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Artikel Tagged ‘schuldendienst’

Wem und wie viel Griechenland schuldet

17. November 2015 / Aktualisiert: 18. November 2015 / Aufrufe: 3.837 2 Kommentare

Die Höhe der Verschuldung, die Anzahl der Schuldner und die Struktur der Finanzierung Griechenlands sind geradezu schwindelerregend.

Die Verschuldung des griechischen Fiskus an Privatleute und offizielle Gläubiger beläuft sich heute auf 296 Mrd. Euro. In diesem Betrag ist jedoch nicht die auch sogenannte „versteckte Verschuldung“ in Höhe von 25 Mrd. Euro enthalten, welche die potentiellen Verbindlichkeiten des griechischen Fiskus im Fall des Fälligwerdens der Bürgschaften sind, die er an Träger innerhalb und außerhalb der zentralen Regierung gewährt hat: also staatliche Unternehmen, öffentliche Organisationen und öffentliche Träger und Unternehmen.

In dem Fall, dass diese Bürgschaften alle fällig werden, wie es mit den 481 Mio. Euro der Griechischen Bahn (OSE) und den 49 Mio. Euro des Genossenschaftsverbands (EAS) im ersten Halbjahr geschah, könnte die öffentliche Verschuldung auf bis zu 320 Milliarden Euro hochschnellen. Und dies ohne die Bürgschaften des Fiskus für die Banken, die bei der Europäischen Zentralbank (EZB) hinterlegt worden sind, damit sie einen Teil der Finanzierung decken, die sie mittels der ELA geschöpft haben und die jedenfalls regulär bedient wird. Und in den 296 Mrd. Euro sind natürlich auch nicht die Kosten der Bedienung dieser Kredite enthalten, also die Zinsen, die jährlich entrichtet werden und deren durchschnittliche Höhe in einer Größenordnung von 2% liegt.

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Plafond für Griechenlands Schuldendienst?

20. September 2015 / Aufrufe: 607 Keine Kommentare

Laut Reuters wären die Regierungen der Eurozone bereit, Griechenlands Aufwendungen für die Bedienung seiner Verschuldung auf 15 Prozent des BIP zu deckeln.

Wie europäische Amtsträger gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters anführen, scheinen die europäischen Regierungen im Rahmen der Zusage bezüglich einer Erleichterung der Verschuldung Griechenlands bereit zu sein, die Kosten der Bedienung der griechischen Verschuldung auf 15% des BIP zu begrenzen, damit die Bemühung um einen Aufschwung unterstützt wird.

Auf diese Weise werden die Kosten des Schuldendienstes mit dem Verlauf des Wachstums einhergehen, da in dem Fall, dass die griechische Wirtschaft in einer Rezession verbleibt, die Kosten sinken werden, während bei der Rückkehr zu einem Wachstumskurs auch die Kosten der Bedienung der griechischen Verschuldung einen entsprechenden Anstieg erfahren werden.
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Griechenland: ohne Vereinbarung bezahlen wir den IWF nicht

7. Juni 2015 / Aufrufe: 1.884 4 Kommentare

Finanzminister Yanis Varoufakis erklärte bereits vor zwei Wochen, ohne Einigung mit den Gläubigern werde Griechenland am 05 Juni 2015 den IWF nicht bezahlen.

Finanzminister Yanis Varoufakis stellte bereits gegen Ende Mai mit seinen Erklärungen gegenüber dem CNN klar, dass Griechenland am 05 Juni 2015 die Rate an den IWF nicht zahlen wird, wenn es keine Vereinbarung gibt, und setzte damit den Zyklus der Erklärungen von Ministern über einen Zahlungsstopp fort. Herr Varoufakis zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass „wir zahlen werden, weil wir bis dahin eine Einigung mit unseren Partnern haben werden„.

