wintersportzentrum Kaimaktsalan bedienen sollen.

Auch auf der Bahnstrecke Thessaloniki – Alexandroupolis – Dikea wird der Zugverkehr weiter ausgedünnt. Nachdem die durchgehenden Züge Athen – Alexandroupolis – Athen bereits zu Beginn des Jahres 2011 allesamt ersatzlos gestrichen worden waren, kommen zwischen Thessaloniki und Dikea fortan nur noch zwei Zugpaare zum Einsatz:

  • Zugpaar Nr. 90/91 (IC): Abfahrt ab Thessaloniki um 07:24 (als Anschlusszug für Zug Nr. 604 Athen – Thessaloniki) und in der Gegenrichtung ab Dikäa um 16:26 Uhr (mit Anschluss in Thessaloniki an IC 75 nach Athen).
  • Zugpaar Nr. 610/611: Abfahrt ab Thessaloniki um 15:48 Uhr und in der Gegenrichtung ab Dikea um 05:19 Uhr.

Bombenanschläge in Athen und Thessaloniki in Griechenland

14. Mai 2010 / Aufrufe: 236 Keine Kommentare

Bei zwei Bombenanschlägen in Griechenland detonierten am 13. Mai 2010 im Stadtteil Korydallos in Athen und am 14. Mai 2010 im Zentrum von Thessaloniki starke Sprengsätze.

Am Mittag des Freitag (14.05.2010) detonierte in dem im Zentrum von Thessaloniki bzw. dem Innenstadtbezirk Vardari gelegenen Gerichtsgebäude ein starker Sprengsatz und verursachte erhebliche Sachschäden. Ein 60-jähriger Justizbeamter wurde leicht verletzt. Der Bombenanschlag ereignete sich nicht einmal 24 Stunden nach dem am Vortag im Athener Stadteil Korydallos in der Nähe der dort befindlichen Haftanstalt ausgeübten Terroranschlag.

Laut den publizierten Informationen ging um 13:01 Uhr bei dem griechischen Fernsehsender ALTER ein anonymes Telefonat ein, in dem angekündigt wurde, dass in dem zentralen Gerichtsgebäude von Thessaloniki in 20 Minuten eine Bombe explodieren werde. Eine Minute später rief in Athen ein Unbekannter bei der Redaktion der Tageszeitung Eleftherotypia an und gab bekannt, in der im Keller des Gerichtsgebäudes in Thessaloniki gelegenen Herrentoilette einen Sprengsatz deponiert zu haben, der in 30 Minuten detonieren werde.

Die Polizei sperrte die Gegend umgehend ab und werlangte die Evakuierung des Gebäudes. Etwa 20 Personen der sich in dem Gerichtsgebäude befindlichen Menschenmenge sollen sich allerdings geweigert haben, das Gebäude zu verlassen, da sie den Bombenalarm als eine der üblichen Farcen erachteten. Glücklicherweise wurde außer dem erwähnten Justizbeamten niemand verletzt.

Zwei Bombenanschläge innerhalb von 24 Stunden

Mit dem Bombenanschlag in Thessaloniki ereignete sich in Griechenland der zweite Terroranschlag innerhalb von nur 24 Stunden. Am Abend des Donnerstag (13. Mai 2010) detonierte in Athen um 22:12 Uhr ein Sprengsatz in der Nähe der Gefängnisanlagen im Stadtteil Korydallos. Auch hier wurde glücklicherweise nur eine einzige Person leicht verletzt, die starke Explosion verursachte jedoch umfangreiche Sachschäden und brachte sogar noch in einer Entfernung von bis zu fast einem Kilometer Fensterscheiben zum Zersplittern.

Auf Basis konkreter Indizien erachten die Beamten der mit dem Fall beschäftigten Anti-Terror-Behörde als möglich, dass hinter dem Anschlag die Organisation “Kerne des Feuers” steht, ohne jedoch gleichzeitig jede andere Möglichkeit auszuschließen. Gemäß den selben Einschätzungen war angesichts der Tatsache, dass in den Gefängnisanlagen in Korydallos einige der festgenommenen Mitglieder der Terrororganisation “Kerne des Feuers” inhaftiert sind, das Ziel des Bombenanschlages symbolisch. Vor diesem Hintergrund wird als möglich erachtet, dass die Täter ein Signal der Solidarität setzen und parallel deutlich machen wollten, dass die “urbane Guerillas-Bewegung” ihre Aktivitäten fortsetzt.

