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Artikel Tagged ‘mindestlohn’

Senkung des Arbeitslosengelds in Griechenland

2. März 2012 / Aufrufe: 346 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wird ab März 2012 zusammen mit anderen Leistungen der Arbeitsbehörde auch das Arbeitslosengeld um etwa 100 Euro gesenkt.

Nach den Kürzungen der gesetzlichen Mindestlöhne treten auf gemeinsamen Beschluss der Minister für Arbeit und Finanzen ab dem 12. März 2012 auch bei den Beihilfen und Familienleistungen der griechischen Arbeitsbehörde (OAED) Kürzungen um 22% in Kraft.

Speziell für das Arbeitslosengeld bedeutet dies eine Senkung um rund 100 Euro auf fortan 359 Euro pro Monat (= 55% des Basistagelohns des nationalen Manteltarifvertrags x 25 Tage).

(Quelle: Newsbeast)

Senkung der Mindestlöhne in Griechenland ab März 2012

29. Februar 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.511 1 Kommentar

In Griechenland treten rückwirkend ab Mitte Februar 2012 die Lohnkürzungen in Kraft, welche mit dem neuen Memorandum erzwungen wurden.

Ab dem 01. März 2012 und mit der Möglichkeit zur rückwirkenden Anwendung ab dem 14. Februar 2012 treten in Griechenland auf dem privaten Sektor die von der Troika erzwungen Senkungen der gesetzlichen Mindestlöhne des nationalen Manteltarifvertrags um 22% – 32% in Kraft.

Gesetzliche Mindestlöhne auf Basis des nationalen Manteltarifvertrags in Griechenland
Dienstjahre Bruttobezüge vor dem neuen Memorandum für Bruttobezüge nach dem neuen Memorandum für
Ledige Verheiratete Ledige Verheiratete
0 – 3 751,39 € 826,53 € 586,08 € 644,69 €
3 – 6 813,98 € 889,12 € 634,40 € 693,50 €
6 – 9 887,98 € 963,12 € 692,62 € 751,23 €
9 und mehr 961,97 € 1.037,11 € 760,34 € 808,94 €

Der Vollständigkeit halber sei betont, dass die vorstehend angeführten neuen gesetzlichen Mindestlöhne für Arbeitnehmer ab 25 Jahren gelten, während für junge Arbeitnehmer unter 25 Jahren die Kürzung der Mindestlöhne nicht 22%, sondern 32% beträgt!

Für Arbeitnehmer, die derzeit auf Basis von Branchentarifverträgen entlohnt werden, können die Lohnkürzungen abhängig davon, ob rechtzeitig neue Tarifverträge ausgehandelt und unterzeichnet werden oder nicht, die Lohnkürzungen bis zu fast 50% erreichen.

(Quellen: in.gr, Vradyni)

Arbeitnehmer in Griechenland verlieren bis zu 50 Prozent ihres Lohns

18. Februar 2012 / Aktualisiert: 13. August 2017 / Aufrufe: 1.708 10 Kommentare

Arbeitnehmer des privaten Sektors in Griechenland verlieren infolge der Maßnahmen des aufgezwungenen neuen Sparpakets bis zu 50% ihrer monatlichen Bezüge.

Die Kürzung der Arbeitsvergütung um bis zu 50% und die Demontage der Pyramide der kollektiven Tarifverträge zählen zu den härtesten Maßnahmen, die in Griechenland während der letzten fünf Jahrzehnte ergriffen wurden. Infolge der neuen Sparmaßnahmen, welche Griechenland von der Troika bzw. speziell auch auf Betreiben Deutschlands zur angeblichen „Rettung“ des Landes aufgezwungen werden, verlieren ungelernte Arbeiter jährlich wenigstens drei Monatslöhne. Auf Basis von Branchentarifverträgen entlohnte Arbeitnehmer werden sogar bis zur Hälfte ihrer Bezüge einbüßen, während das Arbeitsrecht hinsichtlich der kollektiven Verträge in das Jahrzehnt von 1950 zurückfällt.

