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Artikel Tagged ‘sdoe’

38000 Steuerhinterziehungsfälle in Griechenland hängen in der Luft

25. September 2015 / Aufrufe: 979 1 Kommentar

In Griechenland hängen infolge einer von der vorherigen Regierung verabschiedeten gesetzliche Regelung rund 38000 Steuerhinterziehungsfälle in der Luft.

Wegen der Weise, auf welche die (anlässlich der auf den 20 September 2015 angesetzten und inzwischen erfolgten Neuwahlen) zurückgetretene (vorherige SYRIZA-) Regierung in Griechenland die Unterstellung des Dezernats für Wirtschaftskriminalität (SDOE) unter die Zuständigkeit des Generalsekretariats für öffentliche Einnahmen (GGDE) etablierte, hängen rund 38.000 Steuerhinterziehungsfälle in der Luft.

Während die Regierung des Herrn Tsipras den Fall der Lagarde-Liste auf ihre Flaggen geschrieben hatte, werden laut der griechischen Zeitung Kathimerini die Prüfungen von 3.500 Fällen (von denen viele in der konkreten Liste umfasst sind), für die Prüfberichte in einem fortgeschrittenem Stadium vorliegen, praktisch annulliert, weil das Anwendungsgesetz zum Memorandum (Unterparagraph D7 des Gesetzes 4336/2015) vorsieht, dass die Prüfberichte zu einfachen Informationsmitteilungen werden.
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Griechenland nimmt Millionäre in die Zange

8. Februar 2015 / Aufrufe: 4.474 2 Kommentare

Das Finanzministerium in Griechenland nimmt erneut hohe Bankguthaben und Auslandsüberweisungen ins Visier, um den enormen Einnahmeausfällen zu begegnen.

Angesichts eines wegen der „Flexibilität“ der Steuerprüfungsmechanismen während der Wahlkampfperiode und der Steuervermeidung allein im Januar 2015 verursachten Einnahmelochs von über 1 Mrd. Euro ordnete das griechische Finanzministerium gründliche Überprüfungen der Vermögensverhältnisse tausender Steuerpflichtiger an.

Auf Anweisung der Führung des Finanzministeriums beginnen im kommenden Zeitraum das Dezernat für Wirtschaftskriminalität (SDOE) und das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen (GGDE) Kontrollen vorrangig bei natürlichen und juristischen Personen, die große Guthabenbeträge ins Ausland schafften.
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„Denunzierungen“ sind Nationalsport in Griechenland

9. Oktober 2014 / Aufrufe: 993 Keine Kommentare

In Griechenland scheint es zu einem neuen Volkssport geworden zu sein, sich gegenseitig bei den Behörden anzuschwärzen – und zwar meistens aus Rache.

Die landesweit zum Ortstarif erreichbaren Hotlines der staatlichen Behörden in Griechenland, über die (sowohl anonyme als auch namentliche) Anzeigen von Bürgern entgegengenommen werden, „glühen“ in in letzter Zeit geradezu.

In diesem Moment sind alle unsere Leitungen besetzt. Bitte warten Sie …“ Der Betrieb über die Rufnummer 1517 ist dermaßen groß, dass es inzwischen einiger Geduld bedarf, um eine Anzeige zu machen, da – wie sich zeigt – immer mehr Griechen beschließen, jemanden „anzuschwärzen“, und zwar in den meisten Fällen, um auf diese Weise aus welchen Gründen auch immer an jemandem zu rächen.
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Griechenland: Werden Mercedes, Opel und BMW Steuern zahlen?

8. September 2014 / Aufrufe: 1.197 1 Kommentar

Aus vor über einem Jahr in Griechenland gegen deutsche Fahrzeughersteller verhängten Geldstrafen von 600 Millionen Euro wurde bisher kein einziger Euro beigetrieben.

Obwohl seit der Enthüllung des Themas der skandalösen Steuerhinterziehung deutscher Fahrzeughersteller (Daimler Benz – Mercedes, Opel und BMW) in Griechenland mehr als ein Jahr verstrichen ist und das Dezernat für Wirtschaftskriminalität (SDOE) Geldstrafen von 600.000.000 Euro verhängte, hat die zuständige Finanzbehörde bisher nicht einen einzigen Euro beigetrieben!

