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Artikel Tagged ‘preisanstieg’

Anstieg der Lebensmittelpreise in Griechenland

26. Januar 2016 / Aufrufe: 1.652 Kommentare ausgeschaltet

Trotz Rezession, Deflation und Rückgang der Einkommen wird in Griechenland ein stetiger Anstieg der Lebensmittelpreise verzeichnet.

Aus den offiziellen Angaben der nationalen griechischen Statistikbehörde (ELSTAT) ergeben sich kontinuierliche Erhöhungen bei den Preisen der Grundnahrungsmittel. Wie aus einer Untersuchung der griechischen Zeitung „Ethnos“ hervorgeht, „rennt“ die Teuerung bei den Lebensmitteln trotz der fünfjährigen Rezession, der Deflation und der dramatischen Schrumpfung der Einkommen.
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Griechenland hat größte Teuerung bei Lebensmitteln

12. November 2015 / Aufrufe: 877 2 Kommentare

In Griechenland werden die größten Preiserhöhungen bei Lebensmitteln in der gesamten Europäischen Union verzeichnet.

Laut einer in der Kathimerini publizierten Untersuchung der Eurostat verzeichnen die Lebensmittelpreise in Griechenland sowohl auf Jahres- als auch Monatsbasis den größten Anstieg unter den Mitgliedstaaten der EU, wobei die Hauptgründe die Erhöhung der Mehrwertsteuersätze und der Umstand sind, dass die Händler die Verluste aus den Kapitalverkehrskontrollen auf den Verbraucher abwälzen.

In Griechenland wurde im August 2015 der größte jährliche Anstieg bei den Lebensmittelpreisen um 4,2% im Vergleich zum August 2014 verzeichnet. Ebenfalls stiegen in Griechenland die Lebensmittel im August 2015 um 2,9% im Vergleich zum Juli 2015.

Preiserhöhungen auch bei Lebensmitteln mit konstanter MwSt.

Das interessante Element ist, dass die Preiserhöhungen auch bei Produkten beobachtet werden, bei denen der MwSt.-Satz bei 13% blieb. Die Preise für Brot und Getreideprodukte verzeichneten einen Anstieg um 3,2% auf Jahresbasis, also den größten unter den „28“, und für Fleisch einen Anstieg um 1,9%, also ebenfalls den größten in der EU. In der selben Periode wurde auf Ebene der Europäischen Union ein Preisrückgang um 1,3% beobachtet.

In der Kategorie der Öle wird ein Anstieg auf Jahresbasis um 9,9%, bei Obst um 17,2%, bei Gemüse um 9,6%, bei Fisch um 0,4% und bei Milch, Eiern und Käse um 0,3% verzeichnet. Laut den Daten der Griechischen Statistikbehörde (ELSTAT) zeigt der Preis der Frischmilch im September 2015 einen Anstieg um 2,96% im Vergleich zu Juni 2015. Der Erzeugerpreis ist jedenfalls in den acht Monaten Januar – August 2015 gemäß den offiziellen Angaben deutlich niedriger als der Preis im entsprechenden Zeitraum des Jahres 2014.

Bemerkenswerte Schwankungen im Zeitraum der letzten Monate werden auch bei den Preisen für Brot, Mehl, aber auch Teigwaren beobachtet. Die Preise der Teigwaren, die in den ersten Tagen der Verhängung der Kapitalverkehrskontrollen ein außerordentlich populäres Produkt waren, verzeichnen im September 2015 einen Anstieg um 3,27% im Vergleich zum Juni 2015.

Aus den Angaben der Eurostat geht hervor, dass im August im Vergleich zu Juli 2015 der Preis für Weichweizen – ein Produkt, das Griechenland in einem großen Grad importiert, um seine Bedürfnisse zu decken – um 4,6% anstieg, während der Preis im EU-Durchschnitt um 5% sank. Ein – wenn auch marginaler – Anstieg wurde auch beim Preis des Hartweizens beobachtet. Auf Jahresbasis stieg in Griechenland der Preis des Weichweizens um 6,7%, während auf EU-Ebene ein Anstieg um gerade einmal 1% beobachtet wurde.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Griechenland: Inflation sinkt, Preise steigen

14. Dezember 2013 / Aufrufe: 796 Kommentare ausgeschaltet

Obwohl der Verbraucherpreis-Index sich in Griechenland seit Monaten negativ entwickelt, werden bei den Basisgütern signifikante Preiserhöhungen verzeichnet.

Der Nationale Griechische Handelsverband (ESEE) spricht von einer „Deflationsfalle“, da trotz des durch den rezessiven Zyklus der Wirtschaft bedingten Rückgangs des allgemeinen Niveaus der Preise bei vielen Gütern ein Anstieg der Preise verzeichnet wird, während die Schrumpfung der Einkommen zum Unvermögen der Abzahlung von Schulden und folglich zum Anstieg der Kosten des Geldes führt.

