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Artikel Tagged ‘schuldendienst’

Griechenland wird seine Verschuldung nie tilgen können

17. Juli 2018 / Aufrufe: 518 Keine Kommentare

Die britische Zeitung Guardian versucht in einem langen Artikel die Frage zu beantworten, ob Griechenland endlich der Katastrophe entkommen ist.

Anlass für den weitschweifigen Beitrag der Korrespondentin der britischen Zeitung in Athen, Elena Smith, stellt die anstehende Vollendung des letzten sogenannten Programms („Memorandums“) zur Rettung Griechenlands dar.

Niemand glaubt, dass Griechenland seine Verschuldung erfolgreich tilgen kann. Die im vergangenen Monat offengelegte Vereinbarung gibt Athen die Möglichkeit zu einer Prolongierung der Zahlungen zur Tilgung der Verschuldung von 320 Mrd. Euro um ein Jahrzehnt und gewährt die so sehr benötigte ‚Atempause‘ für die Modernisierung der Wirtschaft. Dies wird jedoch allgemein als unzureichend betrachtet, damit Griechenland in Zukunft einer weiteren Krise entgeht„, führt der besagte Artikel an.
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Griechenland bildet „Rücklagen“

19. August 2017 / Aufrufe: 418 Kommentare ausgeschaltet

In Umsetzung eines entsprechenden Beschlusses der Eurogruppe legt Griechenland ein Liquiditätspolster für den Schuldendienst an.

Angesichts des nahenden Endes des (aktuellen) Memorandums wird bei bei der Griechischen (Zentral-) Bank (TtE) ein Sonderkonto eingerichtet, auf dem die Gelder für die Schaffung einer „Rücklage“ des griechischen Fiskus gesammelt werden, die ausschließlich für die Tilgung der Verschuldung Griechenlands verwendet werden sollen.

Den im Regierungsanzeiger (FEK) veröffentlichten einschlägigen Beschluss unterzeichnete der stellvertretende Finanzminister Giorgos Chouliarakis.
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Schäuble begrüßt Griechenlands Marktgang

26. Juli 2017 / Aufrufe: 645 4 Kommentare

Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble begrüßte die Platzierung staatlicher Obligationen Griechenlands.

Eine Sprecherin des deutschen Finanzministeriums begrüßte am Dienstagnachmittag (25 Juli 2017) die Platzierung staatlicher Schuldverschreibungen Griechenlands an den Kapitalmärkten.

Die selbe Sprecherin betonte, Griechenland benötige nun, das Vertrauen der Investoren wiederzuerlangen, die Reformen intensiver voranzutreiben und rechtzeitig die dritte sogenannte Bewertung des „griechischen Programms“ zu vollenden.
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Konditionen der neuen Staatsanleihe Griechenlands

25. Juli 2017 / Aufrufe: 1.184 2 Kommentare

Griechenland wagt einen Gang an die internationalen Finanzmärkte mit einer fünfjährigen Staatsanleihe, die bezeichnenderweise englischem Recht unterliegt.

Die Emission der neuen fünfjährigen Staatsanleihe, mit der Griechenland sich von den internationalen Finanzmärkten Geld zu leihen anstrebt, unterliegt dem englischen Recht. Die Emission stellt einen Konsortial-Anleihekredit in immaterieller Form mit einem anfänglichen Nennwert von 3 Mrd. Euro und einem festen Zinssatz dar, dessen Höhe sich aus dem sogenannten Offerten-Buch bestimmen wird.

Für diese Emission wird der griechische Fiskus eine Provision von 1,5 Mio. Euro an das Konsortium der federführenden Banken (Deutsche Bank, BNP Paribas, Bank of America Merrill Lynch, Citigroup, Goldman Sachs, HSBC) und ein Honorar von bis zu 400.000 Euro an die Anwaltskanzleien Cleary Gottlieb Steen & Hamilton LLP, Allen & Overy LLP und die Anwaltsgesellschaft Koutalidis zahlen.
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Wem und wie viel Griechenland schuldet

17. November 2015 / Aktualisiert: 18. November 2015 / Aufrufe: 5.386 2 Kommentare

Die Höhe der Verschuldung, die Anzahl der Schuldner und die Struktur der Finanzierung Griechenlands sind geradezu schwindelerregend.

Die Verschuldung des griechischen Fiskus an Privatleute und offizielle Gläubiger beläuft sich heute auf 296 Mrd. Euro. In diesem Betrag ist jedoch nicht die auch sogenannte „versteckte Verschuldung“ in Höhe von 25 Mrd. Euro enthalten, welche die potentiellen Verbindlichkeiten des griechischen Fiskus im Fall des Fälligwerdens der Bürgschaften sind, die er an Träger innerhalb und außerhalb der zentralen Regierung gewährt hat: also staatliche Unternehmen, öffentliche Organisationen und öffentliche Träger und Unternehmen.

In dem Fall, dass diese Bürgschaften alle fällig werden, wie es mit den 481 Mio. Euro der Griechischen Bahn (OSE) und den 49 Mio. Euro des Genossenschaftsverbands (EAS) im ersten Halbjahr geschah, könnte die öffentliche Verschuldung auf bis zu 320 Milliarden Euro hochschnellen. Und dies ohne die Bürgschaften des Fiskus für die Banken, die bei der Europäischen Zentralbank (EZB) hinterlegt worden sind, damit sie einen Teil der Finanzierung decken, die sie mittels der ELA geschöpft haben und die jedenfalls regulär bedient wird. Und in den 296 Mrd. Euro sind natürlich auch nicht die Kosten der Bedienung dieser Kredite enthalten, also die Zinsen, die jährlich entrichtet werden und deren durchschnittliche Höhe in einer Größenordnung von 2% liegt.

