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Artikel Tagged ‘mindestlohn’

Griechenland: jeder in seine Höhle!

18. Februar 2014 / Aufrufe: 3.328 19 Kommentare

Die glücklichen jungen Menschen in Griechenland, die eine Arbeit haben, ernähren sich mangelhaft, gehen zu Fuß und haben jedes gesellschaftliche Leben vergessen.

Sie ernähren sich von Fleischspießchen und Sandwichs, wohnen in spartanischen Mini-Wohnungen, bewegen sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad und können … nicht einmal daran denken, auszugehen und sich zu vergnügen. Jeder lebt in seine Höhle zurückgezogen.

Dies ist der Alltag der jungen Generation im Griechenland des Jahres 2014. Und zwar der „glücklichen“ Vertreter, die eine Arbeit haben, für die sie sogar … bezahlt werden. Mit Löhnen von 430 Euro netto für alle unter 25 Jahren und 490 Euro für die älteren. Die Armut begegnet der Arbeit.
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Arbeitsminister dementiert Senkung des Mindestlohns in Griechenland

28. Januar 2014 / Aktualisiert: 21. Mai 2014 / Aufrufe: 571 Kommentare ausgeschaltet

Der griechische Arbeitsminister dementiert angeblich anstehende Änderungen bei den gesetzlichen Mindestlöhnen in Griechenland.

Der griechische Arbeitsminister Giannis Vroutzis dementiert kategorisch Szenarien und Einschätzungen, die von Zeit zu Zeit an das Licht der Öffentlichkeit gelangen und sich auf anstehende neue Senkungen bei Löhnen und Renten beziehen.

Der Minister versichert, dass es keine derartigen Kürzungen geben wird und betont, all dies gehöre der Sphäre der kranken Phantasie an und werde alltäglich von der Realität selbst Lügen gestraft.
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Unbezahlte Beschäftigung soll Arbeitslosigkeit in Griechenland senken

28. Januar 2014 / Aufrufe: 3.760 2 Kommentare

Ein Gutachter des KEPE in Griechenland schlägt zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit unter anderem die Abschaffung des Mindestlohns für junge Arbeitnehmer vor.

Wie die Arbeitslosigkeit bewältigt wird? Indem junge Leute ein Jahr lang … umsonst arbeiten, schlägt unter anderem ein Gutachter des Zentrums für Planung und Wirtschaftsforschung (KEPE) vor und signalisiert damit eine weitere Deregulierung des Arbeitsmarkts, damit dem brennenden gesellschaftlichen Problem der Arbeitslosigkeit begegnet wird.

In völliger Gleichschaltung mit den … innovativen Ideen internationaler Wirtschaftsorganismen, deren Adoption zu der heutigen Zerschlagung der Arbeitsverhältnisse und der Abschaffung eines jeden „Sicherheitsnetzes“ für die Arbeitnehmer führte, schlägt der Forscher des KEPE, Dr. Ioannis Cholezas, für die jungen Leute die Abschaffung des Mindestlohns für ein Jahr vor!
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Löhne der privaten Arbeitnehmer in Griechenland

1. Januar 2014 / Aktualisiert: 01. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.328 Kommentare ausgeschaltet

Fast 60 Prozent der Arbeitnehmer des privaten Sektors in Griechenland verdienen maximal 800 Euro und nur knapp 4 Prozent über 1900 Euro netto im Monat.

Die Substituierung der Mehrheit der Branchen-Tarifverträge durch individuelle Arbeitsverträge und Betriebsvereinbarungen (mit einer Mindestlohngrenze von 586 bzw. 511 Euro), das Vorherrschen „flexibler“ Formen der Beschäftigung und Arbeitszeiten (6 von 10 Einstellungen erfolgen inzwischen mit Teilzeit- oder abwechselnder Beschäftigung) und die 40-Stunden-Woche nebst Abschaffung der 5-Tage-Woche haben 2013 in Griechenland auf dem Arbeitsmarkt und bei den Löhnen eine neue Landschaft gestaltet.

