Archiv

Artikel Tagged ‘terroranschlag’

Mitarbeiter brachte Bombe in Ministerium für Zivilschutz in Griechenland

25. Juni 2010 / Aufrufe: 63 Keine Kommentare

Die am 24. Juni 2010 in Griechenland im Ministerium für Zivilschutz in Athen detonierte Paketbombe war von einem Mitarbeiter des Ministers Michalis Chrysochoidis befördert worden.

Wie die Ermittlungen der Polizei inzwischen ergaben, wurde die an den Minister für Zivilschutz Michalis Chrysochoidis adressierte Paketbombe am 18. Juni 2010 bei der Poststelle im Athener Stadtteil Kypseli aufgegeben und am Dienstag, dem 22. Juni 2010 mit der regulären Post an das Büro der Geschäftsstelle des Ministers in der Straße Vasilissis Olgas zugestellt. Die Absenderangabe lautete auf den Namen des ehemaligen Finanzmanager der Siemens Hellas Christos Karavelas. Am Mittwoch wurde über die eingegangene Korrespondenz für den Minister telefonisch dessen Sicherheitsoffizier informiert, woraufhin letzterer anordnete, die Post in sein Büro im Ministerium für Zivilschutz zu bringen.

Tatsächlich wurde am Donnerstagmorgen von einem Mitarbeiter des Ministerbüros die gesamte Korrespondenz in das Ministerium gebracht und dort angesichts der Eigenschaft des Überbringers keinerlei Kontrolle unterzogen. Als am Abend der Sicherheitsoffizier Jorgos Vasilakis die in seinem Büro abgelieferte Post zu kontrollieren begann und dabei das augenscheinliche Geschenkpaket öffnete, detonierte der darin versteckte Sprengsatz und tötete den Offizier auf der Stelle.

Somit ist also geklärt, wie die Paketbombe bis in das Ministerium gelangen konnte. Gleichzeitig wird jedoch auch bewusst, dass wenigstens eine Woche lang ein hochbrisanter Sprengsatz im Zentrum von Athen unterwegs war und es letztendlich nur dem Zufall zu verdanken ist, dass die Detonation nicht an einem stärker frequentierten Ort wie beispielsweise in Einrichtungen der Post, dem öffentlichen Büro des Ministers Michalis Chrysochoidis oder gar während der Beförderung in der U-Bahn ausgelöst wurde.

Bombenanschlag im Ministerium für Zivilschutz in Griechenland

24. Juni 2010 / Aufrufe: 67 Keine Kommentare

In Griechenland detonierte am Abend des 24. Juni 2010 in einem Büro des Ministeriums für Zivilschutz in Athen eine Paketbombe. Durch die Explosion wurde ein 52-jähriger Offizier der griechischen Polizei getötet.

Der als Geschenkpaket getarnte Sprengsatz detonierte gegen 20:30 Uhr Ortszeit in dem im siebten Stock des Ministeriumsgebäudes gelegenen Büro der Ordonanz des Ministers für Bürgerschutz Michalis Chrysochoidis. Es wird angenommen, dass der seit Jahren an der Seite des Politikers stehende Adjutant und persönliche Vertraute Jiorgos Vasilakis des heutigen Ministers das Paket mit der Bombe öffnen wollte und damit die Explosion auslöste, die ihn auf der Stelle tötete. Ebenfalls wird vermutet, dass die Paketbombe für den Minister persönlich bestimmt war.

Zu dem Zeitpunkt der Explosion befand sich der getötete Polizeioffizier alleine in seinem Büro, welches durch die Detonation dem Erdboden gleich gemacht wurde, während der Minister Michalis Chrysochoidis sich in seinem ungefähr ein Dutzend Meter entfernt liegenden Büro in der selben Etage aufhielt.

Die eingeleiteten Ermittlungen konzentrieren sich unter anderem darauf, wie das Paket mit dem Sprengsatz unbemerkt bis in den siebten Stock des Ministeriumsgebäudes gelangen konnte, welches zu den bestbewachten Orten in Athen zählt. Ein anfängliches Gerücht, dass die Sicherheitsdetektoren wegen eines Defekts außer Betrieb gewesen seien, wurde umgehend dementiert.

Der offensichtlich tief betroffene Minister Michalis Chrysochoidis erklärte gegen 22:00 Uhr in einer ersten Stellungsnahme: “Ich habe einen wertvollen und geliebten Mitarbeiter verloren. Die feigen Mörder werden der Justiz zugeführt werden und gemäß den Gesetzen Rechenschaft ablegen. …… Ich möchte kategorisch erklären, dass wir uns nicht fürchten und nicht terrorisieren lassen. Wir werden ohne Unterbrechung den Kampf fortführen, um unsere Nachbarschaften und Städte sicher zu machen.”

