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Neue Insolvenzordnung zur Rettung illiquider Unternehmen in Griechenland

29. April 2011 / Aufrufe: 377 1 Kommentar

Eine Neugestaltung der Insolvenzordnung in Griechenland soll zur Rettung überlebensfähiger, jedoch in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratener Unternehmen beitragen.

Das Ministerium für periphere Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit (YPAAN) will Unternehmen in Griechenland, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, mittels einer Neugestaltung der griechischen Insolvenzordnung eine zweite Chance geben. Mit dem neuen gesetzlichen Rahmen wird die Rettung zahlreicher Unternehmen und die Erleichterung des Aufkaufs der Unternehmen durch Dritte angestrebt, da mit dem neuen Verfahren die Übertragung unter den Anwendungsbereich fallender Unternehmen leichter erzielbar ist.

Der entsprechende Gesetzentwurf, der am Donnerstag (28.04.2011) von dem zuständigen Minister Michalis Chrysochoidis in zweiter Lesung dem Ministerrat präsentiert wurde, zielt im Wesentlichen auf die Sanierung von Unternehmen, die zwar unternehmerisch überlebensfähig sind, jedoch Liquiditätsproblemen begegnen – und zwar früh genug vor dem Eintritt der Insolvenzphase, die automatisch auch die Abwertung des Unternehmenswertes bedeutet.

Es ist sogar die vollständige Substitution des sechsten Kapitels (Artikel 99 bis 106) des Gesetzes N. 3588/2007 (Insolvenzordnung) vorgesehen, während fortan dem Insolvenz-Vorverfahren unter bestimmten Voraussetzungen auch Unternehmen unterstellt werden können, die bereits zur Einstellung der Zahlungen geschritten sind.

Laut Minister Michalis Chrysochoidis besteht das Grundelement der Regelung in der zügigen Neudefinition der Verhältnisse zwischen Schuldner und Gläubigern durch den Abschluss einer – auch nach vertraulichen Verhandlungen erfolgenden – verbindlichen Sanierungsvereinbarung, die auf die Minimierung des eintretenden Schadens abzielt und somit die Phase der Ungewissheit bezüglich des Überlebens oder Nichtüberlebens des Unternehmens begrenzt.