Aus der Analyse der Daten bezüglich des Verbraucherpreisindexes (- 2,9% im neunten aufeinanderfolgenden Monat) durch das Institut für Handel und Dienstleistungen des ESEE geht hervor, dass der Rückgang des allgemeinen Preisniveaus für Produkt- und Dienstleistungsgruppen (wie Kleidung, Schuhe, Bildung usw.) auf der einen Seite zu der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Produkte und einem theoretischen Anstieg der realen Einkommen beitragen kann, es sich jedoch in Wirklichkeit nur um die eine Seite der Münze handelt.
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In Griechenland geht es aufwärts

13. Januar 2013 / Aktualisiert: 03. Juli 2013 / Aufrufe: 975 6 Kommentare

Autor: PeWi

Es geht aufwärts! Wo? In Griechenland. Und womit? Mit den Preisen!

Merkels Sparen hat der griechischen Bevölkerung unheimlich geholfen. Sie können frohgemut und in tiefer Dankbarkeit auf die Deutschen in die Zukunft sehen. Ihre Kinder dürfen in Deutschland sogar arbeiten. Natürlich nicht für den gleichen Lohn wie die Deutschen selbst. So weit geht es nun auch wieder nicht. Hauptsache, sie haben eine qualifizierten Beruf und – nun ja – ein bisschen Deutsch dürfte es auch sein. Nicht viel – vielleicht nur, um Dankeschön sagen zu können, der deutschen Wohltaten wegen.

Und in Griechenland selbst? Da wird fleißig gespart. Löhne und Renten sind auf breiter Basis um die Hälfte gekürzt worden. Im Gegenzug darf der griechische Normalo höhere Steuern zahlen. Besonders toll ist auch, dass Heizöl in Griechenland radikal verteuert wurde. Das macht sich besonders im Winter gut, wo es dieses Jahr in Griechenland auch nicht allzu warm ist, eher kalt, dank des osteuropäischen Hochs. Aber auch der Strompreis stieg. 40% mehr müssen die Griechen dafür berappen.

Nun ja, im Dunklen bei Kerzenschein, dick in eine Decke eingemummelt, dazu noch das lauschige offene Feuer, in dem das vom Berg nebenan selbst abgeholzte und kleingehackte Kiefernholz so schön knackt und duftet, das ist doch eine unbezahlbare Atmosphäre. Oder etwa nicht? Man kann sich in heimeliger Dunkelheit wieder Geschichten erzählen, wie es doch früher war, als es die Monster noch gab. Okay, ich weiß, da muss man nicht soweit in der Geschichte zurück gehen und auch keine Märchen oder Sagen erzählen. Ob nun die neunköpfige Hydra oder die einköpfige Merkel, worin besteht schon der Unterschied? Gut, die eine gab es nicht und die andere ist Wirklichkeit – bittere Wirklichkeit.

Vor dem Lagerfeuer kann man sich auch die Geschichte vom faulen Ioannis erzählen. Nur weil er nicht arbeiten – ich meine, so richtig flott, effizient – und lieber Rentner auf Lebenszeit sein wollte, nur deshalb hat es ihn getroffen. Nein, das ist kein Volksmärchen. Das hat die Märchenerzählerin Merkel in die Welt gesetzt und verbreiten lassen. Andere in Deutschland plappern das eifrig nach. Märchen werden eben von Mund zu Mund weitergegeben.

Ioannis empfindet das allerdings anders. Er hat sich immer den lieben langen Tag die Hände schmutzig gemacht und geschuftet. Jetzt darf er deswegen 1,95 € für einen Liter Milch zahlen und einen Jogurt für 1,75 € kaufen. Nein, er kauft das nicht beim Feinkosthändler „Käfer“. Er müsste das im Tante-Emma-Laden um die Ecke auf die Ladentheke legen. Er darf jetzt auch 3 € für die billigste Butter berappen. Zu einem billigeren Laden – obwohl er nicht weiß, ob es den überhaupt gibt – kann er nicht fahren. Bei 1,90 € für einen Liter Benzin hat er schon lange sein Auto abschaffen müssen.

Arbeiten? Ach, Ioannis würde ja gerne arbeiten, aber im letzten Sommer haben die Geschäfte eins nach dem anderen schließen müssen. Auch viele kleine Hotels und Pensionen (allein auf Kreta mindestens 600) mussten den vergangenen Sommer abschreiben und haben gar nicht erst ihre Pforten geöffnet. Oft schulden die Eigentümer der kleinen Betriebe ihrem Personal die Löhne: Wo nichts ist, da kann man nichts holen.

Sparen ist gut. Sparen ist fein. Ioannis würde auch gern sparen, aber er hat nichts mehr, was er sparen könnte – wie viele seiner Landsleute ebenfalls. Er ist verzweifelt, weil er sieht, wie sein Land zu Tode gewirtschaftet bzw. gespart wird.

Welche Hoffnung können wir Ioannis geben? Eigentlich nur eine: Er war das Versuchstier, wir werden ihm folgen. Die Pläne dazu liegen schon in Schäubles Schublade.

Quelle: Es geht aufwärts in Griechenland