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Artikel Tagged ‘steuersatz’

Eurozone senkt Steuern, Griechenland erhöht Steuern

15. Oktober 2015 / Aufrufe: 988 Keine Kommentare

Die steuerliche Ungleichheit in der Eurozone setzt sich munter fort, wobei einige Staaten die Steuern weiter senken, während Griechenland sie zum wiederholten Mal erhöht.

Der steuerliche Rahmen in den verschiedenen Ländern der Eurozone sieht unter anderem Ausnahmen, reduzierte Steuersätze für konkrete Berufsgruppen und Inselkomplexe, aber auch Sonderabgaben und zusätzliche Belastungen für die sehr großen Unternehmen vor.

Dies geht aus der Analyse der interessanten Untersuchung „Worldwide Tax Summaries, Corporate Taxes 2015/16“ der PcW hervor, die jüngst veröffentlicht wurde und zeigt, wie jeder Staat getrennt der Unternehmerwelt begegnet.
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Griechenland eliminiert seinen Mittelstand

6. Oktober 2015 / Aufrufe: 836 Keine Kommentare

Die Auswertung der diesjährigen Steuererklärungen in Griechenland weist über fünf Millionen Personen mit Jahreseinkommen von unter 12000 Euro aus.

Während der Finanzstab der Regierung Griechenlands Szenarien schmiedet, die sogar auch eine Anhebung des Einkommensteuerfreibetrags auf 12.000 Euro vorsehen, geben von der Zeitung „Kathimerini“ zusammengetragene Informationen über die Auswertung der diesjährigen Steuererklärungen (bezüglich der Einkommen des Jahres 2014) eine … massenweise Verlagerung der Bevölkerung zu den untersten Einkommensstufen.

Von ungefähr 5,9 Mio. bis einschließlich Ende August 2015 eingereichten gemeinsamen Steuererklärungen zeigten 3,7 Mio. bzw. der explosive Anteil von 62,82% Familieneinkommen von unter 12.000 Euro. Seit 2010 – dem Jahr des Beginns der Umsetzung der Memoranden – bis heute hat der Anteil der ärmeren Steuerpflichtigen um 14 Prozentpunkte zugenommen. 2010 betrug die Anzahl der Steuerpflichtigen mit Familieneinkommen von unter 12.000 Euro 2,782 Mio. Personen, also im Verhältnis zu heute ungefähr eine Million weniger.
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Griechenland hat höchste Steuersätze der Eurozone

5. Dezember 2013 / Aufrufe: 895 Keine Kommentare

Griechenland mag die höchsten Steuersätze in Europa haben, liegt jedoch bei den Steuereinnahmen hinter dem Durchschnitt der Länder der Eurozone zurück.

In seinem Interview mit der „Zeitung der Redakteure“ gesteht der stellvertretende Finanzminister Christos Staikouras ein, Griechenland sei weiterhin ein überbesteuertes Land, und betont, „die von den Haushalten und Unternehmen erhobenen Steuersätze sind höher als die Steuersätze der Eurozone„.

Andererseits erklärt der Minister jedoch auch, die Steuereinnahmen in Griechenland liegen im Verhältnis zu seinem BIP unter dem durchschnittlichen Niveau der Länder der Eurozone, weil ein großer Teil des Gesamtprodukts der Wirtschaft nicht besteuert wird, und deshalb gegen Schattenwirtschaft, Steuervermeidung und Steuerhinterziehung vorgegangen werden muss.
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Eskalation des Steuerwahns in Griechenland

18. Januar 2013 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 4.735 9 Kommentare

Das von einem exzessiven Steuerwahn geprägte neue Steuergesetz in Griechenland etabliert eine beispiellose Ungleichbehandlung der Steuerzahler.

Steuerpflichtige „vieler Geschwindigkeiten“ schafft in Griechenland das neue System der Besteuerung der Einkommen, das mit der jüngst verabschiedeten Gesetzesvorlage zum Steuergesetz etabliert wird. Steuerpflichtige mit exakt gleich hohen Einkommen und dem selben Familienstand werden fortan unterschiedlich hohe Steuern zahlen, da die Steuern analog zur Quelle des Einkommens nunmehr auf Basis jeweils unterschiedlicher Steuersätze erhoben werden.

Dies bedeutet, dass bei der selben Höhe des Einkommens eine andere Steuer der Arbeitnehmer, eine andere Steuer der Selbständige und eine andere Steuer der Immobilienbesitzer mit Mieteinnahmen zahlen wird. Viele Steuerzahler werden ihre „Steuerrechnung“ signifikant anschwellen sehen, während andere Steuerpflichtige (und zwar u. a. speziell solche mit sehr hohen Einkommen) Steuererleichterungen feststellen werden.
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Neue drakonische Steuermaßnahmen in Griechenland

1. November 2012 / Aktualisiert: 03. Juli 2013 / Aufrufe: 2.284 17 Kommentare

Die Regierung schnürt ein neues drakonisches Steuerpaket, welches zu Mehrbelastungen der Steuerzahler in Höhe von insgesamt rund 3 Milliarden Euro führt.

