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Artikel Tagged ‘staatsanleihe’

Griechenland emittiert außerordentliche Kurzzeit-Anleihe

7. Dezember 2014 / Aufrufe: 275 Keine Kommentare

Griechenland schreitet zur Emission einer außerordentlichen Kurzzeitanleihe, um einem möglichen Liquiditätsengpass vorzubeugen.

Der „Träger für die Verwaltung der öffentlichen Verschuldung“ (Public Debt Management Agency“ (ΟΔΔΗΧ / PDMA) schreitet am kommenden Mittwoch (10 Dezember 2014) zu einer außerordentlichen Auktion von T-Bonds dreimonatiger Laufzeit. Ziel ist die Schöpfung von 1,6 Mrd. Euro und die Sicherstellung der Liquidität des Fiskus für den Fall, dass der rechtzeitige Abschluss der Bewertung der Troika nicht möglich sein wird und die Tranchen von Seite der Eurozone (1,8 Mrd. Euro plus weitere 1,8 Mrd. Euro aus der Rückzahlung von Buchgewinnen aus von den Zentralbanken gehaltenen Anleihen) nicht freigegeben werden.

Parallel wird der PDMA am Mittwoch auch zu einer geplanten Emission von Anleihen mit 6-monatiger Laufzeit schreiten um sich ungefähr 2 Mrd. Euro zu leihen, die für die Refinanzierung auslaufender Anleihen verwendet werden sollen.

(Quelle: imerisia.gr)

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Griechenland macht Rückzieher bei Besteuerung ausländischer Investoren

19. Mai 2014 / Aufrufe: 485 Keine Kommentare

Der hirnverbrannte Beschluss des Finanzministeriums in Griechenland, ausländische Investoren zur Kasse zu bitten, erwies sich als fatales Eigentor.

Die idiotische Idee des griechischen Finanzministeriums, ausländische Investoren gegebenenfalls zur nachträglichen Versteuerung der Spekulationsgewinne aus dem Handel mit griechischen Staatsanleihen in Griechenland zu verpflichten, hat zu einem beachtlichen Anstieg der „Spreads“ geführt.

Obwohl der strittige Ministerialbeschluss inzwischen (konkret am Donnerstagabend – 15 Mai 2014)  zurückgenommen wurde, setzte die Unruhe auf den Anleihemärkten sich auch am vergangenen Freitag (16 Mai 2014) fort.
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Finanzamt in Griechenland knöpft sich ausländische Investoren vor

1. Mai 2014 / Aufrufe: 969 2 Kommentare

Griechenland nimmt Investoren in die Pflicht, die aus griechischen Anleihen Kapitalerträge erzielten, für die keine Steuer an den griechischen Fiskus abgeführt wurde.

Mit einem Runderlass unglaublichen Inhalts verlangt das griechische Finanzministerium von allen Ausländern, die in den beiden vergangenen Jahren auf griechische Anleihen setzten und Kapitalerträge erzielten, beim griechischen Finanzamt anzutanzen um entweder Steuern zu entrichten oder rechtmäßig davon befreit zu werden.

Was dies in der Praxis bedeutet? Dass ein Amerikaner, der an der New Yorker Börse mit griechischen Anleihen „spielte“ und einen Gewinn erzielte, das Prozedere in Angriff nehmen muss, in Griechenland einen Vertreter (Steuerbevollmächtigten) zu bestimmen, der das griechische Finanzamt aufsuchen, diverse Erklärungen einreichen und Unterlagen (und zwar „offiziell“ ins Griechische übersetzt) beibringen wird, um von der Besteuerung befreit zu werden. Anderenfalls hat er eine Steuer in Höhe von 20% oder 33% der Gewinne abzuführen, die er aus den griechischen Anleihen erzielte.

Wie nun ein in Brooklyn lebender Amerikaner Kenntnis von den ihn betreffenden Runderlassen des griechischen Finanzamts erlangen wird, werden nur die leitenden Köpfe des Finanzministeriums zu beantworten vermögen …
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Griechenlands Marktgang: Teuerster Wahlkampf aller Zeiten

11. April 2014 / Aufrufe: 1.113 6 Kommentare

Der bejubelte Gang Griechenlands an die Finanzmärkte im Rahmen der Wahlkampf-Kampagne der Regierung Samaras kostet das Volk hunderte Millionen Euro.

