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Artikel Tagged ‘schmiergeld’

Schmiergeld-Rückzahlungen in Griechenland

16. Januar 2014 / Aufrufe: 508 1 Kommentar

In Griechenland wurden in den vergangenen Wochen aus illegalen Quellen stammende Gelder in Höhe von über 17 Millionen Euro an den Fiskus gezahlt.

Auf ein bei der Griechischen Bank geführtes Sonderkonto des griechischen Fiskus wurden inzwischen Beträge von insgesamt über 17,3 Mio. Euro eingezahlt, die aus kriminellen Aktivitäten stammen.

Laut einem hochrangigen Amtsträger des Finanzministeriums hat die genaue Summe sich bisher auf 17.392.525 Euro gestaltet. Die Gelder stammen aus Rückzahlungen dreier Personen, die in Schmiergeld-Affären verwickelt sind, und sollen für Bedürfnisse auf dem Sektor der Gesundheit und der Bildung bereitgestellt werden.
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Deutsche Rüstungsfirmen schmierten auch nach 2005 in Griechenland

12. Januar 2014 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 875 1 Kommentar

Laut dem ehemaligen Rheinmetall-Vertreter Panos Evstathiou sollen in Griechenland auch nach 2005 Schmiergelder für Rüstungsprogramme gezahlt worden sein.

Eine neue „Bombe“ in dem Skandal um die Schmiergeldzahlungen bei Rüstungsprojekten in Griechenland ließ der heute 83-jährige Panos (Panagiotis) Evstatiou „hochgehen“, der äußerte, auch nach 2005 Schmiergelder gezahlt zu haben.

Der zuständige Untersuchungsrichter für Korruptionsfälle, Gavriil Mallis, der die Sache der Rüstungsprogramme handhabt, lud derweilen auch Irini Evstathiou, sprich die Gattin des ehemaligen Vertreters des deutschen Rüstungsunternehmens STN Atlas Elektronik GmbH bzw. Rheinmetall Defence Electronics GmbH, zur Aussage vor. Die Beschuldigungen gegen die 70-Jährige beziehen sich auf die Straftaten der Bestechung und der Legalisierung von Einnahmen aus einer illegalen Tätigkeit, da sie gemeinsame Bankkonten mit ihrem Gatten unterhielt.
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Hintergründe der Rüstungs-Schmiergeldaffäre in Griechenland

6. Januar 2014 / Aufrufe: 1.888 2 Kommentare

Der ehemalige Funktionär Antonis Kantas des Verteidigungsministeriums in Griechenland ist im Vergleich zu dem Eisberg der Korruption im Rüstungswesen nur ein Eiswürfelchen.

Enthüllungen über Personen und Dinge, die vielen bekannt waren, aber bisher niemand eingestand? Hexenjagd oder selektive Konzentration auf bestimmte Personen, damit gewisse andere von dem Staub der Nachrichten verdeckt werden?

Wie auch immer, die Enthüllungen des ehemaligen (anfänglich stellvertretenden) Direktors für Rüstung im griechischen Verteidigungsministerium, Antonis Kantas, über die „Rüstungsparty“ zu den Tagen des Akis Tsochatzopoulos sind nicht mehr als nur ein Quäntchen von all dem, was geschah. Und hauptsächlich ein Quäntchen, das besonderer Vorsicht bedarf, zumal die Informationen von einem (inzwischen) erwiesenermaßen Bestochenen (und somit Kriminellen) kommen, der freimütig jeden „verpfeift“, um seine eigene Lage zu entlasten.
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Krauss-Maffei-Vertreter in Griechenland wegen Korruption in U-Haft

4. Januar 2014 / Aktualisiert: 05. Januar 2014 / Aufrufe: 1.184 Kommentare ausgeschaltet

In Zusammenhang mit den Schmiergeldzahlungen der deutschen Rüstungsindustrie in Griechenland wurde ein ehemaliger Vertreter der Krauss-Maffei Wegmann inhaftiert.

Der ehemalige Vertreter der deutschen Krauss-Maffei Wegmann in Griechenland, Dimitris Papachristos, der beschuldigt wird, in die Korruptions-Affäre in Zusammenhang mit den griechischen Rüstungsprogrammen verstrickt zu sein, wurde nach seiner mehrere Stunden dauernden Aussage vor dem Untersuchungsrichter für Korruptionsfälle, Spyros Georgoulias, in Untersuchungshaft genommen.