Die von dem SYRIZA-Vorsitzenden Alexis Tsipras bei seinem jüngst erfolgten Besuch bei dem SDOE auf politische „Zweckmäßigkeiten“ zurückgeführten Verzögerungen des Beitreibungsmechanismus sind inzwischen auch Gegenstand einer Anfrage des Europa-Abgeordneten der SYRIZA, Dimitris Papadimoulis, an die Europäische Kommission geworden.
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Kreditnehmer in Griechenland pauschal der Steuerhinterziehung verdächtig

22. Juli 2014 / Aufrufe: 654 Keine Kommentare

Im Rahmen der Steuer-Paranoia in Griechenland werden nun sogar auch potentielle Kreditnehmer pauschal der Steuerhinterziehung verdächtigt.

Der Sinn des Bankgeheimnisses ist in Griechenland praktisch abgeschafft worden, da mittlerweile gleichzeitig fünf verschiedene Behörden (Dezernat für Wirtschaftskriminalität – SDOE, Zentrale für Einnahmen, Behörde für Bekämpfung der Legalisierung von Einnahmen aus kriminellen Aktivitäten usw.) Informationen über die Bewegungen privater Bankkonten schöpfen. Die Banken wiederum sind verpflichtet, Archive mit den Bewegungen aller Konten in den letzten zehn Jahren zu führen.

Was die Kontoguthaben betrifft, hat das Finanzamt heutzutage Zugriff auf alle Bankkonten. Allerdings hat es derzeit noch keinen Zugriff auf ältere Kontenbewegungen, was erst im nächsten Stadium des Online-Zugriffs auf die Archive der Banken möglich sein wird, während der Zugang zu den Daten über die Kredite folgen wird. Genau aus diesem Grund sind derzeit bei den Bankfilialen für 7.000 Kontoinhaber die Anträge der Steuerbehörden auf Herausgabe der Kontobewegungsdaten anhängig.
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Griechenland: Besteuerung für Ungastliche

7. Mai 2014 / Aufrufe: 776 Keine Kommentare

In Griechenland scheint sich wieder einmal eine Hexenjagd der Finanzämter abzuzeichnen – diesmal auf Steuerpflichtige, die deklarieren, keinen eigenen Haushalt zu führen.

Seit es Menschen gibt tendieren sie dazu, Fragen zu stellen. Existentielle Fragen wie: „Was wird mir widerfahren, wenn ich sterbe?“ Fragen gesellschaftlicher und künstlerischer Natur, wie: „War James Brown ein Sänger oder etwas anderes?“ oder auch wissenschaftlicher Phantasie wie: „Was hat Georg bezüglich des IWF verstanden?“ (Die Antworten auf die Quizfragen folgen am Ende des Beitrags.)

Letztes Glied in dieser unendlichen Kette der Fragen, die immer den menschlichen Verstand quälen, ist die höchstsignifikante Frage, die sich aus der Bearbeitung der Anträge auf den Wahlkampf-Fünfhunderter (Anmerkung: gemeint ist das als „soziale Dividende“ ausgelobte Wahlkampfgeschenk) ergibt: „Wie viele Leute werden letztendlich in diesem Land beherbergt?“ und die damit verbundenen Fragen: „Muss auch ich mich vielleicht beherbergen lassen?“ oder empfindsamer „Wird sich jemand finden, der mich beherbergen wird, wenn ich auf der Straße lande?„. Nehmen wir die Dinge also von Anfang an.
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Halb Griechenland auf CDs der Steuerfahnder

20. Januar 2014 / Aufrufe: 962 2 Kommentare

Den Steuerfahndern in Griechenland liegen 65 CDs mit Kontodaten griechischer Banken vor, die möglicherweise Fälle von Steuerhinterziehungen enthalten.

Wie jüngst der Leiter des Dezernats für Wirtschaftskriminalität (SDOE) vor dem griechischen Parlament enthüllte, hält das SDOE halb Griechenland in den Händen: Stelios Stasinopoulos bestätigte Informationen über die Existenz von 65 CDs mit Daten griechischer Steuerpflichtiger, die wegen Themen der Kontrolle in Zusammenhang mit Steuerhinterziehung dem SDOE und den Wirtschaftsstaatsanwälten vorliegen.