Jetzt, liebe Leserin – lieber Leser, wo Du diese Zeilen liest, können wir (sprich Griechenland) an die Finanzmärkte gehen. Verständlicherweise wirst Du fragen, „wie werde ich das merken?„. Du wirst es fühlen, Dein Körper wird Dir Bescheid geben. Du wirst einen süßen Schwindel in den Schläfen, eine stolze Blähung der Brust, ein pikantes Kitzeln am Kinn, eine wollüstige Wärme auf der Haut verspüren.

Es wird sein, als ob der Frühling einzieht, es wird eine himmlische Ergriffenheit sein. Und wenn Du den Gang an die Märkte nicht jetzt fühlst, dann wirst Du ihn später spüren, nämlich wenn Du 400 – 500 Millionen Euro aus Deinem Täschchen zahlen wirst.
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EZB hält griechische Staatsanleihen im Wert von 25 Mrd Euro

21. Februar 2014 / Aktualisiert: 12. Mai 2016 / Aufrufe: 678 Keine Kommentare

Die Europäische Zentralbank erzielte während der Jahre 2012 – 2013 aus aufgekauften griechischen Staatsanleihen einen Buchgewinn in Höhe von rund 1 Milliarde Euro.

Den am 20 Februar 2014 veröffentlichen Daten zufolge hat die Europäische Zentralbank (EZB) derzeit griechische Staatsanleihen im Buchwert (book value) von 25,4 Mrd. Euro inne. Die Gewinne aus diesen Anleihen erreichten 2013 den Betrag von 437 Mio. Euro, gegenüber Gewinnen in Höhe von 555 Mio. Euro im Jahr 2012.

Die EZB kaufte in der Phase des Höhepunkts der Schuldenkrise in der Eurozone diese Anleihen im Rahmen des „Securities Markets Program“ (SMP) zusammen mit irländischen, spanischen, italienischen und portugiesischen Staatsanleihen auf. Die Bank wird diese Anleihen für durchschnittlich noch ungefähr 4 Jahre in ihrem Portefeuille behalten. Bezeichnenderweise gab die EZB nicht die Kosten des Erwerbs dieser Anleihen bekannt, die sie bis zu deren Fälligkeit behalten wird.

Das SMP lief am 06 September 2012 aus und wurde durch das sogenannte OMT-Programm (Outright Monetary Transactions) substituiert, das von strengen Bedingungen begleitet und bisher noch von keinem Staat in Anspruch genommen worden ist.

(Quelle: sofokleous10.gr)

Warum die Troika nicht will, dass Griechenland an die Märkte geht

25. Januar 2014 / Aufrufe: 826 Keine Kommentare

Die Gläubiger befürchten, die absolute Kontrolle über Griechenland zu verlieren, falls es an die internationalen Finanzmärkte gehen sollte.

Der tatsächliche Grund, warum die Gläubiger Griechenlands einen Gang des Landes an die internationalen Finanzmärkte nicht wollen, besteht darin, dass sie die absolute Kontrolle verlieren könnten, die sie derzeit über Griechenland ausüben.

Der Betrag ist lächerlich. Wenn wir nicht an die Märkte gehen, sind daran nicht die hohen Kosten des Geldes schuld, sondern die Tatsache, dass unsere Gläubiger es nicht wollen!„, kommentierte ein Funktionär des Wirtschaftsstabs der griechischen Regierung die Information, Brüssel widersetze sich der Perspektive einer frühzeitigen Anleihen-Emission Griechenlands.
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Warum Griechenland nicht an die Märkte gehen soll

19. Januar 2014 / Aufrufe: 1.673 Keine Kommentare

Ralph Atkins vertritt in der Financial Times, ein Gang Griechenlands an die Finanzmärkte könne Probleme sowohl für das Land selbst auch für die Eurozone verursachen.

