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Artikel Tagged ‘straßensperrung’

Kurzfristige Sperrung der Nationalstraße im Tempi-Tal in Griechenland

21. April 2011 / Aufrufe: 98 Keine Kommentare

Die Nationalstraße 1 / E 75 Athen – Thessaloniki in Griechenland wird im Tempi-Tal am Dienstag und Mittwoch der letzten Aprilwoche 2011 vorübergehend für den Verkehr gesperrt.

Laut der einschlägigen Bekanntmachung der Aegean Motorway SA wird wegen erforderlicher Sicherungsarbeiten die Nationalstraße 1 / Europastraße 75 Athen – Thessaloniki im Tal von Tempi (Tempe) am kommenden Mittwoch (27.04.2011) ab 06:00 Uhr für den Verkehr gesperrt und am darauffolgenden Donnerstag (28.04.2011) ab 21:00 Uhr wieder freigegeben werden.

Wie die Betriebsgesellschaft bekannt gab, wurde bei der Auswertung der periodischen halbjährlichen Überprüfung der Hänge im Tempi-Tal festgestellt, dass aufgrund der geologischen Entwicklungen in dem Gebiet an einer konkreten Stelle erneut die Ausführung von Sicherungsarbeiten erforderlich geworden ist, um einem eventuellen Felssturz vorzubeugen. Da jedoch keine unmittelbare Gefahr bestehe, wurden zur Vermeidung von Behinderungen des Osterverkehrs die Arbeiten auf die Woche nach Ostern angesetzt.

Während der Sperrung des in Rede stehenden Straßenabschnittes wird der Verkehr über die bekannten Umgehungsstrecken umgeleitet werden (siehe auch Langfristige Sperrung der Nationalstraße Athen – Thessaloniki bei Tempe), konkrete Regelungen wird die Verkehrspolizei kurzfristig bekannt geben. Weitere Informationen werden über das Callcenter (Rufnummer: +30 2410 741440) und die Homepage der Aegean Motorway SA erteilt.

Straßenblockaden der Bauern in Griechenland kosten Unternehmen in Thessaloniki eine halbe Milliarde Euro

28. Januar 2010 / Aufrufe: 106 Keine Kommentare

Die Straßenblockaden der protestierenden Bauern in Griechenland haben die bei der IHK Thessaloniki registrierten Unternehmen bisher fast eine halbe Milliarde Euro gekostet. Diese Angabe geht aus einer Untersuchung der Industrie- und Handelskammer Thessaloniki hervor, welche von dem Unternehmen “Palmos Analysis” mittels eines strukturierten Fragenkatalogs durchgeführt wurde.

Gemäß dem Ergebnis der Erhebung geben 83% der befragten Unternehmen an, dass die Proteste der Bauern und die an zahlreichen Punkten des nationalen Straßennetzes errichteten Verkehrsblockaden sich auf ihren Geschäftsbetrieb ausgewirkt haben. Die insgesamt für die befragten Unternehmen durch die Proteste verursachte wirtschaftliche Belastung beläuft sich auf durchschnittlich jeweils 20.000 Euro, was auf die Summe aller Mitglieder der IHK Thessaloniki hochgerechnet einen wirtschaftlichen Gesamtschaden von bisher etwa 440 Millionen Euro bedeutet.

Von den befragten Unternehmen, welche eine Beeinflussung ihres Geschäftsbetriebes angaben, führten 8 von 10 Verzögerungen bei der Belieferung ihrer Kunden und 7 von 10 Verzögerungen bei ihrer eigenen Belieferung mit Grundmaterialien und Waren seitens ihrer Lieferanten an. Fast 5 von 10 Unternehmen bekundeten einen Rückgang ihres Umsatzes oder einen Rückschlag in der Zuverlässigkeit des Unternehmens gegenüber seinen Kunden.

Ebenfalls gefragt wurde in der Erhebung nach den Auswirkungen für die Unternehmen infolge der Sperrung der Nationalstraße Thessaloniki – Athen im Tal von Tempi wegen der im Dezember 2009 verzeichneten Bergrutsche. Etwa 75% gaben an, von der Sperrung betroffen worden zu sein, während auf Basis der Antworten bezüglich der wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund von Verzögerungen und erhöhten Transportkosten der Schaden für die Mitglieder der IHK Thessaloniki auf bisher etwa 140 Millionen Euro veranschlagt wird.