Der 78-jährige Angeklagte wurde von dem ebenfalls vorläufig inhaftierten ehemaligen Generaldirektor für Rüstung des griechischen Verteidigungsministeriums, Antonis Kantas, als eine der Personen benannt, die Schmiergelder „verteilten“.
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Griechenland auf Platz zwei bei Korruption in der EU

12. Juli 2013 / Aufrufe: 860 4 Kommentare

Griechenland liegt bei der Korruption in der EU weiterhin mit an der Spitze, da gut ein Fünftel der Bürger erklären, schon einmal Schmiergeld gezahlt zu haben.

Die jährliche Erhebung für Rechnung der Transparency International zeigt, dass Griechenland 2012 in der Europäischen Union mit die schlimmsten „Leistungen“ bei der Korruption präsentierte, wozu 22% der Bürger erklären, irgend einen öffentlichen Amtsträger „geschmiert“ zu haben. 54% der Griechen glauben sogar, das Problem verschlimmere sich.

An erster Stelle bezüglich des Anteils der Bürger, die erklären, Schmiergelder gezahlt zu haben, liegt unter den EU-Mitgliedstaaten dagegen Litauen mit 26%. Im Vergleich folgen Griechenland mit 22%, Zypern mit 19%, Bulgarien mit 8%, Italien mit 5%, Portugal mit 3% und Spanien mit 2%.

Laut dem 107 Länder abdeckenden „Weltweiten Korruptions-Barometer“ der Organisation Transparency International gilt Griechenland sogar als noch korrupter als Argentinien (13%), Armenien (18%), El Salvador (12%), Peru (20%), Jamaika (12%) und die benachbarte FYROM (17%). Jedoch erklären sich die Griechen zu einem Anteil von 84% bereit, zu reagieren und Korruptionsfälle zur Anzeige zu bringen.
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Der Weg der DB-Schmiergelder nach Griechenland

21. Juni 2013 / Aufrufe: 1.391 Kommentare ausgeschaltet

Die Schmiergelder der Deutschen Bahn zur Erlangung öffentlicher Aufträge flossen über eine Offshore-Gesellschaft nach Griechenland.

Wie der deutsche Journalist Klaus Ott erklärt, wurden die Schmiergelder der Deutschen Bahn an die „Zuständigen“ für die Erweiterung der Athener U-Bahn über Steuerparadiese gezahlt. Herr Ott unterschreibt die einschlägige Reportage in der Münchener Süddeutschen Zeitung und beruft sich auf Quellen der Staatsanwaltschaft Frankfurt. Die Zeitung spricht von einem Gesamtbetrag von 315.000 Euro, der von Deutschland mittels einer in einem Steuerparadies ansässigen Consulting-Gesellschaft an „Verantwortliche“ in Griechenland floss.

Im Gespräch mit der Deutschen Welle erklärt Klaus Ott den Fluss der Gelder: „Laut der Staatsanwaltschaft Frankfurt wurden Gelder mithilfe einer Gesellschaft auf den Kanalinseln gezahlt, konkret handelt es sich um eine Consulting-Gesellschaft mit Sitz auf der Insel Jersey. Diese Gelder wurden also nach Griechenland geleitet und damit gewisse Personen bestochen, die für den Bau der U-Bahnstrecke von dem Flughafen zum Athener Zentrum, zum Hafen und nach Korinth zuständig waren.
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Klarstellung zu Dankbarkeitsgeschenken in Griechenland

16. April 2013 / Aufrufe: 752 2 Kommentare

Das Justizministerium in Griechenland stellte klar, die Legalisierung kleiner materieller Geschenke bedeute keinesfalls die Legalisierung von Schmiergeldern.

Nach dem entstandenen Wirbel um die gesetzliche Bestimmung, die neulich ratifiziert wurde und vorsieht, dass „die einfache materielle Zuwendung zwecks Ausdruck der Dankbarkeit keine Bestechung darstellt„, schritt die Regierung zu Klarstellungen. Das Justizministerium führt an, die Regelung beziehe sich selbstverständlich nicht auf das bekannte „Geldbriefchen“ (Fakelaki) oder Schmiergelder und finanzielle Zuwendungen allgemein, sondern beziehe sich lediglich auf Geschenke kleinen und symbolischen Wertes, wie Bücher, Füllfederhalter usw.