Einen vollständigen Umsturz im System der Besteuerung der Einkommen von Arbeitnehmern, Rentnern, Selbständigen und Personenunternehmen und des Immobilienvermögens wird die Vorlage für das neue Steuergesetz herbeiführen, aus dessen Umsetzung die griechische Regierung mit zusätzlichen Netto-Einnahmen von 2,5 Mrd. Euro rechnet.

Zu letzterem ist anzumerken, dass die Gesamtbelastung der Steuerzahler durch die neuen Steuermaßnahmen um etwa eine halbe Milliarde Euro höher ausfällt, also insgesamt rund 3 Milliarden erreicht. Da die Maßnahmen in Kombination mit der nachhaltigen Rezession und der jeden Monat neue Rekorde brechenden Arbeitslosigkeit jedoch unweigerlich zu einem weiteren Rückgang der staatlichen Einnahmen auf anderen Bereichen führen werden, ergeben sich für den Fiskus unter dem Strich die veranschlagten zusätzlichen Nettoeinnahmen von „nur“ 2,5 Milliarden Euro.

Zu den „großen Verlierern“ des neuen Steuersystems zählen u. a. auf jeden Fall „kleine“ Immobilienbesitzer, Selbständige, Kleinunternehmer und Kleinbauern, deren Einkommen fortan ab dem ersten Euro und zum Teil sogar eigenständig – sprich ggf. erheblich höher als vergleichbare Gesamteinkommen aus anderen Quellen – besteuert werden, aber auch Familien mit Kindern, da die Kinderfreibeträge ebenfalls allesamt gestrichen werden.
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IWF will neue Steuererhöhungen in Griechenland

6. Februar 2012 / Aufrufe: 960 11 Kommentare

Der IWF schlägt trotz des infolge der kontinuierlichen Steuererhöhungen in Griechenland partiell sogar gesunkenen Steueraufkommens neue Steuererhöhungen vor.

Obwohl die wiederholten Erhöhungen speziell bei den Verbrauchssteuern in Griechenland zu einem steilen Rückgang der Nachfrage und damit auch des Steueraufkommens führten, schlägt der IWF mit einem der griechischen Regierung unterbreiteten Bericht erneut drastische Steuermaßnahmen vor. Der Report umfasst unter anderem Änderungen bei der Mehrwertsteuer, mit der Einführungen eines einheitlichen Satzes von 19% oder 21%, die weitere Erhöhung der Verbrauchssteuern und die Beschneidungen von Steuerbefreiungen wie beispielsweise bei den Steuervergünstigungen für Zinsen der Baudarlehen.

Weiter werden Angleichungen bei den Immobiliensteuern und den Sozialabgaben der Arbeitgeber und Arbeitnehmer vorgeschlagen, was zusammen mit der Vereinfachung des Systems dem neuen Steuersystem angeblich eine größere Perspektive des Aufschwungs verleihen soll. Ebenfalls wird die Erhöhung der Besteuerung von Sparguthaben und Obligationen empfohlen, was die griechische Regierung jedoch inzwischen abgelehnt hat.
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Neu Sätze für Einkommenssteuer 2010 in Griechenland

10. Februar 2010 / Aktualisiert: 03. März 2010 / Aufrufe: 3.413 3 Kommentare

Mit dem neuen Steuergesetz in Griechenland werden für die Erhebung der Einkommenssteuer anstatt derzeit 3 fortan 7 progressiv gestaffelte Steuersätze zur Anwendung kommen. Parallel wird die in den meisten Fällen bisher erheblich günstiger ausfallende pauschale Besteuerung diverser Einkommensquellen ersatzlos gestrichen.

Obwohl das neue Steuergesetz noch nicht ratifiziert ist, scheint inzwischen festzustehen, dass in Griechenland rückwirkend ab Anfang 2010 die Einkommenssteuer gemäß einer um fünf Steuersätze erweiterten progressiven Skala erfolgen wird. Im Gegensatz zu dem bisherigen Steuergesetz werden außerdem die Sätze der Einkommenssteuer fortan abgesehen von wenigen Ausnahmen unabhängig von der Quelle des Einkommens zur Anwendung kommen.
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Vorerst keine Erhöhung der Mehrwertsteuer in Griechenland

11. Januar 2010 / Aktualisiert: 22. Januar 2010 / Aufrufe: 468 Keine Kommentare

Laut aktuellen Erklärungen beabsichtigt die griechische Regierung bis auf weiteres nicht zu einer Erhöhung oder Änderungen der Mehrwertsteuer in Griechenland zu schreiten.

Obwohl die griechische Regierung verzweifelt nach Möglichkeiten sucht, dem Fiskus zusätzliche Einnahmen zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen zu verschaffen, scheint eine Erhöhung der Mehrwertsteuer in Griechenland bis auf weiteres nicht beabsichtigt zu sein. Zu dieser Entscheidung wird wesentlich beigetragen haben, dass Erhöhungen der Mehrwertsteuer dem Fiskus in der Vergangenheit bei weitem nicht die erwarteten Mehreinnahmen gebracht, andererseits jedoch sowohl einen weiteren Anstieg der allgemeinen Steuerhinterziehung als insbesondere auch jedes Mal einen enormen Preisschub zur Folge hatten.
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