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Artikel Tagged ‘schuldenschnitt’

Griechenlands Verschuldung geht nicht auf

19. April 2016 / Aufrufe: 630 Keine Kommentare

Der IWF hält die Verschuldung Griechenlands für nicht tragfähig, will jedoch nicht aus dem Rettungsprogramm aussteigen, sondern die Form seiner Beteiligung angleichen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) brachte Zweifel über die Möglichkeit Griechenlands zum Ausdruck, die Zahlungen unter dem mit seinen europäischen Gläubigern unter Verhandlung stehenden Plan einzuhalten, die darauf beharren, bereits genug zur Erleichterung der Verschuldung erbracht zu haben.

Wie veranschlagt wird, ist die Verschuldung in diesem Moment nicht tragfähig und bedarf einer Bearbeitung„, äußerte am vergangenen Donnerstag (22 April 2016) IWF-Chefin Christine Lagarde in Washington, wo sich Finanzminister und Zentralbankiers zu den Frühjahrskonferenzen des Fonds eingefunden hatten.
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IWF gesteht Verbrechen gegen Griechenland ein

18. Dezember 2015 / Aufrufe: 3.904 7 Kommentare

Der IWF gesteht zum ersten Mal ein, unter Missachtung seiner eigenen Satzung zu Lasten Griechenlands gehandelt zu haben.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) gesteht zum ersten Mal ein, Fehler und Unterlassungen in dem sogenannten griechischen Programm begangen zu haben, das im Mai 2010 genehmigt wurde, ohne – wie geschuldet – die Umstrukturierung der Verschuldung zu umfassen, damit deren Tragfähigkeit sichergestellt wird.

Der Vorstand des Fonds genehmigte am 07 Dezember 2015 einen Bericht (IMF Policy Paper – Crisis Program Review), der nun an die Öffentlichkeit gegeben wurde und auf dessen Basis man vertreten könnte, dass er zwar indirekt, jedoch unmissverständlich alle bloßstellt, die in die „Konstruktion“ des Programms für Griechenland verwickelt waren. In dem Bericht werden keine (namentlichen) Verantwortungen zugewiesen und es wird erwartet, dass dies ein unabhängiger Ausschuss tun wird, der das Thema speziell bezüglich der Umschuldung untersuchen wird, die – wie betont wird – die Schwierigkeiten für Griechenland vervielfachte.
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Griechenland hat viel Quatsch gemacht, Deutschland auch …

20. November 2015 / Aktualisiert: 14. Januar 2016 / Aufrufe: 1.128 Keine Kommentare

Alfons Sichtweise über Griechenland und wie Deutschland auf Griechenland guckt.

Emmanuel Peterfalvi, bekannt als Kabarettist „Alfons“, legt auf seine einzigartige und tiefgründige Weise seine Ansichten über Griechenland und Deutschlands Verhalten gegenüber den Hellenen dar.

Wie er betont, habe Griechenland sicherlich viel Quatsch gemacht, jedoch habe es vor gut 70 Jahren schon einmal ein Land gegeben, das ebenfalls „ganz viel Quatsch“ gemacht habe … und dem unter anderem auch Griechenland eine zweite Chance gewährte.
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Zypern fordert von Griechenland Entschädigung für PSI

4. Oktober 2015 / Aufrufe: 749 Keine Kommentare

Die zyprische Laiki Bank klagt vor dem ICSID auf Entschädigung für den aus dem Schnitt der Verschuldung Griechenlands 2012 erlittenen Schaden.

Nach dem Entschluss der staatlichen Laiki Bank Zyperns (Cyprus Popular Bank Public Co Ltd), den Internationalen Schiedsgerichtshof anzurufen und eine Entschädigung für den „Schnitt“ zu verlangen, den sie im Rahmen des PSI im Jahr 2012 bei den von ihr gehaltenen Anleihen der griechischen Verschuldung in Höhe von 2,8 Mrd. Euro erlitt, befindet die griechische Regierung sich mit einer „Bombe“ konfrontiert.

Laut der zyprischen Zeitung „Politis“ reichte die Laiki Bank nach Monaten geheimer Vorbereitungen und mit der Genehmigung des zyprischen Finanzministers Charis Georgiadis am 30 September eine Klage vor dem Internationalen Schiedsgerichtshof (International Centre For Settlement of Investment Disputes – ICSID) in Washington ein. Also nur wenige Stunden nach der Begegnung zwischen IWF-Chefin Lagarde und dem griechischen Finanzminister Stathakis, bei der die weitere Entlastung der griechischen Verschuldung erörtert wurde, und während Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras und Zyperns Präsident Tasos Anastasiadis sich in den USA befanden.
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Warum Griechenland eine Euro-Pause ablehnte

8. August 2015 / Aufrufe: 5.670 6 Kommentare

Was brachte Griechenlands Regierung dazu, die von den Gläubigern des Landes gestellten Bedingungen zu akzeptieren, welche die Wähler gerade erst abgelehnt hatten?

Seit die gegen die Austerität gerichtete linksextreme SYRIZA-Partei im Januar 2015 an die Macht kam, hat das griechische Drama ein volles halbes Jahr lang das Interesse der europäischen politischen Welt monopolisiert.

