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Artikel Tagged ‘rentenstopp’

Rentenstopp in Griechenland

12. November 2015 / Aufrufe: 1.809 1 Kommentar

Die Rentenversicherungsträger in Griechenland bewilligen keine neuen Renten und derzeit sind fast 400000 Rentenanträge und Abfindungen anhängig.

Die Anhäufung anhängiger Rentenanträge in Griechenland ist für ein Land der EU beispiellos, da die Rentenkassen von den 330.000 Anträgen auf den Eintritt in den Ruhestand „verstopft“ sind und auch 61.000 beantragte Abfindungen anhängig sind.

Konkret hängen derzeit 173.000 Anträge auf Hauptrenten mit einem Gesamtvolumen von 2 Mrd. Euro an, davon 80.000 bei dem Versicherungsträger für Arbeitnehmer (IKA), 33.000 bei dem Versicherungsträger der Selbständigen (OAEE), 30.000 bei dem landwirtschaftlichen Versicherungsträger OGA, 15.000 auf dem öffentlichen Sektor und weitere 15.000 bei anderen Hauptrenten-Trägern.
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Griechenland dementiert Rentenstopp für 2014

13. Dezember 2013 / Aufrufe: 1.848 3 Kommentare

Der Arbeitsminister in Griechenland bezeichnet einen angeblich von der Troika verlangten Rentenstopp für 2014 als Szenarium wissenschaftlicher Phantasie.

Der griechische Arbeitsminister Giannis Vroutsis dementierte eine Pressemeldung, laut der die Troika in einer E-Mail praktisch darauf hinarbeiten soll, dass im Jahr 2014 keine neuen Renten bewilligt werden, und sprach vor dem Parlament von einem „Science-Fiktion-Szenarium“.

Laut Informationen der Zeitung „Eleftheros Typos“ verlangten die Stäbe der Troika mit der in Rede stehenden E-Mail (einer der vielen, die ausgetauscht werden) Informationen darüber, auf welche Höhe sich die Rentenzahlungen des Zeitraums 2014 – 2017 gestalten würden, wenn bei den Aufwendungen keinerlei neue Renten im Jahr 2014 einbezogen werden.
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Griechenland hungert Rentner in Deutschland aus

9. November 2013 / Aktualisiert: 08. Januar 2014 / Aufrufe: 11.813 20 Kommentare

Der größte gesetzliche Versicherungsträger IKA in Griechenland zahlt in Deutschland lebenden Rentnern seit Monaten keine Renten mehr.

In letzter Zeit werden wir zunehmend von in Deutschland lebenden Rentnern – sowohl griechischer als auch deutscher Staatsangehörigkeit – des größten gesetzlichen griechischen Versicherungsträgers IKA angeschrieben, denen seit Monaten ohne jegliche Erklärung die ihnen zustehenden Bezüge verweigert werden.

Abgesehen von Fällen, in denen möglicherweise aufgrund aktueller geltender Bestimmungen obligatorisch zu erbringende Nachweise nicht oder nicht fristgemäß beigebracht wurden und eine Einstellung der Zahlungen somit gerechtfertigt sein mag, scheinen auch zahlreiche Rentner betroffen zu sein, die allen einschlägigen Verpflichtungen entsprochen haben, ihre Rente jedoch trotzdem nicht mehr erhalten. Die nachstehend wiedergegebene Leserzuschrift dürfte Bände sprechen … .
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Renten in Griechenland bis Ende 2012 gesichert

20. Oktober 2012 / Aufrufe: 327 3 Kommentare

Laut dem Arbeitsministerium in Griechenland ist die Zahlung der Renten aller Kassen bis Ende 2012 gewährleistet.

Der Staatssekretär im griechischen Arbeitsministerium, Nikos Panagiotopoulos, versicherte in Beantwortung einer aktuellen parlamentarischen Anfrage des Angeordneten der SYRIZA-Partei, Alexis Mitropoulos, dass für alle Kassen bis Ende des Jahres (2012) kein Thema der Einstellung der Rentenzahlungen bestehe.

Herr Mitropoulos führte vorher an, der Direktor der IKA, Rovertos Spyropoulos, habe erklärt, der Träger verfüge bis Oktober 2012 über Gelder zur Zahlung der Renten. „Vor dem PSI betrugen die Rücklagen der Kassen ungefähr 22 Mrd. Euro. Mit dem „Haircut“ verloren diese 85% ihres Gesamtwertes. Sorgen Sie dafür, die Versicherungsträger zu stärken, weil Sie im November und Dezember kein Geld haben werden, um die Rente zu zahlen„, vertrat Herr Mitropoulos.

Der Staatssekretär des Arbeitsministeriums wiederholte, derzeit bestehe keine Gefahr, die Renten nicht auszuzahlen, merkte an, der IKA stehen 714.127.176 Euro zur Verfügung, und ergänzte, dass bis Ende des Jahres die Finanzierung des EOPYY mit 250 Mio. Euro vorgesehen sei.