Im Gespräch mit dem Journalisten Richard Quest erklärte Herr Varoufakis, Griechenland könne nicht wie bisher darin fortfahren, seine Gläubiger zu bezahlen, da dies von Anfang an darauf basierte, dass Athen zahlen und es danach eine Auszahlung von Tranchen von Seite der Gläubiger geben wird. Nach der Frage, ob Griechenland das Geld ausgegangen sei, meinte Herr Varoufakis jedoch, dies sie nicht der Fall. „Nach den ungeheuren Anstrengungen seiner Bürger lebt das Land aus eigenen Kräften.
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Griechenland kann Schuldendienst ganz einfach aussetzen

18. Mai 2015 / Aufrufe: 2.283 2 Kommentare

Der Historiker und Wirtschaftswissenschaftler Eric Toussaint vertritt, Griechenland könne ohne weiteres zu einem Zahlungsstopp schreiten.

Griechenland kann den Ausnahmezustand ausrufen und hat so die Möglichkeit, die Bedienung der Verschuldung einseitig (und ohne Auflaufen von Verzugszinsen) auszusetzen, um den Bürgern des Landes grundsätzliche Menschenrechte – wie Bildung, Gesundheit, Nahrung und Renten – zu garantieren.

Diese Erklärung kommt von dem wissenschaftlichen Koordinator des internationalen Teams des parlamentarischen „Ausschusses für die Wahrheit der öffentlichen Verschuldung“, Erik Toussaint, der vertritt, die griechische Verschuldung sei nicht tragfähig – und zwar nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht, da klar ist, dass Griechenland seine Schulden nicht zu tilgen vermag, sondern auch unter dem Aspekt der Menschenrechte.
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Vermeidet Griechenland so den Bankrott?

9. Mai 2015 / Aufrufe: 3.904 6 Kommentare

Griechenlands Regierung hat es bisher trotz aller Bankrott-Szenarien geschafft, sowohl die Gläubiger als auch die Gehälter und Renten des öffentlichen Sektors zu bezahlen.

Während die staatlichen Rücklagen Griechenlands jeden Tag abnehmen, beobachten die beunruhigten Gläubiger eng jede Bedienung fälliger Raten und jede Zahlung von Gehältern, um Anzeichen dafür ausfindig zu machen, dass Athen das Geld ausgeht.

Entgegen den vielen Prognosen, gemäß denen Griechenland mittlerweile auf dem „Trockenen“ sitzen müsste, hat die SYRIZA-Regierung es geschafft, trotz diverser Schwierigkeiten genug Geld zusammen zu bringen um ihre Gläubiger – einschließlich der am 07 Mai 2015 fällig gewordenen Rate von 200 Mio. Euro an den Internationalen Regierungsfonds – und die Renten und Gehälter der öffentlichen Bediensteten zu bezahlen.
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Finanzielle Schlinge um Griechenland zieht sich zu

4. Mai 2015 / Aufrufe: 4.978 Keine Kommentare

Bloomberg sieht eine Schlucht der Differenzen zwischen Griechenland und seinen internationalen Gläubigern.

Die Gespräche zwischen Griechenland und seinen internationalen Gläubigern nehmen eine Form höchster Dringlichkeit an, da die …. beiden Seiten sich auch nach vier Tagen intensiver Verhandlungen nicht zusammenraufen konnten.

Während ein Fortschritt verzeichnet worden ist und die Atmosphäre sich verbessert, sind die Differenzen in Themen der Besteuerung, des Verkaufs von Vermögensteilen sowie auch in Arbeits- und Rententhemen immer noch signifikant, führten gegenüber Bloomberg Personen an, die gut über den Verlauf den Verhandlungen unterrichtet sind.
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Kirche in Griechenland will zur Tilgung der Schulden beitragen

14. April 2015 / Aufrufe: 990 1 Kommentar

Die orthodoxe Kirche Griechenlands will den Staat Kirchenvermögen nutzen und die Erträge für die Bedienung der öffentlichen Verschuldung verwenden lassen.

Im Gespräch mit dem TV-Sender Skai und dem Journalisten Giorgos Aftias zeigte das Oberhaupt der orthodoxen Kirche Griechenlands, Erzbischof Hieronymos, sich zum ersten Mal bereit, zusammen mit dem Staat zur Verwertung des Kirchenvermögens zu schreiten, damit die Einnahmen zur Bedienung der öffentlichen Verschuldung verwendet werden. Der Erzbischof stellte jedoch klar, nicht von einem Verkauf kirchlichen Vermögens, sondern von dessen Nutzung zu sprechen, damit es in griechischen Händen bleibt, und unter der Voraussetzung, dass die sich ergebenden Einnahmen für die Tilgung der öffentlichen Verschuldung bereitgestellt werden.

