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Richtigstellung zu Bombenanschlags-Proklamation in Griechenland

26. Januar 2013 / Aktualisiert: 22. Juli 2013 / Aufrufe: 213 Kommentare ausgeschaltet

In einer Bekanntmachung stellt die Zeitung To Pontiki richtig, dass der Warnanruf vor dem Bombenanschlags auf das Mall Athens von einer dritten Person angenommen wurde.

In ihrem Text zur Übernahmen der Verantwortung für den Bombenanschlag auf das Einkaufszentrum The Mall Athens führt die Organisation „Kooperation Anarchistischer Organisationen: Wilde Freiheit – Anstifter Gesellschaftlicher Explosionen“ unter anderem Folgendes an:

Die warnenden Telefonate erfolgten zeitgleich mit der Platzierung von einem anderen Genossen, mit dem die Genossen, welche die Platzierung vornahmen, in ständiger offener Kommunikation standen. In dem Augenblick, wo die Polizei benachrichtigt wurde, verblieben die Genossen, welche die Platzierung vornahmen, noch dort, damit sie den Sprengsatz nicht eine Minute frei ausgesetzt lassen. Im konkreten Fall erfolgten 4 Warntelefonate: an den Sicherheitsdienst des Malls und die Massenmedien „zougla.gr“, „Eleftherotypia“ und die Zeitung „Pontiki“, deren Angestellter ihm als Farce begegnete und bewies, dass diese verantwortungslose Haltung – wenn wir nicht vorsorglich gewesen wären – Menschenleben hätte kosten können.

Zur Wiederherstellung der Wahrheit haben wir anzumerken, dass in dem Gebäude, in dem die Büros der Zeitung „Pontiki“ untergebracht sind, zu der Zeit, als die Warntelefonate erfolgten, sowohl die Journalisten als auch die Angestellten noch nicht eingetroffen waren.

Angesichts der Tatsache, dass die Angestellten – speziell am Sonntag – wenigstens eine Stunde nach dem Zeitpunkt des Warnanrufs ihren Dienst antreten, erfolgte das Gespräch des Organisationsmitglieds mit einer Person, die nicht dem journalistischen oder dauerhaft beschäftigten Personal der Zeitung „Pontiki“ angehört.

(Quelle: To Pontiki)

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Die Wahrheit über den griechischen Schuldenschnitt

20. September 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 735 1 Kommentar

Die … Nummern lügen. Die Zahlen sagen die Wahrheit.

Trotz der systematischen Verdunklungsbemühungen, welche während der letzten beiden Jahre die „Nummern“ des inländischen politischen und medialen Systems unternehmen, stehen die Zahlen in einem direkten Zusammenhang mit der Realität, die bekanntlich beharrlich ist. Lassen wir uns also ein Auge auf die Zahlen und die Realität werfen.

Laut dem stellvertretenden Finanzminister Christos Staikouras also (und nicht etwa irgend einem … dahergelaufenen SYRIZA- oder – noch schlimmer – kommunistischen Ökonomen) stellt sich folgendes Bild dar:

  • Ende 2009 hatte der inländische Sektor – einschließlich auch der Griechischen Bank – Anleihen im Nennwert von 56.9 Mrd. Euro in seinem Besitz.
  • Zur selben Zeit hatten die ausländischen Banken und übrigen ausländischen Träger Anleihen im Wert von … 145 Mrd. Euro inne.

1. Folgerung: Wäre der berüchtigte Schuldenschnitt damals erfolgt, wären die Verluste in ihrer überwältigenden Mehrheit zu Lasten der ausländischen und nicht der griechischen Interessen ausgefallen.

Wie wir uns alle in Erinnerung zu rufen haben, zwitscherten jedoch damals die Regierung, Georgios Papandrou, Wirtschaftsminister Papakonstantinou und allgemein die Nummern des Systems, sie werden nicht erlauben, dass es einen Schuldenschnitt gibt, weil dies die Katastrophe der griechischen Wirtschaft sein wird. Und damals erfolgte kein „Cut“. Schauen wir, was genau geschah:

  • Ende 2011 hatte der inländische Sektor (Bank und Versicherungsträger) Anleihen im Nennwert von 86,2 Mrd. Euro in seinem Besitz, hatte also ungefähr 25 Mrd. Euro mehr aufgebürdet bekommen.
  • Die ausländischen privaten Interessenträger hatten zur selben Zeit ihre Exposition auf gerade einmal … 35 Mrd. Euro beschränkt, sich also von 110 Mrd. entledigt!

2. Folgerung: Während die stolze Regierung des Georgios Papandreou das Land rettete, gab sie den Gläubigern parallel die Zeit, ihre Züge vorzunehmen um die Verluste den griechischen Schultern aufzubürden. Weil offensichtlich all das, dessen sie sich entledigten, den griechischen Banken und den Versicherungskassen aufgebürdet wurde.

