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Artikel Tagged ‘mwst’

Griechenland provoziert Explosion der Steuerhinterziehung

15. April 2016 / Aufrufe: 974 Kommentare ausgeschaltet

Die erneute Erhöhung der Mehrwertsteuer in Griechenland wird noch mehr Selbständige und Kleinunternehmen zwingen, einfach keine Quittungen mehr auszustellen.

Das Ziel, aus der Erhöhung des Mehrwertsteuer-Höchstsatzes in Griechenland um einen Prozentpunkt von 23% auf 24% rund 400 – 500 Mio. Euro beizutreiben, gilt als sehr ehrgeizig.

Dennoch ist diese Maßnahme von den Gläubigern akzeptiert worden, obwohl Faktoren des griechischen Finanzministeriums vertreten, die Erhöhung des Höchstsatzes um einen Prozentpunkt würde nur unter normalen Umständen den vorstehenden Betrag abwerfen können. Sie erklären, die Regierung habe signifikante Faktoren außer Acht gelassen, die in diametralem Gegensatz zu dem Ziel der Beitreibung der Einnahmen stehen.
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Griechenland senkt Mehrwertsteuer in Gastronomie

31. Juli 2013 / Aufrufe: 1.614 10 Kommentare

In Griechenland kommt in der Gastronomie ab dem 01 August 2013 ein von 23 Prozent auf 13 Prozent reduzierter Mehrwertsteuer-Satz zur Anwendung.

Nachdem die Anfang September 2011 in Kraft getretene Erhöhung der Mehrwertsteuer (nicht nur) in der Gastronomie von 13% auf 23% dem Fiskus nicht nur nicht die erhofften Mehreinnahmen bescherte, sondern obendrein zu der Schließung zahlloser Betriebe und der Vernichtung zehntausender Arbeitsplätze führte und nicht zuletzt auch die „traditionelle“ Steuerhinterziehung in der Branche signifikant stimulierte, stimmte die Troika fast zwei Jahre später endlich der seit langer Zeit geforderten Senkung der Mehrwertsteuer speziell in der Gastronomie auf den alten – reduzierten – Satz von 13% zu.

Die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie ab dem 01 August 2013 kommt allerdings speziell für den Tourismus viel zu spät und ist außerdem vorerst auf 5 Monate – sprich bis Ende 2013 – befristet. Hinsichtlich der internationalen Wettbewerbsfähigkeit wurde und wird den griechischen Anbietern somit gleich in zweifacher Hinsicht ein Bärendienst erwiesen: Für 2013 mussten sie die – in der Regel bereits ab Ende des Vorjahrs eingeholten – Angebote mit einer (anteiligen) Mehrwertsteuer von 23% kalkulieren, die nun inmitten der Saison auf 13% gesenkt wird, während für 2014 noch völlig offen steht, ob der Mehrwertsteuersatz für die gastronomischen Leistungen bei 13% bleiben oder wieder auf 23% erhöht werden wird.
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Tourismus-Ziele 2012 in Griechenland sind unerreichbar

5. Mai 2012 / Aufrufe: 1.248 13 Kommentare

Laut dem Verband der Touristik-Unternehmen in Griechenland sind die für das Jahr 2012 veranschlagten Ziele im Tourismus nicht erreichbar.

Auf Basis der Ergebnisse der beiden ersten Monate erachtet der Verband der griechischen Touristik-Unternehmen (SETE) die Ziele bezüglich 16 Millionen internationaler Ankünfte und 10 Milliarden Euro direkter Einnahmen aus dem Tourismus für 2012 als unerreichbar, da gemäß den Daten der Griechischen Bank ein signifikanter Rückgang sowohl bei den Ankünften als auch den Einnahmen verzeichnet wird.

Der SETE erachtet ebenfalls, dass dieser Rückgang sich für die ersten vier Monate des Jahres 2012 auf ungefähr dem selben Niveau fortsetzen wird, weil – wie angeführt wird – die notwendigen Maßnahmen und die strukturellen Änderungen „in einem großen Grad nicht umgesetzt wurden, während die Wirtschaftskrise in Europa sich verschlimmerte„. Andererseits beurteilt der SETE jedenfalls positiv, dass die Vorsitzenden der Parteien ND und PASOK, also die Herren Antonis Samaras und Evangelos Venizelos, als Teil des Programms ihrer Parteien einen niedrigen Mehrwertsteuer-Satz auf das touristische Paket und die Wiederherstellung der Mehrwertsteuer auf dem Sektor der Beköstigung auf 13% ankündigten.

Ein Land wie Griechenland, das von dem Tourismus lebt, kann nicht anders als die MwSt. auf sein touristisches Produkt auf ähnlichem Niveau mit dem seiner Mitbewerber zu halten, also in einer Größenordnung von 5% – 8%„, betonte der Verbandsvorsitzende Andreas Andreadis. „Der Beschluss des Wirtschaftsstabs der Regierung im Mai vergangenen Jahres, und zwar mit Zustimmung der Troika, zur Anhebung der MwSt. in der Gastronomie auf 23%, also einen weltweiten Spitzensatz, war völlig paradox und jenseits jeder wirtschaftlichen Logik„, fügte er an und endete: „Dies vernichtete in wenigen Monaten tausende Unternehmen und zehntausende Arbeitsplätze speziell junger Leute, während es letztendlich auch die Steuereinnahmen des Staates minderte.

Der SETE vertritt, dass – damit der Aufschwung beginnt – „unmittelbar nach den Wahlen die bekannten, dokumentierten und in vielfacher Hinsicht selbstverständlichen Maßnahmen zur Stärkung unseres Tourismus und der Verbesserung seiner Wettbewerbsfähigkeit umgesetzt werden müssen„.

(Quelle: Epikera)

Mehrwertsteuer für Rechtsanwälte und Notare in Griechenland ungeregelt

16. Juni 2010 / Aufrufe: 309 Kommentare ausgeschaltet

Ab Juli 2010 sollen in Griechenland Leistungen von Rechtsanwälten, Notaren, Gerichtsvollziehern und Grundbuchverwaltern mit 23% Mehrwertsteuer belastet werden, jedoch stehen die Anweisungen des Finanzministeriums weiterhin aus.

Obwohl die zuständigen Dienststellen des griechischen Finanzministeriums schon lange die Rundschreiben zur Anwendung von Artikel 62 des Gestzes N. 3842/2010 verschickt haben müssten, wonach die Befreiungen nach Artikel 22 der MwSt-Verordnung in Griechenland aufgehoben werden, wurden bisher wegen des „erhöhten Arbeitsaufkommens“ die entsprechenden Anweisungen noch nicht einmal definiert.

Angesichts dieser Situation ist nicht auszuschließen, dass die Umsetzung der Maßnahme (sprich die Erhebung der Mehrwertsteuer auf die Dienstleistungen der in Rede stehenden Berufsgruppen) aufgeschoben wird. Damit bleibt jedoch auch weiter ungewiss, auf welche Änderungen sich die betroffenen Freiberufler sowie letztendlich auch deren Klientel einstellen und zu welchen Anpassungen sie schreiten müssen. Am wahrscheinlichsten erscheint derzeit ein Aufschub des Inkrafttretens der neuen Regelungen bis Anfang September 2010, damit in der Zwischenzeit kritische Themen geklärt werden können.
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