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Artikel Tagged ‘scheinselbständigkeit’

Einer von drei Berufstätigen in Griechenland ist selbständig

9. September 2017 / Aufrufe: 389 Keine Kommentare

Griechenland hat den höchsten Anteil Selbständiger in der gesamten Europäischen Union.

Laut den von dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) veröffentlichten Angaben verfügt Griechenland über den höchsten Anteil von Selbständigen in der Europäischen Union, da einer von drei Berufstätigen kein Arbeitnehmer ist.

Die Angaben sind enthüllend bezüglich des Produktionsmodells, auf das sich die inländische Wirtschaft gestützt hat, während sie gemäß einer jüngsten Analyse des Unternehmens- und Industrieverbands (SEB) auch den Mangel an Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft an die modernen Produktionsmethoden reflektieren und dies negative Auswirkungen auf den Wohlstand der Griechen hat, was sich in der hohen Arbeitslosigkeit und dem flauen Aufschwung reflektiert.
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Vergütungen der Reinigungskräfte an Griechenlands Schulen

4. September 2017 / Aufrufe: 590 Keine Kommentare

An Schulen in Griechenland unter Vertrag genommenen scheinselbständigen Reinigungskräften werden für das Putzen der Toiletten monatlich 2 Euro zugestanden!

Ein gemeinschaftlicher Ministerialbeschluss des Kultusministers und des Finanzministers setzt die Vergütung fest, die in diesem Jahr die Reinigungskräfte erhalten werden, die für die Sauberkeit der Schulen Griechenlands tätig sein werden.

Konkret wird gemäß dem Beschluss der beiden Minister die Höhe der Vergütung der mit einem Dienstleistungsvertrag mit dem öffentlichen Sektor verbundenen (sprich „scheinselbständigen) Reinigungskräfte der Schulen des primären und sekundären Bildungszweigs auf 2.230,04 Euro je Schuljahr (10 Monate) festgesetzt, sofern die Schule mit sechs (6) Klassenzimmern nebst den gemeinschaftlich genutzten Räumlichkeiten und „Hygieneräumen“ betrieben wird.
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Mittelalterliche Arbeitsverhältnisse in Griechenland

29. Mai 2017 / Aufrufe: 1.558 1 Kommentar

Die Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt in Griechenland spotten schon lange jeder Beschreibung und stehen kaum noch dem Mittelalter nach.

Auf dem Arbeitsmarkt in Griechenland herrschen geradezu mittelalterliche Verhältnisse, mit rund einer halben Million ohne Versicherung vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer, die jedoch als Teilzeitkräfte deklariert sind, und Hungerlöhnen, die obendrein mit Verzögerungen von bis zu 15 Monaten gezahlt werden.

Der griechische Arbeitsmarkt gleicht einem Albtraum voller Armer, die Gelegenheitsjobs für einen Tagelohn annehmen, der 15 Euro nicht übersteigt.
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Kleindienstleister in Griechenland werfen das Handtuch

11. Oktober 2016 / Aufrufe: 2.786 Kommentare ausgeschaltet

Infolge der irrwitzigen Überbesteuerung sehen in Griechenland zahllose Kleindienstleister und sogenannte Selbständige keinen anderen Ausweg mehr als ihr Gewerbe abzumelden.

Bei den Finanzämtern in Griechenland wird in diesen Tagen ein Andrang ähnlich wie in den letzten Jahren jeweils zum Jahresende beobachtet, wenn sich zigtausende Fahrzeughalter sputen, ihre Fahrzeuge „abzumelden“.

Diesmal geht es jedoch um die sogenannten „Blokakides“ (Plural von „Blokakias“, siehe auch Die unsichtbaren Arbeitnehmer in Griechenland), also Jene, die – im Wesentlichen meistens nur mit einem (Dienstleistungs-) Quittungsblöckchen (= „μπλοκάκι / Blokaki“) ausgerüstet – als mehr oder weniger „selbständige“ (Klein-) Dienstleister tätig sind und die absurden finanziellen Belastungen einfach nicht mehr zu stemmen vermögen.
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Die unsichtbaren Arbeitnehmer in Griechenland

18. Oktober 2014 / Aktualisiert: 03. März 2017 / Aufrufe: 1.346 Kommentare ausgeschaltet

Im Rahmen sogenannter flexibler Beschäftigungsformen werden in Griechenland völlig legal hunderttausende Arbeitnehmer in eine rechtlose Scheinselbständigkeit gezwungen.

Wenn in Griechenland von „Einkommen aus Quittungsblöcken“ die Rede ist, geht es heutzutage meistens um Arbeitnehmer, die infolge der katastrophalen Lage auf dem Arbeitsmarkt keinen anderen Ausweg sehen, als sich den – immer absurderen – Forderungen der Arbeitgeber zu beugen und als Scheinselbständige zu verdingen bzw. buchstäblich „versklaven“ zu lassen.

Sowohl auf dem privaten als nicht zuletzt auch auf dem öffentlichen Sektor wurde in den letzten Jahren in systematischer Untergrabung der Arbeitsgesetzgebung ein ständig anwachsendes Heer rechtloser Scheinselbständiger rekrutiert, die zwar praktisch ganz „normale“ Arbeitnehmer sind (sprich in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis stehen und ggf. sogar auch „Planstellen“ besetzen), formal jedoch als „Selbständige“ behandelt – und natürlich besteuert! – werden.

Ein Journalist, dessen Artikel nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird, beschreibt anschaulich und sinngemäß allgemein zutreffend, was es bedeutet, ein „Blöckchen“ bzw. „Blokakias“ (Plural: „Blokakides“) zu sein.
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