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Artikel Tagged ‘taxisnet’

Schutz vor Pfändungen des Finanzamts in Griechenland

25. Mai 2016 / Aufrufe: 606 1 Kommentar

Schuldner des Fiskus in Griechenland können ein Konto bei einer griechischen Bank gegen Pfändungen schützen lassen, müssen dieses jedoch explizit deklarieren.

Von den Banken in Griechenland werden für Rechnung des Finanzamts inzwischen automatisch die Beträge beschlagnahmt, die auf den Bankkonten der Schuldner des Fiskus eingehen, die ihre Schulden nicht reguliert haben. Gleichzeitig laufen alle Bürger, die dem Fiskus große Geldbeträge schulden, fortan in Gefahr, sich sogar auch mit Pfändungen ihrer Erstwohnung konfrontiert zu finden, da diese nicht gegenüber den Zwangsvollstreckungsmaßnahmen geschützt wird, die der Fiskus zu verhängen mag.

Einzige „Waffe“ für die Schuldner ist, per Taxisnet ein (1) Bankkonto zu deklarieren, um Beträge von bis zu 1.250 Euro monatlich zu schützen. Um das pfändungsgeschützte Konto zu deklarieren, müssen sie sich mit den persönlichen Zugangsdaten in ihren Taxisnet-Account einloggen und dann die spezielle Anwendung aufrufen (siehe auch Pfändungsschutz für Bankkonten in Griechenland).
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Griechenland will Finanzämter für das Publikum schließen

28. August 2015 / Aufrufe: 1.099 Keine Kommentare

Das Finanzministerium in Griechenland plant, die Finanzämter nach einer Übergangsphase endgültig für den allgemeinen Publikumsverkehr zu schließen.

Die neue Führung des Finanzministeriums in Griechenland arbeitet einen Plan aus, um die Finanzämter für den Publikumsverkehr endgültig zu schließen. Ziel ist, dass die Besuche in einer ersten Phase nur noch nach Terminabsprache erfolgen, während in einer zweiten Phase die Vorgänge ausschließlich per elektronischer Korrespondenz abgewickelt werden sollen.

Es wird damit gerechnet, dass auf diese Weise für die Bürger tausende Arbeitsstunden eingespart werden, während auch bei den Finanzämtern wertvolles Personalpotential von bürokratischen Arbeiten befreit werden und sich mit einen Mehrwert schaffenden Arbeiten befassen wird, wie es beispielsweise die Steuerprüfungen sind.
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Griechenland hebt Bankgeheimnis völlig auf

29. April 2015 / Aufrufe: 2.404 Keine Kommentare

Mit der Aktivierung des sogenannten Kontenregisters wird in Griechenland das eh nur noch auf dem Papier bestehende Bankgeheimnis offiziell völlig aufgehoben.

Mit der Spezifizierung der Weise des Betriebs des berüchtigten Kontenregisters kündigte die stellvertretende Finanzministerin Nadia Vaxevani offiziell die völlige „Aushebelung“ des Bankgeheimnisses in Griechenland an.

Laut der Ministerin werden mit der elektronischen Erfassung aller Guthaben bei griechischen Banken die Behörden vollständigen Zugriff auf alle Bewegungen – Abhebungen und Einzahlungen – von 1,5 Millionen Konteninhabern haben und kontrollieren können, ob diese mit dem Inhalt der Steuererklärungen „harmonieren“.

Kritische Knackpunkte: Datenschutz und Kapitalflucht

Praktisch gesehen kündigte Frau Vaxevani die völlige Öffnung der Datenbanken alles Banken an, damit die Kontrolleure des Finanzamts Zugriff erhalten. Die Globalität der Maßnahme lässt den Spielraum, dass die Steuerzahler sogar auch wegen „üblicher“ Steuerdelikte „Ärger“ bekommen. Beispielsweise können Immobilienverkäufe ausfindig gemacht werden, die zu einem höheren als dem im Vertrag angeführten Preis (üblicherweise der Einheitswert) erfolgten, und somit die zusätzlichen Transaktionssteuern beigetrieben werden.

Für Fälle solcher Art können die Kontrollbehörden bis zu 10 Jahre zurückgehen, da die Verjährung erst nach einem Jahrzehnt eintritt. Weiter können sie auch den Transfer von Beträgen von Bankkonten der Eltern auf Konten ihrer Kinder (z. B. um dem Kind zu helfen, eine Immobilie oder ein Auto oder sei es auch nur eine neue Hose zu kaufen) ausfindig machen. Regulär unterliegen diese Transaktionen der Besteuerung elterlicher Zuwendungen (mit einem Satz von 10% des Betrags), was jedoch die wenigsten Eltern wissen (geschweige denn die Steuer gezahlt haben).