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Plafond für Griechenlands Schuldendienst?

20. September 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 654 Kommentare ausgeschaltet

Laut Reuters wären die Regierungen der Eurozone bereit, Griechenlands Aufwendungen für die Bedienung seiner Verschuldung auf 15 Prozent des BIP zu deckeln.

Wie europäische Amtsträger gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters anführen, scheinen die europäischen Regierungen im Rahmen der Zusage bezüglich einer Erleichterung der Verschuldung Griechenlands bereit zu sein, die Kosten der Bedienung der griechischen Verschuldung auf 15% des BIP zu begrenzen, damit die Bemühung um einen Aufschwung unterstützt wird.

Auf diese Weise werden die Kosten des Schuldendienstes mit dem Verlauf des Wachstums einhergehen, da in dem Fall, dass die griechische Wirtschaft in einer Rezession verbleibt, die Kosten sinken werden, während bei der Rückkehr zu einem Wachstumskurs auch die Kosten der Bedienung der griechischen Verschuldung einen entsprechenden Anstieg erfahren werden.
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Griechenland: ohne Vereinbarung bezahlen wir den IWF nicht

7. Juni 2015 / Aufrufe: 1.931 4 Kommentare

Finanzminister Yanis Varoufakis erklärte bereits vor zwei Wochen, ohne Einigung mit den Gläubigern werde Griechenland am 05 Juni 2015 den IWF nicht bezahlen.

Finanzminister Yanis Varoufakis stellte bereits gegen Ende Mai mit seinen Erklärungen gegenüber dem CNN klar, dass Griechenland am 05 Juni 2015 die Rate an den IWF nicht zahlen wird, wenn es keine Vereinbarung gibt, und setzte damit den Zyklus der Erklärungen von Ministern über einen Zahlungsstopp fort. Herr Varoufakis zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass „wir zahlen werden, weil wir bis dahin eine Einigung mit unseren Partnern haben werden„.

Im Gespräch mit dem Journalisten Richard Quest erklärte Herr Varoufakis, Griechenland könne nicht wie bisher darin fortfahren, seine Gläubiger zu bezahlen, da dies von Anfang an darauf basierte, dass Athen zahlen und es danach eine Auszahlung von Tranchen von Seite der Gläubiger geben wird. Nach der Frage, ob Griechenland das Geld ausgegangen sei, meinte Herr Varoufakis jedoch, dies sie nicht der Fall. „Nach den ungeheuren Anstrengungen seiner Bürger lebt das Land aus eigenen Kräften.
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Griechenland kann Schuldendienst ganz einfach aussetzen

18. Mai 2015 / Aufrufe: 2.380 2 Kommentare

Der Historiker und Wirtschaftswissenschaftler Eric Toussaint vertritt, Griechenland könne ohne weiteres zu einem Zahlungsstopp schreiten.

Griechenland kann den Ausnahmezustand ausrufen und hat so die Möglichkeit, die Bedienung der Verschuldung einseitig (und ohne Auflaufen von Verzugszinsen) auszusetzen, um den Bürgern des Landes grundsätzliche Menschenrechte – wie Bildung, Gesundheit, Nahrung und Renten – zu garantieren.

Diese Erklärung kommt von dem wissenschaftlichen Koordinator des internationalen Teams des parlamentarischen „Ausschusses für die Wahrheit der öffentlichen Verschuldung“, Erik Toussaint, der vertritt, die griechische Verschuldung sei nicht tragfähig – und zwar nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht, da klar ist, dass Griechenland seine Schulden nicht zu tilgen vermag, sondern auch unter dem Aspekt der Menschenrechte.
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Vermeidet Griechenland so den Bankrott?

9. Mai 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 3.930 6 Kommentare

Griechenlands Regierung hat es bisher trotz aller Bankrott-Szenarien geschafft, sowohl die Gläubiger als auch die Gehälter und Renten des öffentlichen Sektors zu bezahlen.

Während die staatlichen Rücklagen Griechenlands jeden Tag abnehmen, beobachten die beunruhigten Gläubiger eng jede Bedienung fälliger Raten und jede Zahlung von Gehältern, um Anzeichen dafür ausfindig zu machen, dass Athen das Geld ausgeht.

Entgegen den vielen Prognosen, gemäß denen Griechenland mittlerweile auf dem „Trockenen“ sitzen müsste, hat die SYRIZA-Regierung es geschafft, trotz diverser Schwierigkeiten genug Geld zusammen zu bringen um ihre Gläubiger – einschließlich der am 07 Mai 2015 fällig gewordenen Rate von 200 Mio. Euro an den Internationalen Regierungsfonds – und die Renten und Gehälter der öffentlichen Bediensteten zu bezahlen.
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Finanzielle Schlinge um Griechenland zieht sich zu

4. Mai 2015 / Aufrufe: 5.023 Kommentare ausgeschaltet

Bloomberg sieht eine Schlucht der Differenzen zwischen Griechenland und seinen internationalen Gläubigern.

Die Gespräche zwischen Griechenland und seinen internationalen Gläubigern nehmen eine Form höchster Dringlichkeit an, da die …. beiden Seiten sich auch nach vier Tagen intensiver Verhandlungen nicht zusammenraufen konnten.

Während ein Fortschritt verzeichnet worden ist und die Atmosphäre sich verbessert, sind die Differenzen in Themen der Besteuerung, des Verkaufs von Vermögensteilen sowie auch in Arbeits- und Rententhemen immer noch signifikant, führten gegenüber Bloomberg Personen an, die gut über den Verlauf den Verhandlungen unterrichtet sind.
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