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Artikel Tagged ‘staatsapparat’

Griechenland „killt“ seine Wirtschaft …

21. Januar 2016 / Aufrufe: 1.395 1 Kommentar

In Griechenland muss endlich begriffen werden, dass es unmöglich ist, eine Wirtschaft durch ihren Staat in Gang zu halten.

Im Juli 2015 sahen wir in Griechenland drei Wochen lang die Rollläden der Bankfilialen geschlossen. Trotz all der damit verursachten Panik und des Trommelfeuers von Artikeln und Analysen, handelte es sich für die griechische Wirtschaft allerdings um keine essentielle Änderung: für viele griechische Bürger „schlossen“ die Banken bereits mit dem Ausbruch der wirtschaftlichen Krise.

Bankfunktionären zufolge bezieht sich heutzutage die Mehrheit der alltäglichen Vorgänge bei den griechischen Kreditinstituten auf den Erhalt von Zahlungen, die Einbehaltung von Rechnungsbeträgen und allgemein Hilfsarbeiten zugunsten des Fiskus. Welche Tatsache natürlich keine Überraschung hervorruft, da bekannt ist, dass die Gewährung von Krediten durch die Banken seit Jahren mit der Pipette erfolgt – ein Zustand, der sich mit der Kapitalflucht und der Verhängung der Kapitalkontrollen im vergangenen Sommer noch mehr verschlimmerte.
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Griechenland: Alle Beamten mit Warze werden entlassen

2. Mai 2013 / Aufrufe: 2.648 7 Kommentare

Das primäre Problem des öffentlichen Sektors in Griechenland sind nicht die Beamten als Personen, sondern der monströse Staatsapparat selbst.

Sagen wir einmal, Dein Auto – das auch bereits ein gewisses Alter hat – bekam einen Motorschaden. Du lässt es in die Werkstatt schleppen, und ohne auch nur die Motorhaube zu öffnen sagt Dir der Mechaniker: „Ich werde zwölf Ersatzteile einbauen und alles ist in Ordnung.“ Noch bevor sich auf Deinem Gesicht der Ausdruck der Verwunderung abzuzeichnen beginnt, ruft aus der Tiefe der Halle der Hilfsmechaniker dazwischen und schlägt stattdessen vor: „Meister, ich würde sagen, Du tauschst jetzt 5 und in einem Monat 3 weitere Teile aus.“ Das Gespräch hört der Buchhalter der Werkstatt: „Hey, Leute, heute ist Donnerstag. Wir sagten doch, Donnerstags tauschen wir vier Teile aus, habt ihr das vergessen?

Würde Dir dieser Dialog „normal“ erscheinen? Würdest Du Dein Auto jemals ihren „erfahrenen“ Händen anvertrauen? Und warum erachten wir dann dieses ganze surrealistische Geschwätz über die Anzahl der zu entlassenden öffentlichen Bediensteten als normal?
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Die einzigen Privilegierten in Griechenland

17. April 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 817 3 Kommentare

Anstatt den öffentlichen Sektor in Griechenland abzubauen, lässt die Regierung zur Deckung überdimensionaler Besoldungskosten weiterhin die private Wirtschaft zur Ader.

Solange die Gesamtheit der politischen Welt in der veralteten Logik des „Kundenstaates“ gefangen bleibt, die Griechenland in die heutige Situation geführt hat, wird es keine Rettung geben. Tag für Tag werden tausende unserer Mitbürger auf dem privaten Sektor arbeitslos. Und sind außer Stande, wieder Arbeit zu finden. Die (offiziell erfassten) Arbeitslosen zählen mehr als 1 Million, alle aus dem privaten Sektor. Dies geschieht jedoch nicht auf dem öffentlichen Sektor. Der zusammenbrach, bankrott ist, jedoch drückt sich die Regierung vor den notwendigen Reformen, die sie hätte vornehmen müssen.

Charakteristisches Beispiel ist der „Griechische Eisenbahn-Organismus“ OSE. Ein Gesetz über seine angebliche Umstrukturierung und Sanierung wurde vor ungefähr zwei Jahren verabschiedet. Es ist jedoch immer noch nicht in die Praxis umgesetzt worden, weil die gemeinsam zuständigen Ministerien entweder aus Unfähigkeit oder wegen ideologischer Ankylosen die Umsetzung des Gesetzes verhindern. Beim OSE, der den griechischen Steuerzahler mit dermaßen hohen Kosten belastete, wird keine einzige Entlassung erfolgen. Ist das wohl gerecht? Dass die schmerzhaften Kosten, welche heute das griechische Volk bezahlt, ausschließlich und allein der private Sektor übernimmt?
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Task-Force empfiehlt Griechenland völligen Neuaufbau der Verwaltung

27. Februar 2012 / Aufrufe: 1.182 10 Kommentare

Sachverständige bezeichnen den Verwaltungsapparat in Griechenland als schizophren und legen einen radikalen Neuaufbau der staatlichen Strukturen nahe.

Nach einer tiefgreifenden Studie über den griechischen Staatsapparat gelangten die Sachverständigen der EU-Task-Force zu dem Schluss, dass die Struktur des griechischen Staatsapparates eine schizophrene Situation darstellt. Der zu seiner Reorganisation vorgeschlagene Plan sieht daher vor, die staatlichen Behörden von Grund auf neu aufzubauen. Unter anderem werden die Abschaffung von Sonderzentralen und Organismen der Ministerien, die Beurteilung der Bediensteten und die Neuverteilung der Zuständigkeiten, die Abtretung von Zuständigkeiten an die lokale Selbstverwaltung und die Übertragung von Bereichen an Privatleute vorgeschlagen.

Gemäß dem am Sonntag in der Zeitung To Vima publizierten Plan der Task-Force:

  • wird es bei jedem Ministerium eine Generalzentrale geben,,
  • darf es bei jeder Generalzentrale nicht mehr als drei Generaldirektionen geben,
  • wird jede Generaldirektion bis zu sieben Direktionen haben,
  • wird jede Direktion bis zu sieben Abteilungen haben.


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