Griechenland verbietet elektronische Zigaretten
In Griechenland wurde der Vertrieb nikotinhaltiger E-Zigaretten wegen mangelnder Daten über eventuelle gesundheitliche Folgen ausdrücklich verboten.
Das Gesundheitsministerium in Griechenland hat nach einem Gutachten der nationalen Medikamenten-Aufsichtsbehörde (EOF) den Vertrieb nikotinhaltiger elektronischer Zigaretten verboten. Wie der Generalsekretär für Gesundheit Antonis Dimopoulos erklärte, ist der Verkauf Nikotin freisetzender elektronischer Zigaretten bereits verboten worden, während ein Beschluss bezüglich der E-Zigaretten ohne Nikotin noch aussteht.
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz über die Bekämpfung des Rauchens führte der Kardiologe und Vorsitzende des nationalen Ausschusses für die Kontrolle des Rauchens Panagiotis Bechrakis an, dass das Verbot der E-Zigaretten wegen des Fehlens wissenschaftlicher Daten über die Langzeitfolgen beschlossen wurde. Er äußerte jedoch, dass die elektronische Zigarette schädlich zu sein scheint, wenn auch weniger als die normalen Zigaretten. (Anmerkung: P. Bechrakis betonte an anderer Stelle allerdings auch, dass der Ausschuss dem Gesundheitsministerium niemals ein Verbot elektronischer Zigaretten vorgeschlagen habe und letzteres allein auf Betreiben der Medikamentenbehörde und des Ministeriums beschlossen worden ist.)
Auch elektronische Zigaretten sind gesundheitsschädlich
Laut Herrn Bechrakis zeigt eine zur Veröffentlichung in einer wissenschaftlichen Zeitschrift akzeptierte Untersuchung, dass die elektronische Zigarette “die Widerstandskräfte des Atemsystems und in dem Atem nachgewiesenen Entzündungsindikatoren” beeinflusst. “Diese Faktoren sind nicht so intensiv wie beim Rauchen normaler Zigaretten, jedoch ist auch die elektronische Zigarette gesundheitsschädlich“, erklärte er gegenüber der Zeitung To Vima. Der Professor erkennt aber an, dass “die elektronische Zigarette als eine Zwischenphase beim Abgewöhnen des Rauchens eingestuft werden könnte. Nicht um dauerhaft zu ihr zu wechseln, sondern um sie zwei, drei Monate zu benutzen und dann völlig mit dem Rauchen aufzuhören“.
Die elektronischen Zigaretten sind Geräte, welche das Rauchen simulieren und dabei nikotinhaltigen Dampf freisetzen. E-Zigaretten werden als Hilfsmittel beim Abgewöhnen des Rauchens oder aber dagegen auch als Mittel dazu beworben, ungeachtet des Rauchverbots überall rauchen zu können. Tatsache ist jedenfalls, dass bis heute kein Land die elektronische Zigarette als sichere Methode zur Abgewöhnung des Rauchens anerkennt. Dagegen haben etliche Gesundheitsorganisationen ihre Vorbehalte ausgedrückt und argumentieren, dass die elektronische Zigarette möglicherweise Auswirkungen auf die Gesundheit haben und junge Leute zum Rauchen ermuntern könnte.
In den USA hat die Behörde für Lebensmittel und Medikamente (FDA) von der Nutzung der elektronischen Zigarette abgeraten und betont, dass die Hersteller junge Leute ins Ziel nehmen können, ohne vor den möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit zu warnen. Die FDA hat ebenfalls elektronische Zigaretten ausgemacht, welche Nikotin in größeren Dosen als auf der Verpackung angegeben sowie auch andere chemische Substanzen freisetzen. Von der anderen Seite erkennt der Verband der Ärzte des öffentlichen Gesundheitswesens die elektronische Zigarette als Hilfsmittel zur Abgewöhnung des Rauchens an.
Die Weltgesundheitsorganisation schließlich gab 2008 bekannt, dass keine ausreichenden Studien existieren, welche zeigen, dass die elektronische Zigarette eine sichere Therapie zur Substitution des Nikotins sei.
(Quelle: in.gr)











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