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„Neuarme“ erscheinen als neue Gesellschaftsklasse in Griechenland

8. September 2012 / Aufrufe: 780 1 Kommentar

Eine Studie über das gesellschaftliche Profil Griechenlands 2012 enthüllt unter anderem, dass jeder vierte Beschäftigte nicht seinen Ausgaben zu entsprechen vermag.

Innerhalb von gerade einmal zweieinhalb Jahren hat sich das Bild der griechischen Gesellschaft dramatisch verändert: die Arbeitslosigkeit galoppiert, wegen der Kürzungen flossen 13,2 Milliarden Euro aus den Taschen der Arbeitnehmer, die Quote der Kinderarmut zählt zu den höchsten in Europa und eine neue gesellschaftliche Klasse – nämlich die der „neuen Armen“ – tritt in Erscheinung.

Zu dieser Feststellung kommen Forscher des Nationalen Zentrums für Gesellschaftsforschung (EKKE) in der Studie „Das gesellschaftliche Portrait Griechenlands 2012“, die sie am 06 September 2012 publizierten. „Wir Forscher waren alle davon überrascht, wie groß diese Veränderungen in einem dermaßen kurzen Zeitraum waren„, betont Dionysis Mpalourdos, Forschungsleiter des EKKE.

Das neue soziale Portrait der griechischen Gesellschaft enthüllte auch eine neue gesellschaftliche Gruppe, nämlich die der „Neuarmen“. „Außer den Arbeitslosen, Immigranten und Haushalten mit vielen Kindern, die der Kategorie der traditionell Armen angehören, zeigt sich, dass wir fortan auch diese neue Kategorie haben, der wir die armen Beschäftigten, also Menschen zuordnen können, die in irgend einem Arbeitsverhältnis stehen, jedoch nicht ihren Ausgaben zu entsprechen vermögen. Dieser Anteil erreicht auf Basis der letzten Daten 13,8%, während die armen Beschäftigten 25,4% der Arbeitnehmer ausmachen.

Parallel sind dieser neuen Gruppe der „Neuarmen“ laut der Erklärung des Herrn Mpalourdos auch die jungen Leute im Alter von bis zu 24 Jahre hinzuzurechnen, „bei denen 2010 der Armutsanteil 27,8% erreichte, gegenüber 23% im vorherigen Jahr„.

(Quelle: Ta Nea)