Archiv

Artikel Tagged ‘steuerfahndung’

Bargeld macht Griechenlands Steuerfahnder „blind“

27. November 2018 / Aufrufe: 584 Keine Kommentare

In Griechenland ließ die Aufhebung des Bankgeheimnisses gegenüber dem Finanzamt die Steuerprüfungen praktisch erblinden.

Die Abschaffung des Bankgeheimnisses gegenüber dem Finanzamt führte in Griechenland zu einer fast völligen … Erblindung der Steuerprüfungen. Alle Steuerpflichtigen, die ein nicht deklariertes Einkommen erwerben, bringen das Geld nicht mehr zur Bank, da die Basismethode einer Steuerprüfung die Öffnung von Bankkonten und der Vergleich der Guthaben mit den von dem Steuerpflichtigen deklarierten Einkommen ist.

Die von capital.gr ausgewerteten Angaben über den Verlauf der Effizienz der Steuerverwaltung zeigen einen Einbruch der Beträge, die aus den Steuerprüfungen bei der Kontrolle des sogenannten „ungerechtfertigten Vermögenszuwachses“ festgestellt werden.
Gesamten Artikel lesen »

Griechenland nimmt Auslandskonten ins Visier

22. Juni 2018 / Aufrufe: 956 Kommentare ausgeschaltet

Im Rahmen des automatischen Informationsaustauschs über Finanzkonten nehmen Griechenlands Steuerfahnder gezielt Auslandsguthaben ins Visier.

In Griechenland geraten mit dem Ziel, die Verheimlichung von Einkommen und die Steuervermeidung einzuschränken, Auslandguthaben in das „Mikroskop“ des Kontrollmechanismus der „Unabhängigen Behörde für Öffentliche Einnahmen“ (AADE), damit sie mit den bei der inländischen Steuerverwaltung geführten Daten verglichen werden.

In Umsetzung inländischer gesetzlicher Regelungen und einschlägiger Regulierungsbeschlüsse ist derzeit im Rahmen des automatischen Informationsaustauschs zwischen Griechenland und einem weiten Jurisdiktionsnetz das Prozedere der Übermittlung von Daten über Finanzkonten seitens der Kreditinstitute an die AADE im Gang.
Gesamten Artikel lesen »

Griechenlands Steuerfahnder lauern Airbnb-Vermietern auf

20. April 2018 / Aktualisiert: 03. September 2018 / Aufrufe: 1.221 Kommentare ausgeschaltet

Eigentümer über Plattformen wie Airbnb zur Vermietung ausgelobter Immobilien in Griechenland geraten zunehmend ins Visier der Steuerfahndung.

Das Finanzamt in Griechenland hat einen … „Schnellverfahrens-Mechanismus“ angelegt um Steuerpflichtige zu „erwischen“, die Wohnungen mittels der elektronischen Plattform Airbnb vermieten, die Mieteinnahmen jedoch nicht in ihrer Steuererklärung deklarieren.

In einem Pilot-Betrieb des Mechanismus sind bereits die ersten Eigentümer, die Immobilien mittels der elektronischen Sharing-Plattform vermieteten, ausfindig gemacht worden, und die meisten von ihnen sputeten sich freiwillig, in ergänzenden Steuererklärungen die eingenommenen Mietzahlungen zu deklarieren und die entsprechende Einkommensteuer (nebst den fallweise fälligen Strafgeldern Zuschlägen) zu zahlen.
Gesamten Artikel lesen »

Steuerhinterziehungs-Party im Tourismus Griechenlands

30. Oktober 2016 / Aktualisiert: 09. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.427 Kommentare ausgeschaltet

Den Resultaten auf einer neuen Methode basierender Überprüfungen zufolge findet bei Hotels und Fremdenzimmern in Griechenland eine enorme Steuerhinterziehung statt.

Steuerhinterziehung … mit vielen „Sternen“ bei Hotels und Fremdenzimmern in ganz Griechenland enthüllt ein neues Modell für die Überprüfung und Recherche von Daten, dessen sich im Sommer dieses Jahres das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen (GGDE) bediente. Die (bisherigen) Ergebnisse beeindrucken und zeigen die im Zweig des Tourismus gefeierte Party der Steuerhinterziehung.

