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Artikel Tagged ‘steuerhinterziehung’

Steuerverfahren gegen Ärzte in Thessaloniki in Griechenland

9. Oktober 2011 / Aktualisiert: 24. Januar 2014 / Aufrufe: 545 2 Kommentare

In Griechenland wurden Verfahren gegen neun Arztpraxen in Thessaloniki eingeleitet, nachdem bei Kontrollen der Wirtschaftspolizei diverse Steuervergehen festgestellt wurden.

Aufgrund telefonischer Anzeigen von Bürgern ging die griechische Wirtschaftspolizei während der vergangenen drei Tage in Thessaloniki auf „Safari“ in Arztpraxen, um Steuervergehen festzustellen. Wie seitens der Führung der griechischen Polizei (ELAS) bekannt wurde, begab sich nach telefonischen Anzeigen, die über die Rufnummer landesweite 11012 der Wirtschaftspolizei erfolgten, ein Stab der Abteilung für Sozial- und Versicherungsschutz nach Thessaloniki und führte in 20 Arztpraxen verschiedener Fachgebiete Überprüfungen durch.

Aus den Kontrollen bestätigte sich, dass neun Ärzte fallweise keine Quittungen ausstellten oder die Patientenlisten oder ihre Kassenbücher sowie die vorgesehenen Geschäftsunterlagen nicht korrekt führten. Im Fall eines Psychiaters – Psychologen wurden überhaupt keine Bücher geführt, während in einem anderen Fall eines Zahnarztes festgestellt wurde, dass in seiner Praxis auch andere Ärzte arbeiteten, die entweder keine Bücher führten oder Rentner waren.
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Griechenland will 250 Finanzämter schließen

7. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 584 3 Kommentare

Das Finanzministerium in Griechenland will im Rahmen der Reorganisation seiner Dienststellen die Anzahl der Finanzämter von derzeit landesweit 288 auf 30 reduzieren.

In der kommenden Woche wird die Bekanntgabe der Zusammenlegung 20 lokaler Finanzämter zu 10 Ämtern erwartet, während die grundlegende Umstrukturierung der Dienststellen des Finanzministeriums ein separates Kapitel des für Oktober 2011 angekündigten Steuergesetzentwurfs darstellen wird und unter anderem auch Versetzungen der Finanzbeamten vorsieht, deren Stellen im Rahmen der neuen Organisationsform der Finanzämter wegfallen werden.

Die verbleibenden Finanzämter werden fast kaum noch direkten Kontakt mit den Steuerpflichtigen haben, die ihre Angelegenheiten entweder mittels der elektronischen Anwendungen der Zentrale für Datenverarbeitungssysteme oder über die Zentren für Bürgerservice (KEP) abwickeln werden. Die verbleibenden Finanzämter werden sich somit ausschließlich mit Kontrollen zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung beschäftigen.
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Strafverfahren der Steuerfahndung in Griechenland gegen Julia Alexandratou

15. März 2011 / Aufrufe: 1.044 Kommentare ausgeschaltet

Der Staatsanwalt der Steuerfahndung in Griechenland leitete gegen Julia Alexandratou ein Strafverfahren wegen eines Steuerverbrechens ein.

Konkret wurde auf Betreiben des Sonderdezernats für Wirtschaftsverbrechen (SDOE bzw. YpEE) gegen Julia Alexandratou ein Strafverfahren in Zusammenhang mit der im März 2010 in Umlauf gebrachten DVD mit erotischen Inhalten eingeleitet. Die Hauptakteurin der umstrittenen Porno-Szenen soll ihre Vergütung verschwiegen haben, was dazu führte. dass der zuständige Staatsanwalt Char. Tzonis nach Abschluss seiner mehrmonatigen Ermittlungen schließlich eine Anklage wegen Steuerhinterziehung gegen sie erhob.

Von der Steuerfahndung zu der umstrittenen DVD vernommen, die vor einem Jahr von dem Unternehmen „Sirina Entertainment“ in Umlauf gebracht worden war, hatte Julia Alexandratou zu Protokoll gegeben, dass es sich nicht um eine kommerzielle Produktion sondern um Aufzeichnungen vertraulicher Momente aus ihrem Leben gehandelt habe, die von einem ehemaligen Lebensgefährten der Öffentlichkeit preisgegeben worden seien. Sie hatte auch erklärt, dass keinerlei Vertrag existiere und sie keine Bezahlung erhalten habe.

