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Artikel Tagged ‘steuerprüfung’

Rechtswidrigkeit rückwirkender Steuerprüfungen in Griechenland

31. Dezember 2016 / Aufrufe: 803 1 Kommentar

Die Gerichte in Griechenland setzen der auch die Gläubiger erzürnenden Praxis des Fiskus ein Ende, die Verjährungsfrist für Steuersachen immer wieder rückwirkend zu verlängern.

Nach einem in Griechenland ergangen Gerichtsurteil wird die zum wiederholten mal angestrebte Verlängerung der Verjährungszeit, die der griechische Staat für rückwirkende Prüfungen in Steuerfällen zu geben wünscht und den Zorn der Gläubiger hervorgerufen hat, für rechtswidrig befunden.

Eine beständige Forderung der „Troikaner“ ist, „Gewicht auf die ‚lebendigen‘ Fälle und nicht die Gespenster der Vergangenheit zu legen„, mit Richtschnur auch das einen Meilenstein darstellenden am 09 Dezember 2016 ergangene Urteil des Verwaltungs-Berufungsgerichts Athen, das sich nach einer Verhandlung gestaltete, die von der Rechtsanwältin Ira Kotsala gewonnen wurde und sich auf Steuersachen eines ihrer Klienten bezog.
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Steuerhinterziehungs-Party im Tourismus Griechenlands

30. Oktober 2016 / Aufrufe: 1.316 Kommentare ausgeschaltet

Den Resultaten auf einer neuen Methode basierender Überprüfungen zufolge findet bei Hotels und Fremdenzimmern in Griechenland eine enorme Steuerhinterziehung statt.

Steuerhinterziehung … mit vielen „Sternen“ bei Hotels und Fremdenzimmern in ganz Griechenland enthüllt ein neues Modell für die Überprüfung und Recherche von Daten, dessen sich im Sommer dieses Jahres das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen (GGDE) bediente. Die (bisherigen) Ergebnisse beeindrucken und zeigen die im Zweig des Tourismus gefeierte Party der Steuerhinterziehung.

Die Prüfer machten allein für Juni 2016 bis zu 4,5 Mio. Euro erreichende Abweichungen zwischen deklarierten und geschätzten Einnahmen, Null-Deklarationen zur MwSt., Fremdenzimmer mit „unklaren“ Steuerunterlagen oder ohne geführte Bücher und mit MwSt.-Deklarationen mit monatlichen Umsätzen der Größenordnung von 147 oder 174 Euro oder sogar auch mit bei Null liegenden Umsätzen ausfindig, während die Auslastung der Unterkünfte über 90% lag und der durchschnittliche Zimmerpreis 70 Euro pro Übernachtung betrug, wie aus der Untersuchung festgestellt wurde.
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Bürger in Griechenland sollen Geld zu Banken zurückbringen

17. September 2015 / Aufrufe: 4.795 1 Kommentar

Die Griechen sollen ihr Geld zur Bank bringen, der ehemalige Finanzminister Tsakalotos erklärt, die Guthaben seien nicht sicher, und das Finanzamt nimmt alle Konten ins Visier.

Der stellvertretende Finanzminister Tryfonas Alexiadis rief die Bürger in Griechenland auf, die Gelder, die sie von den Banken abzogen und zu Hause in „Truhen“ und Matratzen aufbewahren, auf ihre Bankkonten zurück zu bringen.

Am vergangenen Montag (14 September 2015) in der Morgensendung des TV-Senders Mega sprechend versicherte Herr Alexiadis, jeder Bürger, der Geld zu der Bank zurück bringt, von der er es aus Angst (vor einem Grexit bzw. „Schnitt“ der Guthaben) abgehoben hatte, „kein Problem hat“ – womit er meinte, dass im Fall, wo es sich um Gelder handelt, die auf legale Weise erworben und besteuert worden sind, kein Grund zur Beunruhigung besteht, da sie nicht überprüft und (erneut) besteuert werden sollen. (Zu letzterem ist allerdings anzumerken, dass dies in der Praxis nicht zutrifft!)
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Gerichte in Griechenland stoppen rechtswidrige „Steuerprüfungen“

23. Mai 2015 / Aufrufe: 1.928 1 Kommentar

Infolge diverser Urteile der Gerichte in Griechenland hängen rund 100000 Fälle angeblicher Steuerhinterziehungen praktisch in der Luft.

