Archiv

Artikel Tagged ‘polizeigewalt’

„Ohrfeige“ wegen Haftbedingungen in Griechenland

5. März 2016 / Aktualisiert: 05. März 2016 / Aufrufe: 785 2 Kommentare

Der Europäische Rat kritisiert Griechenland hart wegen der Zustände in den Gefängnissen des Landes, polizeilicher Gewalt und der Behandlung illegaler Immigranten.

In einem jüngst an die Öffentlichkeit gegebenen Bericht des Europäischen Komitee zur Verhütung von Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe (CPT) kritisiert der Europäische Rat Griechenland auf besonders heftige Weise und unterstreicht die zahlreichen Fälle polizeilicher Gewalt zu Lasten inhaftierter Personen und die sehr schlechten Bedingungen in den Gefängnissen.

Eine Delegation des CPT besuchte Griechenland im April 2015 um zu beurteilen, ob seine in vorherigen Berichten – in den Jahren 2011 und 2013 – gemachten Empfehlungen umgesetzt wurden, stellte dagegen jedoch fest, dass die Lage noch schlimmer geworden ist.
Gesamten Artikel lesen »

Aufruf zur Folterung von Anarchisten in Griechenland

26. Juli 2015 / Aufrufe: 4.549 3 Kommentare

Ein Offizier der Polizei in Griechenland ermunterte seine Kollegen öffentlich zur analen Vergewaltigung festgenommener Anarchisten mit dem Schlagstock.

Ein Offizier der Polizei in Griechenland, der bei den letzten Beurteilungen im März 2015 sogar in den Rang des Polizeidirektors befördert wurde, rief auf seinem persönlichen Facebook-Account offen zur Folterung von Anarchisten auf.

Der Post wird nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben (sorry wegen der Diktion, die dem originalen Text folgt).
Gesamten Artikel lesen »

Explosion rassistischer Gewalt in Griechenland 2013

7. April 2014 / Aufrufe: 2.453 9 Kommentare

Das Komitee für Menschenrechte spricht von einer Explosion der rassistischen Gewalt in Griechenland und bei den Sicherheitskräften herrschenden Kultur der Straflosigkeit.

Das Netzwerk zur Erfassung von Fällen rassistischer Gewalt verzeichnete 2013 in Griechenland 166 Fälle rassistischer Gewalt mit 320 Opfern.

Wie jedoch die Mitglieder des Netzwerks am Mittwoch (02 April 2014) bei der Präsentation des Berichts für 2013 warnten, scheint nach dem „Durchhänger“, der infolge der Verhaftungen von Funktionären der Chrysi Avgi beobachtet wurde, seit Februar 2014 wieder „Bewegung“ einzutreten: in Bezirken wie beispielsweise Keratsini und Perama zieht erneut die Gewalt ein.
Gesamten Artikel lesen »

Griechenland: Polizei ist Staat im Staat

6. April 2014 / Aufrufe: 912 2 Kommentare

Ein vernichtender Bericht der AI über die Polizei in Griechenland stellt Straflosigkeit, übertriebene Gewaltanwendung und enge Verbindungen zur Chrysi Avgi fest.

Straffreiheit, übertriebene Gewaltanwendung und Verbindungen zu der rechtsradikalen Chrysi Avgi geißeln die griechische Polizei (ELAS) laut einem Bericht der Amnesty International (AI) mit dem Titel „Staat im Staat: Misshandlungs- und Straffreiheits-Kultur bei der griechischen Polizei„.

Nach dem Mord an Pavlos Fyssas im September 2013 und den nachfolgenden Enthüllungen wurden ungefähr 50 Personen verhaftet, einschließlich des Vorsitzenden der Chrysi Avgi, zweier Polizeibeamten und fünf Abgeordneter, die verschiedener Straftaten – von Morden und der Verursachung von Explosionen bis hin zur Erpressung – beschuldigt werden. Es wurde festgestellt, dass zehn Polizeibeamte direkt oder indirekt mit kriminellen Aktivitäten zu tun hatten, die Mitgliedern der Chrysi Avgi angelastet worden sind.
Gesamten Artikel lesen »

Vollzugsbeamten in Griechenland folterten Häftling zu Tode

2. April 2014 / Aktualisiert: 02. April 2014 / Aufrufe: 804 1 Kommentar

In Griechenland wurden Wärter der Strafvollzugsanstalt Nigrita unter der Beschuldigung verhaftet, den albanischen Schwerverbrecher Ili Kareli zu Tode gefoltert zu haben.