Die Prüfer machten allein für Juni 2016 bis zu 4,5 Mio. Euro erreichende Abweichungen zwischen deklarierten und geschätzten Einnahmen, Null-Deklarationen zur MwSt., Fremdenzimmer mit „unklaren“ Steuerunterlagen oder ohne geführte Bücher und mit MwSt.-Deklarationen mit monatlichen Umsätzen der Größenordnung von 147 oder 174 Euro oder sogar auch mit bei Null liegenden Umsätzen ausfindig, während die Auslastung der Unterkünfte über 90% lag und der durchschnittliche Zimmerpreis 70 Euro pro Übernachtung betrug, wie aus der Untersuchung festgestellt wurde.
Gesamten Artikel lesen »

Jagd auf Pkw mit bulgarischen Kennzeichen in Griechenland

13. September 2016 / Aufrufe: 1.723 1 Kommentar

Der Fiskus in Griechenland nimmt verstärkt Pkw mit bulgarischen und sonstigen ausländischen Kennzeichen ins Visier.

Nach Kontrollen, die in Thessaloniki am Samstagabend (10 September 2016) vor Nachtlokalen und am Montagmorgen (12 September 2016) vor einer Privatschule (12 September 2016) durchgeführt worden waren, schritten die mobilen Kontrolleinheiten der Zolldirektion des Generalsekretariats für öffentliche Einnahmen (GGDE) zur Einziehung von sechs Fahrzeugen.

Wie die GGDE bekannt gab, handelt es sich um Fahrzeuge mit Kennzeichen Bulgariens und anderer Länder, deren Eigentümer nicht die erforderlichen Unterlagen mit sich führten, die belegen, dass die konkreten Pkw (legal) in Griechenland betrieben werden dürfen.
Gesamten Artikel lesen »

Bürger in Griechenland sollen Geld zu Banken zurückbringen

17. September 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 4.856 1 Kommentar

Die Griechen sollen ihr Geld zur Bank bringen, der ehemalige Finanzminister Tsakalotos erklärt, die Guthaben seien nicht sicher, und das Finanzamt nimmt alle Konten ins Visier.

Der stellvertretende Finanzminister Tryfonas Alexiadis rief die Bürger in Griechenland auf, die Gelder, die sie von den Banken abzogen und zu Hause in „Truhen“ und Matratzen aufbewahren, auf ihre Bankkonten zurück zu bringen.

Am vergangenen Montag (14 September 2015) in der Morgensendung des TV-Senders Mega sprechend versicherte Herr Alexiadis, jeder Bürger, der Geld zu der Bank zurück bringt, von der er es aus Angst (vor einem Grexit bzw. „Schnitt“ der Guthaben) abgehoben hatte, „kein Problem hat“ – womit er meinte, dass im Fall, wo es sich um Gelder handelt, die auf legale Weise erworben und besteuert worden sind, kein Grund zur Beunruhigung besteht, da sie nicht überprüft und (erneut) besteuert werden sollen. (Zu letzterem ist allerdings anzumerken, dass dies in der Praxis nicht zutrifft!)
Gesamten Artikel lesen »

Griechenland hebt Bankgeheimnis völlig auf

29. April 2015 / Aufrufe: 4.686 Kommentare ausgeschaltet

Mit der Aktivierung des sogenannten Kontenregisters wird in Griechenland das eh nur noch auf dem Papier bestehende Bankgeheimnis offiziell völlig aufgehoben.

Mit der Spezifizierung der Weise des Betriebs des berüchtigten Kontenregisters kündigte die stellvertretende Finanzministerin Nadia Vaxevani offiziell die völlige „Aushebelung“ des Bankgeheimnisses in Griechenland an.

Laut der Ministerin werden mit der elektronischen Erfassung aller Guthaben bei griechischen Banken die Behörden vollständigen Zugriff auf alle Bewegungen – Abhebungen und Einzahlungen – von 1,5 Millionen Konteninhabern haben und kontrollieren können, ob diese mit dem Inhalt der Steuererklärungen „harmonieren“.

Kritische Knackpunkte: Datenschutz und Kapitalflucht

Praktisch gesehen kündigte Frau Vaxevani die völlige Öffnung der Datenbanken alles Banken an, damit die Kontrolleure des Finanzamts Zugriff erhalten. Die Globalität der Maßnahme lässt den Spielraum, dass die Steuerzahler sogar auch wegen „üblicher“ Steuerdelikte „Ärger“ bekommen. Beispielsweise können Immobilienverkäufe ausfindig gemacht werden, die zu einem höheren als dem im Vertrag angeführten Preis (üblicherweise der Einheitswert) erfolgten, und somit die zusätzlichen Transaktionssteuern beigetrieben werden.