Sogar auch als die Wirtschaft des Landes zusammenbrach, beharrte die neue Regierung Griechenlands trotzig auf einer Entlastung der Verschuldung ohne Austerität – zumindest bis Mitte Juli, als sie plötzlich den Bedingungen der Gläubiger zustimmte. Am 13 Juli 2015 hat eine sich gegen die Austerität eingeschworene Regierung tatsächlich verpflichtet, eine noch härtere Austerität durchzusetzen und unter der engen Beaufsichtigung durch die Gläubiger zu schmerzhaften strukturellen Reformen zu schreiten.
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Merkel und Schäuble sagen nicht die Wahrheit über Griechenland

19. Juli 2015 / Aufrufe: 3.014 3 Kommentare

Angela Merkel und Wolfgang Schäuble sollten endlich ernsthaft über einen Schnitt oder sogar auch die Streichung der Verschuldung Griechenlands nachdenken.

Rolf Wenkel von der Deutschen Welle meint, in dem „griechischen Drama“ sagten alle Seiten die Wahrheit analog zu ihren Interessen. Und das gilt nicht nur für die linke Regierung in Athen, sondern auch für das Zwillingsgespann Merkel – Schäuble.

Die deutsche Kanzlerin, der deutsch Finanzminister und ihre Kollegen in der EU sind Experten in der Technik der öffentlichen Verneinung der Realität. Sie beharren mit Nachdruck darauf, dass eine Entlastung oder Beschneidung der Verschuldung für Griechenland nicht nötig ist, und tun so, als ob Athen die Schulden angeblich irgendwann in ferner Zukunft abzahlen könnte.
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IWF: Griechenlands Verschuldung ist nicht tragfähig

16. Juli 2015 / Aufrufe: 1.361 5 Kommentare

Der IWF betont erneut, Griechenlands Verschuldung, die bis 2018 voraussichtlich auf 200 Prozent des BIP steigen wird, sei nicht tragfähig.

Laut einem vertraulichen Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF), der die griechische Verschuldung ein weiteres Mal als nicht tragfähig charakterisiert, wird Griechenland wegen der Schäden, die seine Wirtschaft und Banken in den beiden letzten Wochen erlitten, eine sehr viel größere Entlastung seiner Verschuldung als jene benötigen, welche die Gläubiger sich zu untersuchen anschicken.

Die aktualisierte Analyse über die Tragfähigkeit der Verschuldung wurde am späten Abend des 13 Juli 2015 an die Regierungen der Eurozone geschickt, also wenige Stunden nach der Grundsatzvereinbarung zwischen Athen und seinen 18 Partnern, die Verhandlungen über ein drittes Rettungspaket in Höhe von 86 Mrd. Euro aufzunehmen.
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IWF will Schuldenschnitt oder neue Maßnahmen für Griechenland

7. Mai 2015 / Aufrufe: 2.155 5 Kommentare

Angesichts neuer Defizite fordert der Internationale Währungsfonds entweder drastische Austeritäts-Maßnahmen oder einen Schnitt der Verschuldung Griechenlands.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) droht, sich aus dem griechischen Programm zurückzuziehen und seinen Beitrag zu der Tranche der 7,2 Mrd. Euro „einzufrieren“ (die Athen verzweifelt zur Vermeidung des Bankrotts benötigt), da die Umsetzung des Rettungsprogramms völlig entgleist sei und der fiskalische Überschuss, den Griechenland angeblich in diesem Jahr zeigen werden würde, zu einem von bis zu 1,5% des BIP veranschlagten Defizit geworden ist!

Die Warnung kommt ans Licht, während bekannt wurde, dass Premierminister Alexi Tsipras eine telefonische Unterredung mit Christine Lagarde hatte, in der sie über die griechische Wirtschaft und offensichtlich die Forderungen des IWF nach Umstürzen im Versicherungs- und Beschäftigungswesen diskutierten.
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Hintergründe der Verhandlungen Griechenlands

21. April 2015 / Aufrufe: 5.596 7 Kommentare

Kostas Vaxevanis, international bekannter Investigativ-Journalist und Herausgeber der Zeitschrift HotDoc, prangert die Verlogenheit der sogenannten Partner Griechenlands an.

Alles, was in Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern bzw. sogenannten „Partnern“ geschieht und hauptsächlich geschrieben wird, hat eine Dimension, die einer einfachen Rationalisierung bedarf.

Mittels dieser Rationalisierung ergibt sich, dass der König nackt ist und es keinen feuerspeienden Drachen gibt. Begeben wir uns also in einfachen Schritten zur Logik.
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BILD-Hetze gegen Griechenland ist rassistisch

3. März 2015 / Aufrufe: 2.704 5 Kommentare

Jürgen Trittin charakterisiert die von der deutschen Bildzeitung betriebene Hetzkampagne gegen Griechenland als rassistisch und hässlich.

Heftige Kritik an der BILD anlässlich der in den letzten Tagen gestarteten Kampagne gegen Griechenland übt der deutsche Abgeordnete der Grünen und ehemalige Umweltminister Jürgen Trittin aus. Wie er am Sonntag (01 März 2013) in einem Interview an den Deutschlandfunk (DLF) erklärte:

Mit der Bild-Zeitung des Kai Diekmann wird das Bild des ‚unverschämten Griechen‘ geschaffen. Das ist zutiefst rassistisch und hässlich. Worin liegt die Unverschämtheit, wenn eine Million Griechinnen und Griechen keine Krankenversicherung haben? Unser Thema liegt woanders. Das Thema ist, dass die Sanierungspolitik, so wie sich diese Frau Merkel vorstellte, in den Ländern Südeuropas offensichtlich gescheitert ist. Anders gesagt: die nicht parallel von Investitionen und Wachstum begleiteten Ausgabenkürzungen führen die Wirtschaften in die Verelendung.
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