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Artikel Tagged ‘schutzgeld’

Kriminelle Organisationen in Thessaloniki in Griechenland ausgehoben

21. Januar 2012 / Aktualisiert: 22. Januar 2012 / Aufrufe: 1.021 3 Kommentare

In Griechenland wurden vier mafiöse Organisationen ausgehoben, die in der Region von Thessaloniki jahrelang einschlägige kriminelle Aktivitäten entwickelt hatten.

In Thessaloniki wurden in einer gigantischen Aktion der Kriminalpolizei zur Aushebung vier krimineller Organisationen, die in der Region jahrelang im großen Stil Verbrechen wie Betrug, Erpressungen, Zinswucher und Legalisierung von Einkünften aus kriminellen Aktivitäten ausübten, dreiundfünfzig – zum Teil über jeden Verdacht erhaben erscheinende – Personen festgenommen, zu denen unter anderen ein höherer Amtsträger der SDOE Thessaloniki, ein bekannter Journalist der staatlichen Sendeanstalt ET3, leitende Bankangestellte, Polizeibeamte, Finanzbeamte, Rechtsanwälte und Angestellte des Fußballvereins PAOK zählen.

Die polizeiliche Unternehmung begann bereits gegen Ende Mai 2011 unter Mitwirkung auch des griechischen Geheimdienstes (EYP), der mit dem bekannten „Abhör-Köfferchen“ zu den Observationen beitrug, und am vergangenen Dienstag (17. Januar 2012) zu den in Rede stehenden Massenverhaftungen führte. Von den 53 verhafteten Personen sollen fünf die „Gehirne“ der kriminellen Organisationen sein. Bezeichnenderweise galten deren Aktivitäten seit Jahren als „offenes Geheimnis“, jedoch soll es bisher (möglicherweise nicht nur … ?!) an Beweisen gemangelt haben, um gegen die skrupellosen Gangster vorgehen zu können.
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Revierleiter der Polizei in Griechenland erpresste Schutzgelder

10. Juni 2011 / Aufrufe: 208 Kommentare ausgeschaltet

Ein Revierleiter der Polizei in Griechenland und zwei weitere Polizeibeamte sollen in ihrem Dienstbezirk systematisch Schutzgelder von Unternehmern erpresst haben.

Der besagte Revierleiter, ein höherer Polizeioffizier und ein Polizist der griechischen Polizei (ELAS) werden beschuldigt, von den Inhabern einer Reihe von Unternehmen an der Strandallee in Athen und sogar Kinderspielplätzen in den südlichen Vorstadtbezirken Schutzgelder erpresst zu haben. In die Sache, die nach einschlägigen Anzeigen das Department für interne Angelegenheiten der ELAS ans Licht brachte, soll auch die Ehefrau eines der Polizeibeamten verwickelt sein. Gegen die Beschuldigten wurde Anklage erhoben, während die Polizeiführung die Suspendierung der drei Beamten und die Durchführung einer internen Untersuchung anordnete.

Die drei uniformierten Gesetzeshüter, die in dem ihrer Verantwortung unterstellten Bezirk Schutz „verkauften“, werden der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, der passiven Bestechung in Mittäterschaft, der gewerblich und gewohnheitsmäßig betriebenen Erpressung, der Aufforderung und Anbietung zur Durchführung eines Vergehens, aber auch des Drogenbesitzes beschuldigt.

Ebenfalls werden 12 Geschäftsinhaber der Bestechung der Polizisten beschuldigt, da – wie festgestellt wurde – einige von ihnen nicht über die erforderliche Betriebserlaubnis für ihre Unternehmen verfügten oder Genehmigungen besaßen, jedoch Gelder an die beschuldigten Polizeioffiziere zahlten um von Polizeikontrollen verschont zu bleiben und Schutz zu genießen.

Der einen niedrigeren Dienstgrad inne habende Polizist wurde nicht verhaftet, weil die Frist für die Festnahme im Rahmen eines Schnellverfahrens verstrichen war. Ihm wird auch zu Lasten gelegt, in der Vergangenheit seinem vorgesetzten Dienststellenleiter Provisionen gezahlt zu haben, weil dieser ihm Arbeit bei Sicherheitsdiensten verschafft hatte.

(Quelle: in.gr / 09.06.2011)