Aus den offiziellen Angaben des griechischen Arbeitsministeriums für das 3. Quartal 2013 geht hervor, dass etwa 57% der Arbeitnehmer des privaten Sektors nicht mehr als 800 Euro netto verdienen, wogegen der Anteil der Arbeitnehmer mit Nettobezügen von 1.900 Euro oder mehr deutlich unter 4% liegt.
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Löhne in Griechenland niedriger als 2000

1. Dezember 2013 / Aktualisiert: 21. Mai 2014 / Aufrufe: 1.426 1 Kommentar

Die Nettobezüge der meisten Arbeitnehmer in Griechenland haben nach den Angleichungen der letzten Jahre ein niedrigeres Niveau als im Jahr 2000 erreicht.

Wie in einem Artikel der „Kathimerini“ unter Berufung auf Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) berichtet wurde, sind in Griechenland in dem Zeitraum 2000 – 2012 die Bezüge um 1,7% gesunken.

Eine Ausnahme stellen die Beschäftigten des weiteren öffentlichen Sektors dar, die während der letzten vier Jahre Verluste verzeichnet haben mögen, jedoch sind ihre Bezüge von 2000 bis 2012 um 12,4% gestiegen. Daher erklärt sich auch der Druck der Troika auf eine radikale Umstrukturierung der öffentlichen Unternehmen und Träger (DEKO) und der öffentlichen juristischen Personen.
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2,25 Euro Stundenlohn in Griechenland

22. Oktober 2013 / Aufrufe: 5.359 6 Kommentare

Infolge der in Griechenland von der Troika erzwungen arbeitsrechtlichen Liberalisierungen werden Arbeitnehmer für einen Stundenlohn von 2,25 Euro beschäftigt!

Wie auch aus dem Protestschreiben hervorgeht, das die Parteijugend der SYRIZA im Rahmen einer aktivistischen Aktion vor einem großen Ladengeschäft verteilte, hat sich in der Spielwaren-Ladenkette Jumbo ein … Arbeitsgeber-Getto gebildet.

Der Eigentümer und Direktor der Gesellschaf, Apostolos Vasakis, der es schafft, inmitten der Krise eins der gewinnbringendsten Unternehmen in Griechenland zu haben, setzte Arbeitsbedingungen durch, die an das … Mittelalter erinnern. Im Juni 2013 präsentierte er einen Umsatzrekord von über 500 Mio. Euro (!), was ihn jedoch natürlich nicht daran hindert, seine Beschäftigten einem Klima des Terrors zu unterwerfen und für die Löhne … Auswirkungen (sprich Kürzungen) herbeizuführen, die in den letzten Jahren bis zu 70% erreichten!
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Multis drängen auf weitere Lohnsenkungen in Griechenland

8. März 2013 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 2.089 8 Kommentare

Nicht nur die Troika, aber auch multinationale Unternehmen drängen in Griechenland auf die Senkung der Mindestlöhne speziell für junge Arbeitslose auf 250 – 300 Euro.

Bezüglich der Senkung des gesetzlichen Mindestlohns in Griechenland üben nicht nur Brüssel und die Troika, aber auch große europäische Gesellschaften Druck aus. Für die griechischen Gewerkschaften stellt das Thema jedoch einen Casus Belli dar.

Als erforderliche Voraussetzung für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit scheint fortan der gesetzliche Mindesttagelohn ihn Griechenland nicht nur ins Visier von Brüssel, aber auch der in Griechenland agierenden multinationalen Konzerne zu geraten. Die griechische Regierung sah sich deswegen in der vergangenen Woche zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage zu erklären gezwungen, dass kein Thema der weiteren Senkung der gesetzlichen Mindestlöhne bestehe.

Dies ist jedoch nur die eine Seite der Realität, da die Kommissarin Griechenlands in der EU, Frau Maria Damanaki, am vergangenen Donnerstag (28 Februar 2013) gegenüber der Radiostation Vima FM erklärte: „Die in der Kommission seit eineinhalb – zwei Jahren existierende konstante Linie ist, dass der Mindestlohn in allen europäischen Ländern gesenkt werden muss, damit die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen verbessert wird.
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Mindestlohn-Kaufkraft in Griechenland auf Niveau der 70er Jahre

7. August 2012 / Aktualisiert: 25. September 2017 / Aufrufe: 1.692 Kommentare ausgeschaltet

Die Kaufkraft des gesetzlichen Mindestlohns in Griechenland ist infolge der Kürzungen und Steuerbelastungen auf das Niveau gegen Ende der 70er Jahre zurückgefallen.

