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Artikel Tagged ‘schramayr’

China verschafft Griechenland Verhandlungsspielraum

23. März 2015 / Aktualisiert: 25. März 2015 / Aufrufe: 4.042 13 Kommentare

China verschafft Griechenland mit einem Sofortkredit in Höhe von 8 Milliarden Euro Spielraum bei den Verhandlungen mit seinen Partnern und Gläubigern.

Griechenlands Liquidität wurde für die kommenden sechs Monate durch weitere chinesische Kredittranchen sichergestellt. Europas Medien warnen allerdings vor unkalkulierbaren Risiken für die Europäische Union! – Sie können darauf warten…

Spielen wir dieses Szenario kurz durch:
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Griechenland und die Apokalyptischen Reiter

22. März 2015 / Aufrufe: 2.801 3 Kommentare

Angesichts der aktuellen Entwicklungen scheinen Griechenland kaum andere Option zu verbleiben als entweder im Euro oder mit der Drachme zu leiden.

Unter den Bürgern der Europäischen Union machen sich Ungeduld und Wut breit – über das starrköpfige Beharren der Griechen auf der „Opferrolle“ und die stupide Ignoranz der übrigen Mitgliedsstaaten gegenüber der Tatsache, mit der Aufnahme in den EURO-(T)Raum und „wohlmeinenden“ Rettungspaketen den endgültigen sozialen und ökonomischen Zusammenbruch des ohnedies maroden griechischen Staates gefördert zu haben.

Vordergründig geht es um Geld, doch hinter den Kulissen steht die Reputation all jener Regierungsparteien auf dem Spiel, welche die ungeregelten Finanzmärkte der letzen Jahrzehnte, deren Crash 2008 und letztlich die staatlichen Milliardenschulden zu verantworten haben. Würde sich dieser Zusammenhang ins kollektive bürgerliche Bewusstsein einbrennen, wären die Wahlerfolge und damit der Machterhalt und die Existenz der großen Volksparteien Europas in ernster Gefahr – mit dem Niedergang von PASOK und Nea Dimokratia (ND) als europäisches Menetekel!
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Griechenlands „kalter Entzug“

11. Februar 2015 / Aufrufe: 1.870 1 Kommentar

Europa muss sich damit arrangieren, dass Griechenland nicht mehr gewillt ist, seine Bürger weiterhin auf dem Altar der angeblichen Rettung der Eurozone zu opfern.

Mit ihrer Europatournee in der ersten Februarwoche 2015 setzten Premierminister Alexis Tsipras und Finanzminister Yanis Varoufakis ein weithin erkennbares Zeichen, das den Aufbruch zu neuem griechischen Regierungshandeln ankündigt. Europa kann die Augen nicht mehr davor verschließen, dass Griechenland aufgehört hat, das Wohl der eigenen Bürger kritiklos der „internationalen Rettung aus der Pleite“ zu opfern!

Die Zielrichtung der griechischen Verhandlungen ist jetzt einer breiten Öffentlichkeit klar, die Bandbreite europäischer Positionen erwartungsgemäß auch. Überraschend dabei, sowohl das griechische Vorbringen als auch die ersten Stellungnahmen der übrigen Europäer kamen zwar sehr bestimmt, jedoch mit einem Lächeln und durchaus moderat im Ton. Starke, plausible Sachargumente, leistbare Kompromisse und nachhaltige, sozial vertretbare Lösungen sind auch dringend gefragt. Auf entnervend plakative Polemik kann künftig hoffentlich verzichten werden!
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Drei Pferdchen und ein griechischer Professor

4. Februar 2015 / Aktualisiert: 10. Februar 2015 / Aufrufe: 1.165 1 Kommentar

Der neue griechische Finanzminister Yanis Varoufakis stellt die Zusammenarbeit mit der Troika ein … und die Welt erschaudert!

Yanis Varoufakis, der locker-lässige Wirtschaftsprofessor, hat es tatsächlich gewagt, diesen Frevel öfflichentlichkeitswirksam auszusprechen. Dem Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem blieb nichts übrig, als diese Tatsache indigniert zu Kenntnis zu nehmen. Und die Pressekonferenz zum Antrittsbesuch der Eurogruppe im Athener Finanzministerium hatte ihre mediale Sensation.

Doch das Vorhaben der griechischen Regierung an sich kann nicht wirklich überraschen. Wenn nicht die gemeinsame Ablehnung der Bevormundung durch die Troika der internationalen Kreditgeber, was sonst wäre der Kitt dieser – so gegensätzlichen – Koalition aus Kommunisten / Linkssozialisten (SYRIZA) und Nationalkonservativen (ANEL)? Überdies steht diese Haltung ganz in der Tradition der Vorgängerregierungen:
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Griechenlands Werk und Europas Beitrag

1. Februar 2015 / Aktualisiert: 10. Februar 2015 / Aufrufe: 1.700 4 Kommentare

Es wird Zeit, dass Europa

Es wird Zeit, dass die Europäische Union Zielvorstellungen nicht nur formuliert, sondern endlich auch durchsetzt, gegen den Widerstand sogenannter Eliten und Lobbys.

Die wutschnaubenden Kommentare zum letzten griechischen Wahlkampf haben zumindest klargestellt: Griechenland, dieser störende Pickel im glänzenden Antlitz der Euroländer, offenbart, was die Europäische Union quält – die eigene Pubertät! Wie in den Flegeljahren üblich, verweisen kraftstrotzende Rüpelhaftigkeit gepaart mit kindlicher Animosität in aller (medialer) Öffentlichkeit auf die noch fehlende Orientierung im Leben.

Und Griechenland? Das Volk der „Hellenen“ entwächst auch erst seiner – zeitweise tragischen – Kindheit als demokratische Republik.  So gesehen, prallen in den nächsten europäischen Verhandlungsrunden zwei Halbstarke aufeinander! Und die Pöbeleien und das Gezänk sind ein deutliches Zeichen für alle Beteiligten: „Werdet erwachsen und findet den eigenen Weg!“ – dann fällt der Blick in den Spiegel auch nicht mehr schwer.
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Griechenland hat einen neuen Besen

27. Januar 2015 / Aktualisiert: 10. Februar 2015 / Aufrufe: 1.842 8 Kommentare

Die Griechen haben einen neue Besen und hoffen, dass er besser kehrt als der alte – leicht wird es für Alexis Tsipras, die Syriza und ihre Koalitionspartner nämlich nicht werden!

Im Jahr 2005 hat mich eine befreundete Unternehmerin gefragt, was ich vom neuen Griechenland in der Eurozone halte. „Leider nicht viel„, war meine Antwort, „das System eines Wohlstands auf Pump fliegt Euch absehbar um die Ohren!

Heute wie damals geht es schlicht darum, die Leistungsfähigkeit der griechischen Volkswirtschaft an einen (zu) starken Euro anzupassen. Dazu sind niedrige Lohnkosten nicht der Weisheit letzter Schluss. Das Land braucht vor allem Ideen, Produkte und Dienstleistungen, die Europa und die Welt auch kaufen! Der aktuell niedrige Eurokurs und der Ölpreis bieten beste Voraussetzungen. Wer dazu noch die Bürokratie der alten „Besitzstands-Wahrer“ rasch ausgemistet, bringt frische Luft ins alte System, das bisher immer wieder nur die Erwartungen der jungen Leute enttäuschte und die resignierten Alten zur falschen Vorstellung verleitet, man könne ohnehin nichts bewegen.
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