Das Resultat dieser politischen Entscheidungen zeigt sich inzwischen klar und offenkundig auf unserer aller Rücken: Die 11,5 Mrd. Euro, nach denen gesucht wird, damit die Finanzierung des Landes fortgesetzt wird, werden aus den Taschen der Beschäftigten, Arbeitnehmer und Rentner kommen. Wenn sich irgendwelche Naivlinge immer noch fragen, wohin diese Gelder fließen, brauchen sie sich nur zu fragen, wohin die vorherigen flossen.

Also alles, was von den Löhnen und Renten weggenommen wurde, alles was unsere Wuchergläubiger uns in den beiden letzten Jahren angeblich geliehen hatten und alles, was sich aus dem Ausverkauf ergeben wird, den sie vorbereiten. Die Gelder fließen an die Banken. Vorrangig und hauptsächlich an die europäischen und in zweiter Linie an die einheimischen Banken, die während der beiden vergangenen Jahre rund 200 Milliarden Euro an staatlichen Bürgschaften für ihre dauerhafte Rekapitalisierung eingesammelt haben. Also den Transfer ihrer Verluste auf die Schultern der Gesellschaft.

3. Folgerung: Hört nicht auf die … „Nummern“. Lest die Zahlen.

Quelle: To Pontiki
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

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29 deutsche Hersteller empfehlen Euro!

25. Juli 2012 / Aktualisiert: 04. Oktober 2013 / Aufrufe: 449 1 Kommentar

Autor: Giorgos Loverdos

Was gilt denn nun eigentlich? Wird die Eurozone zusammenbrechen, wenn Griechenland ausscheidet, oder nicht?

Die Wahrheit ist, dass die Spezialisten, Ökonomen, Bankiers und unsere Politiker und verwirrt haben …. Ich spreche nicht von den einheimischen, die uns so wie so in Verwirrung halten. Einige vertreten, den Europäern sei es „schnurzpiepegal“, ob wir ausscheiden, andere, dass es unsere stärkste Karte sei und ein Ausscheiden den Zusammenbruch verursachen könnte …

Danach kamen die Nachplapperer, welche meinten, sie werden uns ausschließen … weil wir schlechte Europäer seien. Dann kamen andere Nachplapperer, welche meinten, sie können uns nicht ausschließen, wenn wir es nicht wollen! Alle gewannen Zeit und es herrschte die Ansicht vor, Zeit gewonnen und alles „geregelt“ zu haben und nun keinen Zusammenbruch Griechenland zu befürchten. Mit anderen Worten, wenn ihr zusammenbrechen wollt, ist das eure Sache.

Inmitten all dieser Erklärungen – zwischen Unsinn und Oberflächlichkeit – stellte sich auch Rösler mit seinen „Einschätzungen“ ein. Mit dem spezifischen Gewischt des Vizekanzlers erklärt er, „das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro verursacht keine Angst mehr„! Und abgesehen von der Lächerlichkeit sind all diese Erklärungen für den Wahlkampf und internen Verbrauch bestimmt, zur Manipulation von Gewissen, Aktien und Börsen.

Letztendlich fanden sich auch die „guten“ Europäer ein, die uns zwischen Limousine und rotem Teppich sagten, wir würden bleiben und sie wollen uns, wenn wir brav sind und alles verramschen, wie sie uns raten … . Stopp! Das „Verramschen“ sagten sie nicht so! Sie sagten „Reformen“, „Reduzierung des öffentlichen Sektors, „Schrumpfung des Staates“, „Privatisierung“.

Abgesehen von den notwendigen Strukturreformen und Streichungen von Ausschüssen, DEKO und anderer Gewichte ist nur schwer zu verstehen, warum ein goldene Eier legender Organismus dem Staat kein Geld einbringen würde, den Privatunternehmer aber reich machen wird. Außer der Privatunternehmer, der den Organismus X kauft, tendiert zum wirtschaftlichen Selbstmord.

Jetzt kauen sie uns also die andere Kamelle vor: Zieht alle Reformen durch, befolgt Memoranden und Kreditvereinbarungen, und so um 2020 werdet ihr über den Berg sein! Dies äußerte Frau Fekter, die Österreicherin!

