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Artikel Tagged ‘steuerhinterziehung’

Freiheitsstrafe für ehemaligen Finanzminister in Griechenland

19. November 2015 / Aktualisiert: 10. Oktober 2018 / Aufrufe: 1.446 1 Kommentar

In Griechenland wurde der ehemalige Finanzminister Giannos Papantoniou wegen eines nicht deklarierten Millionenguthabens zu einer Freiheitstrafe von 4 Jahren verurteilt.

Die dreisitzige Berufungs-Strafkammer verhängte gegen den ehemaligen Finanzminister Giannos Papantoniou und dessen Ehefrau Stavroula Kourakou eine (zu einem Tagessatz von 10 Euro in eine Geldstrafe umwandelbare) Freiheitsstrafe von jeweils 4 Jahren wegen einer inkorrekten Vermögensdeklaration im Fiskaljahr 2009 hinsichtlich eines Betrags von rund 1,3 Millionen Euro, der über die sogenannte Lagarde-Liste entdeckt wurde.

Mit seinem Urteil änderte das Gericht die in erster Instanz ausgesprochenen Freiheitsstrafen gegen die beiden Angeklagten nicht, die jedoch trotzdem sehr „weich“ fielen, zumal das Berufungsgericht die in erster Instanz gegen das Ehepaar verhängten Geldstrafen von jeweils 100.000 Euro auf 10.000 Euro reduzierte und auch den erstinstanzlich zur Befriedigung des immateriellen Schadens, den der Fiskus erlitt, jeweils auf 50.000 Euro festgesetzten Betrag auf jeweils 20.000 Euro reduzierte.
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Einstellung tausender Steuerstrafverfahren in Griechenland

11. November 2015 / Aufrufe: 2.212 Kommentare ausgeschaltet

Das neue Steuergesetz in Griechenland führt zur Einstellung von Strafverfahren und Strafvollzug unter anderem in tausenden Steuerhinterziehungsfällen.

Mit den neuen Strafregelungen des Steuergesetzes (N. 4337/2015 – FEK A‘ 129/17-10-15) werden in Griechenland tausende vor den Gerichten anhängige Fälle von Schuldnern des Fiskus mit Verbindlichkeiten in Höhe von bis zu 100.000 Euro zu den Akten gelegt oder die Strafverfolgung zu ihren Lasten wird eingestellt.

Parallel gibt es für jede Schuld an den Fiskus keine Schnellgerichtsverfahren mehr und die Schuldner werden folglich nur noch den Verwaltungsmaßnahmen (Pfändungen usw.) begegnen, jedoch nicht auch dem Staatsanwalt. Dies sind die „Gewinne“ für die Kleinschuldner des Fiskus, die das neue Steuergesetz bringt.
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Deutschland zählt zu den 10 schädlichsten Schattenwirtschaften

5. November 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.221 1 Kommentar

Laut dem TJN hat Deutschland eine der 10 schädlichsten Schattenwirtschaften der Welt, in der es 3 Billionen Euro gibt, die nicht besteuert werden!

Die Nicht-Regierungsorganisation Tax Justice Network bringt in Deutschland Unruhe in die Gewässer und platziert das Land in der ersten Dekade der schädlichsten Schattenwirtschaften der Welt. Laut einer Untersuchung des Tax Justice Network (TJN) befindet Deutschland sich in der ersten Dekade mit den schädlichsten Schattenwirtschaften der Welt.

Markus Meinzer, Mitglieder der Organisation des TJN, bezog sich in einem an den Deutschlandfunk (DLF) gegebenen Interview auf die Größe der von der Organisation in Deutschland beobachteten Steuerhinterziehung. „In Deutschland gibt es weiterhin 3 Billionen, also 3.000 Milliarden Euro von Ausländern, die Zinsen erhalten, jedoch nicht besteuert werden. Ein deutscher Bankier ist berechtigt, Gelder selbst dann zu akzeptieren, wenn er weiß, dass sie aus in einem anderen Land erfolgter Steuerhinterziehung, Betrug, passiver Bestechung oder Erpressung herrühren. Es ist, als ob wir sagen würden: Solange die Straftaten im Ausland erfolgen, werden wir gerne von diesem schmutzigen Geld profitieren.
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Griechenland: Tsipras überrascht wieder …

28. Oktober 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 1.557 Kommentare ausgeschaltet

Die Entscheidung, die Leiterin der Steuerbeitreibungsbehörde in Griechenland ihres Amtes zu entheben, könnte Premierminister Alexis Tsipras teuer zu stehen kommen.

