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Artikel Tagged ‘migrant’

Fremde in der selben Stadt

19. Juli 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 289 Keine Kommentare

Autorin: Kate Kazanti (Κατέ Καζάντη)

Ja, in den Städten wohnten und bewegten sich die Fremden in der gesamten Geschichte immer nahe beieinander. Die selbe Angst der Andersartigkeit quält die Neuankömmlinge eben so wie auch die Einheimischen. Auf diese Weise entstehen die Gettos.

Auch wenn die Stadtbezirke Panteleimonas oder Kypseli eine schlechte Kopie eines Astoria afrikanischen Typs darstellen, in einem – dem Wichtigsten – unterscheidet sich unser multikulturelles Athen von New York: es ist bettelarm. Und weil abgesehen von der bewussten Angst vor der Kriminalität der unbewusste Schrecken vor der Unsicherheit plausible Auswege sucht, hassen wir den Fremdling sogar auch wenn er nicht kriminell ist. Sein Verhalten ist eins von den Dingen, die nicht vorhersehbar sind, weil der Fremde der unbekannten Konstanten ähnelt, die jede Gleichung unlösbar macht. „Wenn eine ausgewählte Kategorie von Ausländern aus ihren Häusern und Geschäften vertrieben wird, wird das Gespenst der Unsicherheit für kurze Zeit beschworen, das Abbild des fürchterlichen Ungeheuers der Unsicherheit wird zeremoniell verbrannt„, schreibt Sigmund Baumann. Aber das Ungeheuer selbst hat natürlich nicht sein letztes Wort gesprochen.

Die Getto-Wohnbezirke im Zentrum Athens trennt von den Nachbarbezirken ein imaginärer Zaun, der mittels der Abwesenheit der Kleingruppen all jener sichtbar wird, die eine nationale oder farbliche Dissonanz darstellen. Mehr als vierzig Afrikaner spielten um Mitternacht auf dem Kypselis-Platz Fußball, ein in anderen Nachbarschaften seltenes außergewöhnliches Schauspiel. Eine Szene wie im Film, friedlich, jedoch weiter unten werden ohne Ende Kleindiebstähle begangen. Wer kann die Sicherheit all jener, Griechen und Ausländer, garantieren, welche dieser bedürfen?

Zu einer Stunde, wo laut Galbraith die zufriedene Mehrheit der Überflussgesellschaft dramatisch zu einer immer kleineren Minderheit schrumpft, scheint sich die Sicherheit des Bürgers zusammen mit dem sogenannten Migrationsthema nicht in guten Händen befinden. Die Konzentration von Polizeikräften neben Bankfilialen, wenn etwas weiter der Drogenhandel floriert, die miese Beleuchtung, die Gleichgültigkeit und Nachlässigkeit, die Kreise zu zerschlagen, welche den Paria-Migranten ausnutzen – dies ist das Verhalten der Behörden gegenüber dem Problem. Hier liegt das Feld des Ruhmes für die wackeren Burschen der „Chrysi Avgi“. Die neue Kultur ist die Kultur der Not und der Angst, zu einer Stunde, wo alles was wir nötig hätten, die Pflege einer versöhnlichen und aufbauenden Kultur wäre. Werden die alten Normalitäten nicht zurückkehren, werden sich keine neuen Gleichgewichte zeigen.

Die Politik der Solidarität ist jedoch nicht nur ein großes Palaver. Sie enthält konkrete Aktionen, die niemals befolgt wurden. Die westliche Welt mag bei dem Anblick der aus ihrer Heimat vertriebenen Frauen und Kinder bis zu Tränen gerührt werden, hasst jedoch den Vater – Immigranten – Arbeiter und zittert vor ihm.

Unter dem Licht der griechischen Sonne entfällt die gesellschaftliche Schichtenbildung. An den Stränden sind Parias und Patrizier nicht zu unterscheiden. Außerdem präsentieren die halbnackten Körper eine erschreckende Ähnlichkeit. Die ethnologischen Unterschiede werden durch das Sonnenbaden ebenfalls eliminiert, da wir alle dazu neigen, dunkelhäutiger zu werden.

Das Heilmittel für die Leiden der Gesellschaft ist nicht die Philanthropie christlichen Typs mit den kurzen Beinen, die – wie das Erzbistum betont – im Sommer Urlaub macht. Das Heilmittel ist, dass jeder in seinem Herzen und seinem Verstand separiert, wer der tatsächliche Feind ist.

Quelle: Vradyni, S. 24
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

Behörden in Griechenland sind unwillig, rassistische Gewalt abzuwenden

12. Juli 2012 / Aufrufe: 1.065 22 Kommentare

Ein Bericht der HRW dokumentiert die Unwilligkeit der Behörden in Griechenland, rassistische Angriffe und Gewalt gegen Immigranten abzuwenden.

