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Erdöl und Erdgas in Griechenland

5. Januar 2012 / Aufrufe: 1.566 9 Kommentare

Griechenland schreitet zur öffentlichen internationalen Ausschreibung der Erschließung von Erdöl- und Erdgasvorkommen bei Ioannina, Katakolo und Patras.

Auf ungefähr 250 bis 300 Millionen Barrels werden von dem griechischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimawandel (YPEKA) die in den Gebieten bei Ioannina, Katakolo und im Golf von Patras existierenden Kohlenwasserstoffvorräte geschätzt, für welche das Ministerium einen internationalen öffentlichen Wettbewerb ausschrieb und die interessierten Firmen aufruft, bis zum 02. Juli 2012 ihre Angebote einzureichen.

Eindruck rufen zur selben Stunde die Berichte von Wissenschaftlern hervor, welche die Vorräte an Kohlenwasserstoffen, über die Griechenland verfügt, sehr viel höher ansetzen als die Führung des zuständigen Ministeriums mit ihren Schätzungen eingesteht. Von Seite der wissenschaftlichen Gemeinschaft wird allerdings auch mit Nachdruck betont, dass Griechenland kein Interesse von Firmen anziehen können wird, die Investitionen tätigen müssen, um zur Nutzung der Vorkommen zu schreiten, wenn die Regierung nicht unmittelbar zur Festsetzung der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) schreitet.

Wissenschaftler rechnen mit bis zu 600 Mrd. Dollar

Bezeichnend für die zwischen den Schätzungen des Ministeriums und der Wissenschaftler bestehende Differenz ist, dass die Regierung die aus der Nutzung der Kohlenwasserstoffe erzielbaren Gewinne Griechenlands für die nächsten 20 Jahre und bei einem sich zwischen 80 und 100 Dollar pro Barrel bewegenden Erdölpreis auf 20 Milliarden Dollar schätzt, während manche Wissenschaftler von Gewinnen für Griechenland sprechen, die über eine Periode von 20 Jahren veranschlagt die astronomische Summe von 600 Mrd. Dollar erreichen können.

Charakteristisch führte der Professor der Universität von Patra Abraam Zelilidis in Äußerungen auf der Website Newsit an, dass das Vorkommen bei Ioannina rund 500 Millionen Barrels, also viel mehr als die von dem Ministerium für Umwelt, Energie und Klimawandel (YPEKA) geschätzten 80 Millionen Barrels erbringen soll. Diese Angaben gehen auf Basis von Daten hervor, über welche kanadische Wissenschaftler verfügen, die bereits in der Erforschung von Kohlenwasserstoffvorkommen in Albanien tätig sind.

Hinsichtlich der Nachforschungen im Gebiet des Golfs von Patras äußerte Professor Zelilidis Zweifel daran, ob durch die Nachforschungen die Schätzung über die Existenz von 200 Millionen Barrels bestätigt werden wird und ermunterte parallel das Ministerium, sein Interesse westlicher auf das Gebiet Zante – Kefalonia zu richten, wo laut seiner Argumentation mehr als 1 Milliarde Barrels gefördert werden können.

In Bezug auf die Region bei Katakolo erachtete der Professor der Universität Patras schließlich, dass die Suche in dem Gebiet höchstwahrscheinlich ein großes Erdgasvorkommen und kein Erdöl an den Tag bringen wird.

Wissenschaftler fordern unmittelbare Festsetzung der AWZ Griechenlands

Die Wissenschaftler beharren jedenfalls darauf, dass notwendige Voraussetzung für eine Nutzung der Vorkommen die Festsetzung der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) sei, damit die Suche nach Kohlenwasserstoffen für Griechenland greifbare Ergebnisse hat. Wie sie mit Nachdruck betonen, wird ohne Festlegung einer AWZ kein Unternehmen bereit sein, im Mittelmeer Geld zu investieren, ohne zu wissen, worauf die Grenzen des Landes tatsächlich basieren.

Die Wissenschaftler merken sogar an, dass die vorhergehenden seismischen Untersuchungen ein völlig anderes Thema als die nachfolgenden Bohrungen sind, zu deren Durchführung die griechischen Behörden die Grenzen der AWZ festlegen müssen. In der Bekanntmachung des zuständigen Ministeriums erfolgt jedoch keinerlei Hinweis auf die Bestimmung einer AWZ.

