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Inflationsrate in Griechenland bei fast fünf Prozent

9. Mai 2010 / Aufrufe: 673 Keine Kommentare

Die Preisexplosion in Griechenland führte im April 2010 zu einer Preissteigerungsrate von 4,8 Prozent und schmälert insbesondere die Kaufkraft der finanziell schwächeren Bevölkerung.

Wie in einem Bericht der griechischen Tageszeitung TO VIMA vom 08. Mai 2010 dargelegt wird, erreichte in Griechenland im April 2010 die Preissteigerungsrate im Vergleich zu April 2009 den Rekordstand von 4,8 %, lag dagegen im April 2009 im Vergleich zu April 2008 bei nur 1,0 %. Weiter wird angeführt, dass in Griechenland die jeweils im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete Preissteigerungsrate im März 2010 mit 3,9% und im April 2010 mit 4,8 % rund dreimal höher lag als die entsprechenden Mittelwerte innerhalb der Eurozone, die für März 2010 mit 1,4 % und April 2010 mit 1,5 % ausgewiesen werden.

Der Anstieg der Inflationsrate auf ein dermaßen hohes Niveau, obendrein in einer Phase tiefer wirtschaftlicher Rezession, trifft unmittelbar die Einkommen der einkommensschwächeren Beschäftigten und Rentner. In einigen Fällen übertreffen die innerhalb nur eines Jahres (April 2009 – April 2010) verzeichneten Preiserhöhungen jede Erfahrung der vergangenen Jahre. Innerhalb von nur zwölf Monaten stiegen beispielsweise die Treibstoffpreise (Benzin / Diesel) um 50,8 %, die Preise überregionaler Eisenbahnfahrkarten um 36,6 %, die Kfz-Steuern und Mautgebühren um 28,4 %, die Beförderungstarife der Taxis um 22,4 % und die Preise für Transportversicherungen um 18 % an.

Die Teuerungsrate stieg in Griechenland allein innerhalb nur eines Monats (also im April 2010 im Vergleich zu März 2010) um 1,2 % an, und zwar hauptsächlich infolge der Erhöhung der Heizöl- und Kraftstoffpreise und der Erhöhung der Verbrauchssteuern auf Getränke und Zigaretten. Insgesamt gesehen trugen laut der griechischen Behörde für Statistik ELSTAT zu dem Anstieg der Inflationsrate im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat auf 4,8 % speziell folgende Preiserhöhungen bzw. Bereiche zu:

  • Zu 18,5 % der Bereich “Transporte”, namentlich aufgrund der Erhöhung der Kraftstoffpreise, der Kraftfahrzeugsteuer und der Mautgebühren, sowie auch der Preise für Fahrzeuge, deren Ersatzteile und Wartung und Reparatur.
  • Zu 9,8 % der Bereich “Alkoholische Getränke und Tabakprodukte”, namentlich aufgrund der Preiserhöhungen bei (nicht servierten) Getränken und Zigaretten.
  • Zu 7,3 % im Bereich “Wohnung”, namentlich aufgrund der Erhöhung der Heizölpreise, der Wohnungsmieten, der Preise für Güter und Dienstleistungen in Zusammenhang mit Reparatur und Wartung von Wohnungen / Wohnhäusern sowie der Preise für Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und elektrischen Strom.
  • Zu 4,9 % im Bereich “andere Güter und Dienstleistungen, namentlich aufgrund der Preise für Kfz-Versicherungen, der Friseure und Frisiersalons und für Produkte für die persönliche Pflege.
  • Zu 3,5 % der Bereich “Kommunikation”, namentlich aufgrund der der aus den einschlägigen Steuererhöhungen resultierenden Preiserhöhungen im Bereich der Mobiltelefonie.
  • Zu 3 % der Bereich “Bildung”, namentlich aufgrund der Erhöhung der Lehrgelder der Privatschulen, Fremdsprachenschulen, Nachhilfeschulen und Institute für berufliche Spezialisierung.
  • Zu 3 % der Bereich “Hotels – Cafés – Restaurants”, namentlich aufgrund der Erhöhung der Preise (und Steuern) für Erfrischungsgetränke, Kaffee, Alkoholika und Bewirtung außer Hauses.
  • Zu 2,8 % der Bereich “Bekleidung und Schuhe”, aufgrund allgemeiner Preiserhöhungen bei diesen Produkten.
  • Zu 1,3 % der Bereich “Langzeitgüter – Haushaltsartikel und Dienstleistungen”.
  • Zu 0,7 % der Bereich “Erholung – kulturelle Aktivitäten.