Die Organisation Human Rights Watch (HRW) publizierte einen 92 Seiten umfassenden Bericht über die xenophobe Gewalt in Griechenland und dokumentiert darin die Unwilligkeit der griechischen Verfolgungs- und Justizbehörden, die zunehmenden Angriffe gegen Immigranten, politische Asylbewerber und Flüchtlinge abzuwenden. Wie in dem Bericht mit dem Titel „Hass auf den Straßen. Die xenophobe Gewalt in Griechenland“ betont wird, „haben die Behörden trotz des klaren Wiederholungscharakters der Gewaltfälle und der zunehmenden Tendenz es nicht fertiggebracht, mit dem Ziel des Schutzes der Opfer und der Rechenschaftsablage der Täter effizient einzuschreiten„.

Aus Kriegsgebieten kommende Personen vermeiden aus Angst vor Angriffen, sich abends in Athen zu bewegen„, betonte Judith Sunderland, Forscherin der Organisation für Westeuropa, und fügt an: „Die Wirtschaftskrise und die Immigration rechtfertigen nicht das Fehlschlagen Griechenlands, der Gewalt zu begegnen, welche das gesellschaftliche Gerüst spaltet.
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Schlepperbande in Griechenland ausgehoben

28. Juni 2012 / Aufrufe: 176 Keine Kommentare

In Griechenland wurde eine organisierte Bande von Migranten-Schleppern ausgehoben, die jahrelang illegale Immigranten von Griechenland in andere EU-Länder einschleusten.

Von dem Ausländer-Dezernat der Kriminalpolizei Athen wurde eine aus Indern und Pakistanern bestehende Bande ausgehoben, die mithilfe gefälschter Dokumente und gegen eine Vergütung von 1.000 Euro pro Person wenigstens zwei Jahren lang illegale Immigranten über den internationalen Athener Flughafen „Eleftherios Venizelos“ von Griechenland in andere Staaten der EU verbrachte.

Nach einer konzertierten Aktion verhafteten die Polizeibeamten am 26 Juni 2012 am Flughafen und im Athener Stadtbezirk Tavrou vier Ausländer bzw. Mitglieder der Bande – zwei Inder im Alter von 31 und 42 Jahren und zwei Pakistaner im Alter von 22 und 29 Jahren – in dem Augenblick, wo sie versuchten, vier illegale Migranten indischer und pakistanischer Staatsangehörigkeit in ein EU-Land weiterzuleiten.

(Quelle: Zougla.gr)

Immigranten-Schlepper im Flughafen Athen in Griechenland verhaftet

14. Juni 2012 / Aufrufe: 291 Keine Kommentare

In Griechenland fielen der Polizei auf dem Flughafen Eleftherios Venizelos zwei Angestellte in die Hände, welche illegale Immigranten in Flugzeuge einschmuggelten.

Die Methode der beiden verhafteten Bediensteten einer Betriebsgesellschaft des Flughafens war einfach: Unter Verwendung ihrer Magnetkarten schleusten sie die Migranten durch die Sicherheitstür zu den Flugzeugen durch, mit denen die Migranten dann in verschiedene europäische Länder einreisten.

In der Sache wurden am 10 Juni 2012 die beiden Beschäftigten, eine als Vermittler tätiger Iraner und fünf afghanische Staatsangehörige verhaftet, die illegal nach München in Deutschland reisen wollten. Die Verhaftungen erfolgten auf frischer Tat.

(Quelle: Zougla.gr)

Deutscher Journalist in Griechenland nach illegaler Einreise verhaftet

9. Juni 2012 / Aufrufe: 607 Keine Kommentare

In Griechenland wurde ein deutscher Journalist verhaftet, der zusammen mit einer Gruppe illegaler Immigranten in das Land eingereist war.

Ein 25-jähriger deutscher Journalist, der an einer Reportage über das Phänomen der illegalen Immigration in Griechenland arbeitete, wurde im Gebiet des Grenzflusses Evros bei Orestiada festgenommen, da er zusammen mit 13 illegalen Immigranten in einem Kunststoffboot von der Türkei nach Griechenland gekommen war.

Die anschließende polizeiliche Ermittlung ergab, dass der 25-jährige sich anfänglich nach Istanbul begeben hatte, um eine Reportage über die Verschiebung illegaler Immigranten durchzuführen. Dort wurde er nach Zahlung von 200 Euro an einen unbekannten Schlepper in eine Gruppe 13 illegaler Immigranten verschiedener Staatsangehörigkeiten (vier Personen aus Elfenbeinküste, drei aus Bangladesch und je zwei zwei aus Eritrea, Nigeria und Somalien), um illegal nach Griechenland zu gelangen. Der Schlepper brachte die Gruppe im weiteren Verlauf an das türkische Ufer des Evros zu einem Plastikboot, mit dem sie dann allein illegal auf griechisches Staatsgebiet übersetzten.

Der deutsche Journalist wird dem Staatsanwalt des Landgerichts mit der Beschuldigung des illegalen Eindringens in das Land und eine Verteidigungszone vorgeführt werden. Die Voruntersuchung führt die Unterdirektion der Kriminalpolizei Orestiada durch.

