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Bombenanschlag im Ministerium für Zivilschutz in Griechenland

24. Juni 2010 / Aufrufe: 67 Keine Kommentare

In Griechenland detonierte am Abend des 24. Juni 2010 in einem Büro des Ministeriums für Zivilschutz in Athen eine Paketbombe. Durch die Explosion wurde ein 52-jähriger Offizier der griechischen Polizei getötet.

Der als Geschenkpaket getarnte Sprengsatz detonierte gegen 20:30 Uhr Ortszeit in dem im siebten Stock des Ministeriumsgebäudes gelegenen Büro der Ordonanz des Ministers für Bürgerschutz Michalis Chrysochoidis. Es wird angenommen, dass der seit Jahren an der Seite des Politikers stehende Adjutant und persönliche Vertraute Jiorgos Vasilakis des heutigen Ministers das Paket mit der Bombe öffnen wollte und damit die Explosion auslöste, die ihn auf der Stelle tötete. Ebenfalls wird vermutet, dass die Paketbombe für den Minister persönlich bestimmt war.

Zu dem Zeitpunkt der Explosion befand sich der getötete Polizeioffizier alleine in seinem Büro, welches durch die Detonation dem Erdboden gleich gemacht wurde, während der Minister Michalis Chrysochoidis sich in seinem ungefähr ein Dutzend Meter entfernt liegenden Büro in der selben Etage aufhielt.

Die eingeleiteten Ermittlungen konzentrieren sich unter anderem darauf, wie das Paket mit dem Sprengsatz unbemerkt bis in den siebten Stock des Ministeriumsgebäudes gelangen konnte, welches zu den bestbewachten Orten in Athen zählt. Ein anfängliches Gerücht, dass die Sicherheitsdetektoren wegen eines Defekts außer Betrieb gewesen seien, wurde umgehend dementiert.

Der offensichtlich tief betroffene Minister Michalis Chrysochoidis erklärte gegen 22:00 Uhr in einer ersten Stellungsnahme: “Ich habe einen wertvollen und geliebten Mitarbeiter verloren. Die feigen Mörder werden der Justiz zugeführt werden und gemäß den Gesetzen Rechenschaft ablegen. …… Ich möchte kategorisch erklären, dass wir uns nicht fürchten und nicht terrorisieren lassen. Wir werden ohne Unterbrechung den Kampf fortführen, um unsere Nachbarschaften und Städte sicher zu machen.”

600000 Euro für Ergreifung der schwarzen Räuber in Griechenland

28. Oktober 2009 / Aufrufe: 48 Keine Kommentare

Das Ministerium für Bürgerschutz hat eine Belohnung in Höhe von 600.000 Euro für die Ergreifung dreier flüchtiger mutmaßlicher Bankräuber ausgesetzt. Konkret handelt es sich um Simeon Seisidis, Mario Seisidis und Grigoris Tsironis, gegen welche bereits vor Jahren Haftbefehle erlassen wurden.

Simeon Seisidis
Simeon Seisidis
Marios Seisidis
Marios Seisidis
Grigoris Tsironis
Grigoris Tsironis

Die drei Männer sollen im Zeitraum 2002 bis Anfang 2006 als Mitglieder der in Griechenland als “Räuber in Schwarz” bekannt gewordenen Bande an sieben bewaffneten Banküberfällen beteiligt gewesen sein. Die Ermittlungsbehörden schließen allerdings auch Verbindungen zu terroristischen Kreisen bzw. konkret der griechischen Terrorgruppe “Epanastatikos Agonas” (Revolutionskampf) nicht aus. Sachdienliche Hinweise werden telefonisch unter der Nummer +30 210 6447437 entgegen genommen. Informanten wird absolute Anonymität gegenüber Dritten sowie insbesondere auch allen Behörden garantiert.

Bei Amtsübergabe leere Ministerien in Griechenland

9. Oktober 2009 / Aufrufe: 61 1 Kommentar
Leeres Ministerbuero
Büro des Wirtschaftsministers bei der Amtsübergabe
(Quelle: griechische Tageszeitung TO VIMA)

Den Anlass zu der ersten Konfrontation zwischen der (neuen) Regierung Papandreou und der (ebenfalls neuen) Opposition gaben ein in der Zeitung “TO VIMA” publiziertes Foto des völlig leeren Büros des Wirtschaftsministers und die Aussage des neuen Ministers Jorgos Papakonstantinou, sein Amtsvorgänger Jorgos Papathanasiou habe “absolut nichts zurückgelassen”.
Letzterer wies die Beschuldigung mit der Erklärung zurück, alle Akten befänden sich ordnungsgemäß bei den zuständigen Dienststellen, und warf seinem Amtsnachfolger Unerfahrenheit und Unkenntnis der Verwaltungsstruktur eines Minsiteriums vor. Er selbst halte nur ein Laptop in seinen Händen und werde dieses nach Löschung diverser privater Daten im Lauf der kommenden Woche zurückgeben.

Wie die Reportage in der Zeitung “TO VIMA” dokumentiert, bot sich bei der Amtsübergabe allerdings auch in etlichen weiteren Ministerien und Dienststellen ein ähnliches Bild: nicht vorhandene bzw. vernichtete Unterlagen, leere Rechner, von denen alle Daten bis hin zu den Programmen und Betriebssystemen gelöscht oder kurzerhand die Festplatten entfernt worden waren, und unwillige Untergebene, die ihren neuen Dienstherren mehr oder weniger offensichtlich die Kooperation verweigern.