Als jedoch auch der Betreiber und Inhaber der „Sirina Entertainments“ von der Steuerfahndung geladen und zu der Sache vernommen wurde, legte er einen privatschriftlichen Vertrag mit Julia Alexandratou vor, auf dessen Basis sich ihre vorgesehene Vergütung auf 150.000 Euro belief.

Auch Weihnachtgeschenke sind in Griechenland steuerpflichtig

19. Dezember 2010 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 500 Kommentare ausgeschaltet

Gemäß dem aktuellen Steuergesetz müssen in Griechenland gegebenenfalls selbst Weihnachtsgeschenke dem Finanzamt gemeldet und mit 10 bis 40 Prozent versteuert werden.

Das im April 2010 verabschiedete griechische Steuergesetz führte grundlegende Änderungen bei der Besteuerung von Erbschaften, Schenkungen und elterlichen Zuwendungen ein, die teilweise sogar rückwirkend zur Anwendung kommen und sich in ihrem vollen Umfang spätestens auf die Steuererklärungen des Fiskaljahrs 2011 auswirken werden. Da Erbschaften und Schenkungen hinsichtlich der Besteuerung weitgehend gleichgestellt wurden, sind etliche Modelle und Strategien zur „Steueroptimierung“ praktisch über Nacht hinfällig geworden.

Besonders zu erwähnen ist weiter die in der breiteren Öffentlichkeit mehr oder weniger unbemerkt gebliebene Streichung jeglicher Freibeträge bei Schenkungen oder elterlichen Zuwendungen in Form von Bargeld. Da auf solche Weise erlangte Geldbeträge nicht etwa zusammen mit dem steuerpflichtigen Gesamteinkommen des Beschenkten und dem daraus resultierenden Steuersatz, sondern eigenständig besteuert werden, kommen ab dem ersten Cent einer Geldschenkung nach Verwandtschaftsgrad gestaffelte pauschale Steuersätze in Höhe von 10%, 20% oder 40% zur Anwendung.
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Griechen zeigen sich massenweise wegen Steuerhinterziehung an

20. Oktober 2010 / Aufrufe: 1.122 1 Kommentar

Angesichts einer Flut von Anzeigen wegen Steuerhinterziehung in Griechenland glaubt das Finanzministerium, das Steuergewissen der Griechen geweckt zu haben.

Wie gegenüber der griechischen Tageszeitung TA NEA der Leiter der Sondereinheit zur Bekämpfung des Wirtschaftsverbrechens (SDOE) G. Kapeleris enthüllte, wurden bei den zuständigen Behörden und Dienststellen in ganz Griechenland in letzter Zeit 17.984 Fälle von Steuerhinterziehung gemeldet. Das Beeindruckende bei dieser Anzeigenflut ist, dass etliche Anzeigen von schriftlichen Unterlagen wie Protokollnummern von Kaufverträgen, Kennzeichen luxuriöser PKW usw. begleitet waren, die selbst die Prüfer in Erstaunen versetzten.

Alle Anzeigen, gleich ob anonym oder nicht, werden gewissenhaft untersucht„, versichert G. Kapeleris und merkt an, dass sich bereits 20% dieser Anzeigen als begründet erwiesen haben und inzwischen die zuständigen Prüfstellen des Finanzministeriums damit befasst sind. Es gibt natürlich auch Fälle von Anzeigen, die aus Rache, Neid oder zur Lösung familiärer Differenzen erstattet werden, jedoch sind die Prüfstellen des Finanzministeriums zur Untersuchung aller – sei es auch mit Priorität auf den nicht anonymen – Anzeigen verpflichtet.
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Exemplarische Strafen für Steuerhinterziehung in Griechenland

7. Februar 2010 / Aktualisiert: 08. März 2010 / Aufrufe: 1.180 Kommentare ausgeschaltet

Die griechische Regierung beabsichtigt, in unmittelbarer Zukunft große und namhafte Steuerhinterzieher zu verhaften und exemplarisch zu bestrafen. Damit soll der griechischen Gesellschaft ein nachhaltiges Signal gegebenen werden, dass das Versteckspiel mit den Finanzämtern zu Ende ist.

Stellen die Behörden Steuerhinterziehungsdelikte durch Geschäfte (keine Ausgabe von Quittungen, nicht fristgerechte und nicht vollständige Abführung der Mehrwertsteuer usw.) fest, wird gleichzeitig für einen bestimmten Zeitraum die Betriebserlaubnis des Geschäftes ausgesetzt und im Wiederholungsfall sogar endgültig eingezogen werden.
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