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Artikel Tagged ‘steuergesetz’

Griechenlands Regierung kämpft gegen die Zeit

18. Februar 2016 / Aufrufe: 1.364 2 Kommentare

Die politische und wirtschaftliche Ungewissheit infolge der monatelangen Verzögerung der sogenannten Bewertung durch die Gläubiger kommt Griechenland teuer zu stehen.

Es wurde damit gerechnet, dass die erste Bewertung des (neuen) griechischen Rettungsprogramms im Oktober 2015 vollendet werden würde. Als im August 2015 Poul Thomsen meinte, dies sei wegen der anstehenden vorgezogenen Neuwahlen unmöglich, wurde dem nicht viel Bedeutung beigemessen.

Als im Januar 2016 Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem sagte, es werden Monate nötig sein, gab es sehr wohl Reaktionen. Inzwischen haben wir Mitte Februar 2016 und es hat sich nicht viel geändert.
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Griechenland steht auf Messers Schneide

11. Februar 2016 / Aufrufe: 4.196 3 Kommentare

Inmitten einer gesellschaftlichen Explosion steht in Griechenland nicht nur die Regierung, sondern das gesamte politische System auf Messers Schneide.

Griechenlands Regierung ist mit einer komplexen gesellschaftlichen Explosion, aber auch mit den ernsthaften Sackgassen konfrontiert, welche die Kollision mit den Gläubigern geschaffen hat. In der ernsthaftesten Krise, die das Megaro Maximou (sprich die Regierung) in den letzten Monaten durchmacht, ist es aufgefordert, umgehend einen Ausweg zu finden, jedoch im selben Moment, wo die Szenarien über heftige politische Entwicklungen auflodern.

Regierungssprecherin Olga Gerovasili, aber auch Spitzenfunktionäre mögen die vorgezogenen Neuwahlen oder die Zustimmung der SYRIZA zu einer ökumenischen „exorzieren“, es gibt jedoch auch Stimmen, die alle Möglichkeiten offen lassen – wie die des Verteidigungsministers und Parteivorsitzenden der „Unabhängigen Hellenen“ (ANEL), Panos Kammenos, der den Institutionen (sprich Gläubigern) mit Neuwahlen „droht“.
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Amis, kommt nach Griechenland … und lasst euch besteuern

1. Oktober 2015 / Aufrufe: 1.186 6 Kommentare

Tsipras versuchte bei seiner USA-Reise, Investoren zu mobilisieren, die jedoch angesichts des Investitionsumfelds in Griechenland schwerlich zu überzeugen sein werden.

Gerade, wo man sich an … unserem kleinen linken Premierminister Alexis Tsipras erfreut, wie er sich vor den Völker mordenden … Amerikanern verbeugt, sagt er irgendeinen Quatsch und macht die Stimmung wieder kaputt. Kommt nach Griechenland und investiert, sagte er … . Also wer jetzt? Die Amerikaner. In das Griechenland des Tsipras, der fliegende Brezel-Verkäufer wie die Oligarchie besteuert, und mit Skourletzis (Minister für Umwelt und Energie) und Dritsas (Minister für Seefahrt und Inselpolitik), die alles demontieren, was privat ist.

Tsipras‘ Worte in den USA: „… Griechenland ist ein Land mit vielen Vorteilen. Es befindet sich in Europa, in der Eurozone und einer sehr guten Lage, zwischen drei Kontinenten. Es kann zu dem Land werden, das ein Ort der Anziehung von Investoren sein wird. Dies ist mein Wunsch, mein Ziel.“ (Anmerkung: der Begriff Amerikanaki = kleiner Amerikaner wird umgangssprachlich als Synonym für leicht zu täuschende Person, Naivling verwendet.)
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Steuervorabzug bei gelegentlicher Nebentätigkeit in Griechenland

29. Juli 2014 / Aufrufe: 259 Keine Kommentare

Gemäß der neuen Steuergesetzgebung in Griechenland dürften Vergütungen gelegentlich erbrachter Dienstleistungen nicht dem 20-prozentigen Steuervorabzug unterliegen.

Mit dem Runderlass POL 1120/25.4.2014 (Thema: „Steuerliche Handhabung der Vergütungen, die für technische Dienstleistungen, Verwaltungshonorare, Vergütungen für beratende und ähnliche Dienstleistungen entrichtet werden„), mit dem Bestimmungen des Falls d, Par. 1 des Artikels 62 sowie auch des Falls d, Par. 1 des Artikels 64 des N 4172/2013 (Einkommensteuerordnung – KFE) bekannt gemacht werden, die sich auf die Einbehaltung von Steuern auf die obigen Vergütungen beziehen, stellen grundsätzlich klar, dass der Einbehaltung von Steuern die für diese Vergütungen entrichteten Zahlungen unterliegen – und zwar unabhängig davon, ob die Dienstleistungen in Griechenland erbracht worden sind -, wenn der Empfänger der Vergütung eine natürliche Person ist.
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Griechenland: Millionen Bürger Geiseln des Finanzamts

23. Juli 2014 / Aufrufe: 903 Keine Kommentare

2,6 Millionen Bürger in Griechenland sind Geiseln des Finanzamts, während die fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus mit schwindelerregenden Rhythmen zunehmen.