Bombenanschläge in Athen und Thessaloniki in Griechenland

14. Mai 2010 / Aufrufe: 236 Keine Kommentare

Bei zwei Bombenanschlägen in Griechenland detonierten am 13. Mai 2010 im Stadtteil Korydallos in Athen und am 14. Mai 2010 im Zentrum von Thessaloniki starke Sprengsätze.

Am Mittag des Freitag (14.05.2010) detonierte in dem im Zentrum von Thessaloniki bzw. dem Innenstadtbezirk Vardari gelegenen Gerichtsgebäude ein starker Sprengsatz und verursachte erhebliche Sachschäden. Ein 60-jähriger Justizbeamter wurde leicht verletzt. Der Bombenanschlag ereignete sich nicht einmal 24 Stunden nach dem am Vortag im Athener Stadteil Korydallos in der Nähe der dort befindlichen Haftanstalt ausgeübten Terroranschlag.

Laut den publizierten Informationen ging um 13:01 Uhr bei dem griechischen Fernsehsender ALTER ein anonymes Telefonat ein, in dem angekündigt wurde, dass in dem zentralen Gerichtsgebäude von Thessaloniki in 20 Minuten eine Bombe explodieren werde. Eine Minute später rief in Athen ein Unbekannter bei der Redaktion der Tageszeitung Eleftherotypia an und gab bekannt, in der im Keller des Gerichtsgebäudes in Thessaloniki gelegenen Herrentoilette einen Sprengsatz deponiert zu haben, der in 30 Minuten detonieren werde.

Die Polizei sperrte die Gegend umgehend ab und werlangte die Evakuierung des Gebäudes. Etwa 20 Personen der sich in dem Gerichtsgebäude befindlichen Menschenmenge sollen sich allerdings geweigert haben, das Gebäude zu verlassen, da sie den Bombenalarm als eine der üblichen Farcen erachteten. Glücklicherweise wurde außer dem erwähnten Justizbeamten niemand verletzt.

Zwei Bombenanschläge innerhalb von 24 Stunden

Mit dem Bombenanschlag in Thessaloniki ereignete sich in Griechenland der zweite Terroranschlag innerhalb von nur 24 Stunden. Am Abend des Donnerstag (13. Mai 2010) detonierte in Athen um 22:12 Uhr ein Sprengsatz in der Nähe der Gefängnisanlagen im Stadtteil Korydallos. Auch hier wurde glücklicherweise nur eine einzige Person leicht verletzt, die starke Explosion verursachte jedoch umfangreiche Sachschäden und brachte sogar noch in einer Entfernung von bis zu fast einem Kilometer Fensterscheiben zum Zersplittern.

Auf Basis konkreter Indizien erachten die Beamten der mit dem Fall beschäftigten Anti-Terror-Behörde als möglich, dass hinter dem Anschlag die Organisation “Kerne des Feuers” steht, ohne jedoch gleichzeitig jede andere Möglichkeit auszuschließen. Gemäß den selben Einschätzungen war angesichts der Tatsache, dass in den Gefängnisanlagen in Korydallos einige der festgenommenen Mitglieder der Terrororganisation “Kerne des Feuers” inhaftiert sind, das Ziel des Bombenanschlages symbolisch. Vor diesem Hintergrund wird als möglich erachtet, dass die Täter ein Signal der Solidarität setzen und parallel deutlich machen wollten, dass die “urbane Guerillas-Bewegung” ihre Aktivitäten fortsetzt.

Die Feuerwerker schätzen, dass der starke Sprengsatz aus rund 10 Kilo Sprengstoff bestand. Die Polizei forscht nach möglichen Zusammenhängen zwischen dem Bombenanschlag in Korydallos vom 13. Mai 2010 und dem am darauffolgenden Tag verübten Bombenanschlag auf das Gerichtsgebäude in Thessaloniki.

Bombenexplosion vor dem Parlament in Griechenland

10. Januar 2010 / Aufrufe: 65 Keine Kommentare

Am Samstagabend (09. Januar 2010) explodierte in Athen um 19:59 Uhr auf dem Vorplatz des Gebäudes des griechischen Parlaments direkt am Denkmal des Unbekannten Soldaten eine Bombe. Der Sprengsatz verursachte geringfügige Sachschäden.