(Quelle: in.gr)

Lkw mit 64 illegalen Immigranten in Griechenland gestoppt

4. Juni 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 217 Keine Kommentare

In Griechenland wurde im Hafen von Kyllini auf der Peloponnes ein Lastwagen gestoppt, der 64 illegale Migranten nach Zante bringen sollte, um von dort nach Italien zu gelangen.

Am vergangenen Samstag (02 Juni 2012) schritten im Hafen von Kyllini / Peloponnes Beamte der Hafenpolizei zur Verhaftung eines 44-jährigen Mannes, der in seinem Lastwagen 64 illegale Immigranten beförderte.

Informationen zufolge sollte der Lastwagen mit den Ausländern per Fähre auf die Insel Zakynthos (Zante) verbracht werden, wo die illegalen Migranten von einem anderen Schiff aufgenommen und nach Italien gebracht worden wären.

(Quelle: Imera Zante)

70 illegale Immigranten bei Rendi in Griechenland festgenommen

30. Mai 2012 / Aktualisiert: 24. Januar 2014 / Aufrufe: 199 Keine Kommentare

In Griechenland wurden im Athener Stadtbezirk Rendi in einen Lastwagen 70 illegale Migranten gefunden und festgenommen.

Am Abend des vergangenen Freitag (25 Mai 2012) wurden im Athener Stadtbezirk 70 Staatsangehörige dritter Staaten verhaftet, die sich anschickten, illegal die Reise in ein anderes Land der EU anzutreten. Die Ausländer wurden in einem geparkten Lastwagen gefunden, der sie in ein Küstengebiet in Westgriechenland bringen sollte. Dort hätte sie ein Schiff übernommen und nach Italien übersetzen sollen.

Die Aktion zur Auffindung und Festnahme der Migranten wurde von Beamten des Polizeireviers Kaminia in Zusammenarbeit mit dem Ausländerdezernat der Kriminalpolizei Attika durchgeführt. Wie die Untersuchungen ergaben, waren die 70 Ausländer im Zentrum von Athen von Mitgliedern einer Schlepper-Rings tangiert. Die Bande organisierte gegen eine Vergütung von 2.000 – 3.000 Euro pro Person die Beförderung nach Italien. Nach den sechs Mitgliedern der Schlepperbande, die bisher nicht festgenommen werden konnten, wird gefahndet.

(Quellen: Kathimerini)

90 Prozent mehr Griechen wanderten nach Deutschland aus

19. Mai 2012 / Aufrufe: 503 3 Kommentare

Laut dem deutschen Bundesamt für Statistik nahm 2011 die Anzahl der nach Deutschland ausgewanderten Griechen um 90 Prozent zu.

Im Jahr 2011 verließen insgesamt rund 28.000 Griechen ihr Heimatland um ihr Glück in der größten europäischen Wirtschaft zu suchen. Parallel nahm auch aus anderen EU-Mitgliedstaaten der Strom der Auswanderer nach Deutschland zu.

Besonders signifikant ist der Anstieg der Migration aus EU-Ländern, die von der Schuldenkrise in Mitleidenschaft gezogen worden sind„, führte das Bundestatistikamt laut der Nachrichtenagentur Reuters aus. Die Anzahl der spanischen Immigranten in Deutschland stieg 2011 um 52% auf 27.700 Personen. Insgesamt stieg die Migration nach Deutschland um 20% auf 958.000 Personen und damit auf das höchste Niveau seit 1996.

(Quelle: in.gr)

Schlauchboot mit illegalen Migranten vor Mytilene aufgebracht

18. Mai 2012 / Aufrufe: 194 Keine Kommentare

In Griechenland brachte eine Patrouille der Hafenpolizei in den Gewässern vor Mytilini (Mytilene) der Insel Lesbos ein Schlauchbott mit fünf illegalen Immigranten auf.

Die fünf Ausländer, die laut ihrer Aussage mit dem Schlauchboot von der gegenüberliegenden türkischen Küste abgelegt hatten, wurden in das Krankenhaus von Mytilini gebracht und danach an die Polizeidirektion Lesbos überstellt.

(Quelle: Naftemporiki)

Segelschiff mit 60 Migranten in Griechenland aufgebracht

15. Mai 2012 / Aufrufe: 149 Keine Kommentare

In Griechenland wurden am Sonntagmorgen (13 Mai 2012) bei Paxos 60 illegale Migranten auf einem Segelschiff verhaftet und im Hafenamt Korfu in Arrest genommen.

Zwei der illegalen Migranten stammen aus Myanmar (Birma / Burma), zwei aus dem Irak und die übrigen aus Afghanistan. Zusammen mit den Migranten wurden auch die Steuermänner des Schiffs festgenommen, ein Russe und ein Ukrainer.

Das Schiff wurde gegen 4 Uhr morgens von einem über dem Ionischen Meer patrouillierenden Flugzeug der Frontex geortet, woraufhin das Hafenamt von Kerkyra (Korfu) informiert wurde. Wie die Passagiere vor den Bediensteten der Behörden aussagten, hatten sie von der Küste Thesprotias abgelegt und wollten nach Italien gelangen.

(Quelle: in.gr)