Mit den neuen Maßnahmen tritt das Kollektivrecht in den Hintergrund, vorangestellt werden die individuelle Verhandlung und der persönliche Arbeitsvertrag„, betont gegenüber der Zeitung „Vima“ ein Funktionär der politischen Führung des Arbeitsministeriums. Die Verhandlung auf persönlichem Niveau endet jedoch immer zu Gunsten der „stärkeren Partei„, die im vorliegenden Fall die Arbeitgeberseite ist. Mit der Umsetzung der Maßnahmen tritt unmittelbar der Umsturz des Allgemeinen Nationalen Manteltarifvertrags ein, während in spätestens 15 Monaten auch die Gesamtheit der Branchentarifverträge gekippt wird und die Löhne auf die Mindestgrenzen gedrückt werden.
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Arbeitnehmer in Griechenland verlieren dreieinhalb Monatslöhne

11. Februar 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 2.175 13 Kommentare

In Griechenland verlieren Arbeitnehmer des privaten Sektors infolge des von den Gläubigern verlangten neuen Sparpakets rund dreieinhalb Monatslöhne im Jahr.

Das von der Troika und den internationalen Gläubigern Griechenlands verlangte neue Sparpaket sieht unter anderem die Senkung der gesetzlichen Mindestlöhne um 22% vor, was zu einer Senkung des monatlichen Mindestlohn eines ungelernten ledigen Arbeiters auf etwa 450 Euro netto führt. Entsprechend sinken auch alle Bezüge und Leistungen, die an den gesetzlichen Mindestlohn gekoppelt sind, wie beispielsweise Arbeitslosengeld, das – sofern überhaupt ein Anspruch besteht – auf monatlich etwa 350 Euro pro Monat gekürzt wird. Die allein aus den erneuten Lohnkürzungen entstehenden Beitragsverluste der gesetzlichen Sozialversicherungsträger in einer Größenordnung von 1,5 Mrd. Euro sollen gegebenenfalls durch weitere Kürzungen der Renten kompensiert werden.

Im Vergleich zu der anfänglichen Forderung nach Streichung des sogenannten „13. und 14. Monatslohns“ (= Festzulagen und Urlaubsgeld) fällt somit die horizontale Lohnkürzung noch härter als befürchtet aus, was jedoch Politiker damit zu kaschieren versuchen, indem sie die „Rettung des 13. und 14. Monatslohns“ als Erfolg ihrer harten Verhandlungen mit der Troika glorifizieren. Das offensichtliche Paradox kommentiert die Journalistin Kate Kazanti in einem am 09. Februar 2012 in der Zeitung „Vradyni“ unter der Kolumne „Anspielungen“ publizierten Artikel, der nachstehend in (zum Teil freier) deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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Troika stellt Griechenland Ultimatum wegen Lohnsenkungen

9. Januar 2012 / Aktualisiert: 13. August 2017 / Aufrufe: 1.131 11 Kommentare

Der Regierung in Griechenland wurde das Ultimatum gestellt, die Mindestlöhne auf dem privaten Sektor um jeden Preis und mit jedem Mittel zu senken.

Unter dem Druck des Ultimatums der Troika wird innerhalb der Woche ein Treffen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer erwartet, um ihre Position bezüglich der geforderten Senkung der Mindestlöhne auf dem privaten Sektor, Streichung des sogenannten 13. und 14. Gehalts (Oster-, Urlaubs- und Weihnachtsgeld), Einfrierung der automatischen Lohnzuwächse und Senkung der Sozialabgaben festzulegen.

Nach der dramatischen Stellungnahme des Premierministers Lukas Papadimos während der Treffens mit den Sozialpartnern, bei dem er äußerte, „einzige rote Linie sei die Rettung des Landes„, und angesichts des Eintreffens der Troika am 16. Januar 2012 sind die Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgerufen, einen Kurs bezüglich der in Form eines Ultimatums gestellten Forderungen der Troika festzulegen.
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Kolonialismus, europäischer Totalitarismus und Griechenland

8. Januar 2012 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 1.135 16 Kommentare

In Griechenland stellt sich zunehmend der Eindruck ein, dass ein Exempel statuiert und das Land nebst seiner Bevölkerung paradigmatisch abgestraft werden soll.

