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Artikel Tagged ‘reparation’

Griechenlands Vize-Verteidigungsminister in Moskau

20. März 2015 / Aufrufe: 614 Kommentare ausgeschaltet

Im Rahmen seines Besuchs in Moskau hofft Griechenlands Vize-Verteidigungsminister, in russischen Archiven deutsche Unterlagen aus dem Zweiten Weltkrieg zu finden.

Anlässlich seines Besuchs in Moskau befindet gab Vize-Verteidigungsminister Kostas Isychos aus Griechenland Interviews an russische Medien und bekundete dabei unter anderem das Interesse Athens, angesichts der anstehenden Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Siegs über die Faschisten im 2. Weltkrieg aus russischen Archiven eventuelle Fakten über die deutsche Besatzung in erlangen zu können.

Während meines Besuchs in Moskau beabsichtige ich, meine russischen Kollegen bezüglich der Existenz von Schriftstücken in den Archiven Russlands zu fragen, die in Zusammenhang der Periode der Besetzung Griechenland durch das faschistische Deutschland stehen. Wie bekannt ist, erlangte Russland zusammen mit den USA, Großbritannien und Frankreich als Siegermächte als erste Zugang zu deutschen Unterlagen als Trophäen. Deswegen besteht eine Möglichkeit, dass in russischen Archiven einschlägige Unterlagen gefunden werden. Die griechische Regierung versucht nun, in der ganzen Welt ähnliche Fakten zusammenzutragen um mit schriftlichen Beweisen ihre Forderungen auf die Notwendigkeit zu stützen, dass von Deutschland Kriegsentschädigungen und die Besatzungs-Zwangsanleihe an Griechenland gezahlt werden„, erklärte der stellvertretende Verteidigungsminister gegenüber der Zeitung der russischen Regierung „Russkaja Gazeta“.
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Deutschland verlangt Reparationen von Griechenland

16. März 2015 / Aufrufe: 1.297 9 Kommentare

Laut dem Postillon soll Deutschland gegen Griechenland Entschädigungsforderungen in Höhe von 11 Milliarden Euro erheben wollen.

Der Schuldenstreit um Griechenland erfährt laut dem Postillon eine neue Wendung: Die Bundesregierung soll angekündigt haben, Athen mit Reparationsforderungen wegen des in den letzten Jahrzehnten durch Schlagermusik von Costa Cordalis erlittenen Leids konfrontieren zu werden.

Insgesamt belaufen sich die deutschen Forderungen für 15 Alben seit 1965 auf 11 Milliarden Euro – was rein zufällig dem selben Betrag entspricht, den Griechenland von Deutschland als Kompensation für die Zwangsanleihe der Nazis fordert.

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Griechenlands Forderungen an Deutschland sind nicht erledigt

15. März 2015 / Aufrufe: 1.713 6 Kommentare

Eberhard Rondholz vertritt, das Thema der Forderungen Griechenlands an Deutschland sei nicht erledigt und müsse Gegenstand politischer Verhandlungen darstellen.

Der deutsche Journalist und Philhellene Eberhard Rondholz bringt die Ansicht zum Ausdruck, das Verlangen Griechenlands nach Zahlung von Kriegsentschädigungen und Rückzahlung der Besatzungs-Zwangsanleihe sei trotz der Bemühung der deutschen Regierung, dies so darzustellen, nicht erledigt.

Der deutsche Journalist kommentiert bei der Deutschen Welle die Erklärung des Regierungssprechers Steffen Saibert, durch dessen Mund Berlin am Mittwoch (11 März 2015) erneut signalisierte, das Thema als erledigt zu betrachten. „Aus juristischer Sicht gilt dies nicht„, merkt Eberhard Rondholz an.
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Besatzungskredit aus Griechenland: Zahlen mit Bedeutung

11. März 2014 / Aufrufe: 1.861 5 Kommentare

Griechenlands Forderungen aus dem Zwangskredit an das Dritte Reich haben eine starke rechtliche Basis, müssen jedoch auf einem realistischen Niveau bleiben.

Joachim Gaucks Besuch in Athen und Ioannina schafft einen außerordentlichen Impuls zur Tangierung einer Lösung für den Besatzungs-Zwangskredit – eine griechische Forderung, die gerecht ist und eine starke rechtliche Basis hat, und Griechenland hat sich nicht von seinen daraus hervorgehenden Rechten abgewendet.