Der Polizei war es gelungen, den in der Regel rund um die Uhr stark frequentierten Bereich rechtzeitig zu räumen und den Verkehr um den Syntagma-Platz zu sperren, da ein Unbekannter um 19:43 Uhr bei der Redaktion der Zeitung Eleftherotypia angerufen und davor gewarnt hatte, dass in 17 Minuten eine Bombe explodieren werde.

Durch die Detonation kam niemand zu Schaden. Da sich die Druckwelle in Richtung des Parlamentsgebäudes ausbreitete, entstanden geringfügige Sachschäden hauptsächlich an Verglasungen der Büroräume des Parlamentsgebäudes und dem nahe gelegenen Unterstand der Wache. Die Straßen um den Syntagma-Platz wurden vorläufig gesperrt und ein Stab der Anti-Terror-Behörde eilte an den Ort.

Der Sprengsatz (vermutlich mit Zeitzünder) war in einem Abfallbehälter vor der Zierrabatte nahe dem Vorplatz des Parlaments an der Einmündung der Straßen Leoforos Vasilissis Sofias und Leoforos Amalias platziert worden. Der erste, jedoch bisher unbestätigte Verdacht der Polizei richtet sich gegen die Terrorgruppe “Synonomosia Pyrinon tis Fotias (Verschwörung der Kerne des Feuers). Der Umstand, dass der Anrufer in seinem Telefonat an die Zeitungsredaktion Einzelheiten zu der Bombe bekannt gab, um Opfer zu vermeiden, verweist auf eine frühere Bekanntmachung der “Feuerkerne”, worin die Organisation klarstellte, nicht auf menschliche Verluste abzuzielen.

Es ist jedenfalls das erste Mal, dass ein solcher Anschlag im Umfeld des Parlamentsgebäudes stattfindet, welches zu den bestbewachten Orten in Athen zählt. Weiter Anhaltspunkte zu dem Vorgehen der Täter werden sich möglicherweise aus dem Material ergeben, welches von den Sicherheitskameras der Umgebung aufgezeichnet wurde und derzeit untersucht wird.

Kurze Zeit nach der Explosion gingen bei der Einheit für Soforteinsätze zwei weitere Anrufe bezüglich auf dem Syntagma-Platz und in dem Hotel “Megali Vretania” deponierter Bomben ein, die sich jedoch als Farce erwiesen.

Bombenanschlag auf Gebäude der Versicherungsgesellschaft Ethniki in Athen

28. Dezember 2009 / Aufrufe: 66 Keine Kommentare

Am späten Sonntagabend (27. Dezember 2009) detonierte in dem Gebäude der griechischen Versicherungsgesellschaft “Ethniki” an der Straße Leoforou Syngrou im Zentrum von Athen – Griechenland ein starker Sprengsatz.

Die äußerst starke Explosion war in einem weiten Umkreis wahrnehmbar und verwüstete das Erdgeschoss des sechsstöckigen Bürogebäudes der Versicherungsgesellschaft “Ethniki” praktisch vollständig. Etliche Anwohner glaubten im ersten Augenblick, es habe ein kräftiges Erdbeben stattgefunden. Durch die enorme Druckwelle wurden zahlreiche in der Nähe des Gebäudes geparkte Fahrzeuge und sogar auch ein auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Leoforou Syngrou befindliches Bankgebäude beschädigt.

Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, da die Polizei nach einem bei der Redaktion der Zeitung “Eleftherotypia” etwa eine Viertelstunde vor der Explosion eingegangenen Warnanruf den in der Regel rund um die Uhr stark frequentierten Ort rechtzeitig absperren konnte.

Da sich zunächst niemand offiziell zu dem Terroranschlag bekannt hatte, war in ersten Einschätzungen die Rede von der Organisation “Epanastatikos Agonas” (= Revolutionärer Kampf), die bereits in der Vergangenheit wiederholt mit extrem starken Sprengsätzen Anschläge auf Gebäude mit besonderem Symbolcharakter verübt hat. Laut aktuellen Informationen soll inzwischen im Internet ein Bekennerschreiben der Organisation “Pyrines tis Fotias” (= Kerne des Feuers) aufgetaucht sein, von dessen Authentizität jedoch die Behörden bisher nicht überzeugt sind.

Zeitbombe im Haus des Abgeordneten Mimis Androulakis in Athen

14. November 2009 / Aufrufe: 57 Keine Kommentare

Am Mittag des Freitags (13.11.2009) explodierte im Bezirk Karea in Athen eine Zeitbombe vor dem an der Straße Ellinon Patrioton Nr. 12 gelegenen Mehrfamilienhaus, in welchem der Abgeordnete der PASOK-PArtei Mimis Androulakis wohnt.