Parallel betonte Erzbischof Ieronymos, das Thema werde zu gegebener Zeit mit dem Premierminister erörtert werden, und schickte eine Botschaft an die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, wobei er unterstrich, „ich habe keine Differenzen mit ihr, jedoch wäre alles, was zu Gunsten des griechischen Volkes geschehen könnte, willkommen„.  Er überging sogar auch nicht anzumerken, dass Angela Merkel den Beauftragten der Bundeskanzlerin für Griechenland, Joachim Fuchtel, in das Erzbistum entsandt habe um mit ihm zu diskutieren.

(Quelle: skai.gr)

Griechenlands Verpflichtungen bis 2030

5. April 2015 / Aufrufe: 1.859 2 Kommentare

Griechenland hat bis 2030 über 200 Milliarden Euro für den Schuldendienst aufzubringen, wovon 150 Milliarden allein auf Zinsen entfallen.

Gemäß den 2014 dem Parlament vorgelegten Daten des Trägers für die Verwaltung der öffentlichen Verschuldung Griechenlands (Public Dept Management Agency) erreichen die Verpflichtungen des griechischen Fiskus für das Jahrzehnt 2021 – 2030 den Betrag von 201,05 Mrd. Euro der Gesamtverpflichtungen von ungefähr 291 Mrd. Euro für die Periode 2015 – 2030.

Allein die in dem Jahrzehnt 2021 – 2013 zu begleichenden Zinsen betragen 114,45 Mrd. Euro.
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Griechenland: mit der Pistole am Kopf

29. März 2015 / Aktualisiert: 29. März 2015 / Aufrufe: 2.424 9 Kommentare

Für Griechenland läuft der Countdown, da die Kassen leer und seine bis Ende August 2015 zu deckenden Finanzierungsbedürfnisse groß sind.

Athen verbleiben nur noch wenige Stunden, um IWF, EU und EZB eine vollständige Liste mit Reformen zu präsentieren, die einerseits die außerordentliche Einberufung der Eurogruppe und andererseits die Fassung von Beschlüssen über die finanzielle Stützung des Landes gestatten wird.

Die Liquidität des Fiskus liegt im „roten“ Bereich, welche Tatsache sich auch daraus beweist, dass die Zahlung von Gehältern und Renten zum 30. März in Höhe von ungefähr 1,5 Mrd. Euro auf Geldern basiert, deren Schöpfung – sogar auch noch jetzt – aus den Guthaben betrieben wird, welche Träger der allgemeinen Regierung wie beispielsweise die „Attiko Metro SA“ (Attische U-Bahn) bei den Handelsbanken führen.
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Griechenland muss 2015 fast 30 Mrd Euro auftreiben

25. Februar 2015 / Aufrufe: 1.183 Keine Kommentare

Für die Bedienung seiner öffentlichen Verschuldung muss Griechenland allein bis Ende 2015 über 29 Milliarden Euro aufbringen.

Griechenland und seine Regierung sind mit einem … Berg von Schulden konfrontiert, da es gilt, innerhalb des Jahres 2015 fast … 30 Mrd. Euro aufzutreiben, um die Gläubiger zu bezahlen. Speziell mit dem Auslaufen der viermonatigen Verlängerung (des aktuellen Hilfsprogramms), also in den Sommermonaten sind die Schulden dermaßen viele, dass sie Schwindel erregen.

Laut dem Wall Street Journal, dass eine Bilanz zog, beginnt der Leidensweg in den kommenden Tagen, da ab dem 06 März bis zum 08 Mai 10.378.729.024 Euro gezahlt werden müssen. Ab dem 12 Mai bis zum 20 Juli sind 11.606.843.685 Euro zu entrichten. Ab dem 07 August bis zum 21 Dezember müssen 7.361.733.340 Euro gezahlt werden. Bis Ende des Jahres 2015 ist also insgesamt eine Schuld von rund 29 Mrd. Euro zu begleichen.
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