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Artikel Tagged ‘rüstungsindustrie’

Griechenland: Waffen, Schmiergelder, Erpressungen und Verschuldung

27. November 2014 / Aufrufe: 2.111 3 Kommentare

Im Vorfeld wahrscheinlicher Neuwahlen in Griechenland scheint den Politikern ihre Erpressbarkeit vor Augen geführt werden zu sollen, um sie von Flausen abzuhalten.

Es ist ein Zusammentreffen, das nicht unbemerkt abgehakt werden darf: der Fall des (ehemaligen Verteidigungsministers) Akis Tsochatzopoulos „schlug“ kurz vor den Wahlen des Jahres 2012 ein. In einer Epoche, in der es (wieder) nach Wahlen riecht, „platzt“ auch der Fall des Georgios Karatzaferis. (Anmerkung: gegen den Vorsitzenden der LAOS Partei wird neuerdings – sprich mehr oder weniger aus heiterem Himmel – wegen Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Korruption in Zusammenhang mit Rüstungsprogrammen ermittelt … .)

Gleichzeitig wird genau in dieser Periode auch wieder allgemein das Thema der Rüstungs-Schmiergelder aufs Tapet gebracht. Wer bösgläubig ist und sich schwer tut, die Zufälle zu akzeptieren, würde sagen, es gehe um die Äußerung einer Erpressung, die sich in allgemeinen Linien folgendermaßen formuliert: „schau mal, was Dir passieren könnte …
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Hintergründe der Rüstungs-Schmiergeldaffäre in Griechenland

6. Januar 2014 / Aufrufe: 1.648 2 Kommentare

Der ehemalige Funktionär Antonis Kantas des Verteidigungsministeriums in Griechenland ist im Vergleich zu dem Eisberg der Korruption im Rüstungswesen nur ein Eiswürfelchen.

Enthüllungen über Personen und Dinge, die vielen bekannt waren, aber bisher niemand eingestand? Hexenjagd oder selektive Konzentration auf bestimmte Personen, damit gewisse andere von dem Staub der Nachrichten verdeckt werden?

Wie auch immer, die Enthüllungen des ehemaligen (anfänglich stellvertretenden) Direktors für Rüstung im griechischen Verteidigungsministerium, Antonis Kantas, über die „Rüstungsparty“ zu den Tagen des Akis Tsochatzopoulos sind nicht mehr als nur ein Quäntchen von all dem, was geschah. Und hauptsächlich ein Quäntchen, das besonderer Vorsicht bedarf, zumal die Informationen von einem (inzwischen) erwiesenermaßen Bestochenen (und somit Kriminellen) kommen, der freimütig jeden „verpfeift“, um seine eigene Lage zu entlasten.
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Griechenland: Unser Staat ist der Feind unseres Staates!

7. September 2013 / Aufrufe: 871 1 Kommentar

Als größter Feind des Staates in Griechenland erweist sich immer wieder der Staat selbst.

Der Punkt, wo es niemals eine Verbesserung geben kann, ist dort, wenn jemand niemals seine Fehler anerkennen will und alle Unglücke den anderen anlastet. Es kommt nicht von ungefähr, dass das Volk betont, „die Fehler werden zur Lehre„, nur scheinen wir es nur zu sagen und nicht zu adoptieren. Heute sind uns jeder und alles schuld. Von der Troika und dem IWF bis hin zum „rückläufigen Merkur“.

Die einzigen, die keine Schuld haben, sind wir. Und im Fall der heutigen Anmerkung ist der einzige, der nicht schuld ist, der Staat, also der koordinierte Staat und im weiteren Sinne unsere Vertreter in allen Machtpositionen, in die sie jedoch mit unseren Stimmen gelangten.

Was haben also diese unsere gewählten Vertreter getan? So unvereinbar es sich auch anhören mag: sie legalisierten – und tun es weiterhin – überall die Illegalität, entweder um Stimmen zu fangen oder Schmiergelder einzusacken.
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Griechenland untersucht Kampfpanzer-Offerte aus USA

26. Oktober 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 550 4 Kommentare

Über das Angebot der USA, Griechenland 400 gebrauchte Kampfpanzer M1A1 Abrams zu überlassen, ist nach wie vor keine endgültige Entscheidung getroffen worden.

Der griechische Verteidigungsminister Panos Panagiotopoulos teilt dem Parlament in einem Schreiben mit, bezüglich einer Beschaffung von Kampfpanzern sei kein Beschluss getroffen worden, führt jedoch an, derzeit werde ein Vorschlag der USA über die kostenlose Abtretung 400 gebrauchter Kampfpanzer Abrams M1A1 an das griechische Militär untersucht.

