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Artikel Tagged ‘staatsanleihe’

EZB akzeptiert vorläufig keine griechischen Staatsanleihen

23. Juli 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 379 1 Kommentar

Die Europäische Zentralbank EZB wird nach dem 25 Juli 2012 bis auf weiteres keine griechischen Staatsanleihen als Collaterals akzeptieren.

Laut der EZB wird die Liquidität der griechischen Banken auf Basis der bestehenden Vereinbarungen durch die Griechische Bank (TtE) gedeckt. Die EZB wird die Möglichkeit der Akzeptanz griechischer Anleihen als Sicherheit nach der Bewertung der Troika erneut untersuchen. Es handelt sich um ein formales Thema, da zu dem konkreten Termin die Bürgschaft der Gläubiger für Griechenland ausläuft. Das selbe geschah in der Vergangenheit bereits zwei Mal, nämlich im Februar 2012 und im Mai 2012.

Angesichts des Eintreffens der Troika ist diese Entwicklung jedoch auch ein Signal, merkt ein Funktionär in Athen an. Wie bekannt ist, verlangen die Gläubiger von Griechenland, die 11,5 Milliarden Euro aus den Maßnahmen zu bestimmen, die im Rahmen des Programms der volkswirtschaftlichen Angleichung erforderlich sind, und die strukturellen Änderungen voranzutreiben.

(Quelle: Vradyni, S. 8)

Troika will Bargeld aus Privatisierungen in Griechenland

10. Juli 2012 / Aufrufe: 332 Kommentare ausgeschaltet

Der Vorschlag des griechischen Finanzministers, im Rahmen der Veräußerung staatlichen Vermögens auch Obligationen zu akzeptieren, scheint den Gläubigern zu missfallen.

Mit Vorbehalten scheint der Leiter der Troika dem am vergangenen Samstag (07 Juli 2012) von Finanzminister Giannis Stournaras im Parlament zur Sprache gebrachten Vorschlag zu begegnen, die Kasse zur Verwertung des privaten Vermögens des Staates (TAIPED) soll bei Privatisierungen auch griechische Staatsanleihen als Bezahlung annehmen können.

Dies führte ein Spitzenfunktionär des Finanzministeriums nach der Begegnung des Finanzministers am 08 Juli 2012 mit den Vertretern der Gläubiger an. Wie besagter Funktionär meinte, seien laut der Troika bezüglich des konkreten Themas noch viele Fragen zu klären und die Umsetzung eines solchen Beschlusses bedürfe auf jeden Fall der Genehmigung der Europäischen Kommission.

Außerdem scheint die Troika bei Verkauf und Verwertung des staatlichen Vermögens die Entrichtung von Bargeld zu wünschen, damit die Gelder gegebenenfalls auch für andere Bedürfnisse des Fiskus anstatt nur zum Abbau der Verschuldung genutzt werden können, in den die Einnahmen aus Privatisierungen gelenkt werden. Laut dem selben Spitzenfunktionär des Finanzministeriums wird jedenfalls die staatliche Rechnungszentrale eine Studie bezüglich des gesamten Themas ausarbeiten.

Andere Amtsträger des Ministeriums betonen außerdem, dass die Botschaften, welche die Konferenz der Eurogruppe am 09 Juli 2012 an die griechische Regierung senden wird, auch den weiteren Verlauf des Memorandums und konkret signalisieren werden, ob Aussichten auf Änderung gewisser Bedingungen des Memorandums bestehen.

(Quelle: enikos.gr)

Bier trinken und Griechenland retten

2. Juli 2012 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 1.679 10 Kommentare

Autor: Giorgos Nikolopoulos

Thema: Initiative zur Senkung der Verschuldung Griechenlands

Mit dem Volkan-Bier aus Santorin verfolgte Peter Nomikos nicht nur, dass wir einfach ein schmackhaftes Bier genießen. Er überlegte sich, dass wir sowohl trinken als auch gleichzeitig das Land retten, Schluck für Schluck. Sie lachen? „Indem sie das Bier kaufen, helfen die Konsumenten Griechenland, ohne dass es sie etwas kostet. Mit jedem Schluck tragen sie zur Senkung der Verschuldung bei. Wir haben reales Geld für die Rettung des Landes investiert„, erklärte er im Februar bei Athens Voice.