Inmitten dieses Wirrwarrs kam auch die Information, unsere Verlängerung sei bereits auf vier Jahre beschlossen worden, oder, wer es vorzieht, bis 2016. Der IWF hat die Entscheidung bereits im März getroffen, jedoch zieren sie sich, um es später als „Erfolg“ der nationalen Trikolore zu präsentieren. Kurz gesagt werden sie uns mitteilen, die Neuverhandlung sei geglückt und der Tod werde langsamer sein …

Jetzt hatten wir jedoch auch etwas Offizielles … . Die Zentralbank Deutschlands sagte uns, lasst den Blödsinn über den Austritt aus dem Euro! Das geht nicht, auch wenn ihr Euch auf dem Boden herumwälzt! „Zusammen haben wir begonnen, zusammen werden wir fortfahren„, erklären die Deutschen und fügen Wirtschaftsmodelle, Papiere, Pläne bei.

Sie kommen also zu dem Schluss, mit ihren Modellen sei es für kein Land der Eurozone von Vorteil, zu einer nationalen Währung zurückzukehren. Merkel treu bestreuen die deutschen neoliberalen Bankiers das Rezept mit volkswirtschaftlichen Gewürzen …

29 deutsche Waschmaschinenhersteller schwören also auf den Euro …

Unter dem Strich arbeiten alle für ihren Part … . Sogar auch Barnier sagte uns neulich anlässlich der Deutschen Telekom und der OTE offen ins Gesicht: „auf Basis des Memorandums hat sich die griechische Regierung verpflichtet, keinerlei Art von „Privilegien“ für die staatlichen Unternehmen öffentlichen Interesses oder strategischer Bedeutung zu fordern„. Richtig, so etwas sagten auch die französischen Adeligen zu Beginn des Jahres 1789 …

Wenn wir schließlich pleite gingen, würde sich dann etwas tun oder würden sie uns letztendlich die Tür schließen und „gute Reise“ wünschen? Erst neulich beschlossen die unpersönlichen, bösen und teuflischen Spekulanten, die niemals einen Namen hatten, Italien und Spanien einen kleinen Streich zu spielen … . Mit einigen Etats von Bundesländern, Provinzen … ein paar Milliarden … zum Anlass. Börsen stürzten ab, in Mailand fiel sie in den Keller, dutzende Milliarden gingen verloren, überall Panik, Erklärungen Zuständiger und Bemühung um Handhabung …

Stellt euch einmal vor, ein ganzes Land stürzt in den Abgrund:

  1. Große Aufruhr bei Obligationen, Derivaten und all dem übrigen toxischen Zeugg
  2. Verluste für Banken, Privatleute, Staaten
  3. Gelegenheit zu Finanzattacken überall …
  4. Vollumfänglicher Beweis, dass der Euro verwundbar ist und seine Existenz nicht verteidigen kann …
  5. Ein Land, welches seine eigene Zukunft sucht, abseits von dem Euro und den unpersönlichen Spekulanten …

Nein, abgesehen von dem Willen Deutschlands, die Errungenschaften zu verteidigen, gilt für den Euro nichts gegeben … . Die „namhaften“ Europäer der deutschen Achse haben noch etwas Zeit, um zu sich zu gelangen … . Danach wird das Problem heftig an ihre Tür klopfen … wie es bereits für Deutschland, Holland und Luxemburg geschah … . Wenn man auf einer Rasierklinge balanciert, gibt es nur eine Perspektive …

Quelle: To Pontiki
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

Energieknall in Griechenland kommt

12. Juni 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.473 6 Kommentare

Autor: To Pontiki

Thema: Stromversorgung in Griechenland droht Black-out

Alle Gebrechen des griechischen Energiesystems kamen anlässlich der Memorandums-Politik, in der Essenz jedoch wegen der Verzerrung und Funktion des Marktes ohne gesunde Wettbewerbsbedingungen ans Licht.

Die politischen Faktoren, welche das die Energiethemen handhabten, versuchten uns über 12 Jahre davon zu überzeugen, dass ihre gesetzgeberischen Interventionen den gesetzlichen „Lücken“ begegneten und den Rahmen schufen, damit alles wie vorgesehen funktioniert … . Als es jedoch zu der einzig auf die Abzocke von Steuern fokussierten Politik kam, welche die inländischen Troika-Partner aufzwangen, zeigte sich, dass der Kaiser nackt ist! Die Verzerrungen sind sogar dermaßen tief, dass sie bei dem gesamten Spektrum der Energieprodukte Domino-Verhältnisse schaffen.

Die Gesamtheit des Elektrizitäts-Marktes und die … schönen Märkte befinden sich einen Schritt vor dem Erklingen des Kanonenschusses der Insolvenz. Solange die Krise andauert und sich die effektiven Lösungen der Probleme verzögern, um so mehr nähert sich sogar das Energiesystem dem Krach, der drohende Black-out wird schlimmer als ein Alptraum und das reiche Produktionspotenzial des Landes wird bis aufs Äußerste verschmäht.