Das Schreiben des Ministers wurde in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der SYRIZA-Abgeordneten Georgios Varemenos, Theodoris Dritsas, Agni Kalogeri und Vasilis Chatzilampros übermittelt, in der sie den Minister zu erklären aufforderten, „wie Verfahren zur Anschaffung von Kampfpanzern vorangetrieben werden, obwohl die langfristige Planung der Rüstungsprogramme ohne demokratische Genehmigung bleibt„.

Der Minister führt an, die Anschaffung oder nicht von Kampfpanzern befinde sich (immer) noch im Stadium der Untersuchung, während er bezüglich des Angebots der USA anmerkt, die politische Führung des militärischen Hauptquartiers (GES) werde zur Erstellung einer vollständigen finanztechnischen Studie über die Annahme oder nicht der kostenlosen Überlassung der Panzer schreiten und dabei auch alle finanztechnischen Elemente berücksichtigen und mituntersuchen, welche von amerikanischer Seite verlangt worden sind (Kosten der operativen Nutzung, der Aufrüstung, danach des Supports, der Beschaffung von Ersatzteil- und Werkzeugkontingenten, Munition, Ausbildungssimulatoren usw.).

Im Fall der Annahme des Angebots der USA werden die gesetzlich vorgesehenen Abläufe befolgt werden, darunter auch die Unterrichtung des parlamentarischen Ausschusses für Rüstungsprogramme und Verträge, führt der Minister an.

Sich auf die Vorteile beziehend, welche sich im Rahmen des Wiederaufbaus der nationalen Rüstungsindustrie ergeben können, merkt er an, das Ministerium erachte, dass – sofern die Anschaffung von Kampfpanzern beschlossen wird – bei der technischen Unterstützung oder sogar auch der Aufrüstung und Modernisierung der Panzer die Beteiligung der staatlichen Rüstungsindustrie möglich sei.

(Quelle: in.gr)

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Deutschlands Korruptions-Exporte nach Griechenland

22. Februar 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 11.669 81 Kommentare

Deutschland wird angelastet, nicht nur maßgeblich zur Entstehung der Griechenland-Krise beigetragen, sondern auch Korruption nach Hellas exportiert zu haben.

In einem aktuellen Artikel der englischen Zeitung „The Independent“ wird unverblümt herausgestrichen, dass Deutschland und Frankreich die Griechenland-Krise wenn nicht schon allein, so doch infolge des kontinuierlich auf Athen ausgeübten Drucks, zu völlig unangemessenen Rüstungskäufen zu schreiten, zumindest maßgeblich provoziert und zu verantworten haben. „Fast während des gesamten letzten Jahrzehnts zählte Griechenland – mit einer Bevölkerung von gerade einmal 11 Millionen Menschen – zu den fünf größten Rüstungsimporteuren der Welt. Die meisten der völlig überteuerten und U-Boote, Panzer und Kampfflugzeuge einschließenden Waffensysteme wurden in Deutschland, Frankreich und den USA hergestellt.

Weniger Beachtung fand dagegen bisher die Tatsache, dass speziell deutsche Unternehmen parallel auch Korruption nach Griechenland „exportierten“, um nicht nur im Rüstungsgeschäft, aber auch auf anderen Bereichen des öffentlichen Sektors die Konkurrenz „auszustechen“ und sich lukrative Aufträge zu teilweise geradezu unverschämten Konditionen an Land zu ziehen. Der Journalist Jorgos Papasotiriou zog in einem neulich in der Zeitung „Vradyni“ publizierten Artikel (s)ein Resümee, das nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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Rüstungsindustrie nimmt Griechenland schamlos aus

13. Januar 2012 / Aktualisiert: 13. Januar 2012 / Aufrufe: 3.426 27 Kommentare

Ein Bericht der ZEIT enthüllt, dass Griechenland trotz drohenden Staatsbankrotts nach wie vor zugunsten der deutschen Rüstungsindustrie skrupellos ausgenommen wird.

Die deutsche Zeitung ZEIT publizierte einen umfangreichen Artikel über die Rüstungsverträge, welche die deutschen Unternehmen mit den griechischen Behörden unterzeichnen, und betont, dass Berlin offensichtlich kein Problem damit habe, nicht nur Profit herauszuschlagen, sondern sogar auch Druck bezüglich der Rüstungs-Programme auszuüben … die das Moratorium nicht berührt.

Wenn die nächste Tranche der Hilfskredite gewährt wird, besteht die reale Möglichkeit, dass neue Verträge unterzeichnet werden„, berichtet – oder „verspricht …“ – ein Funktionär aus Athen, wozu die Zeitung bemerkt, dass Griechenland und Portugal die besten Abnehmer der deutschen Rüstungsindustrie sind.
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