Offensichtlich wird das Finanzministerium anstreben, die Fälle großer Steuerhinterziehung ausfindig zu machen, und sich nicht mit derartigen (Klein-) Delikten aufhalten. Mit der „Ankündigung“ über die völlige Aufhebung der Bankgeheimnisses über die elektronische Schiene entstehen jedoch zwei Themen:

  1. Das Thema der Sicherheit der Daten. Wer Zugang zu dem Taxis-System hat (bzw. sich zu verschaffen mag …), wird Zugang zu den Guthaben hunderttausender Bürger haben können. Das Generalsekretariat für Informationssystem ist bereits von der Datenschutzbehörde wegen der Durchsickerung sensibler persönlicher Daten mit einer Geldstrafe (in Höhe von 150.000 Euro!) belegt worden. Mit der Hinzufügung auch der Kontenstände der Bankkonten wird der „Anreiz“ für die Durchsickerung der Daten noch stärker werden, da die Guthaben mit sehr großer Klarheit die wirtschaftliche Situation eines jeden Haushalts abbilden, im Gegensatz zu den (meistens auf Basis von Steuerbescheiden nachgewiesenen) Einkommen, die entweder aus vergangenen Jahren herrühren oder nicht der Realität entsprechen können.
  2. Das Thema des Abflusses von Guthaben. In dem Wissen, dass fortan die Bewegungen der Bankkonten von den Steuerbehörden aufgezeichnet werden, könnten diejenigen, die ein Interesse daran haben, ihr Geld zu verbergen, sich außerhalb des Banksystems zu bewegen anstreben – was zu Lasten sowohl der Banken, aber auch der öffentlichen Einnahmen geht.

Von dem einen Extrem zum anderen

Das „Kontenregister“ ist allerdings nicht das einzige Werkzeug, das dem Finanzamt zur Beobachtung der Bankguthaben zur Verfügung stehen wird. Griechenland begibt sich inzwischen von dem einem zum anderen Extrem: nämlich von der völligen Freizügigkeit hinsichtlich der Bewegung „schwarzer“ Gelder über Bankkonten nunmehr zur peniblen Beobachtung aller Kontobewegungen.

Welche Systeme das Finanzministerium aktiviert hat oder zu aktivieren beabsichtigt?

  • Im Taxis-System gelangen bereits seit die Daten aller Auslandsüberweisungen an, unabhängig von ihrer Höhe. Bisher ist das Gewicht auf die Überprüfung der während der Periode 2009 – 2012 geschickten Überweisungen gefallen, jedoch sind die gesamten Informationen auch für die nachfolgenden Jahre vorhanden.
  • Die inländischen Guthabenzinsen werden schon seit zwei Jahren ebenfalls im Taxisnet erfasst und das Verfahren wird sich auch in diesem Jahr wiederholen, um automatisch in die Steuererklärungen eingetragen zu werden. Die Erfassung der Daten geschieht nicht nur zwecks Erhebung der Solidaritätsabgabe, sondern auch zu Kontrollzwecken.
    So sind bereits tausende Steuerpflichtige ausfindig gemacht worden, die nicht die „Einheitliche Immobilien-Besitzsteuer“ (ENFIA) entrichteten, und zwar trotz der Tatsache, dass sich in ihren Steuererklärungen zeigt, 2013 Beträge in Höhe tausender Euro aus Zinsen eingenommen zu haben (die wiederum auf Guthaben in Höhe hunderttausender Euro verweisen, wenn die in dem konkreten Jahr geltenden Zinssätze berücksichtigt werden).
  • Die Banken sind bereits verpflichtet, das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen über alle Konten zu informieren, die – auf Jahresbasis – eine Bewegung von über 100.000 Euro aufweisen. Ein Steuerpflichtiger, der beispielsweise eine Einzahlung und eine Anhebung von jeweils 50.000 Euro oder 10 Einzahlungen und Abhebungen von jeweils 10.000 Euro getätigt zu haben scheint, gerät automatisch auf die Liste, die an die Steuerbehörden übermittelt wird.
  • Die Prüfer der großen Kotrollzentren (Zentrum für Kontrolle Steuerpflichtiger mit großem Reichtum, Zentrum für Kontrolle großer Unternehmen und SDOE) haben Zugang zu den Kontoguthaben (und zwar in Echtzeit mittels einer elektronischen Anwendung, die von dem Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen entwickelt worden ist). Diese Anwendung wird modernisiert werden (innerhalb der kommenden Tage wird der einschlägige Beschlusses erwartet, der die technischen Spezifikationen bestimmen wird), damit die Prüfer mittels ihres Computers sogar auch die Summe aller Bewegungen für ein konkretes Jahr „sehen“ können. Der Zugang zu den Daten mittels dieser Anwendung wird auf richterliche Anweisung und durch konkrete Prüfer erfolgen, die entsprechend bevollmächtigt werden, um Zugang zu den Daten zu haben.