Es gibt jedoch von griechischer Seite gewisse Extreme bei den Berechnungen der Beträge, die auch öffentlich zu Gehör kommen und der griechischen – juristisch starken – Position schaden.
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Deutschland schuldet Griechenland 510 Milliarden Euro

14. Oktober 2012 / Aktualisiert: 09. März 2014 / Aufrufe: 6.356 7 Kommentare

Einschlägigen Berechnungen zufolge soll sich die auch nach 70 Jahren unbeglichene Schuld Deutschlands an Griechenland auf 510 Milliarden Euro belaufen.

Laut einem Artikel des Magazins „Epikera“ bezieht sich dieser Betrag ausschließlich auf die Zahlungen, welche die deutschen Eroberer in der Periode der Besatzung aus der griechischen Staatskasse forderten und unter Zwang erhielten.

Als im Frühjahr 1941 Deutschland und danach Italien Griechenland besetzten, war – wie in dem Artikel angeführt wird – von den internationalen Haager Abkommen bereits seit 1907 die von Seite des besetzten Staates erfolgende Entrichtung von Zahlungen für Verpflegung und Unterhalt der Besatzungstruppen vorgesehen. Anfänglich verhängten der deutsche und der italienische Eroberer eine willkürliche Methode der Begleichung der Aufwendungen mit der Ausgabe sogenannter „Besatzungsmark“ und entsprechend „Mediterraner Drachmen“, die sogar nach freiem Gutdünken gedruckt wurden.

Die Verantwortlichen des unter Besatzung stehenden griechischen Staates protestierten gegen den unkontrollierten Umlauf dieser Währung, welche die Griechische Bank den Überbringern gegen die offizielle griechische Währung einzutauschen verpflichtet war. Drei Monate später wurden Besatzungsmark und Mediterrane Drachme schließlich vollumfänglich eingezogen, sodass alle Geschäftsabläufe der Eroberer mit ihren Lieferanten und alle ihre anderen Aufwendungen in Griechenland mittels der Griechischen Bank erfolgten (siehe auch Griechische Bank hat Unmengen Deutsche Besatzungsmark im Keller).
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Deutsche haben nicht einen Euro für Griechenland gegeben

8. Oktober 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.459 7 Kommentare

Panos Kammenos erklärt unter Berufung auf Altbundeskanzler Schmidt, der deutsche Steuerzahler habe keinen einzigen Euro für Griechenland gezahlt, und fordert von Angela Merkel die Herausgabe der Listen Christoforakos.

Der Parteivorsitzende der Unabhängigen Hellenen (ANEL), Panos Kammenos, betonte unter Berufung auf Altbundeskanzler Helmut Schmidt, der deutsche Steuerzahler habe keinen einzigen Euro für die griechische Wirtschaft gegeben, und erklärte angesichts des anstehenden Besuchs der Bundeskanzlerin am kommenden Dienstag (09 Oktober 2012) in Athen unter anderem, Angela Merkel solle die „Listen Christoforakos“ mitbringen.

(Anmerkung: Michalis Christoforakos war einer der Protagonisten in dem Griechenland betreffenden Part der Siemens-Schmiergeldaffäre und entzog sich durch seine unter dubiosen Umständen erfolgte Flucht nach Deutschland dem Zugriff der griechischen Justiz.)

Erklärung des Parteivorsitzenden der ANEL, Panos Kammenos

Der ehemalige deutsche Bundeskanzler, Herr Helmut Schmidt, sagte, die deutschen Steuerzahler haben keinen einzigen Euro für die griechische Griechenland gegeben, und das ist die Wahrheit. Die griechischen Steuerzahler jedoch haben mehr als 80 Milliarden Euro aus harten Steuern gegeben, die sie nicht weiter zu zahlen vermögen.

Der Besuch der Frau Merkel hat vor allem von der griechischen Flagge begleitet zu sein, welche wir alle auf unseren Balkonen hissen müssen um ihr zu demonstrieren, dass Griechenland ein national souveräner Staat ist und nicht über seine nationale Souveränität verhandelt, nicht Befehlen der Bankiers unterliegt.

Wir werden sie am Nachmittag um 18:00 Uhr vor der deutschen Botschaft mit der Parole erwarten, erst die Listen Christoforakos zu bringen, erst jene zu enthüllen, welche die gekauften Politiker bezahlten, erst den Besatzungskredit und die Reparationen zu zahlen, und danach können wir gleichberechtigt verhandeln.

(Quelle: in.gr)