20 Minuten vor der Explosion hatte ein Unbekannter über die internationale Notrufnummer 112 der griechischen Telefongesellschaft OTE die Explosion der Bombe angekündigt. Obwohl der Sprengsatz schließlich 6 Minuten vor dem benannten Zeitpunkt detonierte, wurde dank der von den zeitnah mobilisierten Einheiten der Polizei vorgenommenen Absperrung des Umfeldes niemand verletzt.

Wie bekannt wurde, war die Zeitbombe in einem Rucksack direkt vor der Tür der Wohnung des Abgeordneten Mimis Androulakis abgelegt und dort zufällig von der Putzfrau bemerkt worden, die den Rucksack ohne Untersuchung des Inhaltes vor den Eingang des Wohnhauses trug, wo dann nach kurzer Zeit der Sprengsatz detonierte.

Obwohl sich bisher niemand offiziell zu dem Anschlag bekannte, verweisen die gesicherten Spuren auf die Terrororgruppe der “Kerne des Feuers”. Die Bombe bestand aus einer in einem Kochtopf positionierten relativ kleinen Menge Sprengstoffs nebst zwei elektronischen Uhren.

KategorienAllgemein Tags: , ,

Terroranschlag auf Haus der Abgeordneten Marietta Giannakou

31. Oktober 2009 / Aufrufe: 41 Keine Kommentare

Am Freitagmorgen (30.10.2009) detonierte um 04:32 Uhr Ortszeit eine Zeitbombe in einem Mehrfamilienhaus in der Straße Demertzi Nr. 12, Kato Patisia – Athen. In dem besagten Haus liegt die Wohnung der ehemalige Ministerin und nun Abgeordneten Griechenlands im Europaparlament Marietta Giannakou.

20 Minuten vor der Detonation der Zeitbombe erfolgten zwei anonyme Anrufe bei einer Tageszeitung und einem Fernsehsender. Durch die Explosion wurde die Verglasung des Hauseingangs zerstört und ein geparkter PKW beschädigt, jedoch niemand verletzt

Die Zeitbombe war in einem Rucksack im Eingangsbereich des Hauses abgestellt worden und nach Angaben der Sprengstoffspezialisten von geringer Sprengkraft. Verlautbarungen zufolge war der Sprengsatz in einem Kochtopf deponiert, was von Anfang an auf die Urheberschaft der Vereinigung “Verschwörung der Kerne des Feuers” deutete, die sich inzwischen auch zu dem Terroranschlag bekannt hat.

6 Verletzte bei Anschlag auf Polizeirevier Agia Paraskevi in Griechenland

28. Oktober 2009 / Aufrufe: 69 2 Kommentare

Bei einem Anschlag auf das Polizeirevier an der Straße Pantelis Nr. 10 im Bezirk Agia Paraskevi in Athen – Griechenland am Dienstagabend (27. Oktober 2009) um 21:40 Uhr Ortszeit wurden insgesamt sechs Polizeibeamte verletzt, zwei von ihnen schwer. Ein Passant erlitt einen Nervenzusammenbruch und fiel in Ohnmacht, wurde jedoch glücklicherweise nicht verletzt.

Gemäß den bisher vorliegenden Informationen waren an dem Terroranschlag fünf Männer und eine Frau beteiligt, die sich mit drei Motorrädern zuerst in die Nähe und dann zu Fuß vor das Gebäude des Polizeireviers Agia Paraskevi begaben und dort ohne jegliche Warnung aus zwei automatischen Waffen vom Typ Kalaschnikow das Feuer eröffneten. Fünf der verletzten Polizeibeamten hielten sich zu dem Zeitpunkt des Anschlages vor dem Gebäude auf, der sechste wurde in seinem Büro verletzt.
Die Spurensicherung fand inwischen 99 Patronenhülsen und eine Patrone. Weiter wurde die Sicherung einer Handgranate gefunden, jedoch sonst keine Spuren einer Explosion entdeckt. Letzteres lässt darauf schließen, dass die Täter keine Sprenggranate, sondern eine Verteidigungsgranate geworfen hatten, was sich auch mit den Darstellungen der Zeugen deckt.

Anfänglich wurden Vermutungen angestellt, dass der Anschlag in Reaktion auf die am Vortag ausgesetzte Belohnung in Höhe von 600.000 Euro auf die Ergreifung der mutmaßlichen Bankräuber Simeon Seisidis, Mario Seisidis und Grigoris Tsironis stattgefunden haben könnte und in diesem Fall deren mutmaßliche Verbindung zu terroristischen Kreisen bestätigen würde. Die Umstände deuten jedoch eher darauf hin, dass der Anschlag auf das Polizeirevier bereits länger geplant worden war.