Wie genau Griechenland gerettet werden würde, wie die Verschuldung verschwinden werden würde, das war damals unklar. Die Erklärung ging damals in den Kleinmeldungen unter, vielleicht weil niemand dem Herrn Nomikos glaubte. Niemand? Fast niemand. Vangelis Marinakis, Präsident des Fußballvereins PAE Olympiakos, gab am Dienstag (26 Juni 2012) bekannt, die Verschuldung für 50 Griechen – Fußballspieler und Personal des Vereins – aufzukaufen, indem er griechische Staatsanleihen im Wert von 1,4 Millionen Euro erwirbt. Er führte sogar an, dass dies über die NRO Greece Debt Free (GDF) erfolgte, eine innovative Bewegung seines Freundes Peter Nomikos, eine „signifikante Initiative zur Minderung der griechischen Verschuldung„, welche der Olympiakos unterstütze. „Ich will ihre Freiheit kaufen„, verriet er Herrn Nomikos.

Wie zu erwarten war, „zwang“ die Schenkung des Präsidenten des Olympiakos Dutzende griechische Massenmedien, der Greece Debt Free Platz zu widmen, die meisten unter Hymnen und euphorischen Kritiken. Die Zeitung „Kerdos“ gratulierte herzlich zu der Initiative, der vielleicht „letzten Gelegenheit“ für das Land, auf „Sofokleousin.gr“ wurde geschrieben, dass somit alle „effektiv zur Reduzierung der öffentlichen Verschuldung beitragen“ können, während in „Ta Nea“ ein einschlägiger Artikel beherbergt wurde.

Was genau macht jedoch die Organisation Greece Debt Free und warum vertritt sie, das Land retten zu können? Die Begründung ist simpel: Wenn wir als Land eine Schuld von ungefähr 300 Milliarden Euro haben, „entsprechen“ jedem Griechen ungefähr 30.000 Euro als „persönliche“ Verschuldung. Wenn also jede Griechin und jeder Grieche griechische Staatsanleihen im Wert von 30.000 Euro kaufen würde, würde das Land in einer Nacht gerettet werden. (Der geniale Plan der Greece Debt Free nimmt sogar an, jeder von uns würde nur 3.000 – 4.000 Euro zahlen, weil die griechischen Obligationen auf dem sekundären Markt viel billiger gehandelt werden.)

Misstrauische Zeitgenossen könnten dagegen halten, dass die Kinder und Greise nicht zahlen können werden. Wie auch die Millionen armer Griechen ebenfalls nicht zahlen können werden. Dass diejenigen, die Millionen zahlen könnten, Marinakis und Nomikos, in Wirklichkeit jeder ungefähr 100.000 Euro gegeben haben. Dass es besser wäre, die möglichen Gelder gingen an wohltätige Zwecke, direkt an alle, die bedürftig sind. Dass die Preise der Obligationen sich wieder dem Nennwert nähern würden, wenn das Vorhaben glückt und die Greece Debt Free griechische Obligation im Wert von vielen Milliarden zu kaufen beginnt, und wir jeder näher bei 30 Tausendern zahlen werden müssen.

All dies sind begründete Argumente. Und trotzdem wäre es wieder eine sympathische Initiative. Vielleicht gutmütig, wahrscheinlich hoffnungslos naiv, völlig ineffektiv, jedenfalls erwähnenswert. Peter Nomikos würde so etwas wie Petsalnikos in der Business-Version sein, mit der entsprechenden Initiative des damaligen Parlamentspräsidenten für den – in die Hose gegangenen – Fonds zur Unterstützung Griechenlands. Jedoch ist er das nicht. Weil Peter Nomikos Geschäftsmann ist. Und objektiv bewirbt er mit der Greece Debt Free wunderbar sein Produkt.