Die öffentliche Äußerung des Leiters des Wirtschaftsstabs der Übergangsregierung Papadimos, die Troika wolle seiner Ansicht nach an Griechenland ein Exempel statuieren (siehe Troika will Griechenland exemplarisch abstrafen), reiht sich in die schon seit geraumer Zeit auf verschiedenen Ebenen immer wieder angestellten Überlegungen ein, ob die geforderten Maßnahmen wirklich alle nur der Sanierung der griechischen Volkswirtschaft dienen sollen oder auch unter dem Aspekt der exemplarischen Abstrafung des Landes aufgezwungen werden.

Der aktuelle Disput um die von der Troika (inzwischen sogar als unverblümtes „Ultimatum“!) gestellte Forderung, auf dem privaten Sektor das Oster-, Urlaubs- und Weihnachtsgeld gänzlich zu streichen und den gesetzlichen Mindestlohn auf etwa 400 Euro monatlich zu senken, befremdet um so mehr, als diese Forderung nicht einmal von den Arbeitgebern getragen wird, denen sie angeblich zugute kommen soll.

Der Leiter der griechischen Zeitung Vradyni, Giorgos Papasotiriou, kommentierte das Thema aus seiner Sicht in einem Artikel, der in der Ausgabe vom 06. Januar 2012 auf Seite 2 unter der Kolumne „Επισημάνσεις“ publiziert wurde und nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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Troika verlangt Entlassungen und Lohnsenkungen in Griechenland

15. Dezember 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 1.046 21 Kommentare

Griechenland soll zu weiteren 150.000 Entlassungen auf dem öffentlichen Sektor und der Senkung der Mindestlöhne auf dem privaten Sektor auf 450 Euro schreiten.

Wie die ersten Begegnungen der EU-Kommissare mit den griechischen Ministern am vergangenen Montag (12.12.2011) zeigte, verlangt die Troika weitere umfangreiche Eingriffe auf dem öffentlichen und privaten Sektor in Griechenland.

Auf dem allgemeinen öffentlichen Sektor wird die Reduzierung der Beschäftigten um weitere 150.000 Personen bis 2015 gefordert. Schätzungen zufolge werden zur Erfüllung dieser Vorgabe selbst bei Forcierung der Zwangsfreistellungen und vorzeitigen Pensionierungen immer noch auch wenigstens 40.000 Entlassungen erforderlich sein.

In den nächsten zwei Jahren wird es keine regulären Pensionierungen mehr geben, da alle Pensionsberechtigten, die von der Regierung auf etwa 30.000 veranschlagt werden, bereits in die „Arbeitsreserve“ bzw. den Vorruhestand gezwungen worden sein werden. Nach Abzug von den 150.000 seitens der Troika verlangten Ausscheidungen verbleiben also immer noch weitere 120.000 Ausscheidungen.
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Verheimlicht die Regierung in Griechenland Verpflichtungen?

7. Oktober 2011 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.459 15 Kommentare

Der Disput um die Senkung der gesetzlichen Mindestlöhne in Griechenland erweckt erneut den Anschein, dass die Regierung dem Volk eingegangene Verpflichtungen verheimlicht.

Die am vergangenen Montag (03.10.2011) von der Troika gegenüber Arbeitsminister Jorgos Koutroumanis auf den Tisch gebrachte Forderung nach Abschaffung des nationalen Manteltarifvertrags in Griechenland und Senkung der Mindestlöhne auf dem privaten Sektor soll von dem griechischen Premierminister Jorgos Papandreou mit der Phrase kommentiert worden sein, „Griechenland wird nicht Indien werden„. Andererseits erklärte allerdings Finanzminister und Regierungsvertreter Evangelos Venizelos, die Regierung untersuche alle Faktoren, welche „die Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Unternehmen beeinflussen„.

