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Artikel Tagged ‘primärüberschuss’

Griechenland braucht fiskalischen Atemraum

16. Dezember 2016 / Aufrufe: 780 Kommentare ausgeschaltet

Griechenlands Regierung ergriff mehr fiskalische Maßnahmen als erforderlich und schuf damit überflüssige negative Auswirkungen auf seine reale Wirtschaft.

2016 wird das zweite aufeinanderfolgende Jahr sein, in dem Griechenland die Zielvorgaben für seinen Primärüberschuss übertroffen haben wird. Entgegen den pessimistischen Prognosen der Gläubiger Griechenlands haben seine Autoritäten bewiesen, dass sie die Zusagen des Landes zu erfüllen vermögen. Zu diesem Resultat trug eine Reihe von Faktoren bei:

  • In der Vereinbarung des Jahres 2015 mit den Gläubigern waren die Zielvorgaben im Vergleich zu vorherigen Programmen niedriger.
  • Die Beitreibung von Einnahmen ist verbessert worden.
  • Die Disziplin bei den Ausgaben ist gestärkt worden.
  • Die gesellschaftliche Auswirkung war geringer als erwartet.


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Griechenlands Premier versucht, sich am eigenen Schopf zu retten

13. Dezember 2016 / Aufrufe: 1.196 1 Kommentar

Sich an die Macht klammernd nimmt Griechenlands Premier die geprüfte Gesellschaft auf den Arm und hofft auf ein Wunder, das ihn im politischen Spiel bleiben lässt.

Unumwunden und ohne „ja, aber …“: Dieser Haufen, der Griechenland regiert, ist das Schlimmste, Elendigste, Verlogenste und Gefährlichste, was wir je erlitten haben …

Noch bevor der Nachhall … „eines nationalen Siegs“ verklang, der in der Essenz eine verhüllte Vorankündigung neuer harter Maßnahmen wegen der Unnachgiebigkeit der Gläubiger ist, kam Premierminister Alexis Tsipras, um mit einer … Botschaft die Verzweiflung der Gesellschaft angesichts eines noch düsteren morgens zu zerstreuen, indem er Spiegelchen an die Eingeborenen verteilt!

Rentner in Griechenland müssen weitere 1,8 Mrd. Euro „stemmen“

Tsipras „gibt“ … die 13. Rente (so sagte es der Gottlose …) und setzt damit täuschend und rein kommunikativ auf einen unvergesslichen Wahlkampf-Slogan, ohne den Mut zu haben, die Dinge beim Namen zu nennen. Also dass er einem Teil der Rentner eine außerordentliche einmalige Beihilfe von 300 bis 800 Euro gibt. Das ist gar nicht mal schlecht. Er unterließ jedoch, eine (von Ministern und Gläubigern eingestandene) Realität zu enthüllen, nämlich dass in 20 Tagen neue Rentenkürzungen, eine völlige Streichung der Solidaritätszulage für Rentner (EKAS), Beitragserhöhungen und zusätzliche Besteuerung kommen. All dies wird den „Kosmos“ der Rentner mit 1,8 Mrd. Euro belasten, wogegen Herr Tsipras (um die kommende bittere Pille zu vergolden) gerade einmal 620 Millionen verteilt. Die Belastungen werden dauerhaft sein, das „Geschenk“ dagegen einmalig. Ein „Detail“ … kreativer Nebulosität!

Wo angesichts der neuen Abzocken diese 620 Millionen, sei es auch vorläufig und einmalig, herkommen sollen? Na, aus den berüchtigten … Primärüberschüssen! Den imaginären! Jenen, die sich (allein in den Büchern) nur auf dem Papier durch sich kontinuierlich aufblähende Schulden des Fiskus an Privatleute und Unternehmen … und nur theoretische Einnahmen aus Steuerzahlungen ergeben! Und das zu einer Stunde, wo die Fakten zeigen, dass jeder zweite Grieche Schulden an das Finanzamt hat und die Verbindlichkeiten nicht zu begleichen vermag! Ein weiteres „Detail“ … kreativer Nebulosität!

Die berüchtigten Haushaltsüberschüsse Griechenlands

Wegen … wahlkampfbedingter Sturheit der europäischen Gläubiger Griechenlands stimmte die griechische Regierung bei der Eurogruppe (am 05 Dezember 2016) jährlichen Primärüberschüssen der Größenordnung von 3,5% – für die bis zu 10 kommenden Jahre – zu, womit aber der Internationale Währungsfonds (IWF) absolut nicht einverstanden ist und schon jetzt vorwegnimmt (und die Experten der ganzen Welt stimmen ihm zu!), dass es mit derartigen Überschüssen unmöglich auch nur eine Hoffnung auf Wachstum geben kann, sondern das Land auf einen ungeordneten Bankrott zusteuert – mit allem, was dies impliziert. Der IWF sagt, „da Ihr auf Überschüssen beharrt, will ich (noch mehr) Maßnahmen und Rentenkürzungen …„.