Wie das geht? Herr Nomikos ermuntert – mit der Unterstützung auch des PAE Olympiakos – alle Griechen, massenhaft Produkte GDF (Greece Debt Free) zu kaufen zu beginnen, Produkte welche verpflichtet sein werden, die Hälfte ihrer Gewinnen für den Aufkauf von Obligationen abzuführen, und von der Organisation eine spezielle Zertifizierung erhalten. Das einzige Problem? Das einzige Produkt, welches bisher die einschlägige Zertifizierung erhalten hat, ist sein eigenes neues Produkt. Das Volkan-Bier wird somit bekannt und erhält gratis positive Erwähnungen in der Presse. Kurz gesagt, solange nicht auch andere entsprechende Produkte in Erscheinung treten, ruft Herr Nomikos uns auf, damit zu beginnen, fanatisch sein Bier zu kaufen, wenn wir Patrioten sind. Ist das ein Plan zur Rettung des Landes? Oder ein Werbetrick? Trink Bier, rette das Land …

PS: Das Thema erscheint fast so unglaublich, dass es das Interesse auch der ausländischen Medien erregte. Nicht mit den unüberlegten Hymnen der griechischen Medien, sondern zwischen Ernst und Spaß. Der Artikel in der englischen Online-Ausgabe des „Spiegel“ hat die (spöttische) Überschrift „Neues Projekt zur Rettung Griechenlands“ und beginnt mit der Frage „… are you serious?“, während er auch über die Steuerbefreiungen all jener erfahren möchte, die ihr Geld spenden. Das Wall Street Journal konzentriert sich auf den „gebräunten“ reichen Unternehmer mit den hautengen Jeans, dem das Rudern gefällt, führt das Bier Volkan an und schließt mit einer einschlägigen Erklärung des Vangelis Marinakis: anything “is worth trying”. Wirklich alles, zum Teufel?

Quelle: Protagon.gr
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

Initiative zur Senkung der Verschuldung Griechenlands

1. Juli 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 949 9 Kommentare

Eine in den USA gestartete Initiative will durch den Aufkauf griechischer Staatsanleihen zur Senkung der Verschuldung Griechenlands beizutragen.

Die gemeinnützige Organisation Greece Debt Free (GDP) hat eine Initiative zur Reduzierung der griechischen Verschuldung unter Beteiligung einfacher Bürger, aber auch Unternehmer übernommen. Die Initiative stammt von dem 33-jährigen Petros Nomikos, einem Spross der Reeder-Familie, der sein Interesse auf den Versuch der Entwicklung von Strategien konzentriert hat, welche der Erholung der griechischen Wirtschaft helfen.

Wie die Zeitung Ta Nea anführt, brachte die Initiative in bereits den ersten vier Tagen ihres Bestehens Gelder zusammen, die ausreichen, um Schulden im Gesamtbetrag von etwa 2.200.000 Euro abzutragen.
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Industrie- und Handelskammer Athen erstattet Strafanzeige gegen Griechische Bank

14. Juni 2012 / Aufrufe: 423 1 Kommentar

In Griechenland erstattete die Industrie- und Handelskammer Athen Strafanzeige gegen die Griechische Bank.

In der in Rede stehenden Anzeige werden die schlechte Verwaltung und der Verlust eines großen Teils der Rücklagen der Industrie- und Handelskammer Athen (EBEA) wegen des Kaufs griechischer Staatsanleihen dargelegt, zu dem die Griechische Bank ohne jegliche Genehmigung oder sei es auch nur Informierung des Vorstands der EBEA geschritten war.

(Quelle: Zougla.gr)