Energiekrise à la … Kalifornien

Das Kuddelmuddel der Energiekrise beginnt mit der Politik der in den beiden letzten Jahren im Land umgesetzten Politik der Steuerabzocke und Austerität. Dieses Durcheinander hat jedoch alle Energiemärkte mit dem Ergebnis mitgerissen, dass wir nicht … zur Drachme übergehen zu brauchen, aber innerhalb der Eurozone das erste Land darstellen, das zu … Kalifornien werden wird (welches ebenfalls den ersten Staat der Metropole des Kapitalismus darstellte, in dem der Energiemarkt „platzte“ und Millionen Bürger tagelang ohne Strom ließ!).

Alles begann vor zwei Jahren, als – unter dem Vorwand der Bekämpfung der Defizite – die Regierung Papandreou beschloss, Sonderverbrauchssteuern auf alle Energieprodukte zu erheben, welcher Zug die Tarife in die Höhe katapultierte. Parallel verhängte sie auch die Einziehung der Immobilien-Abzocke über die Stromrechnungen der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) und alternativen Anbieter.

Zusammen mit dem krisen- bzw. hauptsächlich durch die Abzocke bedingten Unvermögen der Haushalte und Kleinunternehmer, ihren Verpflichtungen zu entsprechen, begannen sich ungeheure Schulden an die Elektrizitätsgesellschaft aufzuhäufen, die wiederum mit der Tatsache als gegeben, zu einem Zeitpunkt, wo die Banken alle Finanzierungshähne abgedreht haben, auch nicht zur Aufnahme von Krediten schreiten zu können, in einen wirtschaftlichen Würgegriff geriet.

Die Kettenreaktionen haben also bereits begonnen: Sowohl die DEI als auch die im Endverbrauchergeschäft tätigen Privatunternehmen beginnen, Schulden an die Systemverwalter (LAGIE im Endhandel, ADIME bei dem Transport) aufzuhäufen, welche ihre Schulden an die Erzeuger (wieder die DEI, aber auch Privatleute mit den großen Erzeugereinheiten) nicht begleichen können.

Parallel beginnen sich ebenfalls die Schulden an die Öffentliche Gasgesellschaft (DEPA) zu kumulieren, da ein großer Teil der Stromerzeugung auf Erdgas basiert. Dies führt auch die Gasgesellschaft in eine wirtschaftliche Sackgasse. Sie deklariert ihrerseits das Unvermögen zur Deckung ihrer Verbindlichkeiten, was die Bedrohung der reibungslosen Versorgung des Landes mit Erdgas zum Ergebnis hat, wie es der Präsident der DEPA, Charis Sachinis, in seinem an den Premierminister und die gemeinsam zuständigen Minister (Finanzministerium und Ministerium für Umwelt, Energie und Klimawandel) gerichteten Schreiben darlegte.

Sollten die Dinge tatsächlich zu dem schlimmsten Punkt (also der Unterbrechung der Versorgung des Landes mit Erdgas) geführt werden, werden dann fast ein Viertel der Produktion und sogar die modernsten und produktivsten Anlagen außer Betrieb gesetzt werden, während sich hunderttausende Haushalte und Unternehmen in einer absoluten Sackgasse wiederfinden werden!

DEI und Systemverwalter in der Sackgasse

Außerdem wird aufgrund ihrer im roten Bereich befindlichen wirtschaftlichen Lage die DEI nicht zur Beschaffung zusätzlicher konventionelle Brennstoffe (Diesel, Masut usw.) in der Lage sein, um die entstehende Lücke zu decken. Zusätzlich werden sich die Systemverwalter in einer absoluten Sackgasse befinden und außer Stande erklären, selbst jene Erzeuger zu bezahlen, die kleine EE-Einheiten besitzen, und neue große wirtschaftliche Verbindlichkeiten auf dem gesamten Marktspektrum schaffen.

Die von der kommissarischen Regierung, in deren Händen sich die Gefahr des „Knalls“ der Energiebombe befindet, vorqualifizierte Lösung ist die umgehende Gewährung von Krediten an die Betreiber in Höhe von 300 Mio. Euro seitens der staatlichen Hinterlegungskasse. Praktisch verschafft dies dem System eine kleine Atempause, löst das Problem jedoch nicht endgültig.

Geringschätzung und Ausverkauf der nationalen Ressourcen

Sie tun also genau das, was im ganzen Land getan wurde: Sie versuchen, bei uns mit Krediten (im Fall des Memorandums seitens der Troika) die Resultate der einebnenden und auf Steuereinnahmen fokussierten Politik zu „kurieren“, die noch mehr Schulden und noch größere „Löcher“ in die Kassen reißt. In diesem Klima werden die an … Wäscheklammern zur Privatisierung ausgehängten Energieunternehmen – wie die DEPA oder auch die DEI – vollständig abgewertet, mit dem Ergebnis, dass sich die „Krähen“ über ihnen versammeln um sie zu erwerben und sich die Hände reiben, da ihr Marktwert ständig fällt!