(Quelle: Imerisia)

Troika stellt Griechenland 15 ultimative Bedingungen

19. September 2011 / Aufrufe: 1.392 11 Kommentare

Die Troika macht die Freigabe weiterer Raten der Hilfskredite an Griechenland von der sofortigen Umsetzung 15 ultimativer Bedingungen abhängig.

Damit die abgebrochenen Gespräche fortgesetzt werden und überhaupt noch eine Hoffnung auf dieFreigabe der 6. Kreditrate in Höhe von 8 Mrd. Euro an Griechenland besteht, fordert die Troika von der griechischen Regierung unter anderem die Entlassung 100.000 befristet und unbefristet angestellter Bediensteter des öffentlichen Sektors bis 2015 und den sofortigen Beginn der Entlassungen ab Montag (19.09.2011) mittels Vertragskündigungen und Stellenstreichungen, in Kombination mit der Maßnahme der „Arbeitsreserve“ (= Zwangsfreistellung) ** für 50.000 Bedienstete der 10 Gesellschaften KED, ETA, ODDY, Träger für Jugend, EOMMECH, IGMA, OSK, DEPANOM, THEMIS und ERT, denen noch in dieser Woche die entsprechenden Benachrichtigungen über ihre Zwangsfreistellung zuzuschicken sind, und weiterer 65 Träger, die bis Dezember schließen müssen, sowie die unmittelbare Kürzung der Renten der Kassen OGA **, NAT und der Rentenkasse der OTE und die Verabschiedung der neuen (Spar-) Besoldungsordnung für den öffentlichen Sektor, die ab dem 01. Oktober 2011 für alle Bediensteten zu gelten hat.
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Rentenkürzungen in Griechenland ab September 2010

27. April 2010 / Aktualisiert: 11. Mai 2010 / Aufrufe: 991 Kommentare ausgeschaltet

Spätestens ab September 2010 wird es in Griechenland empfindliche Kürzungen der Altersrenten geben, um dem unmittelbar bevorstehenden Bankrott der Rentenkassen entgegen zu wirken.

Wie der griechische Arbeitsminister Andreas Loverdos in einer Sendung des griechischen Fernsehsenders ALTER erklärte, wird die als „Solidaritätsabgabe“ ausgewiesene Zwangsabgabe auf Renten in Höhe von ab 1.400 Euro pro Monat bereits ab September 2010 und nicht wie anfänglich geplant erst ab November 2010 einbehalten werden. Abhängig von der jeweiligen Höhe einer Rente soll nach dem derzeitigen Stand (27.04.2010) der Dinge der Satz der Zwangsabgabe 5, 7 oder 9 Prozent betragen. Sowohl die Bemessungsgrundlage als auch die Höhe und Staffelung der LAFKA-Abgabe stehen allerdings noch nicht endgültig fest, und möglicherweise wird die Abgabe sogar schon bereits ab August 2010 einbehalten werden. Über die Abgabe sollen defizitäre gesetzliche Rentenkassen finanziert werden.

Diese in Griechenland kurz LAFKA genannte Sonderabgabe auf Altersrenten geht auf das bereits im Jahr 1992 unter dem damaligen Minister Sioufas verabschiedete Gesetz 2084/92 zurück und sorgte für ein gleichermaßen peinliches wie fatales Politikum. Die Erhebung der Zwangsabgabe wurde nach jahrelangen gerichtlichen Auseinandersetzungen schließlich im Jahr 2004 unter der damaligen Regierung Konstantinos Karamanlis per gesetzlicher Regelung gestoppt. Die sich nach einschlägigen Urteilen abzeichnenden horrenden Regressforderungen der betroffenen Rentner wurden allerdings politisch auf eine Weise verhindert, die unter keinem Aspekt mit den Prinzipien eines Rechtsstaates in Einklang zu bringen ist.

Die nun von der PASOK-Regierung erneut beschlossene Erhebung der LAFKA-Abgabe in Kombination mit weiteren teils neuen, teils schon vor geraumer Zeit verfügten Maßnahmen wie „Deckelung“ der Renten, allgemeiner Rentenstopp usw. bedeutet für die – sei es auch für griechische Verhältnisse als privilegiert geltenden – betroffenen Rentner nominale Kürzungen ihrer derzeitigen Altersbezüge von fallweise bis zu fast 20 Prozent.

Erneute Steuererhöhungen und harte Sparmaßnahmen in Griechenland

3. März 2010 / Aktualisiert: 03. Juni 2010 / Aufrufe: 1.985 5 Kommentare

In Griechenland wurden am 03. März 2010 erneute Erhöhungen der Verbrauchssteuern (Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, Tabaksteuer, Getränkesteuer usw.), Sonderabgaben und harte Sparmaßnahmen beschlossen.

Das am Mittwoch von der griechischen Regierung beschlossene Paket der zusätzlichen Sparmaßnahmen wurde noch am selben Tag im Eilverfahren ins Parlament gebracht und wird  ab Donnerstag (04. März 2010) in Kraft treten. Von den Steuererhöhungen und Sparmaßnahmen erhofft sich der Fiskus Einsparungen und Mehreinnahmen in Höhe von insgesamt etwa 5 Milliarden Euro.
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