Ob die Forderung der Troika nach Freigabe der gesetzlichen Mindestlöhne wirklich wie „eine Bombe aus heiterem Himmel einschlug“ oder möglicherweise doch zu den Maßnahmen zählt, zu denen sich die Regierung im Rahmen einschlägiger Vereinbarungen gegenüber den Gläubigern Griechenlands verpflichtet hat, fragt sich Chefredakteur Panos Kolokotronis der griechischen Zeitung “Vradyni” in seinem Artikel, der am 05. Oktober 2011 in der Kolumne “Zeichen der Zeit” publizierte wurde und nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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Griechenland soll nationalen Manteltarifvertrag abschaffen

4. Oktober 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 825 10 Kommentare

Griechenland soll unter dem Druck der Gläubiger den nationalen Manteltarifvertrag abschaffen, der zur Zeit einen gesetzlichen monatlichen Mindest-Nettolohn von etwa 540 Euro vorsieht.

Die Vertreter der Troika verlangten am Montag (03.10.2011) von der griechischen Regierung die Abschaffung der „letzten roten Linie“ bezüglich der Löhne auf dem privaten Sektor und provozierten damit prompt die zornige Reaktion des Dachverbands der Arbeiterorganisationen GSEE. Konkret verlangten die Vertreter der Gläubiger Griechenlands die Abschaffung des nationalen Manteltarifvertrags, um noch niedrigere Arbeitslöhne als die derzeitigen gesetzlichen Mindestlöhne von monatlich ca. 540 Euro netto / 750 Euro brutto bzw. auf Tageslohnbasis ca. 24 Euro netto / 33,50 Euro brutto durchsetzen zu können.

Diese aus heiterem Himmel gestellte Forderung schlug im Rahmen der mit Arbeitsminister Jorgos Koutroumanis geführten Besprechungen natürlich wie eine Bombe ein, zumal bis heute niemals ein solches, sondern nur das Thema der Branchen- und Unternehmenstarifverträge zur Rede gestanden hatte. Der nationale Manteltarifvertrag stellte dagegen bisher die „rote Linie“ dar, die von allen akzeptiert wurde. (Es sei angemerkt, dass mithilfe der umstrittenen Firmentarifverträge  inzwischen auf breiter Basis die bestehenden Branchentarifverträge unterlaufen werden und die Unterzeichnung  nicht selten durch massiven Druck auf die Arbeitnehmer erzwungen wird.)
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Arbeitslosigkeit und gesetzliche Mindestlöhne in Griechenland

28. Mai 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 1.286 Kommentare ausgeschaltet

Ein Viertel aller vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer in Griechenland erhält nur den gesetzlichen Mindestlohn, während Arbeitslose zunehmend aus dem Netz sozialer Leistungen herausfallen.

Das enttäuschende Bild des griechischen Arbeitsmarktes, auf dem sich die Lage kontinuierlich verschlechtert, bestätigt nun auch eine Untersuchung des Zentrums für Planung und Wirtschaftserhebungen (KEPE). In ihren entmutigenden Schlussfolgerungen verzeichnet die Studie, dass 25% der Beschäftigten nur mit den gesetzlichen Mindestbezügen entlohnt werden, während für alle „schwarz“ Beschäftigten nicht einmal diese minimalen Bezüge gewährleistet seien.

Die Langzeitarbeitslosigkeit und die Arbeitslosigkeit der Jüngeren und Frauen bleibt trotz der vielen Gemeinschaftsmittel, die für die Bewältigung des Problems bereit gestellt wurden,  systematisch hoch„, fügt die Untersuchung an, die alle befolgten Beschäftigungspolitiken als zumindest ineffektiv beurteilt.

Im Einzelnen werden laut der Untersuchung 6,2% der Vollzeitbeschäftigten in Griechenland unter den gesetzlichen Mindestlöhnen bezahlt und 25% erhalten nur die Mindestbezüge, während unter den Mindestlöhnen auch die „schwarz“ beschäftigten Arbeitnehmer – überwiegend sowohl illegale als auch legale Immigranten – bezahlt werden.
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