Die Feuerwerker schätzen, dass der starke Sprengsatz aus rund 10 Kilo Sprengstoff bestand. Die Polizei forscht nach möglichen Zusammenhängen zwischen dem Bombenanschlag in Korydallos vom 13. Mai 2010 und dem am darauffolgenden Tag verübten Bombenanschlag auf das Gerichtsgebäude in Thessaloniki.

Blutiger Raubüberfall in Thessaloniki in Griechenland

30. April 2010 / Aufrufe: 151 Keine Kommentare

Bei einem Raubüberfall am Abend des 29. April 2010 in Thessaloniki in Griechenland wurden durch eine Handgranate zwei Polizisten schwer verletzt und einer der beiden Täter getötet.

Laut den vorliegenden Informationen drangen am Donnerstagabend (20. April 2010) gegen 10:00 Uhr in dem Stadtteil Evosmos in Thessaloniki drei bewaffnete Täter in einen Supermarkt ein, in dem zu diesem Zeitpunkt die Tageseinnahmen abgerechnet wurden, und verlangten die Herausgabe des Geldes. Ein Anwohner bemerkte das Geschehen und informierte die Polizei. Als die Polizeibeamten am Tatort eintrafen und die Räuber zur Übergabe aufforderten, eröffneten letztere das Feuer. Bei dem darauf folgenden Schusswechsel mit den Polizisten wurde von den Kugeln der Polizeibeamten einer der Täter getroffen, der jedoch noch eine Handgranate  gegen die Polizisten werfen konnte, durch deren Splitter zwei Polizeibeamte schwer verletzt wurden.

Die drei Schwerverletzten wurden in ein lokales Krankenhaus eingeliefert, wo der verwundete Täter schließlich seinen Verletzungen erlag. Der Komplize des getöteten Täters konnte dagegen entkommen und wird von der Polizei gesucht. In der Nähe des Tatortes wurde ein PKW sichergestellt, in dem sich zwei Pistolen, eine automatische Feuerwaffe vom Typ Kalaschnikow und zwei Handgranaten befanden.

Wie sich herausstellte, handelt es sich bei dem getöteten Täter um einen Schwerverbrecher aus der Ukraine, der sowohl in seinem Heimatland als auch in Griechenland wegen einer Reihe schwerer Straftaten, darunter auch des Mordes an einem griechischen Polizeibamten am 02. April 2009 im Athener Stadtteil Kypseles zur Fahndung ausgeschrieben war.

Straßenblockaden der Bauern in Griechenland kosten Unternehmen in Thessaloniki eine halbe Milliarde Euro

28. Januar 2010 / Aufrufe: 106 Keine Kommentare

Die Straßenblockaden der protestierenden Bauern in Griechenland haben die bei der IHK Thessaloniki registrierten Unternehmen bisher fast eine halbe Milliarde Euro gekostet. Diese Angabe geht aus einer Untersuchung der Industrie- und Handelskammer Thessaloniki hervor, welche von dem Unternehmen “Palmos Analysis” mittels eines strukturierten Fragenkatalogs durchgeführt wurde.

Gemäß dem Ergebnis der Erhebung geben 83% der befragten Unternehmen an, dass die Proteste der Bauern und die an zahlreichen Punkten des nationalen Straßennetzes errichteten Verkehrsblockaden sich auf ihren Geschäftsbetrieb ausgewirkt haben. Die insgesamt für die befragten Unternehmen durch die Proteste verursachte wirtschaftliche Belastung beläuft sich auf durchschnittlich jeweils 20.000 Euro, was auf die Summe aller Mitglieder der IHK Thessaloniki hochgerechnet einen wirtschaftlichen Gesamtschaden von bisher etwa 440 Millionen Euro bedeutet.

Von den befragten Unternehmen, welche eine Beeinflussung ihres Geschäftsbetriebes angaben, führten 8 von 10 Verzögerungen bei der Belieferung ihrer Kunden und 7 von 10 Verzögerungen bei ihrer eigenen Belieferung mit Grundmaterialien und Waren seitens ihrer Lieferanten an. Fast 5 von 10 Unternehmen bekundeten einen Rückgang ihres Umsatzes oder einen Rückschlag in der Zuverlässigkeit des Unternehmens gegenüber seinen Kunden.

Ebenfalls gefragt wurde in der Erhebung nach den Auswirkungen für die Unternehmen infolge der Sperrung der Nationalstraße Thessaloniki – Athen im Tal von Tempi wegen der im Dezember 2009 verzeichneten Bergrutsche. Etwa 75% gaben an, von der Sperrung betroffen worden zu sein, während auf Basis der Antworten bezüglich der wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund von Verzögerungen und erhöhten Transportkosten der Schaden für die Mitglieder der IHK Thessaloniki auf bisher etwa 140 Millionen Euro veranschlagt wird.