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Artikel Tagged ‘mietzahlung’

Besteuerung imaginärer Mieteinnahmen in Griechenland

1. April 2015 / Aufrufe: 2.246 7 Kommentare

Eigentümer von Immobilien in Griechenland müssen fortan auch Mietzahlungen versteuern, die sie niemals erhalten haben beziehungsweise beitreiben können werden.

Zigtausende Eigentümer von Immobilien in Griechenland sind mit einer harschen Abzocke sogar auch für Einkommen konfrontiert, die sie nicht einnahmen und höchstwahrscheinlich auch niemals beitreiben können werden. Und dies, weil das Verfahren der Abtretung (an den Fiskus) nicht eingenommener Mietzahlungen seit Ende 2013 gleichzeitig mit der Außerkraftsetzung der vorherigen Einkommensteuerordnung (Gesetz 2238/94) abgeschafft wurde und seit dem 01 Januar 2015 die neue Einkommensteuerordnung gilt (Gesetz 4172/12).

Was für die nicht eingenommenen Mietzahlungen gelten würde, war für das Steuergesetz schon lange eine „Grauzone“. Mittels eines neulich von dem Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen ergangenen Runderlasses wurde das Thema letztendlich auf eine für die Steuerpflichtigen negative Weise geklärt.
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Griechenland stärkt Mietnomaden den Rücken

4. April 2014 / Aufrufe: 688 Kommentare ausgeschaltet

Neue gesetzliche Regelungen in Griechenland bezüglich zahlungsrückständiger Mieter stärken zum Verdruss der Vermieter den Mietnomaden praktisch den Rücken.

Die Sache mit der sogenannten Mehrwert- bzw. Zugewinnsteuer, die den Immobilienmarkt in Griechenland völlig lahmlegte, mag sich langsam entspannen, jedoch scheint die Immobilieneigentümer ein anderes … Unheil getroffen zu haben. Die Rede ist von den neuen (im Entwurf einer neuen Zivilprozessordnung enthaltenen) Regelungen des griechischen Justizministeriums in Zusammenhang mit zahlungsrückständigen Mietern.

Wie der Panhellenische Verband der Immobilieneigentümer (POMIDA) anführt, zeigen die Eigentümer sowohl Geduld als auch Verständnis für Mieter, die wegen der Krise die Miete nicht pünktlich zahlen können. Wie jedoch der POMIDA anmerkt, werden die neuen Regelungen des Justizministeriums das Phänomen der … „Pseudo-Mieter“ gigantisch machen.
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Vermieter in Griechenland treten Mietforderungen an Fiskus ab

13. Dezember 2012 / Aktualisiert: 05. Juli 2013 / Aufrufe: 1.849 4 Kommentare

In Griechenland sehen sich immer mehr Vermieter gezwungen, Mietforderungen an den Fiskus abzutreten, um der Besteuerung inexistenter Einkommen zu entgehen.

Ein „Präsent“ von hunderttausenden Euro machen dem Staat die Eigentümer von Immobilien, die sie vermieten, jedoch die Mieten weder einnehmen noch mehr erwarten, sie einnehmen zu können. Es wird geschätzt, dass 20% der Mietforderungen an die Finanzämter abgetreten worden sind, und wie der Vorsitzende der Föderation der Immobilienbesitzer POMIDA, Stratos Paradias, betont, können die Leiter der Finanzämter – wenn sie wollen – die „faulen“ Mieter zu fassen bekommen, jedoch ist die Recherche der Daten schwierig.

Praktisch wird jedoch parallel auch ein „steuerliches Schuldnerverzeichnis“ geschaffen, da die Finanzbeamten mit dem Vorliegen der Listen mit den abgetretenen Mietforderungen auch über die Namen der „faulen“ Zahler verfügen und bei jedem beliebigen Vorgang diese Gelder einfordern oder eine steuerliche Fertigkeitsbescheinigung verweigern können. Ebenfalls können die Finanzämter die an den Fiskus abgetretenen Mietforderungen auf die jährliche Steuerbelastung der Schuldner transferieren oder sie als fällige Verbindlichkeiten an den Fiskus behandeln.

Auf der anderen Seite können ungefähr 150.000 Eigentümer von Ladenlokalen, Büros und Wohnungen fortan nicht mehr damit rechnen, diese Mieten einzunehmen, und füllen deswegen notgedrungen die Abtretungsformulare aus, um nicht obendrein auch noch für nie erhaltene Mieteinnahmen besteuert zu werden.
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Abtretung von Mietforderungen in Griechenland an den Fiskus

2. März 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 2.229 Kommentare ausgeschaltet

Vermieter von Immobilien in Griechenland müssen Mietforderungen an den Fiskus abtreten, um der steuerlichen Veranlagung für nicht erhaltene Mieten zu entgehen.

Nachweislich nicht eingenommene Mietzahlungen des Jahres 2011 können von der Deklaration mit der Steuererklärung 2012 als Einkommen nur dann ausgenommen werden, wenn sie ohne Gegenleistung an den Fiskus abgetreten werden. Die steuerpflichtigen Immobilienbesitzer müssen also wählen, ob sie die seitens des Mieters für 2011 geschuldete Mietzahlungen einzufordern versuchen oder den einschlägigen Betrag endgültig als verloren ansehen und die Forderung an den Fiskus abtreten werden.

Wenn beispielsweise 2011 ein Eigentümer 5 Monatsmieten in Höhe von insgesamt 5.000 Euro nicht eingenommen hat, muss er sich bei Abgabe der Einkommensteuererklärung 2012 entscheiden, entweder die 5.000 regulär als Einkommen zu deklarieren oder die Abtretung des Einkommens an den Fiskus erklären. Im ersten Fall muss er auf jeden Fall für den gesamten Betrag Steuern entrichten, obwohl er das Geld nicht eingenommen hat und möglicherweise auch nie eintreiben können wird, während er im zweiten Fall für die ausstehenden Mietzahlungen zwar nicht obendrein auch noch Steuern entrichten muss, jedoch auch endgültig auf seine Forderung verzichtet.

Erforderliche Unterlagen für die Abtretung von Mietforderungen

Mit der Erklärung über die Abtretung von Mietforderungen an den Fiskus sind dem Finanzamt folgende Unterlagen beizubringen:

  • Der Vertrag über die Vermietung der Immobilie
  • Die außergerichtliche Kündigung des Mietverhältnisses oder Aufforderung zur Zahlung der ausstehenden Mieten
  • Die Klage auf Herausgabe des Mietobjekts oder Mietklage.
  • Das Gerichtsurteil über Herausgabe des Mietobjekts und Zahlung der Mieten.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass Mieteinnahmen aus Immobilien in Griechenland gemäß den Bestimmungen der geltenden Einkommensteuerordnung dem jährlichen Gesamteinkommen des Vermieters hinzugerechnet werden und somit der regulären progressiven Einkommensbesteuerung unterliegen. In der Praxis ergibt sich folglich einbezüglich fallweise abzuführender Sonderabgaben (pauschale „Stempelgebühr“, Solidaritätsabgabe usw.) eine steuerliche Belastung der Mieteinnahmen von bis zu rund 50%.

(Quelle: Marketbeast)