Charakteristisch ist, dass der Börsenwert der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft unter 275 Mio. Euro sank, was bedeutet, dass die von dem Staat gehaltene Beteiligung auf ungefähr 140 Mio. Euro veranschlagt wird! Also Krümel!

Und noch etwas zuletzt: Die Anhänger des Memorandums und der angeblich liberalisierten Märkte führen in ihren Berichten fast … stolz an, der Repräsentant des IWF in Athen, Bob Traa, sei vollumfänglich über den drohenden Blackout informiert, und meinen, dass er der Finanzierung des Systems durch die staatliche Hinterlegungskasse nicht widerspreche. Was bedeutet dies? Würden sie das System infolge des wirtschaftlichen Würgegriffs zusammenbrechen lassen, wenn Bob Traa nicht einverstanden wäre? Gibt es denn nicht einmal mehr eine Spur der Scham?

(Quelle: To Pontiki)

SYRIZA als Machtpartei in Griechenland

7. Juni 2012 / Aufrufe: 481 Kommentare ausgeschaltet

Autor: Stavros Christakopoulos

Die Präsentation des Programms der SYRIZA-Partei am vergangenen Freitag (01 Juni 2012) gab in Griechenland den Startschuss zur … Polarisierung des Wahlkampfs.

Die beiden gegnerischen Pole gingen in die Zielgrade zu den Wahlen am 17 Juni 2012 – fast von den selben Startpositionen, jedoch mit einigen Fakten sehr viel klarer als vorher. Hauptsächlich jedoch mit der Signalgabe, dass bei den Wahlen nun zwei Machtparteien gegeneinander antreten werden.

Zugegeben, bis zum Freitag stellte sich folgendes Bild dar:

  • Auf der einen Seite gab es die Nea Dimokratia (N.D.), mit ihrer allen bekannten Agenda, jedoch auch den politischen Lasten, welche die gemeinsame Regierung mit PASOK und LAOS im Rahmen der Regierung Papadimos auf ihrem Buckel kumulierte.
  • Auf der anderen Seite hatten wir die SYRIZA, mit dem Elan der Wahlen des 06 Mai, aber auch einer Verwirrung bezüglich ihres Programms, über das häufiger – und gewöhnlich diffamierend – die Wahlgegner sprachen als sie selbst. Damit war am Freitag Schluss.

Das neu begonnene politische Kapitel wird von einigen neuen Fakten gekennzeichnet, von denen unbekannt ist, wie sie in den nächsten Tagen funktionieren werden:

  1. Wie vorstehend gesagt begann die Polarisierung am Freitag, weil nun, nachdem das Volk endlich ein allgemeines Bild der Programme beider Parteien hat, es auf der Zielgeraden zu den Wahlen sein endgültiges Wahlkriterium gestalten kann.
  2. Die SYRIZA wendete sich am Freitag zum ersten Mal direkt – ohne mediale und sonstige Vermittlungen – auch an die konservativen oder „in der Mitte angesiedelten“ Wähler und sprach sie erstmalig offen mit einem Machtvorschlag und nicht nur der „Mitgift“ der Proteststimme an.
  3. Jetzt wird sich entscheiden, ob Tsipras den nicht linksgerichteten Wähler wirklich „erschreckt“ oder aber geschafft hat, ihm „vertrauter“, vielleicht akzeptabel zu werden oder sogar – und in welchem Grad – eine alternative Machtlösung zu bieten.
  4. Ebenfalls wird sich nun entscheiden, ob der linksgerichtete Wähler von dem „Paket“ der SYRIZA und des Tsipras zufriedengestellt und in seiner am 06 Mai getroffenen Entscheidung bestätigt wird.
  5. Da die Polarisierung sich in den kommenden Tagen verstärken wird, wird sich entscheiden, ob die hinsichtlich ihrer Kraft kleineren Parteien dem gebieterischen Druck zur Wahl einer Regierung widerstehen können werden.
  6. In dem Raum zwischen ND und SYRIZA angesiedelte Parteien mit einer Wählerschaft, die im Zielsegment beider Parteien liegt, sind von einem noch höheren Druck aus dem Dilemma der Wahl einer Regierungsmacht und folglich mit Schrumpfung bedroht.

Die Antworten auf die vorstehenden Themen werden unter anderem – ungewiss, in welchem Maß – von gewissen „qualitativen“ Fakten bestimmt werden, welche die letzten Meinungsumfragen dokumentierten.