Die direkte Kürzung des Mindestlohns um 22% (auf 586 Euro per Gesetz, seit dem 14 Februar 2012, in Umsetzung des Programms zur volkswirtschaftlichen Angleichung), die Stagnation der Preise trotz der Rezession und des Rückgangs der Nachfrage auf hohen Niveaus und die wiederholten Steuererhöhungen warfen die Kaufkraft des gesetzlichen Mindestlohns auf das Niveau gegen Ende der 70er Jahre zurück.

Diese Beurteilung geht aus den Erhebungen hervor, welche das Institut für Arbeit (INE) des gewerkschaftlichen Dachverbands GSEE im Rahmen der jährlichen Beobachtung des Verlaufs der griechischen Wirtschaft, der Bezüge und der Beschäftigung anstellte.
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Griechenland steht vor gesellschaftlicher Explosion

3. August 2012 / Aufrufe: 2.301 3 Kommentare

Die Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsverbands warnt, Griechenland stehe am Rand einer gesellschaftlichen Explosion.

Wenn eine Nation ihre Hoffnung verliert, beginnt der Glaube an die demokratischen Institutionen erschüttert zu werden und der gesellschaftliche Aufruhr ist mehr als wahrscheinlich„, meinte Saran Baroou, Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB / ITUC), und präsentierte die für die griechischen Arbeitnehmer und den Arbeitsmarkt traurigen Folgerungen einer paneuropäischen Untersuchung, auf deren Basis 91% der griechischen Arbeitnehmer ihre Einkommen sinken sahen.

Frau Baroou sprach von einer düsteren Situation in Griechenland und verlangte unter anderem die Wiederherstellung des Mindestlohns und die Respektierung der kollektiven Tarifverträge und der Beschlüsse der Sozialpartner.

Angesichts der Tatsache, dass sie Begegnungen sowohl mit Christine Lagarde vom IWF, aber auch Funktionären der EU hatte, war von besonderem Interesse ihre kategorische Verneinung, als sie von Seite der griechischen Nachrichtenagentur AMPE gefragt wurde, ob die Troika die gesellschaftlichen Dimensionen der Krise in Griechenland und die Möglichkeit der Auslösung einer gesellschaftlichen Explosion wahrgenommen habe. Das einzige, was die Troika bisher studiert, sind die Zahlen, entgegnete sie bezeichnend und verlangte eine Änderung der Memorandums-Politik, die so wie so „nicht funktioniert“.
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511 Euro brutto für junge Arbeitnehmer in Griechenland

7. März 2012 / Aktualisiert: 11. Dezember 2016 / Aufrufe: 1.327 9 Kommentare

In Griechenland wurde der gesetzliche Mindestlohn für junge Arbeitnehmer bis 25 Jahre in allen Branchen und Berufen global auf 511 Euro brutto pro Monat gesenkt.

Ein Beschluss des griechischen Kabinetts, der die Geltung einer gesetzlichen Verfügung hat und am 28. Februar verabschiedet wurde, sieht für junge Arbeitnehmer im Alter von bis zu 25 Jahren die Außerkraftsetzung aller Branchentarifverträge und kollektiven Tarifvereinbarungen vor. Dies bedeutet in der Praxis, dass die Arbeitgeber unabhängig von bestehenden Verträgen die Löhne aller jungen Arbeitnehmer sofort auf 511 Euro brutto senken können!

Dies stellte Anna Stratinaki am 05. März 2012 in einem Interview in einer Fernsehsendung klar und offenbarte, dass es in dem immer heftiger werdenden Angriff gegen die Arbeiter und das Volk keinerlei Limit gibt. Gleichzeitig öffnet sich jedoch mit den jungen Leuten als Fahrzeug auch der Weg für die beschleunigte Offensive zu Lasten aller Branchentarifverträge.
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