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras scheint zu einem politischen Selbstmord aufgelegt zu sein. Sein Entschluss, die Leiterin der angeblich unabhängigen Steuerbehörde (konkret des Sekretariats für öffentliche Einnahmen) ihres Amtes zu entheben, wird bei den Gläubigern des Landes die Alarmglocken schrillen lassen.

Einer der Schwachpunkte Griechenlands ist die unkontrollierte Steuerhinterziehung. Aus diesem Grund beharren die Eurozone und der Internationale Währungsfonds weiterhin auf der Notwendigkeit, dass Athen ein effizientes Organ für kollektive Steuereinnahmen benötigt, das von den Interventionen der Regierung unabhängig ist. Wenn die Politiker sich in die Steuerverwaltung einmischen, besteht die Befürchtung, dass sie ihren Verbündeten Erleichterung von der Entrichtung ihrer Verbindlichkeit verschaffen und die Kontrolleure des Finanzamts gegen ihre Gegner lenken werden.
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38000 Steuerhinterziehungsfälle in Griechenland hängen in der Luft

25. September 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.101 1 Kommentar

In Griechenland hängen infolge einer von der vorherigen Regierung verabschiedeten gesetzliche Regelung rund 38000 Steuerhinterziehungsfälle in der Luft.

Wegen der Weise, auf welche die (anlässlich der auf den 20 September 2015 angesetzten und inzwischen erfolgten Neuwahlen) zurückgetretene (vorherige SYRIZA-) Regierung in Griechenland die Unterstellung des Dezernats für Wirtschaftskriminalität (SDOE) unter die Zuständigkeit des Generalsekretariats für öffentliche Einnahmen (GGDE) etablierte, hängen rund 38.000 Steuerhinterziehungsfälle in der Luft.

Während die Regierung des Herrn Tsipras den Fall der Lagarde-Liste auf ihre Flaggen geschrieben hatte, werden laut der griechischen Zeitung Kathimerini die Prüfungen von 3.500 Fällen (von denen viele in der konkreten Liste umfasst sind), für die Prüfberichte in einem fortgeschrittenem Stadium vorliegen, praktisch annulliert, weil das Anwendungsgesetz zum Memorandum (Unterparagraph D7 des Gesetzes 4336/2015) vorsieht, dass die Prüfberichte zu einfachen Informationsmitteilungen werden.
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Plastikgeld könnte Steuerhinterziehung in Griechenland um 5 Mrd senken

6. September 2015 / Aufrufe: 868 1 Kommentar

Die koordinierte Nutzung sogenannten Plastikgelds könnte dem Fiskus in Griechenland jährliche Mehreinnahmen von über 1 Milliarde Euro bescheren.

Im Rahmen der diesjährigen 80. Internationalen Messe in Thessaloniki (vom 04 bis zum 13 September 2015) wird die Griechische Polizei mittels des Dezernats für Cyber-Kriminalität und in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Dachverband des Griechischen Handels (ESEE) einen Informationsstand betreiben, an dem unter anderem auch die Plattform für innovative Aktionen FeelSafe mit zentraler Thematik den elektronischen Handel mittels sicherer Verwendung von Kredit- und Debit-Karten präsentiert werden wird.

Die in Rede stehende Plattform ist eine weitere neue innovative Aktion des Dezernats für Cyber-Kriminalität und des ESEE, zu deren Realisierung sie gemeinsam schritten.
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Griechenlands Bürger müssen den Staat beklauen

12. August 2015 / Aufrufe: 3.084 5 Kommentare

Vielen Steuerzahlern in Griechenland bleibt gar nichts anderes übrig als den Staat bestehlen zu müssen um seine Forderungen bezahlen zu können.