  • Das Dilemma bezüglich des Verbleibs im Euro oder eines Ausscheidens scheint zwar die ND zu konspirieren, jedoch eine sehr viel geringere „Funktionalität“ und Erwiderung im Raum der PASOK-Partei und eine noch geringere bei den Unabhängigen Griechen, den Unentschlossenen usw. zu haben. In der Mehrzahl scheinen die Leute … „nicht anzubeißen“.
  • Die Strömung zum Umsturz des nach dem Regimewechsel (Anmerkung: nach der Junta) etablierten Machtsystems, so wie diese am 06 Mai verzeichnet wurde, hat ihre Dynamik nicht nur nicht ausgeschöpft, sondern – wie alle Demoskopien dokumentieren – seit dem Folgetag der Wahlen die „Aktie“ der SYRIZA in die Höhe getrieben, die etliche Einheiten über ihrem Wahlergebnis „gehandelt“ wird.

Auf der anderen Seite wird die ND nicht nur einen Kampf um die Macht, sondern auch die Existenz führen: verliert sie, geht sie verloren. Der nächste Tag wird sie in gegenseitiger Zerfleischung vorfinden, nach einer Orientierung, Führung und vielleicht neuen Identität suchend.

Die sich zwingend bildenden Fragen sind zwei:

  1. Ob die ND es schaffen wird, eine Verlängerung ihres Lebens zu erhalten, oder ob die Lebenszeit des verbliebenen Pols des nach dem Regimewechsel etablierten Machtsystems bereits abgelaufen ist.
  2. Ob die SYRIZA davon überzeugen kann, außer der Rolle des Protestträger bereits auch die Führung der Regierung eines zusammenbrechenden Landes übernehmen zu können.

Eine Antwort werden wir auf die eine oder andere Weise in den nächsten Tagen erhalten. Vorläufig ist die billige Feststellung, dass im Gegensatz zu der ND die SYRIZA eine Niederlage ohne Knirschen überstehen kann.

Abschließend sei – hoffentlich korrekt – die Einschätzung eines Freundes mitgeteilt, der … nicht zu den Anhängern der SYRIZA zählt. Er sagte also am Freitagnachmittag:

Der griechischen Gesellschaft ist bewusst, dass sie mit diesen Beiden (Anmerkung: gemeint sind ND und PASOK) für viele Jahre erledigt ist. Anstatt also untätig in der Mitte der Ebene zu sitzen und von den Maschinengewehren durchsiebt zu werden, sehe ich als wahrscheinlicher, dass sie losstürmen wird, um die Höhe einzunehmen. Und wenn sie dabei fallen muss, dann wenigstens kämpfend und in Würde.

Wird es so geschehen? Die Wahlurne – und nur die Wahlurne – wird es zeigen …

(Quelle: To Pontiki)

Alexis Tsipras – das absolute Böse in Griechenland

5. Juni 2012 / Aufrufe: 873 11 Kommentare

Autor: Katerina Angelidaki

Niemals zuvor wurde so viel Gift und Galle gespuckt. Fast niemand – nicht einmal Politiker mit einem langen und extrem zweifelhaften politischen Werdegang – konzentrierte jemals so viel Raserei auf sich wie der Vorsitzende der (sogenannten „linksradikalen“) SYRIZA-Partei. Alle, „innerhalb und außerhalb der Mauern„, haben sich auf ihn gestürzt um ihn lebendig zu fressen.

Tsipras ist der Feind No. 1 des Vaterlandes. Solltet Ihr in wählen, sind wir ruiniert. Lasst Euch nicht einfallen, ihn zu wählen, er wird uns auslöschen.“ Einschüchterungen, Drohungen, Beleidigungen, Ironie, Verhöhnungen – gegen jemanden gerichtet, der neuerdings das absolute Böse im Land verkörpert.

Und ich frage mich: Ist es möglich, dass heutzutage ein einziger Mensch in der Lage ist, eine ganze Nation zu vernichten? Ja, natürlich. Sofern er Tsipras heißt. Ist es möglich, dass alle, die ihn mit einem solchen Hass beschimpfen, nicht daran denken, im selben Moment einen Super-Volkshelden und das potentielle Idol einer ganzen Gesellschaft aufzubauen? Ja, natürlich. Sofern sie zu dem politischen und medialen Establishment zählen, welches den Ball verloren hat und dem Gegner ein Beinchen zu stellen organisiert, um wieder das Spiel zu übernehmen.

Ich hatte beschlossen, mich in dieser Rubrik über keine Partei zu äußern. Und ich tue es wieder nicht. Ich spreche ausschließlich über das Niveau der Polemik gegen den Vorsitzenden der SYRIZA, verärgert, weil sich fast alle darauf eingeschossen haben, sich seiner als Sündenbock für den Zusammenbruch Griechenlands zu bedienen.