Das Jahr 2014 begann mit einer Party auf den Märkten für Anleihen der am meisten von der Krise getroffenen Länder der Peripherie. Welche Geschenke bringt jedoch Griechenland, das ungezogene Kind der Eurozone zu dieser Party mit?

Die Auktionen langfristiger Anleihen Anfang Januar 2014 durch Irland (das im Dezember aus dem Hilfsprogramm herauskam) und Portugals (das hofft, im Juni das selbe zu schaffen) zogen ein starkes Investitionsinteresse auf sich. In der ganzen Peripherie sanken die Renditen – die sich entgegengesetzt zu den Preisen der Anleihen bewegen – auf Niveaus vor der Krise. Faktoren in Athen – aber auch Londoner Bankiers – sehen eine Möglichkeit, dass auch Griechenland die Märkte testet.
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Geht Griechenland 2014 an die Finanzmärkte?

14. Januar 2014 / Aufrufe: 434 Keine Kommentare

Angesichts der zu erwartenden untragbaren Konditionen wird Griechenland auch 2014 kaum den Schritt auf die internationalen Finanzmärkte wagen.

Zu welchen Zinssätzen würde Griechenland sich finanzieren können, wenn es beschließen würde, morgen früh das Memorandum zu verlassen und an die internationalen Märkte zu gehen? Wie gegenüber Voria.gr Bankfunktionäre der Dealing Rooms äußern, die aus nächster Nähe die Entwicklungen an der konkreten Front beobachten, „auf keinen Fall unter 8%„.

Zum Vergleich: Derzeit leiht Griechenland sich mittels des zweiten Programms Geld zu einem Zinssatz von unter 2% und würde folglich für „freies“ Geld rund 6% mehr zahlen müssen. Der letzte Versuch der griechischen Regierung, sich über den freien Markt zu finanzieren, erfolgte am 05 April 2010 mit der Emission einer siebenjährigen Anleihe mit einer Rendite von 6%, die jedoch nur 1,2-fach gezeichnet wurde.
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Ärztekammer in Griechenland klagt wegen PSI

28. Juli 2012 / Aufrufe: 281 Keine Kommentare

Die Ärztekammer Athen hat wegen der Verluste der Rücklagen ihrer Rentenkasse durch den PSI Klage gegen den griechischen Staat erhoben.

Wie die Athener Ärztekammer (ISA) anführt, fordert sie mit der Klage „das Vermögen, welches ohne ihre Zustimmung verloren ging„.

Wie alle juristischen Personen des öffentlichen Rechts war die ISA gesetzlich verpflichtet, ihre Rücklagen bei der Griechischen Bank zu deponieren. Ohne jedoch jemals von dem Staat oder der Griechischen Bank gefragt zu werden, erlitt sie Schaden, da die Staatsanleihen „geschnitten“ wurden, in welche ihre Gelder investiert worden waren„, lautet es in der Bekanntmachung der Ärztekammer.

Die Kammer zeigt sich entschlossen, alle Rechtsmittel auszuschöpfen, um ihr Vermögen zurück zu erhalten und – wie betont wird – die Interessen ihrer Mitglieder zu schützen.

(Quelle: in.gr)

24-Tage-Programm für Griechenland

28. Juli 2012 / Aktualisiert: 29. Juli 2012 / Aufrufe: 7.181 27 Kommentare

Die Regierung in Griechenland hat zum 20 August 2012 eine signifikante Entscheidung zu treffen, die vielleicht auch ihre letzte wichtige Entscheidung sein wird.

Laut dem Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis schob die Troika die Vorlage ihres anhängigen Berichts über die Lage in Griechenland nicht von ungefähr auf September hinaus, zumal es seines Erachtens kaum jemanden geben dürfte, der mehr als 2 Stunden für die Beurteilung der Lage benötigen wird. Vielmehr sieht er einen unmittelbaren Zusammenhang mit der am 20 August 2012 fällig werdenden griechischen Anleihe, die sich in den Händen der EZB befindet und folglich zu ihrem gesamten Nennwert von 3,2 Mrd. Euro auszulösen ist.

