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Griechenland: Löhne sinken, Preise steigen

12. September 2012 / Aktualisiert: 30. November 2015 / Aufrufe: 702 Kommentare ausgeschaltet

Trotz der radikalen Senkungen der Gehälter, Löhne und Renten klettern in Griechenland die Lebenshaltungskosten unaufhaltsam in die Höhe.

Die Daten der griechischen Behörde für Statistik (ELSTAT) zeigen für den vergangenen Jahreszeitraum große Preiserhöhungen bei einer Reihe von Konsumgütern. Zur selben Stunde, wo die Löhne und Gehälter auf dem privaten und öffentlichen Sektor rapide sinken und neue radikale Kürzungen anstehen, verfolgen die Preise bei Lebensmitteln, welche den „Einkaufskorb der Hausfrau“ füllen, einen unterschiedlichen Kurs und steigen in die Höhe.

Laut den Daten der ELSTAT legen die großen Preiserhöhungen in einer Größenordnung von 10% bei frischem Gemüse innerhalb eines Jahres „Feuer“ an den Familienhaushalt, während analoge Preissteigerungen in Höhe von 9,4% auch bei den Erfrischungsgetränken beobachtet werden. Ebenfalls stiegen seit August 2011 bis Ende August 2012 die Preise bei Fruchtsäften um 6,3%, bei Molkereiprodukten und Eiern um 2%, bei Getreideprodukten um 0,6% und die Preise in Cafeterien, Kaffees und Restaurants um 3,6% an.

(Anmerkung: Bei dieser „scheinheiligen“ Feststellung wird allerdings verschwiegen, dass die Mehrwertsteuer für Erfrischungsgetränke, Fruchtsäfte und in der Gastronomie im September 2011 um 10% – sprich von 13% auf 23% – erhöht wurde!)

Bei Heizöl erreicht der Preisanstieg 15,6%, bei Erdgas 19,8% und elektrischem Strom 16,3%, bei Benzin 10% und bei den Straßennutzungsgebühren 9,7%. Ein Preisrückgang wird dagegen bei Olivenöl (2,7%), bei den Mieten (2,6%), aber auch bei Medikamenten, ärztlichen Dienstleistungen und Schulgebühren der privaten Nachhilfeschulen verzeichnet.

Die Inflationsrate gestaltete sich somit im August 2012 auf 1,7%. Laut der ELSTAT zeigte die Inflationsrate im Vergleich zu Juli 2012 zwar einen Rückgang um 1%, jedoch präsentierte der Lebenshaltungsindex für den Zeitraum September 2011 – August 2012 im Vergleich zu dem entsprechenden Zeitraum September 2010 – August 2011 einen Anstieg um 2,1%.

(Quelle: 24h.gr)

Enorme Preissteigerungen in Griechenland auch im Juli 2010

6. September 2010 / Aufrufe: 290 Kommentare ausgeschaltet

Im Juli 2010 wurden in Griechenland bei etlichen Produkten und Dienstleistungen erneut die höchsten Preissteigerungen innerhalb der EU verzeichnet.

Wie das griechische Amt für Statistik (ELSTAT) bekannt gab, stieg in Griechenland im Juli 2010 die allgemeine Teuerungsrate auf 5,5% (Juni 2010: 5,2%), obwohl die Inflationsrate im EU-Durchschnitt auf 1,7% sank (Juni 2010: 1,8%). Laut den Ergebnissen der Preisanalyse, welche die griechische Verbraucherzentrale für den Monat Juli 2010 durchführte, hat sich Griechenland hinsichtlich der Teuerungsrate bei zahlreichen Massenkonsumprodukten und Dienstleistungen erneut als EU-Champion erwiesen.

Preissteigerungsrate Juli 2010 Griechenland EU-Durchschnitt
Treibstoff + 39,6% + 25,6%
Personenbeförderung – Eisenbahn + 36,6% + 3,5%
Personenbeförderung – Straße + 17,2% + 2,2%
Transportversicherungen + 11,3% + 5,4%
Transportleistungen + 10,2% + 2,6%
Postdienste + 6,4% + 1,4%
Telekommunikation + 3,7% – 0,8%
Cafés / Hotels + 3,6% + 1,4%
Honig / Zucker / Süßwaren + 2,5% – 0,4%
Fleisch + 1,9% 0%
Brot / Getreideprodukte + 0,4% – 0.4%

Inflation in Griechenland auf neuem Höchststand

7. August 2010 / Aufrufe: 739 Kommentare ausgeschaltet

Die Inflationsrate in Griechenland stieg im Juli 2010 auf fünfeinhalb Prozent und erreichte damit einen neuen Höchststand.

Infolge der ersten Welle der Steuererhöhungen kletterte in Griechenland die Inflationsrate bereits im April 2010 auf knapp 5 Prozent und steigt seitdem unaufhaltsam weiter in die Höhe. Zwar wurde im Juni 2010 im Vergleich zum Vormonat eine minimal rückläufige Entwicklung der Teuerungsrate auf 5,2 Prozent verzeichnet, im Juli 2010 erreichte dann jedoch die Preissteigerungsrate mit 5,5 Prozent wieder einen neuen Höchststand. Als primärer Grund für die enorme Teuerung gelten die erneuten Steuererhöhungen, gefolgt von den strukturellen Schwächen des inländischen Markts und der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit.

Im Vergleich zu Juni 2010 wirkte sich im Juli zwar der begonnene Sommerschlussverkauf günstig auf die Inflationsrate aus, andererseits wurde jedoch die Preissteigerung durch die Anfang Juli in Kraft getretenen erneut erhöhten Mehrwertsteuersätze, steigende Benzinpreise, die Erhebung der Mehrwertsteuer auf die Beförderungstarife der Taxi und Preiserhöhungen bei Fleisch, Molkereiprodukten, Medikamenten, Autos und Haushaltswaren weiter angeheizt.
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Inflationsrate in Griechenland bei fast fünf Prozent

9. Mai 2010 / Aufrufe: 941 Kommentare ausgeschaltet

Die Preisexplosion in Griechenland führte im April 2010 zu einer Preissteigerungsrate von 4,8 Prozent und schmälert insbesondere die Kaufkraft der finanziell schwächeren Bevölkerung.

Wie in einem Bericht der griechischen Tageszeitung TO VIMA vom 08. Mai 2010 dargelegt wird, erreichte in Griechenland im April 2010 die Preissteigerungsrate im Vergleich zu April 2009 den Rekordstand von 4,8 %, lag dagegen im April 2009 im Vergleich zu April 2008 bei nur 1,0 %. Weiter wird angeführt, dass in Griechenland die jeweils im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete Preissteigerungsrate im März 2010 mit 3,9% und im April 2010 mit 4,8 % rund dreimal höher lag als die entsprechenden Mittelwerte innerhalb der Eurozone, die für März 2010 mit 1,4 % und April 2010 mit 1,5 % ausgewiesen werden.
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