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Griechenland: Privatisierungen und die nächste Tranche

1. November 2015 / Aufrufe: 1.137 Kommentare ausgeschaltet

Ein aufgewertetes Privatisierungsprogramm soll das Vertrauen der Investoren und Märkte wiederherstellen und zum Aufschwung der Wirtschaft Griechenlands beitragen.

Da Griechenland sich schwer tut, die nächste Tranche aus dem dritten Paket zu seiner Rettung zu bekommen, könnte die Wiederbelebung des eingefrorenen Privatisierungsprogramms bei der Wiederherstellung des Vertrauens der Investoren nach Monaten häufig bitterer Streitereien helfen.

Griechenland hat zum Ziel, noch vor Ende des laufenden Jahres 14 lokale Flughäfen zu verpachten und den Verkauf der Mehrheit der Aktien des Hafens von Piräus einzuleiten, da die Regierung sich bemüht, die Veräußerungen von Vermögenselementen zu beschleunigen, bei denen es wiederholt misslang, den Erwartungen mittels der stetigen Rettungen zu entsprechen. Für das kommende Jahr (2016) zielen die Amtsträger in Athen auf 3,5 Milliarden Euro aus Verkäufen und Überlassungen öffentlicher Vermögenswert ab, also so viel, wie das Land in den vergangenen Jahren insgesamt zusammenbrachte.
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Privatisierungsfond in Griechenland unter neuer Führung

26. Juli 2012 / Aktualisiert: 27. Juli 2012 / Aufrufe: 350 1 Kommentar

Die Umbesetzung der Geschäftsführung des Privatisierungsfonds in Griechenland soll neuen Elan in das bisher äußerst schleppend verlaufene Privatisierungsprogramm bringen.

In dem Versuch, neuen Schwung in das staatliche Privatisierungsprogramm zu bringen, setzte die griechische Regierung am Mittwoch (24 Juli 2012) eine neue Führung der „Kasse zur Verwertung des privaten Vermögens des Staates“ (TAIPED) ein.

Laut der einschlägigen Bekanntmachung der Regierung wurde als neuer Vorstand des Fonds der ehemalige geschäftsführende Vorstand der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) Takis Athanasopoulos eingesetzt, der in der Vergangenheit wiederholt mit dem Gewerkschaftsverband des Unternehmens zusammengestoßen war. In die Position des geschäftsführenden Vorstands der TAIPED wurde nach dem aufsehenerregenden Rücktritt des bisherigen Geschäftsführers Kostas Mitropoulos der Bankier Giannis Emiris berufen, der bisher Leiter der Investitionsabteilung der Alpha Bank war.

Amtsvorgänger Kostas Mitropoulos hatte in der vergangenen Woche mit Wirkung zum 10. August 2012 seinen Rücktritt eingereicht und seine Entscheidung mit der mangelnden Unterstützung seitens der Regierung und speziell dem Umstand begründet, dass nach wie vor kein Vorsitzender eingesetzt wurde und der Träger damit praktisch handlungsunfähig war.

Ziel des Privatisierungsprogramms ist die Schöpfung von 19 Mrd. Euro bis Ende 2015. Seit 2010, als Griechenland das erste Hilfspaket erhielt, wurden bisher gerade einmal 1,56 Mrd. Euro eingenommen. Das Privatisierungsprogramm besteht zu 90% aus Verpachtungen staatlichen Grundbesitzes und Abtretungen von Infrastrukturen.

(Quelle: Imerisia)