Warum die Fälligkeit ausgerechnet dieser Anleihe möglicherweise die schon lange überfälligen Entscheidungen über den – so wie so ernsthaft in Frage stehenden – Verbleib Griechenlands in der europäischen Währungsgemeinschaft erzwingen wird, legt Yanis Varoufakis in einem Artikel dar, der am 27 Juli 2012 auf dem griechischen Portal „Protagon“ publiziert wurde und nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.

24-Tage-Programm

Am 20 August 2012 wird die Regierung ihre signifikanteste – vielleicht die letzte signifikante – Entscheidung treffen. Es ist der Tag, an dem eine jener Anleihen ausläuft, die nicht „geschnitten“ wurden, weil sie von der EZB aufgekauft worden waren (wie bekannt betrachtet letztere ihre eigenen Anleihen im Gegensatz zu denen der Kleinanleger und Versicherungsträger als etwas wie heilige Kühe). Um sie auszulösen, muss sich der griechische Fiskus irgendwo ungefähr 3,2 Mrd. Euro leihen, um zu 100% die EZB zu bezahlen, wozu anzumerken ist, dass diese die Papiere im vergangenen Jahr für 2,3 Mrd. Euro gekauft hatte – die EZB macht also einen alles andere als unbedeutenden Gewinn der Größenordnung von 900 Millionen Euro (*).

Es ist kein Zufall, dass die Troika abreiste um im September 2012 mit ihrer Bewertung zurückzukehren – also nach dem 20 August 2012. Benötigen sie drei Monate um festzustellen, dass das „Programm“ stecken geblieben ist? Dass die Gelder aus den Privatisierungen sich auf 5% der (unsinnigerweise) versprochenen belaufen werden? Dass der „Aufschwung“ am Boden liegt, dort auch in den kommenden Jahren bleiben und den Zeitplan der Tilgungszahlungen für unsere Kredite anfänglich an die Troika und (nach 2010) die Bankiers des Herrn Dalaras in die Luft sprengen wird? Dass selbst die gewinnbringendsten Unternehmen nicht mehr von den Banken finanziert werden und somit der vollständige Zusammenbruch des Arbeitsmarktes, der öffentlichen Einnahmen und der Versicherungsträger garantiert ist? Gibt es jemanden beim IWF oder in der EZB oder in der EU, der mehr als 2 Stunden benötigen würde, um den heißbegehrten Bewertungstext zu schreiben? Oder muss Herr Thomsen um jeden Preis Urlaub machen und beschloss „Rückkehr im September“, zusammen mit den Winterkinos?

Natürlich nicht. Der Bericht der Troika ist fertig. Der IWF hat bereits entschieden, dass auf Basis der finanztechnischen Fakten das Memorandum 2 „ausgegangen“ ist. Dass es keine Verlängerung retten wird. Es bleibt einfach nur, den politische Entschluss zu fassen. Entsprechend ist das genau selbe auch der EZB bestens bekannt und sie begreift, dass Griechenland irgendwann gezwungen sein wird, seine Verpflichtungen ihr gegenüber zu brechen. Ebenso auch den übrigen Mitgliedstaaten der Eurozone: sie erwarten, dass ein großer Teil der Griechenland gewährten bilateralen Kredite „geschnitten“ werden wird. Das Thema „was machen wir mit Griechenland“ ist somit weder finanztechnisch, noch basiert es darauf, welche wie auch immer gearteten Kürzungen und Reformen die Regierung (bis September) vornimmt, und auch nicht auf den Einschätzungen des Herrn Thomsen und der Troika. Wovon es abhängt? Es hängt ganz einfach davon ab, ob Deutschland, Holland, Finnland gemeinsam beschließen, entweder uns durch das Fenster aus dem Euro hinauszuwerfen oder den „Schnitt“ unserer Schulden zu gestatten (etwas, das – wie wir uns erinnern – unter dem Euphemismus „Umschuldung“ bekannt ist).