Beamte des Dezernats für interne Angelegenheiten der griechischen Polizei schritten zur Verhaftung mehrerer Justizvollzugsbeamten der Strafvollzugsanstalt Nigrita, nachdem zu deren Lasten der Staatsanwalt von Amfissa, Nikos Antonarakos, Strafverfahren wegen dreier Kapitalverbrechen in Zusammenhang mit dem Tod des albanischen Schwerverbrechers Ili Kareli am 27 März 2014 einleitete.

Wegen des Todes des in Rede stehenden Häftlings leitete der Staatsanwalt Strafverfahren zu Lasten von Justizvollzugsbeamten der Vollzugsanstalten in Nigrita und Malandrino sowie auch gegen Polizeibeamte des Polizeireviers Itea ein. Die Verfahren beziehen sich auf die Kapitalverbrechen der Folterung mit Todesfolgen, der einfachen Folterung und der vorsätzlichen schweren Körperverletzung. Es sei angemerkt, dass Ili Kareli am 25 März 2014 in der Vollzugsanstalt Malandrino den Vollzugbeamten Giorgos Tsironis ermordet hatte und zwei Tage später nach seiner Verlegung nach Nigrita dort von Wärtern zu Tode gefoltert wurde.
Gesamten Artikel lesen »

Polizeiliche Selbstjustiz gegen Mörder in Griechenland

29. März 2014 / Aktualisiert: 02. April 2014 / Aufrufe: 3.305 1 Kommentar

Der Häftling, der am 25 März 2014 in der Vollzugsanstalt Malandrino in Griechenland einen Wärter ermordete, wurde zwei Tage später tot in einer Isolierzelle aufgefunden.

Der 40-jährige Albaner Ilia Kareli, der in Griechenland unter anderem wegen versuchten Mordes eine langjährige Haftstrafe verbüßte und am 25 März 2014 in der Vollzugsanstalt Malandrino den 46-jährigen Justizvollzugsbeamten Giorgos Tsironis ermordete, wurde vermutlich totgeschlagen bzw.  zu Tode gefoltert.

Wie der Bericht der Gerichtsmediziner Minas Georgiadis und Eleni Zangelidou anführt, wies die Leiche des Häftlings, der möglicherweise zu Tode gefoltert wurde, unter anderem zahlreiche Schlagverletzungen und einen Bruch des Brustbeins auf, der offensichtlich durch einen heftigen Schlag mit einem geriffelten Knüppel (sprich Schlagstock) verursacht worden war.
Gesamten Artikel lesen »

Polizeiwillkür und Diskriminierung Transsexueller in Griechenland

9. Juni 2013 / Aktualisiert: 11. Juni 2013 / Aufrufe: 1.497 2 Kommentare

In einem neuen an die Öffentlichkeit gelangten Fall polizeilicher Willkür in Griechenland fand sich die Verteidigerin eines transsexuellen Mandanten in der Arrestzelle wieder.

Wenige Tage vor der Durchführung der Gay Pride Parade am 14 – 15 Juni 2013 in Thessaloniki gelangt eine neue Beschwerde über die mit der massenhaften Vorführung transsexueller Personen in Zusammenhang stehende polizeiliche Willkür in Thessaloniki an die Öffentlichkeit.

Die Rechtsanwältin Ilektra-Lida Koutra, die sich auf ein Polizeirevier begab um ihren Mandanten – eine transsexuelle Person – aufzusuchen, wurde an der Kommunikation mit ihrem Mandanten gehindert und fand sich stattdessen schließlich in der Arrestzelle eingesperrt wieder, ohne dass es Erklärungen der Polizeibeamten gab.

Laut der Anzeige der Rechtsanwältin machten die Polizeibeamten sich über sie lustig und sagten ihr „Du wolltest es selbst, eingeschlossen zu werden …„. Als die Anwältin im weiteren Verlauf wieder freigelassen wurde, weigerte sich der diensthabende Offizier, eine Anzeige der Rechtsanwältin zu Lasten der Polizisten aufzunehmen.
Gesamten Artikel lesen »

Artikel weiterlesen: Seite 1 Seite 2

Geldstrafe für Prügel-Polizisten in Griechenland

25. April 2013 / Aufrufe: 180 Keine Kommentare

Gegen zwei Polizisten in Griechenland wurden wegen der körperlichen Misshandlung eines verhafteten Immigranten Geldstrafen verhängt.