Ergänzend sei angemerkt, dass der seit April 2009 für internationale Vergleiche zur Anwendung kommende “harmonisierte Verbraucherpreisindex” in Griechenland während der Vergleichszeiträume April 2009 – April 2010 um 4,7 % und März 2010 – April 2010 um 1,2 % anstieg.

Griechenland an erster Stelle bei Teuerungsrate in Eurozone

30. Dezember 2009 / Aufrufe: 91 Keine Kommentare

Wie aus den von der Griechischen Verbraucherzentrale ausgewerteten Daten hervorgeht, liegt Griechenland innerhalb der Eurozone nach wie vor an der Spitze bei den Preiserhöhungen zahlreicher Produkte des Massenkonsums:

  • Griechenland weist mit 2,1 % die höchste Inflationsrate im Raum der EU auf, bei einem EU-Durchschnitt von 0,5 %.
  • Griechenland liegt bei Bekleidungsartikeln mit einer Teuerungsrate an der Spitze, Belgien folgt mit 0,9 % auf dem zweiten Platz, der EU-Durchschnitt liegt bei 0 %.
  • Griechenland liegt bei Schuhwerk mit einer Teuerungsrate von 2,8 % an der Spitze, gefolgt von Österreich mit 2,7 %, während der EU-Durchschnitt bei 0,7 % liegt.
  • Griechenland liegt bei Reparaturen von Haushaltsgeräten mit einer Teuerungsrate von 4,8 % auf dem ersten Platz, Spanien mit 4 % auf dem zweiten Platz, der EU-Durchschnitt liegt bei 2 %.
  • Griechenland liegt bei Dienstleistungen für Reparatur- und Wartungsarbeiten an Wohnungen mit einer Teuerungsrate von 4 % an der Spitze, Zypern mit 3,5 % auf dem zweiten Platz, der EU-Durchschnitt liegt bei 1,7 %.
  • Griechenland liegt bei Eisenbahnfahrpreisen mit einer Teuerungsrate von 36,5 % an der Spitze, auf dem zweiten Platz folgt Irland mit 8,3 %, der EU-Durchschnitt liegt bei 4,1 %.
  • Griechenland liegt bei den straßengebundenen Personenbeförderungsmitteln mit einer Teuerungsrate von 19,7 % an der Spitze, während Malta mit 5,2 % auf dem zweiten Platz folgt und der EU-Durchschnitt bei 3,2 % liegt.

Griechenland an erster Stelle bei Teuerung in Eurozone

26. Oktober 2009 / Aufrufe: 55 1 Kommentar

Gemäß den Daten der EUROSTAT und konkret dem Verbraucherpreisindex hat sich Griechenland als Spitzenreiter bei der Teuerung innerhalb der Eurozone erwiesen. Wie gemeldet wird, sind Grundbedarfs- und Massenkonsumgüter im Vergleich zu September 2008 um etwa 2,5% teurer geworden. Bei Lebensmitteln betrug die Teuerungsrate 1,4% (zweitteuerstes Land nach Malta), bei Bekleidung und Schuhen sogar 2,9% (erstes Land unter den Staaten der Eurozone).

Was die Inflationsrate betrifft, sank diese in Griechenland zwar auf das Niveau von 0,7%, bleibt jedoch die höchste innerhalb der Eurozone, da sich hier der Mittelwert auf dem Niveau von minus 0,3% bewegt. Angesichts der Tatsache, dass die Einkommenserhöhungen der Konsumenten 2009 praktisch bei Null lagen, verringert sich ihre Kaufkraft noch mehr und die in Rede stehenden Massenkonsumgüter werden noch teurer.