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Krise in Griechenland schafft Spielsüchtige und Alkoholiker

22. Oktober 2014 / Aufrufe: 616 1 Kommentar

Die Krise trieb in Griechenland viele Menschen in Spielsucht und Alkoholismus.

Es ist nicht unbekannt und geschieht immer, wenn es eine wirtschaftliche Krise gibt. Die Menschen wenden sich dem Glücksspiel und dem Alkohol zu, und das selbe scheint nach fünf ausweglosen „memorandischen“ Jahre und unter einer kriminellen Regierung, die das Land und die Nation zerstört, inzwischen auch in Griechenland stattzufinden.

Bei dem „Therapiezentrum für abhängige Personen“ (KETHEA) sind – abgesehen von den Drogenentzugsprogrammen – die Anträge auf Teilnahme an den Entzugsprogrammen für Alkoholiker und Spielsüchtige steil in die Höhe geschossen. Obwohl das KETHEA allgemein mit der Bekämpfung der Drogensucht in Verbindung gebracht wird, hat es in den letzten Memorandums-Jahren auch das Programm „Alpha“ gestartet, mit dem es zur Bewältigung der Spiel- und Alkoholsucht beiträgt.

Mehr Spielsüchtige als Alkoholiker suchen um Hilfe

Im Gespräch mit der Zeitung „Kathimerini“ erklärt der für das Programm „Alpha“ zuständige Antonis Parios: „Die Eigentümlichkeit der konkreten Abhängigkeiten besteht darin, dass sie sich auf überall zu findende legale Nutzungen beziehen. Das macht sie jedoch nicht weniger gefährlich.“ Die Krise hat sogar die Anträge auf Teilnahme steil in die Höhe getrieben:

Die Anträge bezüglich der Spielsucht übersteigen jene bezüglich der Alkoholsucht. Gemäß den bisherigen Daten übersteigen in diesem Jahr die Anrufe bei der Sonder-Hotline 1113 die Anrufe im Jahr 2012 um das Doppelte. Wir sprechen inzwischen hauptsächlich nicht mehr von Kasinos, sondern der Abhängigkeit von Spielen, die wir überall antreffen. 61% all jener, die in das ‚Alpha‘ aufgenommen wurden, machen bei Sportwetten mit, 55% bei Spielen vom Typ ‚Joker‘ und ‚Lotto‘, 31% spielen im Kasino, 25% an Glückspielautomaten, 23% bei Kartenspielen mit Geldeinsatz„, betont Antonis Parios und fügt an, hinsichtlich der Alkoholsucht werde eine Wende zu den inländischen und billigeren Getränken verzeichnet (z. B. Tsipouro, Wein, Bier), wobei das Alter, in dem erstmalig Alkohol konsumiert wird, bei den Jungen bei 12 – 13 Jahren und bei den Mädchen bei 13 – 14 Jahren liegt.“

Wie die Zeitung „Kathimerini betont, erweist sich trotz allem das Programm „Alpha“ als besonders effizient, da die Teilnehmer es zu 27,5% bezüglich der Alkoholsucht und zu 23% bezüglich der Spielsucht absolvieren, welche Werte im internationalen Vergleich zu den höchsten Quoten zählen.

(Quelle: tribune.gr)