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Vermieter in Griechenland treten Mietforderungen an Fiskus ab

13. Dezember 2012 / Aktualisiert: 05. Juli 2013 / Aufrufe: 1.872 4 Kommentare

In Griechenland sehen sich immer mehr Vermieter gezwungen, Mietforderungen an den Fiskus abzutreten, um der Besteuerung inexistenter Einkommen zu entgehen.

Ein „Präsent“ von hunderttausenden Euro machen dem Staat die Eigentümer von Immobilien, die sie vermieten, jedoch die Mieten weder einnehmen noch mehr erwarten, sie einnehmen zu können. Es wird geschätzt, dass 20% der Mietforderungen an die Finanzämter abgetreten worden sind, und wie der Vorsitzende der Föderation der Immobilienbesitzer POMIDA, Stratos Paradias, betont, können die Leiter der Finanzämter – wenn sie wollen – die „faulen“ Mieter zu fassen bekommen, jedoch ist die Recherche der Daten schwierig.

Praktisch wird jedoch parallel auch ein „steuerliches Schuldnerverzeichnis“ geschaffen, da die Finanzbeamten mit dem Vorliegen der Listen mit den abgetretenen Mietforderungen auch über die Namen der „faulen“ Zahler verfügen und bei jedem beliebigen Vorgang diese Gelder einfordern oder eine steuerliche Fertigkeitsbescheinigung verweigern können. Ebenfalls können die Finanzämter die an den Fiskus abgetretenen Mietforderungen auf die jährliche Steuerbelastung der Schuldner transferieren oder sie als fällige Verbindlichkeiten an den Fiskus behandeln.

Auf der anderen Seite können ungefähr 150.000 Eigentümer von Ladenlokalen, Büros und Wohnungen fortan nicht mehr damit rechnen, diese Mieten einzunehmen, und füllen deswegen notgedrungen die Abtretungsformulare aus, um nicht obendrein auch noch für nie erhaltene Mieteinnahmen besteuert zu werden.
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Abtretung von Mietforderungen in Griechenland an den Fiskus

2. März 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 2.241 Kommentare ausgeschaltet

Vermieter von Immobilien in Griechenland müssen Mietforderungen an den Fiskus abtreten, um der steuerlichen Veranlagung für nicht erhaltene Mieten zu entgehen.

Nachweislich nicht eingenommene Mietzahlungen des Jahres 2011 können von der Deklaration mit der Steuererklärung 2012 als Einkommen nur dann ausgenommen werden, wenn sie ohne Gegenleistung an den Fiskus abgetreten werden. Die steuerpflichtigen Immobilienbesitzer müssen also wählen, ob sie die seitens des Mieters für 2011 geschuldete Mietzahlungen einzufordern versuchen oder den einschlägigen Betrag endgültig als verloren ansehen und die Forderung an den Fiskus abtreten werden.

Wenn beispielsweise 2011 ein Eigentümer 5 Monatsmieten in Höhe von insgesamt 5.000 Euro nicht eingenommen hat, muss er sich bei Abgabe der Einkommensteuererklärung 2012 entscheiden, entweder die 5.000 regulär als Einkommen zu deklarieren oder die Abtretung des Einkommens an den Fiskus erklären. Im ersten Fall muss er auf jeden Fall für den gesamten Betrag Steuern entrichten, obwohl er das Geld nicht eingenommen hat und möglicherweise auch nie eintreiben können wird, während er im zweiten Fall für die ausstehenden Mietzahlungen zwar nicht obendrein auch noch Steuern entrichten muss, jedoch auch endgültig auf seine Forderung verzichtet.

Erforderliche Unterlagen für die Abtretung von Mietforderungen

Mit der Erklärung über die Abtretung von Mietforderungen an den Fiskus sind dem Finanzamt folgende Unterlagen beizubringen:

  • Der Vertrag über die Vermietung der Immobilie
  • Die außergerichtliche Kündigung des Mietverhältnisses oder Aufforderung zur Zahlung der ausstehenden Mieten
  • Die Klage auf Herausgabe des Mietobjekts oder Mietklage.
  • Das Gerichtsurteil über Herausgabe des Mietobjekts und Zahlung der Mieten.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass Mieteinnahmen aus Immobilien in Griechenland gemäß den Bestimmungen der geltenden Einkommensteuerordnung dem jährlichen Gesamteinkommen des Vermieters hinzugerechnet werden und somit der regulären progressiven Einkommensbesteuerung unterliegen. In der Praxis ergibt sich folglich einbezüglich fallweise abzuführender Sonderabgaben (pauschale „Stempelgebühr“, Solidaritätsabgabe usw.) eine steuerliche Belastung der Mieteinnahmen von bis zu rund 50%.

(Quelle: Marketbeast)