(Quelle: forologikanea.gr, basierend auf einer Reportage der Zeitung „Parapolitika“)

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Steuerportal in Griechenland vorübergehend außer Betrieb

26. September 2014 / Aufrufe: 385 Keine Kommentare

Das Zentralsekretariat für Informationssysteme in Griechenland kündigte eine temporäre Unterbrechung des Betriebs des Steuerportals TAXISnet an.

Das Zentralsekretariat für Informationssysteme in Griechenland (GGPS) kündigte an, dass die Dienste des griechischen Steuerportals TAXISnet ab dem Mittag des kommenden Sonntags wegen geplanter Wartungsarbeiten vorübergehend nicht verfügbar sein werden. „Die elektronischen Dienste des Finanzministeriums werden ab Sonntagmittag (28 September 2014 / 12:00 Uhr bis Montagmorgen (29 September 2014 / 07:00 Uhr) nicht verfügbar sein„, lautet die Bekanntmachung, die auch im TAXISnet eingestellt wurde.

Es sei angemerkt, dass nach der Bereitstellung der Zahlungsbescheide zur Immobiliensteuer ENFIA das TAXISnet-System und speziell die Anwendung „Vermögensregister / E9“ seit Anfang der Woche wegen des ungeheuren Ansturms zeitweise völlig blockiert war und etliche Steuerpflichtige immer noch nicht die neuen Bescheide zur ENFIA auszudrucken vermochten, deren erste Rate am 30 September 2014 fällig wird.
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Bescheide zur Immobiliensteuer 2014 in Griechenland

3. August 2014 / Aktualisiert: 07. August 2014 / Aufrufe: 2.469 2 Kommentare

Da Bescheide zur Immobiliensteuer in Griechenland nur noch elektronisch ergehen, müssen die Steuerpflichtigen selbst dafür sorgen, die Bescheide abzurufen.

Mit fast einmonatiger Verzögerung ergehen in Griechenland seit dem 01 August die diesjährigen Bescheide zur neuen „Einheitlichen Immobilienbesitzsteuer“ (ENFIA) und werden bis Ende des Monats nach und nach in den entsprechenden Anwendungsbereichen des Steuerportals unter www.gsis.gr eingestellt.

Da die Steuerbescheide nur noch in elektronischer Form bereitgestellt und nicht mehr per Post verschickt werden und parallel in vielen Fällen nicht einmal die vorgesehene Benachrichtigung per E-Mail erfolgt, sind die Steuerpflichtigen bzw. deren beauftragte / bevollmächtigte Steuerberater oder Vertreter aufgefordert, selbst dafür Sorge zu tragen, die Steuer- / Zahlungsbescheide rechtzeitig abzurufen um die Steuer fristgemäß entrichten zu können.
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„Elektronische“ Bescheide zur Immobiliensteuer in Griechenland

5. Juni 2014 / Aufrufe: 1.417 Keine Kommentare

Den Eigentümern von Immobilien in Griechenland werden diesjährigen Bescheide über die neue Immobilienbesitz-Steuer ENFIA nur noch elektronisch zugestellt werden.

Gemäß dem neuen Prozedere werden die Steuerpflichtigen bzw. Eigentümer von Immobilien in Griechenland mittels einer elektronischen Mitteilung (E-Mail) über den Betrag der neuen Immobilienbesitz-Steuer (ENFIA) informiert werden, die sie in diesem Jahr zu entrichten haben. Die Abrechnung der ENFIA auf Basis der Daten der Immobiliendeklarationen (E9) soll Ende Juni 2014 erfolgen.

Die Zentrale für öffentliche Einnahmen (GGDE) wird die Bescheide jedoch nicht (mehr) per Post an die Immobilieneigentümer verschicken: Die Bescheide werden elektronisch ausgestellt und im Kontobereich der Steuerpflichtigen im TAXISnet eingestellt werden. Das selbe gilt im übrigen auch für die diesjährigen Bescheide zur Einkommensteuer. Ebenfalls wird die GGDE E-Mails an die Immobilieneigentümer verschicken, mit denen sie diese über die Abrechnung der ENFIA informieren wird.
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Aufblähung der elektronischen Bürokratie in Griechenland

30. Mai 2014 / Aufrufe: 1.079 2 Kommentare

Das TAXIS-System in Griechenland eskaliert zu einer neuen elektronischen Bürokratie, da in diesem Jahr fast 30 Millionen Erklärungen abzugeben sind.

