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Organisierter Mehrwertsteuer-Betrug in Griechenland

5. Februar 2012 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 1.866 9 Kommentare

Eine journalistische Recherche enthüllt den systematischen Betrug mit Mehrwertsteuer-Rückzahlungen in Griechenland, die den Staat um immense Summen brachten.

Zwei Wochen nach der Aushebung vier krimineller Organisationen in Thessaloniki, in deren Rahmen unter anderem auch der Amtsträger der SDOE Christos Papahatzis verhaftet und nach seiner Aussage vor dem Untersuchungsrichter in Untersuchungshaft genommen worden war, beginnt die elektronische Zeitung zougla.gr den „Colpo Grosso“ aufzudecken, der den griechischen Fiskus um immense Summen brachte. Eine wesentliche Rolle spielt bei den Enthüllungen der inhaftierte Buchhalter Nikos Kasimatis, dessen Name auf der neulich publizierten Liste der Steuerschuldner des Finanzministerium an erster Stelle figurierte. Der erste Artikel der Reportagereihe wird nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben.

Der große Trick mit der Mehrwertsteuer in Griechenland

19. Januar 2012: Der Finanzminister und Regierungsvertreter Evangelos Venizelos erklärt anlässlich der Verhaftung des Christos Papahatzis: „Selbstreinigung der SDOE von großer Bedeutung“.
01. Februar 2012: Die journalistische Recherche von zougla.gr beweist, dass der „Fall Papahatzis“ einfach nur eine Bagatelle ist. Eine kleine Wunde der kranken Steuerverwaltung, die aufgerufen ist, das dornige Thema der Steuerhinterziehung in unserem Land zu lösen.
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Hotline für Anzeigen von Steuervergehen und Korruption in Griechenland

4. August 2011 / Aktualisiert: 07. März 2015 / Aufrufe: 784 6 Kommentare

In Griechenland nahm das neu gegründete Dezernat der Wirtschaftspolizei eine Hotline in Betrieb, über die Bürger unter anderem Steuervergehen und Korruptionsfälle melden können.

Ab sofort können können in Griechenland Bürger – gegebenenfalls auch anonym – über die landesweite Rufnummer „11012“ und die E-Mailadresse fpccu@hellenicpolice.gr Steuervergehen, rechtswidrige Handlungen staatlicher Amtsträger und Korruptionsfälle auf dem allgemeinen öffentlichen Sektor anzeigen.

Die Nummer 11012 ist die neue Rufnummer des am 01.08.2011 offiziell eingeweihten Dezernats der Wirtschaftspolizei und Fahndungsbehörde für elektronische Verbrechen der griechischen  Polizei (ELAS / ΕΛ.ΑΣ.). Die neue Dienststelle wird direkte Kontrollen an ort und Stelle durchführen und zu Lasten der Steuerhinterzieher oder anderer Gesetzesübertreter gerichtliche Verfahren einleiten.

Wie Offiziere der ELAS betonen, „werden die Kontrollen der Wirtschaftspolizei gezielt sein. Es werden keine zufälligen oder Stichkontrollen wie jene, die von der Fahnundungseinheit für Wirtschaftskriminalität (SDOE) oder anderen Finanzbehörden durchgeführt werden, sondern Ermittlungen nach konkreten Meldungen von Bürgern oder auch auf gerichtliche Bestellung erfolgen. Viele der Gesetzesübertreter werden Schnellgerichten vorgeführt werden.

Zusätzlich werden über die E-Mailadresse ccu@cybercrimeunit.gov.gr von Bürgern gemeldete Fälle von Betrug, Kinderpornographie und sonstigen Internet-Angelegenheiten aufgenommen, deren sich die Unterdirektion der Fahndungsbehörde für elektronische Kriminalität annimmt.

(Quelle: Vradyni)

Steuer-Rambos in Griechenland wegen Bestechung verhaftet

17. Mai 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 534 2 Kommentare

In Griechenland wurden wieder einmal Beamten des Sonderdezernats zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität wegen passiver Bestechung festgenommen.

Am Montagnachmittag (16.05.2011) wurden in Athen von Polizeibeamten der Abteilung für interne Angelegenheiten drei Beamten des – dem griechischen Finanzministerium unterstehenden – Sonderdezernats für Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität (YpEE, vormals SDOE, im Volksmund als „Steuer-Rambos“ tituliert) mit der Beschuldigung der passiven Bestechung festgenommen.

Konkret handelt es sich um drei Männer (zwei 45-Jährige und einen 48-Jährigen), gegen die ein Strafverfahren wegen gemeinschaftlich und gewohnheitsmäßig ausgeübter passiver Beamtenbestechung (Schwerverbrechen) sowie auch des gemeinschaftlich ausgeübten Versuchs der Erpressung eingeleitet wurde. In die Anklage gegen den 48-Jährigen wurde zusätzlich auch die Straftat des illegalen Besitzes und Führens einer Waffe aufgenommen, da in seinem Besitz eine Pistole mit einem Magazin und einer Patrone gefunden wurden.
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Griechen zeigen sich massenweise wegen Steuerhinterziehung an

20. Oktober 2010 / Aufrufe: 1.139 1 Kommentar

Angesichts einer Flut von Anzeigen wegen Steuerhinterziehung in Griechenland glaubt das Finanzministerium, das Steuergewissen der Griechen geweckt zu haben.

Wie gegenüber der griechischen Tageszeitung TA NEA der Leiter der Sondereinheit zur Bekämpfung des Wirtschaftsverbrechens (SDOE) G. Kapeleris enthüllte, wurden bei den zuständigen Behörden und Dienststellen in ganz Griechenland in letzter Zeit 17.984 Fälle von Steuerhinterziehung gemeldet. Das Beeindruckende bei dieser Anzeigenflut ist, dass etliche Anzeigen von schriftlichen Unterlagen wie Protokollnummern von Kaufverträgen, Kennzeichen luxuriöser PKW usw. begleitet waren, die selbst die Prüfer in Erstaunen versetzten.

Alle Anzeigen, gleich ob anonym oder nicht, werden gewissenhaft untersucht„, versichert G. Kapeleris und merkt an, dass sich bereits 20% dieser Anzeigen als begründet erwiesen haben und inzwischen die zuständigen Prüfstellen des Finanzministeriums damit befasst sind. Es gibt natürlich auch Fälle von Anzeigen, die aus Rache, Neid oder zur Lösung familiärer Differenzen erstattet werden, jedoch sind die Prüfstellen des Finanzministeriums zur Untersuchung aller – sei es auch mit Priorität auf den nicht anonymen – Anzeigen verpflichtet.
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