Das Finanzministerium charakterisiert die wegen des strittigen Themas „verursachte Aufregung ungerechtfertigt“ und unterstreicht, dass diese Bestimmung „sogar engere Grenzen als die, welche bereits der Areopag akzeptiert hat (Urteil 540/1990), aber auch als jene setzt, denen sich die reichhaltige Theorie der Strafwissenschaft anschließt„.
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Krise in Griechenland macht Fakelaki billiger

23. Januar 2013 / Aktualisiert: 31. März 2018 / Aufrufe: 529 Kommentare ausgeschaltet

Laut dem Generalinspektor der öffentlichen Verwaltung in Griechenland sinken infolge der wirtschaftlichen Krise auch die Schmiergelder.

Bei einer Begegnung mit dem Präsidenten der Republik, Karolos Papoulias, schritt der Generalkontrolleur der öffentlichen Verwaltung, Leandros Rakintzis, zu der Feststellung, „die Krise machte das Fakelaki billiger„. Zum Verständnis sei angemerkt, dass in Griechenland der Begriff „Fakelaki“ (= kleiner Umschlag) als Synonym für im alltäglichen Leben entrichtete Bestechungs- und Schmiergelder verwendet wird.

Herr Rakintzis monierte in diesem Zusammenhang allerdings auch die Verzögerungen in der Rechtsprechung, meinte charakteristisch, zu seiner Zeit haben die Richter „bis 4 Uhr morgens gerichtet“ und merkte an: „Die Justiz ist etwas langsam, jedoch glaube ich, sie wird ihren Rhythmus finden. Sie muss ihren Rhythmus finden„.

(Quellen: Proto Thema)

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„Beschleunigungsgebühr“ in Krankenhäusern in Griechenland

21. Dezember 2012 / Aufrufe: 2.784 8 Kommentare

Laut Transparency International bewegten sich in Griechenland 2011 die Schmiergelder für eine Operation in öffentlichen Krankenhäusern von 100 Euro bis 30000 Euro.

Von 100 bis 30.000 Euro bewegte sich 2011 das „Fakelaki“ (= Synonym für „Briefchen mit Geld“, Schmiergeld) für eine Operation in einem öffentlichen Krankenhaus, wogegen es für eine Operation in einem privaten Krankenhaus zwischen 150 und 7.000 Euro betrug. Laut Schätzungen der Transparency International bewegte sich die „Preisliste“ der „Beschleunigungsgebühr“ bei den öffentlichen Gesundheitsbehörden von 300 bis 20.000 Euro, während die Durchführung medizinischer Untersuchungen in privaten Unternehmen für Gesundheitsleistungen zwischen 30 und 500 Euro schwankten.

Die vorstehenden Daten gab der Präsident der Nichtstaatlichen Organisation (NRO) Transparency International, Kostas Mpakouris während seines Vortrags anlässlich der Präsentation des aktualisierten Pflichtkodexes des Verbands pharmazeutischer Unternehmen Griechenlands (SFEE) bekannt.
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Diskussion um Griechenlands Euro-Austritt ist eine deutsche Diskussion

14. November 2012 / Aktualisiert: 04. Juli 2013 / Aufrufe: 844 12 Kommentare

Autor: GR-Block

Thema: Griechenland: Fungiert nicht als Filipinas der Deutschen

Es ist eine Falschaussage, die griechische Bevölkerung habe sich verschuldet. Es ist der Staat, den die 300 Abgeordneten mit ihren Lobbys verschuldet haben. Dagegen waren die Privatkredite, wegen der griechischen Bauernmentalität, niemlas das Problem. Jetzt aber, wo ihre Einkommen halbiert sind, wird so mancher Privatkredit platzen noch bevor der Staat Konkurs geht. Denn der Grieche bekommt keine „Hilfs-“ Kredite.

Der Grieche gibt in seinem Leben nur halb soviel Geld aus für Autos wie wir. Wer in Griechenland nur Porsche und Mercedes sieht, sollte sich fragen, ob er nicht in den falschen Kreisen verkehrt. Auch wird man kaum einen Griechen am Potsdamer Platz erleben, der einfach mal so 1000€ für einen Auslandsurlaub hinauswirft. Stattdessen gibt er zuhause Fressgelage, von denen schon so mancher Tourist profitierte.