Die fortwährenden Steuererhöhungen, die drastischen Kürzungen bei Löhnen und Renten, die Arbeitslosigkeit und die in den letzten vier Jahren erfolgten Unternehmensschließungen haben in Griechenland Millionen Haushalte und Unternehmen in eine wirtschaftliche Sackgasse geführt, womit sie nicht nur ihre Verbindlichkeiten nicht fristgemäß zu zahlen, sondern auch nicht einmal in die Zahlungsregelungen aufgenommen zu werden und diesen zu entsprechen vermögen, um ihre Schulden in Raten zu tilgen.

Bezeichnend ist, dass seit Anfang 2010 die fälligen Verbindlichkeiten an den griechischen Fiskus um 33,75 Mrd. Euro gestiegen sind. Ihre Aufblähung inmitten der Krise „erstickt“ die reale Wirtschaft und setzt der Bemühung um einen Aufschwung ernsthafte Hindernisse entgegen, zumal die Schuldner in der Angst vor der Pfändung ihrer Vermögenswerte leben. Die Pfändungsbescheide nehmen fortan den elektronischen Weg und werden zur Veranlassung … alles weiteren mit einem Rhythmus von 4.000 Bescheiden pro Tag an die Banken verschickt.
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Griechenland: Besteuerung für Ungastliche

7. Mai 2014 / Aufrufe: 776 Keine Kommentare

In Griechenland scheint sich wieder einmal eine Hexenjagd der Finanzämter abzuzeichnen – diesmal auf Steuerpflichtige, die deklarieren, keinen eigenen Haushalt zu führen.

Seit es Menschen gibt tendieren sie dazu, Fragen zu stellen. Existentielle Fragen wie: „Was wird mir widerfahren, wenn ich sterbe?“ Fragen gesellschaftlicher und künstlerischer Natur, wie: „War James Brown ein Sänger oder etwas anderes?“ oder auch wissenschaftlicher Phantasie wie: „Was hat Georg bezüglich des IWF verstanden?“ (Die Antworten auf die Quizfragen folgen am Ende des Beitrags.)

Letztes Glied in dieser unendlichen Kette der Fragen, die immer den menschlichen Verstand quälen, ist die höchstsignifikante Frage, die sich aus der Bearbeitung der Anträge auf den Wahlkampf-Fünfhunderter (Anmerkung: gemeint ist das als „soziale Dividende“ ausgelobte Wahlkampfgeschenk) ergibt: „Wie viele Leute werden letztendlich in diesem Land beherbergt?“ und die damit verbundenen Fragen: „Muss auch ich mich vielleicht beherbergen lassen?“ oder empfindsamer „Wird sich jemand finden, der mich beherbergen wird, wenn ich auf der Straße lande?„. Nehmen wir die Dinge also von Anfang an.
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Besteuerung im Ausland ansässiger Personen in Griechenland

30. März 2014 / Aktualisiert: 31. März 2014 / Aufrufe: 2.684 Keine Kommentare

Globales Kriterium für die Bestimmung des Steuerwohnsitzes und gegebenenfalls bedingte Steuerpflicht stellt seit 2011 auch in Griechenland die sogenannte 183-Tage-Regel dar.

Das Thema der Besteuerung der sogenannten Auslandsansässigen hat uns besonders zu beschäftigen begonnen, und zwar nicht wegen der bereits seit Jahren existierenden „Diaspora“, sondern hauptsächlich der Tendenz zur Emigration, die in den letzten Jahren die griechische Gesellschaft wegen der kontinuierlich ansteigenden Arbeitslosigkeit kennzeichnet.

Natürlich macht der Wegzug eines griechischen Bürgers ihn nicht automatisch auch zu einem Auslandsansässigen bzw. Steuerausländer, da der Aufenthalt im Ausland in den meisten Fällen vorübergehend ist und sich auf vorläufige Gründe der Bestreitung des Lebensunterhalts bezieht. Im übrigen sei angemerkt, dass die nachstehenden Informationen sinngemäß weitgehend auch auf Ausländer zutreffen, die sich in Griechenland aufhalten oder / und über Vermögenswerte – u. a. speziell Immobilien – in Griechenland verfügen.
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Die Hälfte der Griechen glaubt, die andere Hälfte betrüge das Finanzamt

24. Februar 2013 / Aufrufe: 1.171 4 Kommentare

50 Prozent der Bürger in Griechenland glauben, die anderen 50 Prozent bestehlen das Finanzamt, und 70 Prozent meinen, kleine Unternehmer hinterziehen Steuern aus Not.

In Erwartung des neuen Steuergesetzes, an dem die griechische Regierung fieberhaft arbeitet, werden die Befunde einer von dem ESEE präsentierten Erhebung als außerordentlich interessant beurteilt, wonach 70% der Bürger zwar indirekt, jedoch klar die Steuerhinterziehung der kleinen und mittleren Unternehmen „rechtfertigen“ und glauben, sie erfolge aus Gründen der Überlebensfähigkeit und nicht um Gewinn zu erzielen.