Gestattet mir eine Stellungnahme: Falls sie befinden, uns aus dem Fenster stürzen zu können und damit Spanien und Italien zu retten, werden sie es im selben Augenblick tun! Der Grund ist simpel: Der EFSF verfügt nach den Geldern, die er den spanischen Banken zugesagt hat, über weitere 80 bis 90 Milliarden. Was den ESM betrifft, also den beständigen Mechanismus, der den EFSF ersetzen wird, ist seine Gründung bei dem Verfassungsgerichtshof Deutschlands hängen geblieben. Derweilen benötigen die Fisken Spaniens und Italiens unmittelbar 800 Mrd. innerhalb des Jahres 2013. Es ist offensichtlich, dass, wenn Frau Merkel vor ihren Bundestag tritt und solche Summen zur Stützung des EFSF verlangen wird, sie diese auf keinen Fall erhalten wird – außer, sie stützt sich so sehr auf die Opposition der SPD, dass sie ihre Parteibasis verliert. Ganz einfach, sie wird es nicht tun, speziell ein Jahr vor den Bundestagswahlen. Andererseits, wenn sie es nicht tut, wird sie bald zu damit beginnen haben, D-Mark zu drucken, da der Zusammenbruch Spaniens und Italiens innerhalb der Eurozone inzwischen mehr als gegeben ist.

Eine Überlegung, die derzeit Frau Merkel umgibt (und die ihr diverse Berater eingeflößt haben), ist folgende: Wenn Griechenland durch das Fenster aus dem Euro geworfen wird und ein ungeheurer Aufruhr an den Börsen folgt, werden sich die deutschen Wähler in die Hosen machen. Sie werden befürchten, das gesamte europäische Konstrukt und sogar auch selbst Frankfurt in Erschütterung geraten zu sehen. Mit dieser Angst, denkt sich Frau Merkel, werden sie vielleicht vorbereitet sein, ihren Vorschlag zur Rettung Spaniens und Italiens mit ungeheuren Summen zu akzeptieren. Indem sie sogar griechisches Blut „geleckt“ haben (da Griechenland durch eine chaotische und katastrophale Rückkehr zur Drachme ausbluten wird), wird unser Land vollständig die Rolle des Sündenbocks gespielt haben, damit die öffentliche Meinung in Deutschland bereit ist, große stimulierende und teure Spritzen zugunsten Spaniens und Italiens zu akzeptieren.

Andererseits hört Frau Merkel natürlich auch auf entgegen gesetzte Meinungen, welche ihr sagen, es sei unmöglich, dass jemand ein Absacken voraussehen und handhaben kann. Dass ein Ausscheiden Griechenlands den Sack des Äolus öffnen wird und nicht von der Eurozone aufrecht bleiben wird. Wenn jedoch Frau Merkel diese Berater fragt, was geschehen könne, damit Griechenland letztendlich nicht aus dem Euro ausscheidet, zerbricht ihre Antwort ihr das Herz, da sie weiß, dass sie das, was zu geschehen hat, im Bundestag nicht einmal zu flüstern bereit ist. Was dies ist? Eine Lösung wäre der Schnitt der griechischen Schulden an die Troika – den ich bereits ansprach. Eine andere Lösung wäre ein Moratorium bei den Tilgungen, so dass der Betrag der Schulden der selbe bleibt, jedoch die Tilgungen einfrieren, bis die griechische Wirtschaft zu schrumpfen aufhört. Die erste Lösung wird nicht von der EZB akzeptiert werden, da sie völlig das Dogma umstürzt, die Schulden an sie seien heilig. Die zweite Lösung lehnen die Überschussländer ab, da so etwas die politische Verhängung harter Austerität für Spanien und Italien annullieren würde. Warum? Weil diese Austerität mit mathematischer Genauigkeit die Rezession herbeiführt. Wäre also das Ende der Rezession vorab Voraussetzung für die Tilgung seitens der peripheren Staaten an die Troika (wie es in einer Währungsunion gelten müsste), würde die Verhängung von Sparauflagen für Länder wie Spanien der Erlaubnis gleichkommen, ihre Schulden niemals zu bezahlen!

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