Ungefähr 5,5 Millionen Steuerpflichtige in Griechenland werden in diesem Jahr an dem Punkt angelangen, fast 30 Millionen elektronische Steuererklärungen einzureichen.

Die Entrichtung der Steuern (Einkommensteuer, MwSt. usw.), die Gewährung von Beihilfen (Kindergeld, Heizkostenbeihilfe, „soziale Dividende“), sogar auch der Schutz des Bankkontos vor den Pfändungen des Finanzamts laufen fortan obligatorisch über das System des TAXISnet, dessen Belastbarkeit in den kommenden Monaten einer harten Prüfung unterzogen werden wird.
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E-Mail für Steuerpflichtige in Griechenland obligatorisch

11. Mai 2014 / Aufrufe: 1.183 Keine Kommentare

Alle Steuerpflichtigen in Griechenland müssen fortan über eine E-Mail-Adresse verfügen um für die Finanzämter elektronisch erreichbar zu sein.

Mit einem Runderlass des Generalsekretärs für öffentliche Einnahmen, Charis Theocharis, wird bekannt gemacht, dass alle Steuerpflichtigen Griechenlands fortan eine E-Mail-Adresse haben müssen. Ja, sowohl Opas und Omas müssen ein E-Mail-Adresse haben und diese dem Finanzamt bekannt geben als auch Arbeitslose, Obdachlose und allgemein auch alle, die gar keinen Zugang zum Internet haben, geschweige denn über die erforderlichen Kenntnisse und Ausstattung verfügen.

Konkret verlangt der Generalsekretär für Einnahmen mit seinem Runderlass obligatorisch von allen Inhabern einer Steuer-ID (also allen griechischen Steuerpflichtigen), im TAXISnet eine E-Mail-Adresse anzugeben, damit die Steuerverwaltung alle Benachrichtigungen über geschuldete Steuern, Abgaben usw. „elektronisch“ zustellen kann.

Was die Steuerpflichtigen zu tun gezwungen sind

Wie der Generalsekretär für Einnahmen mit seinem Runderlass bekannt gibt, können die Steuerpflichtigen sich gegenüber der Steuerverwaltung auf keinerlei Änderung ihrer E-Mail-Adresse bis zum Zeitpunkt deren Aktualisierung berufen. Spezieller kommen laut dem Runderlass die Bestimmungen des gegenwärtigen Beschlusses auf die elektronische Zustellung zur Anwendung, die gemäß den gesetzlichen Bestimmungen von der Steuerverwaltung erfolgt.

Die Steuerpflichtigen müssen – sofern nicht bereits geschehen – Zugangsdaten für das TAXISnet-System beantragen und in ihrem „Konto“ auf der Internetpräsenz www.gsis.gr unter der Option „Kontoverwaltung“ Angaben für die elektronische Kommunikation (E-Mail-Adresse) deklarieren, und sofern sie bereits registriert und zu einer Änderung der E-Mail-Adresse geschritten sind, diese Innerhalb von 30 Tagen ab dem Inkrafttreten des gegenwärtigen Beschlusses aktualisieren. Die Steuerpflichtigen können sich gegenüber der Steuerverwaltung auf keinerlei Änderung ihrer E-Mail-Adresse bis zum Zeitpunkt deren Aktualisierung berufen.

Wie den Steuerpflichtigen Benachrichtigungen zugestellt werden

Der gemäß dem Gesetz zuzustellende Verwaltungsakt nebst den damit zusammen zuzustellenden Unterlagen oder der Beschluss oder die persönliche Benachrichtigung oder der vorläufige Korrekturbescheid nach Artikel 28 des Gesetzes N. 4174/2013 wird in dem „Konto“ des Steuerpflichtigen im TAXISnet-System unter der Sektion „Individualisierte Informierung – E-Zustellungen“ eingestellt. Parallel wird der Steuerpflichtige elektronisch mittels einer an die von ihm angegebene E-Mail-Adresse geschickte Mitteilung benachrichtigt.