Schockierend ist, dass mehr als die Hälfte der Bürger glaubt, die andere Hälfte bestehle das Finanzamt. 53% der Befragten erachten, mehr als die Hälfte ihrer Mitbürger hinterziehe systematisch steuern. Nur einmal gerade 16,4% gestehen jedoch ein, Einkommen verheimlicht und Steuern hinterzogen zu haben. Es handelt sich hauptsächlich um Männer (24,7%) und Personen mit Einkommen von über 2.000 Euro im Monat (23,1%).

Mutiger und ehrlicher erklären 46,3%, darin mitgewirkt zu haben, dass jemand Steuern hinterzieht (indem sie beispielsweise keine Quittung verlangen). Es ist auch anzumerken, dass 74,2% der Bürger gegenüber dem neuen Steuergesetz eine negative Position beziehen, wobei 64,4% glauben, es werde der Steuerhinterziehung nicht essentiell begegnen.

Was die Steuerhinterziehung unter dem Kriterium der Größe des Unternehmens betrifft, glauben sechs von zehn Bürgern (58,4%), die kleinen und mittleren Unternehmen betrieben weniger Steuerhinterziehung als die großen Firmen.
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Task-Force rügt Steuergesetz in Griechenland

27. Januar 2013 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 544 3 Kommentare

Die Task-Force der EU in Griechenland kritisiert das neue Steuergesetz und moniert, die griechische Regierung setze nach wie vor nicht die Vorschläge der Experten um.

Die Task-Force der Europäischen Kommission in Griechenland scheint über den Inhalt der Anfang Januar 2013 von dem griechischen Parlament ratifizierten (und auch in Griechenland heftig umstrittenen) Mini“-Gesetzesvorlage zum Steuergesetz verstimmt zu sein. Laut der Zeitung „Kathimerini“ brachte ein höchster Funktionär der Task-Force seine Verwunderung über die Bestimmungen des neuen Steuergesetzes zum Ausdruck und betonte, dass diese nicht in die seitens der EU gewünschte Richtung gehen.

Ich weiß nicht, warum sie dieses Steuergesetz gebracht haben. Wir hatten ihnen detaillierte Ratschläge über alles und zwar sogar von den besten Experten der Welt gegeben„, soll der Spitzenfunktionär der Task-Force erklärt haben, während er gleichzeitig ebenfalls sein Missfallen über den geringen Fortschritt ausdrückte, der bei der Einschränkung der Bürokratie verzeichnet worden ist.

Besonders hart ist er auch in den Themen der Bürokratie. Konkret führt er an, „die Task-Force, der IWF, die Weltbank, die OECD und alle Experten der Welt sind nach Griechenland gekommen“ und unterstreicht: „Wir haben in Einzelheiten und für jeden Reformbereich gesagt, was zu geschehen hat. Ich weiß nicht, warum ihr es nicht macht. Ihr Habt die Pläne. Setzt sie endlich um.

Laut dem letzten Bericht, den die Task-Force im Dezember publizierte, liegt Griechenland auf dem Niveau der Besteuerung hinter den Zielen zurück und wird nicht in der Lage sein, die Vorgaben für Ende 2012 zu erfüllen. In diesem Bericht betonte Horst Reichenbachs Task-Force, dass im Steuerzweig die institutionelle Reform, die Erreichung der kurzfristigen notwendigen Ziele zur Einziehung von Einnahmen und die Realisierung von Kontrollen und die Planung für die vollständige Reorganisation aller zentralen Funktionen der Steuerverwaltung anhängig sind.

(Quelle: Imerisia, S. 25)

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Rückwirkende Erhöhung der Abgeltungssteuer in Griechenland

19. Dezember 2012 / Aufrufe: 851 Keine Kommentare

Die rückwirkende Erhöhung der Abgeltungssteuer in Griechenland auf 15% bereitet nicht nur den Anlegern Verdruss, sondern konfrontiert auch die Banken mit Problemen.

Die mehr schlecht als recht zusammengeschusterte und heftig umstrittene Gesetzesvorlage zum Steuergesetz, die am vergangenen Freitag (14 Dezember 2012) dem griechischen Parlament vorgelegt wurde, sieht unter anderem die Erhöhung der Zinssteuer von 10% auf 15% rückwirkend ab dem 01 Dezember 2012 vor und wirft damit sowohl rechtliche als auch praktische Probleme auf, zumal mit der Ratifizierung erst im kommenden Jahr zu rechnen ist.

Mit der Umsetzung der neuen Bestimmungen werden die Banken kleine, jedoch komplexe Probleme zu bewältigen haben, und zwar konkret in Zusammenhang mit der Erhöhung der Besteuerung der Guthabenzinsen auf 15%. Wie Bankfunktionäre erklären, ergibt sich das Problem aus der vorgesehenen rückwirkenden Geltung der konkreten Bestimmung ab dem 01 Dezember 2012.
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