Das Bemerkenswerte ist, dass sogar auch Griechenlands Finanzminister Evklidis Tsakalotos, der dem zustimmte, was Herr Tsipras als „nationalen Sieg“ bezeichnete, offiziell und öffentlich erklärt, wenn die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft gestärkt und der Aufschwung kommen soll,  müssen die Haushaltsüberschüsse auf 2% beschränkt und von einer Senkung der (von ihm selbst verhängten!) Besteuerung begleitet werden … .

Tsipras verarscht Griechenlands Gesellschaft und hofft auf ein Wunder

Ach ja, es gibt auch noch andere „anhängige“ … Details: Die (seit Herbst 2016 anhängige) Bewertung (des Fortschritts des griechischen Programms) ist immer noch nicht abgeschlossen worden. Sie soll nun im Januar 2015 zu Ende gebracht werden (falls sie zu Ende gebracht werden wird und wir nicht zu Helden- und Trauerwahlen rennen werden). Aber: in dem Haushaltsplan, der jüngst im Parlament debattiert und am 11 Dezember 2016 (mit einer hauchdünnen Mehrheit von 152 der insgesamt 300 Abgeordneten) verabschiedet wurde, ist als Voraussetzung und Tatsache veranschlagt worden, dass die Bewertung (nebst den Vorteilen daraus) abgeschlossen worden ist. Noch ein Detail … „kreativer Nebulosität“!

Sich anstrengend, an die Macht geklammert zu bleiben, nimmt Herr Tsipras provokant und unverschämt die geprüfte Gesellschaft auf den Arm – „auf irgendein Wunder wartend„, das ihn im politischen Spiel bleiben lässt. So etwas wie „sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen„. Nur, dass der Premierminister eine Glatze hat. Das Haar, das er zeigt, ist nicht mehr als eine geschmacklose kommunikative Perücke …

(Quelle: iefimerida.gr, Autor: Thanos Ikonomopoulos)

Griechenland „droht“ mit Neuwahlen

3. Dezember 2016 / Aufrufe: 1.381 Kommentare ausgeschaltet

Einer Regierungsquelle zufolge wird es in Griechenland zu Neuwahlen kommen, wenn die Gläubiger auf weiteren geradezu schockierenden Maßnahmen bestehen.

Bei einer Begegnung mit Journalisten bestätigte eine Top-Regierungsquelle, was in Griechenland bereits alle argwöhnten und im Sinn hatten. Grundsätzlich gestand sie ein, dass der Druck auf Ergreifung weiterer Maßnahmen auch nach 2018 nicht bei einem Volumen von – wie angenommen – 3,5 Mrd. bleibt, sondern auf 4,1 Mrd. Euro steigt.

Weiter betonte sie, die Einigung müsse bis Weihnachten 2016 zum Abschluss kommen, und betonte, „dahin führt auch die Einschätzung aller, dass die quantitative Lockerung für Februar und März (2017) gelten muss„.
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Verrechnung von Steuerrückzahlungen in Griechenland

15. November 2016 / Aufrufe: 586 Kommentare ausgeschaltet

Um imaginäre Einnahmen und Überschüsse zu generieren, werden in Griechenland Steuererstattungen willkürlich auch gegen zukünftige Verbindlichkeiten verrechnet.

In Griechenland schritt das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen (GGDE) zum ersten Mal zur massenweisen automatischen Verrechnung von Schulden des Fiskus aus Steuerrückzahlungen mit festgestellten Verbindlichkeiten der Berechtigten.

Die in dieser Phase erfolgten Verrechnung beziehen sich auf 92.958 Steuerpflichtige und einen Gesamtbetrag in Höhe von 6,7 Millionen Euro.
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Korrigierte Fiskaldaten bescheren Griechenland neuen Schock

24. Oktober 2016 / Aufrufe: 1.720 2 Kommentare

Die rückwirkende Revision der fiskalischen Daten Griechenlands für 2015 schlug ein neues Loch in Höhe von fast einer halben Milliarde Euro in den Haushalt!

Die Statistikbehörde Griechenlands (ELSTAT) schritt zu einer schlechter ausfallenden Revision der fiskalischen Daten für das Jahr 2015, wobei der Primärüberschuss des Jahres 2015 letztendlich um 0,5% des BIP geringer ausfällt als im April 2016 im Rahmen der Bekanntgabe der Daten für die Periode 2012 – 2015 vorgesehen war.