„Tretminen“ bei den Überprüfungen der sogenannten Lagarde-Liste und aller sonstigen von dem griechischen Finanzministerium untersuchten großen Steuerhinterziehungsfälle legen neue Gerichtsurteile, die das in den letzten 5 Jahren konstruierte neue Steuerprüfungsmodell von Grund auf umstürzen.

Die Kontrollen rund um die Lagarde-Liste, die Liste mit den Auslandsüberweisungen und die sogenannte Nikoloudis-Liste stützen sich bis zum Überdruss auf die Öffnung von Bankkonten, indirekte Prüftechniken und über ein Jahrzehnt zurückreichende rückwirkende Geldstrafen.
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Griechenland bläst zum Krieg gegen Steuerhinterziehung

1. März 2015 / Aufrufe: 1.698 1 Kommentar

Obligatorische Vermögensdeklarationen und Erfassung aller Finanztransaktionen sind Griechenlands neue Waffen im Krieg gegen die Steuerhinterziehung.

Das zentrale Vermögensregister für alle Steuerpflichtigen, das bis Juni 2015 aktiviert werden wird, sowie auch das „elektronische Auge“ des Finanzamts nicht nur auf alle Bankguthaben, sondern auch Kredite und Börsengeschäfte in Griechenland werden 2015 zwei der neuen Waffen des Generalsekretariats für öffentliche Einnahmen (GGDE) in der „Schlacht“ gegen die Steuerhinterziehung sein.

Der am 26 Februar 2015 an die Öffentlichkeit gegebene Operative Prüfungsplan des Generalsekretariats für öffentliche Einnahmen für das Jahr 2015 sieht vor, dass das Register der Bank- und Zahlungskonten, das derzeit die Bewegungen aller Bankkonten der Steuerpflichtigen beobachtet, bis zum 30 September 2015 auf alle Kreditgeschäfte und bis zum 31 Dezember 2015 auch auf alle Börsenprodukte ausgeweitet werden wird.
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Chaos um Immobiliensteuer in Griechenland geht weiter

2. September 2014 / Aufrufe: 638 Kommentare ausgeschaltet

Die Regierung in Griechenland scheint sich nun doch zu einer geringfügigen Ermäßigung bei der Besteuerung leer stehender Immobilien durchgerungen zu haben.

Nach dem Sturm der Proteste tausender Eigentümer scheint die griechische Regierung nun doch einen Beschluss bezüglich einer – wenn auch äußerst bescheidenen und möglicherweise von weiteren Kriterien abhängig gemachten – Ermäßigung bei der neuen Immobiliensteuer ENFIA für leer stehende und nicht elektrifizierte Immobilien gefasst zu haben.

Informationen zufolge wurde inzwischen auch diese Regelung „festgemacht“ und soll am kommenden Freitag (05 September 2014) dem Parlament vorgelegt werden, wie auch Finanzminister Gkikas Chardouvelis außerhalb des Megaro Maximou erklärte. Wie alles zeigt, waren für den Etat die veranschlagten Kosten dieser begünstigenden Maßnahme nicht besonders „schwerwiegend“ und von dem Wirtschaftsstab wurde „grünes Licht“ gegeben.
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Finanzamt in Griechenland wird zum Big Brother

16. August 2014 / Aufrufe: 1.424 Kommentare ausgeschaltet

Die Finanzämter in Griechenland werden fortan nach dem Vorbild der US-Amerikanischen IRS agieren und alle Ausgaben der Griechen kontrollieren.

Die alten Lebenshaltungsindizien gehen und es kommen Indizien neuen Typs. Zum ersten Mal seit 1978, als die Einkommensindizien erstmals eingeführt wurden, geht das Finanzministerium die „Modernisierung“ an und gibt die veraltete Methode der Einkommensbestimmung auf, die Ungerechtigkeiten verursacht ohne zur Aufdeckung des großen Reichtums beizutragen.