Also, nein! Kein Tsipras ist Schuld daran, dass wir dort angelangt sind, wo wir angelangt sind. Nicht Tsipras ist Schuld daran, dass unsere Politiker unfähig sind. Nicht Tsipras ist Schuld daran, dass keins der beiden Memoranden erfolgreich war. Tsipras hat auch keine Schuld an unserer kannibalischen politischen Kultur, die frisches Blut gewittert hat und unverschämt Menschen frisst.

Der Vorsitzende der SYRIZA ist natürlich streng für seine Strategie in dieser kritischen Stunde zu beurteilen. Auf keinen Fall darf jedoch das gehetzte griechische Volk in Bezug darauf eingeschüchtert werden, wem es seine Stimme geben wird. Es wird sie nach eigenem Gutdünken abgeben.

Das absolute Böse ist niemals ein einzelner Mensch. Wer auch nur eine antike Tragödie gelesen hat, weiß, dass niemand die persönliche Macht weder für den absoluten Ruhm noch die düsterste Katastrophe inne hat. Es sind Viele nötig, damit ein Land zerstört wird.

Das absolute Böse ist heute die fürchterliche Lage Griechenlands, das Werk vor allem jener, die es regierten. Bei allem anderen handelt es sich um Tricks und schändliche Vorwände.

(Quelle: To Pontiki)

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Die kritischsten Wahlen in Griechenland

23. Mai 2012 / Aktualisiert: 17. Juni 2012 / Aufrufe: 439 7 Kommentare

Autor: Michalou

Die kritischsten Wahlen in Griechenland … schön, wir schreiben auch mal Blödsinn, damit die Zeit vergeht … .

Das Volk hat gesprochen und die Löwen zu Hühnchen gemacht … . Die Bemühungen der politischen „Leuchten“ um die Bildung einer Vasallen-Regierung fielen ins Leere … . Diesmal fruchteten die – von wo auch immer kommenden – Erpressungen jedoch nicht. Das Panikgerede des Staatspräsidenten, der das Thema einer „nationalen Bedrohung“ stellte, damit eine Regierung zur Realisierung des Memorandums gebildet wird, sprich dass sie uns weitere 11,5 Mrd. Euro aus den Taschen ziehen, und der Rekapitalisierung der Banken mit den 50 Mrd. Euro, ist verflogen.

Als sein Mitstreiter stand ihm auch der Präsident der sogenannten Griechischen Bank, Provopoulos, zur Seite, der betonte, dass „allein gestern 800 Millionen Euro (700 in bar und 100 in Anleihen) von den griechischen Banken abgezogen wurden„. In der kritischsten Periode des Landes interessiert sich das politische Establishment, welches das Land in diese Lage gebracht hat, nur für sein Überleben … . Antonis, Beni und ein Ausbund von Technokraten beharren darauf, zu unserem Wohl“ zu regieren und haben unsere Spucke offensichtlich als Nieselregen aufgefasst.

Und in all diesem Klima der Panikmache natürlich auch wieder die Statements des Herrn Schäuble und anderer Nachfahren der SS, dass z. B. Deutschland einen fertigen Plan habe … (Frage des Autors: sind auch Backöfchen vorgesehen?). Sie sagen, unser Ausscheiden aus dem Euro vorbereitet zu haben, und sonstiges derartiges Zeug. Es gibt jedoch auch Analysen wie jene von Mark Grant, dem Autor des berühmten Buches „Out of the Box“, in dem er meint, Europa könne schließlich Griechenland gar anbetteln, das Geld zu nehmen, damit nicht ganz Europa zerstört wird. Er führt sogar an, dass die Gesamtverschuldung unseres Landes 1,3 Billionen Dollar betrage, was 40,60% des BIP Deutschland entspricht!

Andererseits führt die JP MORGAN an, dass die unmittelbaren Verluste eines Ausscheidens Griechenlands den Betrag von 400 Mrd. Euro erreichen würden !!! Natürlich würde es auch für Griechenland Konsequenzen geben, die jedoch so oder so über unserem Kopf schweben. Zur selben Zeit schreibt sogar Reuters … Wenn sie Griechenland aus dem Euro „herausdrücken“, werden die Folgen für Europa unberechenbar sein … . Griechenland, als kleine periphere Wirtschaft der Eurozone, wird sich irgendwann – vielleicht nach einem Jahr – wieder aufraffen, wann sich jedoch die Eurozone erholen wird, ist ungewiss.

Bringen wir es also zu Ende, machen wir die Wahlen und setzen wir einen Anfang … wir haben viel Arbeit vor uns, und je länger wir es hinauszögern, um so mehr werden wir nachher geradezubiegen haben … .

