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Artikel Tagged ‘staatsbahn’

„Versteckte“ Milliarden-Verschuldung Griechenlands

20. April 2016 / Aufrufe: 562 Keine Kommentare

Griechenlands Steuerzahler haften mit fast 15 Milliarden Euro für Kredite an öffentliche Träger und staatliche Unternehmen.

Laut der griechischen Zeitung „Kathimerini“ werden Griechenlands Steuerzahler mit zig Milliarden Euro belastet, damit die Schulden staatlicher Unternehmen und öffentlicher Organismen gedeckt werden.

Konkret geht es bei dieser „versteckten“ (öffentlichen) Verschuldung um Kredite, die dutzende Träger unter Bürgschaft des griechischen Fiskus aufgenommen haben.
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Russen verlassen Griechenland

17. Oktober 2015 / Aufrufe: 1.642 Keine Kommentare

Russland scheint seine Beteiligung an den Ausschreibungen zur Privatisierung der Eisenbahn und des Hafens von Thessaloniki in Griechenland zurückziehen zu wollen.

Mit einem überraschenden Beschluss ihres Vorstands beschloss die Russische Eisenbahn Rossiyskie Zheleznye Dorogi (RZD) am späten Mittwochabend (14 Oktober 2015), ihrem Hauptaktionär – also dem russischen Staat – die Rückziehung ihres erklärten Interesses an Investitionen in Griechenland vorzuschlagen.

Spezieller wurde entschieden, sich weder an den Ausschreibungen für 100% des Aktienkapitals der griechischen Eisenbahngesellschaft TRAINOSE noch für 51% des Aktienkapitals des Trägers des Hafens in Thessaloniki und schließlich auch nicht für 100% der Wartungsgesellschaft für Eisenbahn-Rollmaterial (EESSTY bzw. ROSCO) beteiligen zu wollen.
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Privatisierung der TRAINOSE in Griechenland rückt näher

6. Dezember 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 398 Keine Kommentare

Drei neue Regelungen des Entwicklungsministeriums in Griechenland öffnen den Weg zur Privatisierung der Betriebsgesellschaft TRAINOSE der Griechischen Eisenbahn.

Das griechische Entwicklungsministerium gab mit drei in einer gesetzlichen Verfügung enthaltenen Regelungen den Weg zur Privatisierung der TRAINOSE frei.  Bis Ende des ersten Quartals 2013 wird nun auch das „grüne Licht“ seitens der Europäischen Kommission hinsichtlich des Themas der staatlichen Zuschüsse an die Griechische Bahn (OSE) erwartet, damit das einschlägige Verfahren der Privatisierung beginnen kann.

Konkret sehen die drei in Rede stehenden Regelungen Folgendes vor:

  • Abtrennung der Sparte der Wartung des Rollmaterials von der OSE und Gründung der staatlichen Wartungsgesellschaft ROSCO. Hauptaktivitäten der ROSCO werden die Erbringung von Leistungen für Wartung, Reparatur und Restaurierung des Roll- und sonstigen Materials der Eisenbahn und anderer schienengebundener Verkehrsmittel, aber auch die Verwaltung und Vermietung von Rollmaterial an Dritte sein. Praktisch wird die ROSCO die Sparte der Wartung des Rollmaterials der OSE (Direktion für Wartung des Rollmaterials) absorbieren, so wie diese in der internen Betriebsordnung des Trägers definiert ist
  • Abtrennung der GAIOSE (Gesellschaft für die Verwaltung des Immobilienvermögens der Eisenbahn) von der OSE und ihre schnellstmögliche Autonomisierung. Der griechische Staat wird das Vermögen als Gegenleistung für die Übernahme der Schulden der OSE übernehmen.
  • Gegenleistungsfreie Übertragung des Rollmaterials der OSE an den Staat oder einen staatlichen Träger in den kommenden zwei Monaten zur gewerblichen Verwertung.

(Quellen: Imerisia)

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Russland will Eisenbahn in Griechenland aufkaufen

3. Mai 2012 / Aktualisiert: 06. Mai 2012 / Aufrufe: 843 2 Kommentare

Der Vorschlag Russlands zum Aufkauf des gesamten Netzes der Eisenbahn in Griechenland stellte eine große Überraschung für die potentiellen Investoren dar.

Die griechische Eisenbahnahn befindet sich trotz der Geringschätzung, welche die meisten dem Regimewechsel folgenden Regierungen dem Träger der Griechischen Staatsbahn (OSE) bescherten, im Zentrum des internationalen Interesses, da die geopolitische Lage des Landes weiterhin eine Verlockung für den Einstieg ausländischer Investoren in den „Eckladen“ des internationalen Handels darstellt, wie Griechenland genannt wird.