Für Fälle solcher Art können die Kontrollbehörden bis zu 10 Jahre zurückgehen, da die Verjährung erst nach einem Jahrzehnt eintritt. Weiter können sie auch den Transfer von Beträgen von Bankkonten der Eltern auf Konten ihrer Kinder (z. B. um dem Kind zu helfen, eine Immobilie oder ein Auto oder sei es auch nur eine neue Hose zu kaufen) ausfindig machen. Regulär unterliegen diese Transaktionen der Besteuerung elterlicher Zuwendungen (mit einem Satz von 10% des Betrags), was jedoch die wenigsten Eltern wissen (geschweige denn die Steuer gezahlt haben).

Offensichtlich wird das Finanzministerium anstreben, die Fälle großer Steuerhinterziehung ausfindig zu machen, und sich nicht mit derartigen (Klein-) Delikten aufhalten. Mit der „Ankündigung“ über die völlige Aufhebung der Bankgeheimnisses über die elektronische Schiene entstehen jedoch zwei Themen:

  1. Das Thema der Sicherheit der Daten. Wer Zugang zu dem Taxis-System hat (bzw. sich zu verschaffen mag …), wird Zugang zu den Guthaben hunderttausender Bürger haben können. Das Generalsekretariat für Informationssystem ist bereits von der Datenschutzbehörde wegen der Durchsickerung sensibler persönlicher Daten mit einer Geldstrafe (in Höhe von 150.000 Euro!) belegt worden. Mit der Hinzufügung auch der Kontenstände der Bankkonten wird der „Anreiz“ für die Durchsickerung der Daten noch stärker werden, da die Guthaben mit sehr großer Klarheit die wirtschaftliche Situation eines jeden Haushalts abbilden, im Gegensatz zu den (meistens auf Basis von Steuerbescheiden nachgewiesenen) Einkommen, die entweder aus vergangenen Jahren herrühren oder nicht der Realität entsprechen können.
  2. Das Thema des Abflusses von Guthaben. In dem Wissen, dass fortan die Bewegungen der Bankkonten von den Steuerbehörden aufgezeichnet werden, könnten diejenigen, die ein Interesse daran haben, ihr Geld zu verbergen, sich außerhalb des Banksystems zu bewegen anstreben – was zu Lasten sowohl der Banken, aber auch der öffentlichen Einnahmen geht.

Von dem einen Extrem zum anderen

Das „Kontenregister“ ist allerdings nicht das einzige Werkzeug, das dem Finanzamt zur Beobachtung der Bankguthaben zur Verfügung stehen wird. Griechenland begibt sich inzwischen von dem einem zum anderen Extrem: nämlich von der völligen Freizügigkeit hinsichtlich der Bewegung „schwarzer“ Gelder über Bankkonten nunmehr zur peniblen Beobachtung aller Kontobewegungen.

Welche Systeme das Finanzministerium aktiviert hat oder zu aktivieren beabsichtigt?

  • Im Taxis-System gelangen bereits seit die Daten aller Auslandsüberweisungen an, unabhängig von ihrer Höhe. Bisher ist das Gewicht auf die Überprüfung der während der Periode 2009 – 2012 geschickten Überweisungen gefallen, jedoch sind die gesamten Informationen auch für die nachfolgenden Jahre vorhanden.
  • Die inländischen Guthabenzinsen werden schon seit zwei Jahren ebenfalls im Taxisnet erfasst und das Verfahren wird sich auch in diesem Jahr wiederholen, um automatisch in die Steuererklärungen eingetragen zu werden. Die Erfassung der Daten geschieht nicht nur zwecks Erhebung der Solidaritätsabgabe, sondern auch zu Kontrollzwecken.
    So sind bereits tausende Steuerpflichtige ausfindig gemacht worden, die nicht die „Einheitliche Immobilien-Besitzsteuer“ (ENFIA) entrichteten, und zwar trotz der Tatsache, dass sich in ihren Steuererklärungen zeigt, 2013 Beträge in Höhe tausender Euro aus Zinsen eingenommen zu haben (die wiederum auf Guthaben in Höhe hunderttausender Euro verweisen, wenn die in dem konkreten Jahr geltenden Zinssätze berücksichtigt werden).
  • Die Banken sind bereits verpflichtet, das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen über alle Konten zu informieren, die – auf Jahresbasis – eine Bewegung von über 100.000 Euro aufweisen. Ein Steuerpflichtiger, der beispielsweise eine Einzahlung und eine Anhebung von jeweils 50.000 Euro oder 10 Einzahlungen und Abhebungen von jeweils 10.000 Euro getätigt zu haben scheint, gerät automatisch auf die Liste, die an die Steuerbehörden übermittelt wird.
  • Die Prüfer der großen Kotrollzentren (Zentrum für Kontrolle Steuerpflichtiger mit großem Reichtum, Zentrum für Kontrolle großer Unternehmen und SDOE) haben Zugang zu den Kontoguthaben (und zwar in Echtzeit mittels einer elektronischen Anwendung, die von dem Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen entwickelt worden ist). Diese Anwendung wird modernisiert werden (innerhalb der kommenden Tage wird der einschlägige Beschlusses erwartet, der die technischen Spezifikationen bestimmen wird), damit die Prüfer mittels ihres Computers sogar auch die Summe aller Bewegungen für ein konkretes Jahr „sehen“ können. Der Zugang zu den Daten mittels dieser Anwendung wird auf richterliche Anweisung und durch konkrete Prüfer erfolgen, die entsprechend bevollmächtigt werden, um Zugang zu den Daten zu haben.