Bei der AWZ handelt es sich letzendlich um ein weiteres Tabuthema, welches die griechischen Behörden wegen der Besonderheiten der geographischen Lage Griechenlands nicht “antasten”. Bezeichnend für die enormen Schwierigkeiten ist außerdem die Tatsache, dass bis heute in Griechenland ungefähr 175 Bohrungen und davon gerade einmal 12 Bohrungen im Gebiet der Ägäis erfolgten, wogegen zur selben Zeit in dem benachbarten Albanien bereits mehr als 2.500 Bohrungen durchgeführt worden sind.

(Quellen: Vradyni, Alter / Youtube ff)

Erdbeben bei Patras in Griechenland verursachte nur Sachschäden

8. August 2011 / Aufrufe: 150 Keine Kommentare

Ein am siebten August 2011 verzeichnetes Erdbeben im Gebiet von Nafpaktos in Griechenland verursachte glücklicherweise nur begrenzte Sachschäden.

Am Sonntag, dem 07. August 2011, wurde um 17:35 Uhr Ortszeit ein Erdbeben mit einer Stärke von 4,7 Richter und Epizentrum bei Nafpaktos in einer Tiefe von etwa 18 Kilometern verzeichnet. Das Beben war besonders intensiv in Patras, Rio, Nafpaktos und anderen Regionen in Achaia und Ätolokarnania wahrnehmbar.

In Nafpaktos verursachte das Erdbeben Schäden im Untergeschoss eines dreistöckigen Wohnhauses in der Lage Pinakoula Paleopanagias. Die Behörden forderten die ungefähr 40 Bewohner des Gebäudes auf, ihre Wohnungen nicht aufzusuchen. Der endgültige Beschluss über die Rückkehr der Bewohner in ihre Wohnungen wird nach der Untersuchung des Gebäudes durch einen Ingenieur getroffen werden.

Außer diesem Vorfall und dem Einsturz einer Mauer in der Altstadt von Patras wurden bisher keine Schäden gemeldet. Ergänzend sei angemerkt, dass seit dem 22. Juli 2011 bis Ende Juli 2011 in dem Seegebiet zwischen Rio – Antirrio bereits weitere – schwächere – Erdstöße verzeichnet wurden.

(Quelle: in.gr)

Griechische Bahn legt weitere Strecken und Verbindungen still

3. März 2011 / Aufrufe: 415 1 Kommentar

Im Rahmen der gesetzlich verfügten Sanierung der Eisenbahn in Griechenland wurde erneut die Einstellung weitere Zugverbindungen und Buslinien beschlossen.

Im Rahmen der gesetzlich verfügten Sanierung und Reorganisation der Eisenbahn in Griechenland gab die TRAINOSE zur Senkung der Betriebskosten erneut die Einstellung weiterer Zug- und Busverbindungen bekannt.

Konkret wurde ab Mittwoch, dem 02. März 2011, der Verkehr der Express-Busse zwischen Kiatos – Patras – Kiatos sowie auch der Bahnbusse eingestellt, die in Ersatz der eingestellten Zugverbindung 303 zwischen Patras – Kiatos eingesetzt worden waren. Stattdessen wurden zwei direkte Busverbindungen zwischen Athen – Patras (Abfahrt ab Athen um 13:00 und 15:00 Uhr und  Ankunft in Patras entsprechend um 16:00 und 18:00 Uhr) sowie in der Gegenrichtung drei Direktverbindungen zwischen Patras – Athen (Abfahrt ab Patras um 07:00, 12:15 und 19:00 Uhr und Ankunft in Athen entsprechend um 10:00, 15:15 und 22:00 Uhr) eingerichtet.

Das Beförderungsentgelt für die besagten Busfahrten beläuft sich auf 18 Euro für die einfache Fahrt bzw.  28,80 Euro für die Hin- und Rückfahrt (Rückfahrkarte), wobei ggf. auch alle vorgesehenen Ermäßigungen für Kinderreiche, Schüler, Studenten usw. in Ansprcuh genommen werden können.

Schließlich wurde bis auf weiteres auch der Verkehr der Züge ICity90, ICity91, 610 und 611 zwischen Alexandroupolis (Hafen) – Dikea eingestellt. Ersatzweise kommen auf der Strecke fortan Busse zum Einsatz, die in Alexandroupolis (Hafen) – Feres – Peplo – Tychero – Lagyna – Soufli – Lavara – Didymotichi – Pythio – Thouria – Chimonia – Nea Orestiada – Nea Vysa – Kastanies – Dikea halten.

