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Artikel Tagged ‘selbstbeteiligung’

„Bittere“ Medikamente für Patienten in Griechenland

24. Februar 2019 / Aufrufe: 16 Keine Kommentare

Die Patienten entrichten in Griechenland 2018 für den Kauf benötigter Medikamente fast eben so viel Geld aus eigener Tasche wie Kassen und Staat.

In Griechenland verursacht bei den Patienten der Kauf der benötigten Medikamente einen wirtschaftlichen Aderlass, da sich erweist, dass in einer Krisenzeit die Bürger aus eigener Tasche fast eben so viel wie der Staat bzw. die Kassen beisteuern um Präparate zu kaufen.

Die aus den offiziellen Aufzeichnungen hervorgehenden Beträge zeigen die Größe der Selbstbeteiligung der Patienten – einer Selbstbeteiligung, die sich nicht nur aus den analog zu der Erkrankung festgesetzten Sätzen (0%, 10% und 25%), sondern auch versteckten Belastungen ergibt, die das Geld, das die Versicherten aus eigener Tasche (zu-) zahlen müssen, sogar auch verdoppeln können.
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Patienten tragen 1 Drittel der Gesundheitsausgaben in Griechenland

24. Juni 2017 / Aufrufe: 625 Kommentare ausgeschaltet

Über 35 Prozent der gesamten Gesundheitsaufwendungen in Griechenland werden von den Patienten aus eigener Tasche bestritten.

Laut einer Untersuchung der Deloitte sind die Anteile, welche die griechischen Patienten – Konsumenten für die Gesundheitsaufwendungen aus eigener Tasche zahlen, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern erheblich höher.

35,5% der gesamten jährlichen Gesundheitsaufwendungen in Griechenland werden von den Patienten, 59,1% von dem staatlichen Sozialsystem und 3,7% aus privaten Versicherungspolicen gedeckt.
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Griechenland erhöht Selbstbeteiligung für Medikamente

23. Oktober 2013 / Aufrufe: 670 3 Kommentare

Kassenpatienten in Griechenland müssen fortan die Preisdifferenz zwischen originalen Medikamenten und Generika in voller Höhe selbst tragen.

Seit Montag (21 Oktober 2013) müssen die Versicherten des griechischen Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) die Differenz zwischen den (von dem Gesundheitsministerium festgesetzten) Referenzpreisen und den realen Einzelhandelspreis für verschriebene Medikamente vollständig aus der eigenen Tasche bezahlen, wenn sie sich für originale oder teurere Präparate entscheiden.

Bisher entrichteten die Versicherten im Regelfall eine Selbstbeteiligung in Höhe von 25%, wenn der Einzelhandelspreis des Medikaments der Höhe des Referenzpreises entsprach. Wählten sie jedoch ein teureres Medikament, hatten sie dann die reguläre Selbstbeteiligung von 25% plus 50% der Differenz zwischen Referenz- und Einzelhandelspreis zu zahlen.
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Griechenland muss Krankenhausgebühr einführen

8. November 2012 / Aktualisiert: 03. Juli 2013 / Aufrufe: 795 4 Kommentare

Die Bestimmungen des neuen Memorandums sehen die Erhebung einer Gebühr in Höhe von 25 Euro für die Einweisung in ein öffentlichen Krankenhauses in Griechenland vor.

In dem Tsunami der Kürzungen, welche das neue Memorandum vorsieht, sind auch zwei neue Abzocken der Versicherten enthalten, jedoch mit Wirkung ab dem 01/01/2014. Ab diesem Datum „wird die von Seite der Patienten zu Gunsten des EOPYY erfolgende Zahlung des Betrags von einem Euro für jedes von dem jeweiligen Apotheker ausgeführte Rezept sowie auch die Entrichtung des Betrags von 25 Euro für die Einweisung und Behandlung in einem Krankenhaus des nationalen Gesundheitssystems (ESY) festgesetzt„.

Diese Maßnahme rief heftige Gegenreaktionen hervor, wobei die Ärztekammer von Scham und Schande spricht und die Beschuldigung erhebt, die Versicherten würden wie „finanzielle Lasttiere“ behandelt. „Die Versicherten werden bestraft, indem sie jedes Mal, wo sie ein Medikament erhalten oder in einem öffentlichen Krankenhaus behandelt werden, in die Tasche greifen„, führt die Ärztekammer Athen (ISA) in eine Bekanntmachung an.
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Selbstbeteiligung für Medikamente in Griechenland bis 60 Prozent

9. Oktober 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 504 Kommentare ausgeschaltet

Der Träger für Gesundheitsleistungen in Griechenland hat eine Referenzpreisliste für Medikamente in Kraft gesetzt, die zu Selbstbeteiligungen von bis zu 60% führt.

Die Strapazen der Einwohner Attikas mögen inzwischen auch offiziell ein Ende gefunden haben, da die Apotheker wieder Kassenrezepte „auf Rechnung“ ausführen, jedoch stehen den Versicherten des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) neue Abenteuer bevor, da für 780 Präparate neue Referenzpreise in Kraft gesetzt wurden.

Dies bedeutet praktisch, dass der EOPYY fortan nur noch den Preisanteil deckt, der dem niedrigsten Preis des Wirkstoffs je Medikamentenkategorie entspricht, was zum Ergebnis hat, dass die (zu der bisherigen zusätzliche) Selbstbeteiligung der Versicherten in gewissen Fällen 50% – 60% des Gesamtpreises erreicht.

Konkret handelt es sich um eine Liste, die von der Elektronischen Sozialversicherungsführung (IDIKA) ausgegeben wurde und sich auf die Sätze der Vergütung bezieht, welche der EOPYY bei den in Rede stehenden Präparaten gewährt. Die Liste enthält den Einzelhandelspreis des jeweiligen Medikaments und den Referenzpreis, welchen der Träger vergütet. In etlichen Fällen werden jedoch große Abweichungen zwischen dem Einzelhandelspreis und dem Referenzpreis beobachtet, womit sich hohe Selbstbeteiligungen der Versicherten ergeben.

Beispielsweise ist für das Präparat Solian ein Einzelhandelspreis von 52,07 Euro und ein Referenzpreis von 20,47 Euro vorgesehen. Der Versicherte hat also die Differenz von 31,60 Euro aus eigener Tasche zu zahlen, womit der EOPYY gerade einmal 39,3% der Gesamtaufwendung deckt und der Versicherte 60,7% zuzahlt. Signifikante Abweichungen werden auch bei anderen Präparaten festgestellt, wie beispielsweise Alcidolin mit einem Einzelhandelspreis von 37,23 Euro und einem Referenzpreis von 16,44 Euro (zusätzliche Selbstbeteiligung des Versicherten 56%) und Algofren mit einem Einzelhandelspreis von 5,22 Euro und einem Referenzpreis von 2,51 Euro (zusätzliche Selbstbeteiligung 52%).

(Quelle: Vradyni, S. 17)