(Quelle: To Pontiki)

Griechenland: Der Weltuntergang und Alexis Tsipras

19. Mai 2012 / Aktualisiert: 17. Juni 2012 / Aufrufe: 796 Kommentare ausgeschaltet

Autor: Marikaki

Alexis Tsipras, Vorsitzender der Allianz der Radikalen Linken in Griechenland, wird vielleicht Bundeskanzlerin Merkel bezaubern und den Weltuntergang abwenden können.

Höchstwahrscheinlich wird sich die Vorhersage der Mayas über den Weltuntergang einige Monate früher als in dem berühmten Kalender bestimmt erfüllen und seine Bedrohung über den griechischen Wahlen ausbrechen. Als einziger Weg zu Abwendung wird sich die Stimme für Vangelis Venizelos (PASOK) und hauptsächlich Antonis Samaras (Nea Dimokratia) erweisen, der vor Tsipras nicht etwa die Waffen strecken, sondern Mann gegen Mann mit den Kräften des Chaos und des Populismus ringen wird.

Der Blitz, der in das Flugzeug einschlug, welches Hollande nach Merkel brachte, ist bereits als Maskottchen der beiden Memorandums-Parteien … der beiden ehemaligen „Machtparteien“ in Beschlag genommen worden, und unter den ihm sehr wahrscheinlich angetragenen Projekten befinden sich auch der Schlag gegen kritische Infrastrukturen des Staates und der Versicherungsträger und speziell die Ausschaltung der Datenverarbeitungssysteme, mit höherem Zweck das Unvermögen zur Zahlung der Löhne und Renten.

Die Führungsstäbe von Antonis (Samaras) und Vangelis (Venizelos) hecken bereits „Verlautbarungen“ der Art „Tsipras druckt in der Parteizentrale an der Koumoundourou Drachmen“ aus. Auch wenn dies die Menschen direkt zu den Bankautomaten schicken wird, um abzuheben was ihnen verblieben ist, und mit all dem Verantwortungsgefühl, das Antonis und Vangelis steuert, den Zusammenbruch der Banken noch vor dem neuen Wahlgang verursacht.

Nea Dimokratia und PASOK werden den Wählern großmütig verzeihen

Gemäß den leitenden Köpfen der beiden Führungsstäbe kann sich dies sogar als eine Taktik von kritischer Bedeutung erweisen: irgendwo dort und unter Aufbringen ihrer höchsten Großherzigkeit werden sie dem griechischen Volk verzeihen, das sie am 06 Mai 2012 nicht gewählt hatte, und einen neuen großzügigen Kredit von IWF und EU zur unmittelbaren Rekapitalisierung der Banken versprechen – einen Kredit, der Griechenland bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag im Euro halten und die Rettung des (unter Kosten) verscherbelten Landes ab dem Punkt beschleunigen wird, an dem sie durch die Wahlen unterbrochen wurde.

Natürlich wird auch Tsipras nicht mit gefalteten Händen der Provokation und der Strapazierung des europäischen Profils zuschauen. Er wird Stratoulis und Lafazanis losschicken, um – ohne Gewalt, nur mit der Überzeugungskraft des sterilen Protests – Merkel bis zum Gebäude des SYN zu schleppen, damit sie sich eigenen Auges davon überzeugt, dass die beiden Hätschelkinder des Euro-Klerus unverschämt lügen und im Poker um ein paar zehntausend Proteststimmen gegen die führende SYRIZA-Partei praktisch den gesamten europäischen Überbau als Einsatz verzocken.

Merkel, die in all der Hetze gerade noch in ihren Taschen nach Blitzen für Rigilli und Ippokratous suchte (Anmerkung: gemeint sind die Parteizentralen von Nea Dimokratia und PASOK), wird ihren Blick auf das von Selbstvertrauen erfüllte Gesicht des Alexis Tsipras werfen und sich wahrscheinlich nicht der Überlegung verweigern können, dass „Alexis aus der Nähe besehen dank dieser Natürlichkeit der aus ihm heraussprudelnden Kraft sexier ist„. Vermutlich wird sie sich sogar mächtig darüber ärgern, zwei Jahre lang gezwungen gewesen zu sein, sich mit einem Haufen von Stinkern zu treffen, mal mit jenem Rotzbengel Giorgakis, mal mit dem bestialischen und potthässlichen Venizelos und schließlich mit Roboter-Greis Lukas Papadimos.

Dort, innerhalb der geschwärzten Wände und der unordentlichen Büros der Koumoundourou wird Merkel im Antlitz des Alexis Tsipras den Charme des Europas der Völker entdecken und Griechenland eine Gelegenheit geben, indem sie billiges Geld gewährt und bilateral den Zahlungsstopp und alles andere verkündet, was das SYRIZA-Programm begehrt.

Und Tsipras wird – nachdem er Griechenland und Europa gerettet hat – mit Obama telefonieren …

(Quelle: To Pontiki)