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Griechenland: Reformvoraussetzungen

22. September 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 283 1 Kommentar

Autor: Tasos Telloglou

Thema: 2012 quittierten in Griechenland mehr Beamte als gefordert den Dienst

Laut den Daten, welche der aktuelle Wochenbericht der Alpha Bank (21 September 2012) bereitstellt, sank die Anzahl der Bediensteten des öffentlichen Sektors von 1.005.000 im Jahr 2009 auf 858.000 im Jahr 2012 und verzeichnete nur im Gesundheitsbereich einen geringfügigen Anstieg.

Das Personal des öffentlichen Sektors ist auf das Niveau der 90er Jahre reduziert worden, und die neuen horizontalen Kürzungen werden wahrscheinlich zur Flucht auch der noch verbliebenen fähigen (Anmerkung: und das sind etliche) Menschen aus dem Staatsdienst führen.

Die Bank betont: „Es ist inzwischen offensichtlich, dass es keine auf dem Prinzip der Leistung und Effizienz basierende Verwaltungsreform geben kann, ohne die Größe des öffentlichen Sektors auf eine Weise zu reduzieren, auf dass Einstellungen auch neuer Bediensteter mit einem neuen System der dienstlichen Entwicklung und Besoldung erfolgen.

Die Position der Bank ist dagegen nicht, dass Entlassungen vermieden werden müssen. Sie unterstreicht sogar, dass die Verweigerung der Entlassungen aus dem Staatsdienst außer der Klientel der Regierungs- und Oppositionsparteien einfach nur die völlige Stagnation des Ungeheuers sicherstellt, welches das Land zusammen mit anderen Faktoren in den Bankrott geführt hat.

Einfach ausgedrückt, die Reform des Staates mit der Schaffung von Mechanismen, die ihn wirklich zu einem Werkzeug des Aufschwungs machen, ist unmöglich, ohne dass alte, weniger qualifizierte und nützliche Bedienstete entlassen werden, damit jüngere eingestellt werden, die möglicherweise auch höher entlohnt werden, da sie weniger, in neue Strukturen eingegliedert und somit produktiver sind.

Dass Premierminister Antonis Samaras verspricht, dies seien die letzten Kürzungen, ist unhaltbar – wie ihm jüngst Herr Schäuble in Erinnerung rief. Nützlicher wäre, er würde erklären, dass dies die letzten zu Lasten „Gerechter und Ungerechter“ (sprich wahllos) erfolgenden horizontalen Kürzungen sein werden.

Quelle: Protagon
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

2012 quittierten in Griechenland mehr Beamte als gefordert den Dienst

22. September 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 371 Keine Kommentare

Griechenland hat die Forderung der Troika, die Anzahl der Bediensteten des öffentlichen Sektors 2012 um 15.000 Personen zu reduzieren, laut dem Generaldirektor der Fürsorgekasse der öffentlichen Bediensteten, Nikos Kalakos, bereits jetzt übererfüllt.

Zu diesem Zeitpunkt sind (seit Anfang des Jahres 2012) bereits 17.500 Beamte – davon 6.600 Pädagogen – des engeren öffentlichen Sektors aus dem Dienst ausgeschieden„, erklärte Herr Kolakos gegenüber dem Radiosender Vima FM 99,5.

Er schätzte sogar ein, dass infolge der neuen Welle der Ausscheidungen, welche die „Hebelwirkung“ der Versicherungsgesetzgebung und die Diskussion um eine erneute Anhebung des Renteneintrittsalters verursacht, die Ausscheidungen bis Ende des Jahres mehr als 25.000 erreichen werden.

Engpass bei Zahlung der fälligen Abfindungen

„Kollateralschaden“ der Erwägungen über eine neue Anhebungen des Renteneintrittsalters wird allerdings in den nächsten Monaten auch das Anwachsen der bereits langen Warteliste für die Zahlung der Abfindung durch die (selbe) Kasse sein. Diese Liste zählt bereits 56.000 Rentner, die bis zur endgültigen Schnürung des berüchtigten neuen Pakets zur Einsparung von 11,9 Mrd. Euro nicht einmal wissen, wann sie die Leistung erhalten, auf die sie ein Anrecht haben, und wie hoch diese angesichts der Tatsache sein wird, dass eine erneute Kürzung und rückwirkende Abgabe forciert wird.

Bisher warten 56.000 Personen auf die Abfindung und ich befürchte sehr, dass in zwei Monaten ab heute ihre Anzahl erheblich gestiegen sein wird, weil in diesen Tagen auf dem öffentlichen Sektor eine neue Fluchtwelle beobachtet wird; wegen der Hebelwirkung des Versicherungssystems des Landes und der Anhebung des Renteneintrittsalters … werden viele Frauen, die im Alter von 55 Jahren aus dem Dienst ausscheiden können, den öffentlichen Sektor leider verlassen, und sowohl die Defizite der Kassen als auch die Wartelisten werden wachsen„, erklärte Herr Kalakos.

(Quelle: in.gr)

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