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Artikel Tagged ‘steuerschock’

Taschengeld-Besteuerung in Griechenland

6. April 2015 / Aufrufe: 2.062 9 Kommentare

Wer in Griechenland seinem Kind mehr als 5 Euro Taschengeld in der Woche gibt, wird dafür gegebenenfalls mit einem Satz von über 50 Prozent besteuert!

Ein (Steuer-) Schock erwartet Millionen Steuerpflichtige in Griechenland, die aufgefordert sein werden, ihre jährlichen Ausgaben in dem neuen Einkommensteuer-Formular E1 zu deklarieren. Konkret ist unter anderem vorgesehen, dass Schenkungen, elterliche Zuwendungen oder Geldzuwendungen, sofern diese 300 Euro im Jahr übersteigen, als Einkommensindiz gelten!

Von dieser Bestimmung ausgenommen sind Schenkungen an den Fiskus, Kommunen, Hochschulen, Krankenhäuser usw. Was auch immer Eltern ihren Kindern über den Betrag von 300 Euro hinaus an Geld geben, wird als Einkommensindiz gelten und muss gerechtfertigt werden können.
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Steuerschock für Vermieter, Arbeitslose und Studenten in Griechenland

31. Dezember 2014 / Aufrufe: 4.789 6 Kommentare

Gemäß der neuen Steuerordnung in Griechenland werden werden Steuerpflichtige mit minimalen Einkünften auf Basis fiktiver Einkommen als Unternehmer besteuert.

Zehntausende Eigentümer vermieteter Immobilien und Arbeitnehmer mit „Quittungsblock“, die in diesem Jahr sehr geringe Einkommen erzielten, sowie ebenfalls auch zigtausende Studenten und nicht bei dem Arbeitsamt (OAED) registrierte Arbeitslose, die 2014 gelegentlich mit irgend einer Aktivität beschäftigt waren und ärmliche Vergütungsbeträge bezogen, werden dafür im Jahr 2015 utopische Steuerbeträge zu zahlen aufgefordert sein. Ihre Einnahmen werden als Einkommen aus einer unternehmerischen Tätigkeit eingestuft und entsprechend besteuert werden.

Die neue Einkommensteuerordnung (Gesetz N. 4172/2013) sieht für alle diese Kategorien Steuerpflichtiger ein unglaublich belastendes Besteuerungssystem vor, gemäß dem die Einkommensteuer mit vernichtenden Steuersätzen von 26% bis 40,3% auf fiktiv veranschlagte Einkommen aus einer imaginären unternehmerischen Tätigkeit erhoben wird. So wird beispielsweise ein Student, der sich mit Schreibarbeiten ein kleines Taschengeld von monatlich 50 Euro erarbeitet, höher besteuert als sein Dozent, der diesen Betrag an einem Tag verdient.
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