Erneut Erdbeben bei Nafpaktos und Patras in Griechenland

22. Januar 2010 / Aufrufe: 211 Keine Kommentare

Am 22. Januar 2010 ereignete sich ein stärkeres Erdbeben von 5,1 Richter bei Nafpaktos in Griechenland. Etwas später wurde ein Beben von 4,8 Richter bei Patras verzeichnet.

Das Beben mit einer Stärke von 5,1 Punkten auf der Richter-Skala ereignete sich gegen 3 Uhr am Morgen des Freitags nordöstlich des Ortes Nafpaktos in Südgriechenland. Die Erschütterung wurde in weitem Umkreis sowohl auf dem Festland als auch der Peleponnes wahrgenommen. Dem Erdstoß folgten zahlreiche Nachbeben. Laut den Angaben des Geodynamischen Instituts der Sternwarte Athen lag das Epizentrum des Erdbeben wieder bei Efpalio in der Präfektur Fokida, wo bereits am vergangenen Montag (18. Januar 2010) ein Beben mit einer Stärke von 5,2 Richter verzeichnet worden war.

Ein weiteres Erdbeben mit einer Stärke von 4,8 Richter ereignete sich am Freitag laut den Angaben des Amerikanischen Geologischen Instituts wenige Stunden später um 12:59 Uhr Ortszeit etwa 30 Kilometer nordöstlich der Stadt Patras. Wenige Minuten vorher war in dem selben Gebiet um 12:53 Uhr Ortszeit ein Erdstoß mit einer Stärke von 4,5 Richter verzeichnet worden.

Es sei daran erinnert, dass im Laufe der Woche ein leichteres Erdbeben bei Kefalonia und eine Erschütterung mit einer Stärke von 4,1 Richter nördlich von Kalamata stattgefunden hatten, die jedoch nach Ansicht der Seismologen nicht mit dem Beben bei Nafpaktos in Zusammenhang standen.

Die beiden am Freitag bei Nafpaktos und Patras verzeichneten Erdbeben werden dagegen als “Zwillingsbeben” eingestuft, wie sie in der konkreten Region am Golf von Korinth bereits mehrfach auftraten. Im Sommer 1995 ereignete sich am 15. Juli unmittelbar nach zwei vorangegangen Erschütterungen mit einer Stärke von  5 und 5,5 Richter das starke Erdbeben, welches zu schweren verwüstungen in Ägio geführt hatte. Auch damals lag der Herd des Bebens auf der Seite des Festlandes.

Durch das heutige (22. Januar 2010) Beben bei Nafpaktos kamen keine Menschen zu Schaden, jedoch wurden Sachschäden an zahlreichen – überwiegend älteren – Gebäuden gemeldet. Das Gebäude des Amtsgerichtes in Navpaktos wurde evakuiert, weil an mehreren Stellen Putz herabgefallen war. An der Trasse der alten Küstenstraße von Nafpaktos lösten sich Felsblöcke und stürzten auf die Fahrbahn.

Erhöhung der Mautgebühren Athen – Patras ab 2010

17. Dezember 2009 / Aufrufe: 228 Keine Kommentare

Unmittelbar nach Neujahr werden wieder einmal die Mautgebühren auf der Nationalstraße Athen – Korinth – Patras erhöht werden. Für PKW und Zweiräder beläuft sich die Erhöhung der Straßengebühr auf jeweils 0,10 Euro, für die übrigen Fahrzeugkategorien beträgt die Erhöhung jeweils 0,20 Euro.

Die Gebührenerhöhung gilt für die Mautstellen Eleusis / Elefsina (in Richtung Korinth), am Istmus (in Richtung Athen), Zevgolatio (in Richtung Patras), Rio (in Richtung Athen), Nea Peramos (Zufahrt von Korinth) und Agion Theodoron (Zufahrt in Richtung Athen und Korinth).

An den jeweiligen Mautstation werden sich die Straßengebühren wie folgend ergeben:

  • Zweiräder, Dreiräder 2 Euro (bisher 1,90 Euro)
  • PKW 2,90 Euro (bisher 2,80 Euro)
  • Kleinlastwagen 7,20 Euro (bisher 7 Euro)
  • Große Lastwagen 10,10 Euro (bisher 9,90 Euro

Weitere Erhöhungen der Maut im Laufe der Jahre 2010 – 2011 sind bereits beschlossen.