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Artikel Tagged ‘simitis’

Griechenland: Grexit ist nicht vom Tisch

10. Januar 2014 / Aktualisiert: 24. April 2016 / Aufrufe: 3.368 3 Kommentare

Laut dem ehemaligen Premierminister Kostas Simitis ist ein Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsunion nach wie vor nicht vom Tisch.

In einem Artikel in der Zeitung „Vima tis Kyriakis“ bringt der ehemalige Premierminister Kostas Simitis Befürchtungen zum Ausdruck, wegen der nicht tragfähigen öffentlichen Verschuldung könnte verlangt werden, dass Griechenland aus dem Euro ausscheidet.

In Deutschland, Österreich, Holland, aber auch anderen Ländern hält ein großer Teil der Bevölkerung den Beistand an Griechenland für übertrieben. Sie verlangen das Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone. Das Szenarium der Iphigenie, Griechenland zu opfern, damit die Eurozone wieder in einen ‚günstigen Wind‘ kommt, bleibt möglich. Speziell, weil die griechische Verschuldung nicht tragfähig ist und sich nicht – wie als Ziel vorgegeben – auf 124% des BIP im Jahr 2020 beschränken wird„, führt der ehemalige Premierminister in seinem Artikel an.
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Griechenland muss Plan für Verbleib in Eurozone vorlegen

29. Mai 2012 / Aufrufe: 1.303 9 Kommentare

Griechenland schuldet, einen Plan für sein Morgen in der Eurozone aufzustellen, betont der ehemalige Premierminister Kostas Simitis.

In einem intervenierenden Artikel, der am 27 Mai 2012 in der Sonntagsausgabe der Zeitung Vima publiziert wurde, bringt der ehemalige griechische Premierminister Kostas Simitis seine Position zum Ausdruck, „anstatt uns mit dem nicht existenten Dilemma zu beschäftigen, ob wir die Eurozone verlassen müssen oder nicht, werden wir uns mit dem zentralen Problem des Landes zu beschäftigen haben, nämlich der entschlossenen Bewältigung unseres Rückstands„, und unterstreicht: „Griechenland schuldet, einen Plan für sein Morgen in der Eurozone aufzustellen, einen Plan, den es bis heute nicht gibt.

Parallel merkt der ehemalige Premierminister an, „die Bürger zahlten bis heute einen sehr teuren Preis, sowohl weil die Eurozone provisorische und arrogante Maßnahmen plante, als auch weil Griechenland keine eigene überzeugende Ansicht darüber präsentierte, wie es zur Stabilität zurückkehren wird. Das Land wurde ein Opfer der Entwicklungen.“ Kostas Simitis betont, „die darin bestehende Politik, alle unsere Verpflichtungen zu verweigern, ohne jedoch aus der Eurozone auszuscheiden, wird die Unsicherheit steigern und die Rezession vertiefen. Das Banksystem wird erschüttert werden und das Ende wird genau jenes sein, das wir vermeiden wollen: das Ausscheiden aus dem Euro„.

Kostas Simitis unterstreicht: „Griechenland hat zwischen einem Weg, der von Wahnvorstellungen und Mythen bestimmt ist, und einem von kritischem Realismus charakterisierten Kurs zu wählen.“ und kommentiert bezüglich der Diskussion um den Aufschwung: „Der Aufschwung erfordert das Vertrauen der Gesellschaft in die Zukunft des Landes und Mittel für Investitionen. Weder das Vertrauen noch die Mittel werden gewährleistet, wenn eine anhaltende Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklungen besteht.

Des vollständige von Kostas Simitis publizierte Artikel wird nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben.
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Wird Griechenland in kontrollierten Staatsbankrott gesteuert?

13. März 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.090 11 Kommentare

Griechenlands Schuldenschnitt mag den unkontrollierten Staatsbankrott abgewendet haben, wird jedoch von vielen als Einleitung einer geregelten Insolvenz angesehen.

Während die politische Führung in Griechenland den Schuldenschnitt als großen Erfolg und einmalige Gelegenheit für das Land zu präsentieren versucht, sprechen die Gegenstimmen von einer wieder einmal zu Lasten der Bürger und Steuerzahler durchgesetzten Bankenrettung, die das Land noch tiefer in den Strudel der ungeheuren Rezession drücken und eher früher als später zu einer „geregelten“ Staatsinsolvenz führen wird.

Der Journalist Giorgos Papasotiriou führt in seinem neulich in der Zeitung “Vradyni” publizierten Leitartikel, der nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird, den Beginn der Entwicklungen auf den Deal mit Goldman Sachs im Jahr 2001 zurück und weist zumindest die politische Verantwortung für den wirtschaftlichen Niedergang Griechenlands dem ehemaligen Premierminister Kostas Simitis und dessen Regierung zu.
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Griechenlands Schwert ist eine Wasserpistole

17. November 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 596 5 Kommentare

In Griechenland ist spätestens seit Amtsantritt des kommissarischen Premierministiers Lukas Papadimos allgemein klar, dass dem Land keine Optionen mehr verbleiben.

Der neue bzw. kommissarische griechische Premierminister Lukas Papadimos, dem am vergangenen Mittwoch (16.11.2011) das Parlament wie erwartet mit überwältigender Mehrheit das Vertrauen aussprach, stellte in einer gleichermaßen nüchternen wie überzeugenden Ansprache klar, dass Griechenland fortan keinerlei weitere Optionen mehr verbleiben, als sich entweder um jeden Preis seinen Gläubigern zu fügen oder den Staatsbankrott in Kauf nehmen und auf die eine oder andere Weise aus der Eurozone ausscheiden zu müssen.

Den Umstand, dass sich ausgerechnet jetzt wieder einmal der ehemalige Premierminister Kostas Simitis öffentlich zu Wort meldete, aber auch die Tatsache, dass der kommissarisch eingesetzte neue Premierminister Lukas Papadimos ohne jeden Zweifel in die Fälschung der volkswirtschaftlichen Daten involviert war, auf deren Basis Griechenland in die Eurozone aufgenommen wurde, kommentiert Chefredakteur Panos Kolokotronis der Zeitung „Vradyni“ in einem Artikel, der am 16.11.2011 publiziert wurde und nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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