Der Verwaltungsakt und die damit zusammen zugestellten Unterlagen, der Beschluss und die Benachrichtigung gelten nach dem Verstreichen von zehn Tagen ab der Einstellung und der gemäß dem Vorstehenden elektronischen Benachrichtigung als rechtmäßig zugestellt, wobei diese Frist ab jedem beliebigen Vorgang (Einstellung oder Benachrichtigung) zu laufen beginnt, der zuletzt stattfand, sofern sich nicht ein früherer Zeitpunkt des Erhalts des zugestellten Schriftstücks ergibt.

Empfangsbescheinigung – Daten der elektronischen Zustellung

Mit dem Empfang des zugestellten Akts im „Konto“ des TAXISnet durch den Steuerpflichtigen wird im TAXISnet-System eine elektronische ausdruckbare Empfangsbestätigung erstellt, die eine einmalige Kennnummer aufweist und obligatorisch die Steuer-ID des Steuerpflichtigen, die Art, die Nummer, das Datum und das Ausstellungsorgan des Akts und der damit zusammen zugestellten Unterlagen, des Beschlusses oder der Benachrichtigung, das Datum und die Uhrzeit des Empfangs im „Konto“ des TAXISnet sowie auch die elektronischen Angaben zur Einstellung enthält.

Diese elektronische Empfangsbescheinigung wird dann in dem Informationssystem der Steuerverwaltung abgelegt und ist in jedem Fall verfügbar, indem sie eventuell verlangt wird.

Angaben der elektronischen Benachrichtigung

In der elektronischen Benachrichtigung, die mit der Einstellung des Akts, des Beschlusses oder der Benachrichtigung an die E-Mail-Adresse des Steuerpflichtigen geschickt wird, werden die Steuer-ID des Steuerpflichtigen, sein Name oder seine Firmierung und je nach Fall der Einstellung die Art des Akts, des Beschlusses oder der Benachrichtigung angeführt.

Gemäß dem obigen Runderlass werden die Steuerpflichtigen sich nicht darauf berufen können, von den vom Finanzamt an ihre E-Mail-Adresse versendeten Benachrichtigungen nicht gewusst zu haben, aber das Bedeutendste ist, dass alle eine E-Mail-Adresse angeben müssen, damit das Finanzamt sie findet. Die Strapazen und die Verantwortung werden damit nun gegebenenfalls auf die „Enkel“ der greisen Steuerpflichtigen abgewälzt.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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Steuerbescheide in Griechenland nur noch per Internet

26. März 2014 / Aufrufe: 893 6 Kommentare

Die Einkommensteuerbescheide 2014 werden in Griechenland nicht per Post verschickt, sondern nur noch in elektronischer Form per Internet bereitgestellt werden.

Die Steuerpflichtigen in Griechenland werden den Steuerbescheid 2014 nur noch in elektronischer Form erhalten, da die Zentrale für öffentliche Einnahmen die Bescheide zur Steuererklärungen 2014 nicht per Post versenden wird.

Konkret haben die Steuerpflichtigen in diesem Jahr den Bescheid über das griechische Steuerportal Taxisnet aufzurufen und auszudrucken, um ihn für die einschlägigen alltäglichen Geschäfts- und Behördenvorgänge verwenden zu können.
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Obligatorische E-Mail-Adresse für alle Steuerpflichtigen in Griechenland

3. März 2014 / Aufrufe: 3.182 2 Kommentare

Alle Steuerpflichtigen in Griechenland müssen demnächst dem Finanzamt obligatorisch eine E-Mail-Adresse bekannt geben, anderenfalls drohen empfindliche Geldstrafen.

In Griechenland sollen alle Steuerpflichtigen von dem Finanzamt verpflichtet werden, sich innerhalb einer Frist von zwei Monaten eine E-Mail-Adresse zuzulegen, damit das Finanzministerium zur elektronischen Bekanntgabe verhängter Geldstrafen, Strafsteuern und Abgaben sowie auch persönlicher Benachrichtigungen über Verbindlichkeiten schreitet, bezüglich welcher – sofern sie nicht innerhalb von 40 Tagen beglichen werden – das Finanzamt zu Zwangsmaßnahmen und Pfändungen schreiten kann.

Laut der Zeitung „Proto Thema“ will das griechische Finanzministerium spätestens bis zum kommenden Mai 2014 ein System in vollen Betrieb gesetzt haben, das seit 2000 bereits in Spanien, Portugal und anderen Ländern umgesetzt wird und mit dem die Zustellung aller Verwaltungsakte an die Bürger elektronisch per E-Mail erfolgt.

Das Finanzministerium dementierte allerdings inzwischen die Meldung und gab bekannt, es sei nicht beabsichtigt, Geldstrafen zu verhängen, weil jemand keine E-Mailadresse habe.
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