Gegen zwei Polizeibeamte, die auf einem Video erkannt wurden, im Januar 2012 einen von ihnen verhafteten Immigranten verprügelt zu haben, wurden Geldstrafen verhängt. Ihre Bestrafung erfolgte auf Basis einer internen Untersuchung, die von der Führung der griechischen Polizei (ELAS) angeordnet worden war.

Laut einer Bekanntmachung wurde das Video am 20 April auf Youtube eingestellt und bezieht sich auf einen Vorfall, der sich im vergangenen Jahr am 3 Januar 2012 ereignete, als in Athen auf dem Amerika-Platz ein Ausländer verhaftet wurde, weil er Abfallcontainer umstürzte, Schäden an geparkten Fahrzeugen verursachte und die öffentliche Ruhe störte.

Die interne Untersuchung wurde nach einschlägigen Publikationen in Zeitungen und auf Blogs angeordnet. Im Fall des einen der beiden Polizisten will der Polizeipräsident von Attika Einspruch erheben und die Verhängung einer höheren Disziplinarstrafe beantragen.

(Quelle: in.gr)

Relevante Beiträge:

Rassistische Polizeigewalt in Griechenland ohne Ende

25. April 2013 / Aufrufe: 1.130 Keine Kommentare

Eine Videoaufnahme dokumentiert zum wiederholten Mal die grundlose Barbarei und rassistische Gewalt der Polizei in Griechenland gegen Immigranten

Die Szene spielt sich im Zentrum von Athen ab. Es ist dunkel und die Männer der Polizei sind an irgend einer Aktion „Xenios Zevs“ (= „Code-Name“ – Sammelbegriff für die konzertierten Aktionen zur Aufspürung und Festnahme illegaler Immigranten) beteiligt.

Es handelt sich um die Aufräumaktionen, die ein phantasievoller Bürokrat – Mitarbeiter des Minister Nikos Dendias (= Minister für Bürgerschutz bzw. öffentliche Ordnung) als Umsetzung der Regeln der Gastfreundschaft auffasst.

Die Männer der Polizei arbeiten direkt mit Bürgern zusammen. Breite Schultern, dunkle Kleidung, muskulöse Arme. Es bedarf keiner Phantasie um zu verstehen, aus welchem politischen Raum sie kommen.
Gesamten Artikel lesen »

KategorienAllgemein Tags: ,

Amnesty International dokumentiert übermäßige Polizeigewalt in Griechenland

5. Juli 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 660 6 Kommentare

Amnesty International stellt in einem aktuellen Bericht über Griechenland systematische Anwendung von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen durch die Polizei fest.

In ihrem Bericht über die Polizeigewalt in Griechenland stellt Amnesty International (AI) übertriebene Gewaltanwendung fest, einbezüglich des Einsatzes von – in anderen Staaten teilweise seit langem verbotenen – chemischen Reizstoffen und Blendschockgranaten auf eine Weise, welche die internationalen Normen verletzt. Der Bericht spricht unverblümt von „Verletzungen der Menschenrechte, die sich durch Mitglieder der Sicherheitskräfte und die Unfähigkeit oder den Unwillen der Polizei und der Justizbehörden ergaben, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen„.

Ebenfalls enthalten sind Meldungen über Misshandlung während der Dauer der Festnahme und Inhaftierung, denen auch „Mitglieder verwundbarer Gruppen wie Immigranten und Asylbewerber sowie Gemeinschaften zum Opfer fallen, die in den Randbereichen der Gesellschaft leben, einschließlich vieler Roma„.

Der Bericht „Polizeigewalt in Griechenland: Nicht nur Einzelfälle„, der am Dienstag (03 Juli 2012) auf einer Pressekonferenz von Amnesty International in Zusammenarbeit mit dem Panhellenischen Dachverband der Journalisten (POESY) bei dem Verband der Redakteure Athener Tageszeitungen (ESIEA) präsentiert wurde, dokumentiert die Beunruhigungen der internationalen Aktion über die Polizeiüberwachung in Griechenland während der letzten zehn Jahre bis April 2012.
Gesamten Artikel lesen »