Gemäß der zweiten Bekanntgabe der fiskalischen Daten seitens der ELSTAT an das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) im Rahmen des Verfahrens bezüglich eines übermäßigen Defizits erreichte Ende 2015 das Defizit der griechischen Zentralregierung 13,2 Mrd. Euro bzw. 7,5% des BIP. Parallel belief sich die öffentliche Verschuldung auf 311,7 Mrd. Euro bzw. 177,4% des BIP.
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Griechenlands Primärüberschuss ist Mogelpackung

26. September 2016 / Aufrufe: 697 Kommentare ausgeschaltet

Griechenlands Finanzministerium hat einen Weg gefunden, trotz rückläufiger öffentlicher Einnahmen den primären Haushaltsüberschuss auf hohen Niveaus zu halten.

Das Finanzministerium in Griechenland hat den Weg (um nicht zu sagen … Trick) gefunden, den primären Haushaltsüberschuss auf hohen Niveaus zu halten, obwohl die öffentlichen Einnahmen auf Niveau der ersten 8 Monate des Jahres 2016 einen Rückgang verzeichneten.

Wie sich aus den Angaben zur Ausführung des staatlichen Haushalts ergab, lagen im August 2016 die öffentlichen Ausgaben um rund 2,5 Mrd. Euro unter den Vorgaben, was von großen Abweichungen bei der Ausführung des öffentlichen Investitionsprogramms begleitet wird.
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Fiskus in Griechenland schuldet Privatsektor über 7 Mrd Euro

19. August 2016 / Aufrufe: 480 Kommentare ausgeschaltet

Die fälligen Verbindlichkeiten des öffentlichen Sektors in Griechenland an den privaten Sektor stiegen im Juni 2016 auf insgesamt über 7 Milliarden Euro.

Im Juni des laufenden Jahres wuchsen in Griechenland die fälligen Verbindlichkeiten des öffentlichen Sektors an den privaten Sektor um weitere 175 Millionen Euro an.

Gemäß den von der zentralen Rechnungsstelle des Staates (GLK) bekannt gegebenen Angaben erhöhten sich die fälligen Verbindlichkeiten des griechischen Fiskus an den privaten Sektor Ende Juni 2016 auf 7,22 Euro, gegenüber 7,045 Mrd. Euro Ende Mai 2016.
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Warum soll jemand in Griechenland investieren?

22. Januar 2016 / Aufrufe: 1.553 4 Kommentare

Bei seinem Besuch in Davos gefragt, warum jemand in Griechenland investieren sollte, verwies Premierminister Alexis Tsipras auf positive Signale und große Gelegenheiten.

Während seines Besuchs in Davos wurde der griechische Premierminister Alexis Tsipras in einem Interview an Bloomberg gefragt: „In einer Epoche, in der sich wegen der Verzögerungen bei den Investitionen viele fragen, warum sie in Griechenland investieren sollten, welche Botschaft schicken Sie ihnen?

Herr Tsipras antwortete und sprach von sehr guten Anzeichen aus der griechischen Wirtschaft in den letzten Monaten und von großen anstehenden Gelegenheiten, wobei er sich auch auf die Tatsache bezog, dass die anfänglichen Prognosen bezüglich einer Rezession im Jahr 2015 widerlegt wurden.
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Verlauf der Einnahmen in Griechenland ist besser als behauptet

29. September 2015 / Aufrufe: 874 Kommentare ausgeschaltet

Dem in Publikationen und Medien geschürten negativen Eindruck zu Trotz verlaufen die öffentlichen Einnahmen in Griechenland recht gut.

Wer den verschiedenen Veröffentlichungen glaubte oder die jüngsten Berichte der Kanäle über die öffentlichen Einnahmen der ersten 8 Monate des Jahres 2015 in Griechenland hörte, könnte meinen, es gebe ein großes „Loch“. Dem ist jedoch nicht so.

Um nicht zu vergessen: Das Land wird auf Basis der Zahlen des Haushaltsplans der Zentralregierung und nicht des staatlichen Haushaltsplans beurteilt, der eine Untermenge darstellt und nur 50% oder weniger ausmacht.
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Vermeidet Griechenland so den Bankrott?

9. Mai 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 3.909 6 Kommentare

Griechenlands Regierung hat es bisher trotz aller Bankrott-Szenarien geschafft, sowohl die Gläubiger als auch die Gehälter und Renten des öffentlichen Sektors zu bezahlen.

Während die staatlichen Rücklagen Griechenlands jeden Tag abnehmen, beobachten die beunruhigten Gläubiger eng jede Bedienung fälliger Raten und jede Zahlung von Gehältern, um Anzeichen dafür ausfindig zu machen, dass Athen das Geld ausgeht.

Entgegen den vielen Prognosen, gemäß denen Griechenland mittlerweile auf dem „Trockenen“ sitzen müsste, hat die SYRIZA-Regierung es geschafft, trotz diverser Schwierigkeiten genug Geld zusammen zu bringen um ihre Gläubiger – einschließlich der am 07 Mai 2015 fällig gewordenen Rate von 200 Mio. Euro an den Internationalen Regierungsfonds – und die Renten und Gehälter der öffentlichen Bediensteten zu bezahlen.
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