Was? Steuern? Ich soll Steuern zahlen? Warum? Bin ich blöd? Sollen das doch die Jungs dahinten machen„, meinte der am Steuer eines Wagens sitzende Herr mit der Mine eines Schlaumeiers. Danach wendete er den Kopf um nach hinten zu schauen: drei Personen schoben sein Auto eine Steigung hinauf, während die Stimme des Erzählers sagte: „Wie lange noch werden Sie die Steuerhinterzieher tolerieren? Widersetzen Sie sich, verlangen Sie Quittungen.“ Und der Spot endete mit einem Motto, das für eine ganze Epoche zum Meilenstein wurde: Liebst Du Griechenland? Quittung!

Solange ich ein Kind war, überzeugte das Motto mich. Ich erinnere mich, dass ich jedes Mal, wenn wir einkaufen gingen, meine Eltern streng anschaute: Liebt Ihr Griechenland? Quittung! (Ich hege den Verdacht, ihnen damals mit meinem Tick auf die Nerven gegangen zu sein.)
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Haftbefehl gegen Unternehmer in Griechenland wegen Steuerhinterziehung

24. Juni 2015 / Aufrufe: 1.930 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland erging ein Haftbefehl gegen den der Steuerhinterziehung und Geldwäsche beschuldigten bekannten Unternehmer Angelos Metaxas.

Die Justizbehörden in Griechenland erließen einen Haftbefehl gegen Angelos Metaxas, Spross der bekannten Industriellen-Familie auf dem Sektor der Spirituosen, nachdem sie gegen ihn ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung eines großen Ausmaßes von vielen Millionen Euro eingeleitet haben, die mithilfe der Daten der sogenannten Lagarde-Liste ausfindig gemacht wurden.

Eingeleitet wurde das Strafverfahren gegen Angelos Metaxas von der Staatsanwältin Eleni Toumpaki, und zwar mit den Beschuldigungen der Steuerhinterziehung und Legalisierung von Einkommen aus einer illegalen Aktivität im Grad eines Schwerverbrechens, was den Unternehmer sogar auch mit einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe konfrontiert.
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Hilfsprogramme für Griechenland waren unglaublich idiotisch

18. Juni 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 4.413 4 Kommentare

Daniel Altman vertritt in seinem Artikel im Magazin Foreign Policy, die Hilfsprogramme für Griechenland seien unglaublich idiotisch gewesen.

Die Programme zur Stützung Griechenlands waren unglaublich idiotisch„, vertritt in der letzten Ausgabe des Magazins Foreign Policy der Assistenzprofessor der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der New York University und Senior-Redakteur Daniel Altman in seinem Artikel The Greek Bailouts Are Incredibly Stupid.

Für Altman ist das Thema nicht, ob die Rettung Griechenlands von Anfang an eine schlechte Idee war, da er einschätzt, ein völliger Zusammenbruch der griechischen Wirtschaft hätte zu gesellschaftlichen Unruhen und sogar einem Konflikt geführt haben können. „Die Weise jedoch, auf welche die Europäer und ihre Kumpane beim IWF Griechenland stützten, war erstaunlich, unerträglich idiotisch„, betont er.
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Gerichte in Griechenland stoppen rechtswidrige „Steuerprüfungen“

23. Mai 2015 / Aufrufe: 4.602 1 Kommentar

Infolge diverser Urteile der Gerichte in Griechenland hängen rund 100000 Fälle angeblicher Steuerhinterziehungen praktisch in der Luft.

„Tretminen“ bei den Überprüfungen der sogenannten Lagarde-Liste und aller sonstigen von dem griechischen Finanzministerium untersuchten großen Steuerhinterziehungsfälle legen neue Gerichtsurteile, die das in den letzten 5 Jahren konstruierte neue Steuerprüfungsmodell von Grund auf umstürzen.

Die Kontrollen rund um die Lagarde-Liste, die Liste mit den Auslandsüberweisungen und die sogenannte Nikoloudis-Liste stützen sich bis zum Überdruss auf die Öffnung von Bankkonten, indirekte Prüftechniken und über ein Jahrzehnt zurückreichende rückwirkende Geldstrafen.
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