Auch wenn sich die Deutschen den Titel Exportnation verliehen haben, stimmt es nicht, dass GR nicht exportiert. Genau dort muss GR aber seine Hausaufgaben machen, nicht im Tourismus und Transportwesen. Das geht aber aber nur, wenn korrupte Lobbys (ND, PASOK) das Parlament und korrupte Unternehmen (SIEMENS, MERCEDES, FERROSTAAL, MAN usw.) das Land verlassen. In Brüssel müssen Rechte eingefordert werden, alte marktverzerrende Absprachen und Korruptionsgesetze müssen weg.

Es muss Wiedergutmachung bezahlt werden. Es nützt nichts, dass ein Staat MERCEDES wegen Korruption in GR verurteilt, wenn hinterher das abgeschlossene Geschäft trotzdem durchgeführt wird und die Strafe weit unter dem Schaden liegt. SIEMENS hat sich dadurch heraus gerettet, dass ein nicht gewählter Brüsseler für 6 Monate GR regierte und dabei schnell einen Deal mit SIEMENS unterschrieb, der eine weiter Verfolgung unmöglich machte. Und SIEMENS behielt alle Geschäfte. Noch mehr Firmen gehen bankrott. Wir alle wissen, dass seinerzeit Herr Papadimos die grandiose Leistung vollbracht hatte, mit Hilfe amerikanischer Finanzberater GR in den EURO zu hieven.

Es kann nicht angehen, dass wir hier deutsche Unternehmen steuerlich entlasten, wenn sie Schmiergelder im Bereich 1,3 Mrd. € (SIEMENS) auf dem Planeten verteilen und davon gewaltige 100 Mio. € in dieses eine Land GR drücken. Es ist eine Rassenhetze, wenn dann eine deutsche Organisation, die sich „International“ nennt, uns vorrechnet, die Griechen zahlen pro Jahr 1.600 € Schmiergelder, und dabei u. a. die 100 Mio. mit einrechnet.

Der griechische Unternehmer kann mit den mittel- und westeuropäischen Schmiergeldern nicht mithalten. Athener Lobbys kann er nicht auf seine Seite holen. Hier müssen Brüssel und Berlin Hausaufgaben machen. Wenn stattdessen an den Einkommen geschraubt wird, bricht die Binnennachfrage zusammen, griechische Unternehmen gehen bankrott und noch mehr Heuschrecken fallen über das Land her. Diese schaffen aber weniger Arbeitsplätze. Weil sie ja besser organisiert sind. Sie produzieren lieber in ihrer Heimat und in China, brauchen folglich die EU-Süderweiterung nur als Absatzmarkt.

Die Diskussion GR-raus-aus-dem-EURO oder wehe-ihr-wollt-raus-aus-dem-EURO ist eine deutsche Diskussion. Die Griechen hatten unter nur zaghaft die Möglichkeit erwogen, ob die damalige Entscheidung, im EURO zu sein, falsch war. Bis auf die KKE (5%) hat keine Partei die Drachme auf dem Programm gehabt. Warum die EU auf Anraten Deutschland sich auf eine junge Partei eingeschossen hatte, war für die Griechen unbegreiflich. Wir wissen den Grund. Kein Parlament darf im Handstreich die alteingesessenen Lobbys ausbooten und neu anfangen. Milliardenschwere Investitionen und Schmiergelder würden dadurch verbrannt werden. Zum Teufel mit der Demokratie.

Ja, jetzt läuft es wieder wie am Schnürchen. Die gewaltigen Staatseinkäufe bei diesen Firmen bleiben auf hohem Niveau. Stattdessen bieten die relativ geringen Gehälter nur unzureichendes Einsparungspotenzial. Das hat mehrere Vorteile für unsere Industrien. Durch die fehlende Binnennachfrage brechen lästige lokale Konkurrenten zusammen. Danach „überredet“ man die Politik mit viel Kreditaufwand, das Land zu „retten“. Die immer noch regierenden Lobbys kaufen weiterhin bei den gleichen korrupten Firmen ein und zahlen überhöhte Kreditzinsen an unsere Banken anstatt auf dem Weltmarkt dem günstigsten Anbieter den Zuschlag zu geben. Früher nannten wir das „übelsten Staatskapitalismus“, heute heißt es „nachhaltiges Wirtschaften“.