Protest der Bauern in Griechenland eskaliert zur Revolte

25. Januar 2010 / Aufrufe: 1.512 Keine Kommentare

Der Protest der Bauern in Griechenland eskaliert zu einer offenen Revolte gegen den Staat. Ausschreitungen, Rechtlosigkeit und faktische Geiselnahmen prägen das aktuelle Geschehen.

Nach den aus Sicht der Vertreter griechischer Bauern erfolglos verlaufenen Verhandlungen mit Ministern und Funktionären der Regierung in Griechenland signalisieren die – sei es auch nach wie vor tief zerstrittenen – tonangebenden Organe und Rädelsführer der Bewegung unmissverständlich, ihre Forderungen ohne Rücksicht auf jegliche wie auch immer geartete politischen und volkswirtschaftlichen Konsequenzen stur durchsetzen zu wollen. So wurden bezeichnenderweise selbst völlig irrsinnige Forderungen wie beispielsweise die Zahlung einer “Unterstützung” von 15.000 Euro pro landwirtschaftliche Produktionseinheit gestellt.

Am Samstag (23. Januar 2010) schritten im griechischen Hafen Igoumenitsa demonstrierende Bauern de facto zu einer Geiselnahme, indem sie Dutzende Lastwagen und PKW eintreffender Fähren über zehn Stunden lang am Verlassen des Hafenbereichs bzw. der Fährschiffe hinderten. Erst nachdem sich die Situation zuzuspitzen drohte, wurde den Eingeschlossenen gestattet, zumindest den Hafenbereich verlassen zu dürfen. Im übrigen bleibt der Hafen Igoumenitsa auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Ab Montag (25. Januar 2010) haben die demonstrierenden Bauer nicht nur eine Verstärkung der bestehenden Blockaden an Grenzübergängen und Verkehrsachsen angekündigt, sondern wollen fortan sowohl Umgehungsstrecken als auch die bisher unbehelligten Eisenbahnlinien blockieren und somit sowohl den internationalen als auch nationalen Nah- und Fernverkehr völlig zum Erliegen bringen.

Mob und Pöbel eliminieren den Rechtsstaat – Nach uns die Sintflut!

An den Grenz- und Straßenblockaden spielen sich zum Teil dramatische Szenen ab. Fahrer und Insassen eingeschlossener Fahrzeuge mussten stunden- bzw. an Grenzübergängen sogar tagelang unter unsäglichen Bedingungen und bei zunehmender Kälte verharren. Selbst in absoluten Notfällen wie z. B. bei Krankentransporten sind die Betroffenen der “Gnade” des revoltierenden Mobs ausgeliefert, während Ordnungskräfte, Richter und Staatsanwälte dem Treiben apathisch zuschauen.

Der Verband der griechischen Exporteure beklagt inzwischen einen Umsatzrückgang im Bereich von 25% und den irreversiblen Verlust ausländischer Kunden und Märkte. Erklärend sei angemerkt, dass Griechenland primär landwirtschaftliche Produkte exportiert und sich die revoltierenden Bauern folglich selbst ihrer Absatzmöglichkeiten berauben. Ebenso ist anzuführen, dass griechische Produkte innerhalb der EU aufgrund permanenter Missachtungen einschlägiger Vorschriften nachhaltig in Misskredit geraten sind und deswegen alternativ in Drittstaaten exportiert werden. Ausgerechnet diese Schiene blockieren jedoch die griechischen Bauern immer wieder bzw. nun sogar kaum noch umkehrbar selbst.

Fazit: Angesichts der aktuellen Umstände stellt Griechenland derzeit definitiv eine weitgehend rechtlose Zone innerhalb der EU dar. Wer nicht unbedingt darauf angewiesen ist, hier agieren zu müssen, sollte bis auf weiteres einen großen Bogen um das Land der Hellenen schlagen.