Es sind Daten, die mein Amtsvorgänger (Anmerkung: Giannis Diotis) angefordert hatte. Auf diesen CDs ist halb Griechenland enthalten. Es ist nicht möglich, halb Griechenland zu überprüfen. Ich glaube, der damalige Leiter und der Sekretär, von denen die CDs angefordert wurden, taten dies, damit die CDs bei anderen Überprüfungen helfen, und nicht, damit sie für sich kontrolliert werden„, meinte einleitend Herr Stasinopoulos und erklärte, die 65 Listen umfassen natürliche und juristische Personen, separiert nach verschiedenen Parametern wie beispielsweise, ob sie Kredite von über 100.000 Euro aufgenommen haben.
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Rechtsradikales Business in Griechenland

18. Januar 2014 / Aufrufe: 373 Keine Kommentare

Steuerfahnder haben zwei Offshore-Gesellschaften in Zypern ausfindig gemacht, die einem Funktionär der rechtsradikalen Chrysi Avgi in Griechenland gehören sollen.

Informationen der Zeitung „To Vima“ zufolge haben die Prüfer des Dezernats für Wirtschaftskriminalität (SDOE) zwei Offshore-Gesellschaften in Zypern ausfindig gemacht, die einem mit den Finanzen der rechtsradikalen Chrysi Avgi in Zusammenhang stehenden Funktionär der Partei gehören sollen.

Parallel wurden bei den bisherigen Ermittlungen 150.000 Euro auf einem Konto des seit Anfang Oktober 2013 in Untersuchungshaft einsitzenden Abgeordneten der Chrysi Avgi, Giannis Lagos, gefunden, der sich in seinen Steuererklärungen und Vermögensdeklarationen als praktisch arbeitslos (abgesehen natürlich von seinem Mandat) und mittellos erklärte.
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Steuerfahndung in Griechenland nimmt Luxus-Pkw ins Visier

21. Dezember 2013 / Aufrufe: 727 Keine Kommentare

Die Steuerfahnder in Griechenland nehmen Fahrzeuge unter die Lupe, die möglicherweise illegal mit gefälschten oder ausländischen Kennzeichen betrieben werden.

Gut informierte Quellen sprechen von mehr als 4.000 Fällen, in denen Fahrzeughalter in Griechenland an ihren Wagen gefälschte oder bulgarische Kfz-Kennzeichen anbringen, um Steuern und Abgaben zu vermeiden.

Aus diesem Grund wird außerdem erwartet, dass die Kontrolleure des Dezernats für Wirtschaftskriminalität (SDOE) in einem Versuch, festzustellen, ob die (vorübergehend) stillgelegten Fahrzeuge, deren Kennzeichen bei den Finanzämtern zurückgegeben wurden, sich an dem von ihren Eigentümern angegebenen Stilllegungsort befinden, in kommender Zeit mit der Durchführung von … Hausbesuchen beginnen werden.
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Strafverfahren gegen Ex-Minister Papantoniou in Griechenland

19. Dezember 2013 / Aktualisiert: 03. Juli 2014 / Aufrufe: 507 Keine Kommentare

Gegen den ehemaligen Minister Giannos Papantoniou in Griechenland und seine Gattin wurden Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung eingeleitet.

Die Staatsanwältin für Korruptionsfälle, Frau Eleni Raikou, schritt zur Einleitung eines Strafverfahrens im Grad eines Verbrechens zu Lasten des ehemaligen PASOK-Ministers Giannos Papantoniou. Das Verfahren bezieht sich auf die Straftat der inkorrekten Vermögensdeklaration 2010 im Grad eines Verbrechens und 2009 im Grad eines Vergehens.

Stavroula Kourakou, Gattin des Giannos Papantoniou, ist mit den Anschuldigungen wegen unmittelbarer Mittäterschaft in den obigen Straftaten konfrontiert, also dem Verbrechen der Nichtabgabe einer Vermögensdeklaration im Jahr 2010 und dem Vergehen der Nichtabgabe einer Vermögensdeklaration im Jahr 2009.
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