Die elektronische Ausstattung und die Vernetzung der Dienststellen des Finanzministeriums mit Banken und anderen Unternehmen, mit denen Steuerpflichtige Geschäftsvorgänge abwickeln, vermögen das Profil der Steuerpflichtigen mit viel größerer Klarheit zu umreißen und ihr wirtschaftliches Potential mit Genauigkeit zu bestimmen. Die zuständigen Dienststellen nehmen nun wahr, dass sie in der Lage sind, fast alle – versteckten oder offensichtlichen – Ausgaben der Steuerpflichtigen zu kontrollieren und mittels dieser festzustellen, ob die tatsächlichen Einkommen in der Steuererklärung deklariert werden.
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Keine Steuerkontrollen in Griechenland nach 22 Uhr

2. Dezember 2013 / Aufrufe: 1.546 3 Kommentare

In Ermangelung der erforderlichen Mittel werden in Griechenland bis auf weiteres nach 22 Uhr keine präventiven Steuerkontrollen mehr durchgeführt.

Präventive Steuerkontrollen, jedoch nur bis 10 Uhr abends, werden fortan Beamten der Finanzämter durchführen, wobei das Interesse sich speziell auf Apotheken, Restaurants, Kfz-Werkstätten, Hotels und Schönheitssalons konzentriert.

Mit einem Runderlass des Generalsekretärs für öffentliche Einnahmen, Charis Theocharis, werden die Finanzämter zur Aufnahme präventiver Kontrollen auf dem Markt angewiesen, nachdem die bisher bei dem Dezernat für Wirtschaftsverbrechen (SDOE) liegende Zuständigkeit den Steuerbehörden angetragen wurde. Die Kontrollen werden jedoch um 22 Uhr enden, da im Finanzministerium keine Mittel für nächtliche Kontrollen vorhanden sind.
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Offshore-Hasen und Steuer-Schnecken in Griechenland

30. August 2013 / Aktualisiert: 30. August 2013 / Aufrufe: 1.056 Kommentare ausgeschaltet

Während das Finanzministerium in Griechenland im Schneckentempo gegen verdächtige Offshore-Gesellschaften vorgeht, wechseln letztere wie die Hasen ihre Schlupflöcher.

Der exotische Begriff „Offshore-Gesellschaft“ trat in das Leben der Griechen erstmalig zu Beginn des Jahrzehnt der 80er Jahre ein. Mal als Gesellschaft „jenseits der Küste“, mal als „Auslands“- und manchmal als „Übersee“-Gesellschaft beschrieb er gleichermaßen exotische wie merkwürdige „Gesellschafts-Formationen“ an magischen und traumhaften Standorten.

Bis damals handelte es sich um ein gut gehütetes „Geheimnis“ einer kleinen Elite von Großunternehmern und das Wort stellte für den größten Teil der griechischen Gesellschaft ein unbekanntes Wort dar – einen fast unbekannten Begriff auch für Finanzbeamte und Bedienstete des griechischen Finanzministeriums.
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Griechenland zockt Auslandsgriechen ab

10. Juni 2013 / Aktualisiert: 11. Februar 2014 / Aufrufe: 6.613 10 Kommentare

Das Finanzamt in Griechenland zockt im Ausland lebende Griechen ab, die so dumm waren, ihre Ersparnisse auf Konten bei griechischen Banken zu überweisen.

Der griechische Staat knöpft griechischen Emigranten skrupellos die Hälfte der Gelder ab, die sie in den letzten Jahren in ihr Vaterland transferierten, obwohl die Beträge bereits in den Ländern besteuert wurde, in den sie arbeiteten und ihr Geld verdienten.

Genauer gesagt verlangt das Finanzministerium von den Betroffenen, auf das von ihnen nach Griechenland gebrachte Geld 45% Einkommensteuer nebst den anfälligen Strafsteuern und Zuschlägen zu entrichten oder aber vor die  Verwaltungsgerichte zu ziehen, die über die Substanz ihres Falls entscheiden werden.
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