(Quelle: forologikanea.gr, basierend auf einer Reportage der Zeitung „Parapolitika“)

Relevante Beiträge:

Griechenland nimmt Millionäre in die Zange

8. Februar 2015 / Aufrufe: 4.612 2 Kommentare

Das Finanzministerium in Griechenland nimmt erneut hohe Bankguthaben und Auslandsüberweisungen ins Visier, um den enormen Einnahmeausfällen zu begegnen.

Angesichts eines wegen der „Flexibilität“ der Steuerprüfungsmechanismen während der Wahlkampfperiode und der Steuervermeidung allein im Januar 2015 verursachten Einnahmelochs von über 1 Mrd. Euro ordnete das griechische Finanzministerium gründliche Überprüfungen der Vermögensverhältnisse tausender Steuerpflichtiger an.

Auf Anweisung der Führung des Finanzministeriums beginnen im kommenden Zeitraum das Dezernat für Wirtschaftskriminalität (SDOE) und das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen (GGDE) Kontrollen vorrangig bei natürlichen und juristischen Personen, die große Guthabenbeträge ins Ausland schafften.
Gesamten Artikel lesen »

Steuerfahndung in Griechenland nimmt Luxus-Pkw ins Visier

21. Dezember 2013 / Aufrufe: 847 Kommentare ausgeschaltet

Die Steuerfahnder in Griechenland nehmen Fahrzeuge unter die Lupe, die möglicherweise illegal mit gefälschten oder ausländischen Kennzeichen betrieben werden.

Gut informierte Quellen sprechen von mehr als 4.000 Fällen, in denen Fahrzeughalter in Griechenland an ihren Wagen gefälschte oder bulgarische Kfz-Kennzeichen anbringen, um Steuern und Abgaben zu vermeiden.

Aus diesem Grund wird außerdem erwartet, dass die Kontrolleure des Dezernats für Wirtschaftskriminalität (SDOE) in einem Versuch, festzustellen, ob die (vorübergehend) stillgelegten Fahrzeuge, deren Kennzeichen bei den Finanzämtern zurückgegeben wurden, sich an dem von ihren Eigentümern angegebenen Stilllegungsort befinden, in kommender Zeit mit der Durchführung von … Hausbesuchen beginnen werden.
Gesamten Artikel lesen »

Vergessliche Finanzbeamte in Griechenland

6. Dezember 2013 / Aktualisiert: 25. Januar 2014 / Aufrufe: 1.147 6 Kommentare

Laut der Abteilung für interne Angelegenheiten des Finanzministeriums in Griechenland haben etliche Bedienstete erhebliche Vermögenswerte zu deklarieren vergessen.

Das Dezernat für interne Angelegenheiten des griechischen Finanzministeriums entdeckte bei der Überprüfung von Finanzbeamten luxuriöse Fahrzeuge, deren Kauf nicht durch die Einkommen gedeckt sind, nicht deklarierte Immobilien hohen Wertes und Auslandsüberweisungen.

Die meisten Betroffenen sputen sich nun, korrigierende Steuererklärungen nachzureichen, um die getätigten Käufe oder Auslandsüberweisungen zu decken, und berufen sich dabei auf Schenkungen, die Verwendung von Ersparnissen vorheriger Jahre, Kredite und Verkäufe von Vermögenswerten um ihre Erklärungen zu rechtfertigen.
Gesamten Artikel lesen »