In den letzten beiden Jahren haben Franzosen, Chinesen, Rumänen, Deutsche, Belgier, aber auch Griechen dem Interesse an der Griechischen Bahn Ausdruck verliehen und die einschlägigen Behörden sondiert, um Zugang zu den wirtschaftlichen Daten zu erhalten, Investitionspläne zu unterbreiten oder die Eisenbahn-Infrastruktur zu kaufen. Laut Insidern, welche aus erster Hand über die anstehenden Entwicklungen Bescheid wissen, ist dieses Interesse mit dem Umstand verknüpft, dass die geographische Position der Landes weiterhin einen signifikanten Anreiz für das Engagement ausländischer Investoren darstellt. Wie sie anführen, „ist das Investitionsinteresse in erster Linie bei der Güterbeförderung und weniger bei der Personenbeförderungen auszumachen, da die Anbindung der Häfen von Piräus, Thessaloniki und Alexandroupoli an das Hauptnetz imposant die Reise der Ladungen zu den nordeuropäischen Märkten verkürzen, aber auch die Transportkosten senken kann.
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Die einzigen Privilegierten in Griechenland

17. April 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 817 3 Kommentare

Anstatt den öffentlichen Sektor in Griechenland abzubauen, lässt die Regierung zur Deckung überdimensionaler Besoldungskosten weiterhin die private Wirtschaft zur Ader.

Solange die Gesamtheit der politischen Welt in der veralteten Logik des „Kundenstaates“ gefangen bleibt, die Griechenland in die heutige Situation geführt hat, wird es keine Rettung geben. Tag für Tag werden tausende unserer Mitbürger auf dem privaten Sektor arbeitslos. Und sind außer Stande, wieder Arbeit zu finden. Die (offiziell erfassten) Arbeitslosen zählen mehr als 1 Million, alle aus dem privaten Sektor. Dies geschieht jedoch nicht auf dem öffentlichen Sektor. Der zusammenbrach, bankrott ist, jedoch drückt sich die Regierung vor den notwendigen Reformen, die sie hätte vornehmen müssen.

Charakteristisches Beispiel ist der „Griechische Eisenbahn-Organismus“ OSE. Ein Gesetz über seine angebliche Umstrukturierung und Sanierung wurde vor ungefähr zwei Jahren verabschiedet. Es ist jedoch immer noch nicht in die Praxis umgesetzt worden, weil die gemeinsam zuständigen Ministerien entweder aus Unfähigkeit oder wegen ideologischer Ankylosen die Umsetzung des Gesetzes verhindern. Beim OSE, der den griechischen Steuerzahler mit dermaßen hohen Kosten belastete, wird keine einzige Entlassung erfolgen. Ist das wohl gerecht? Dass die schmerzhaften Kosten, welche heute das griechische Volk bezahlt, ausschließlich und allein der private Sektor übernimmt?
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Verdächtige Eile bei Eisenbahn-Privatisierung in Griechenland

9. Februar 2012 / Aufrufe: 1.260 5 Kommentare

EU-Abgeordnete fordern Erklärungen, warum die staatliche Eisenbahn in Griechenland trotz fehlender Genehmigung des Business-Plans plötzlich sofort verkauft werden soll.

Die griechischen Europa-Abgeordneten Marilena Koppa, Georgios Koumoutsakos und Konstantinos Poupakis fordern von der Europäischen Kommission, ihre Position bezüglich der Zukunft der staatlichen Eisenbahngesellschaft TRAINOSE klarzustellen. Die Abgeordneten reichten nach den einschlägigen Enthüllungen der Zeitung „To Vima“ parlamentarische Anfragen bezüglich der urplötzlich von der Troika gestellten Forderung ein, dass die TRAINOSE als Voraussetzung für die Erteilung der anhängigen Genehmigung ihres Business-Plans durch die EU-Wettbewerbskommission noch innerhalb des Jahres 2012 verkauft werden musst. Bezeichnenderweise erklären sich die für die Privatisierung zuständigen griechischen Ministerien derweilen als … unzuständig.

Die Fraktionsleiterin der Europa-Abgeordneten der PASOK-Partei führt an: „Gemäß dem Mittelfristigen Volkswirtschaftlichen Rahmenprogramm ist es zulässig, dass die Privatisierung der TRAINOSE 2011 beginnt, während die Vollendung für das vierte Quartal 2013 vorgesehen ist. Die Privatisierung der TRAINOSE und ihre Eingliederung in die Privatisierungskasse wurde während des gesamten Verfahrens der Untersuchung der Akte nie als Voraussetzung gestellt. Was hat sich seit dem 21/12/2011 bis zum 26/01/2012 geändert und warum wurde nun plötzlich diese zusätzliche Forderung erhoben?
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