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Artikel Tagged ‘mehrwertsteuerbetrug’

Steuer-Blitz trifft heilige Betrügereien in Griechenland

26. Oktober 2013 / Aufrufe: 589 1 Kommentar

Nachdem die Steuerfahnder in Griechenland sogar auch Bischöfe zur Beichte baten, scheint die heiligen Betrügereien nun ein erster Blitz erwischt zu haben.

Die für Kreta zuständige Abteilung des Dezernats für Wirtschaftskriminalität (SDOE) verhängte gegen das Kloster „Agiou Georgiou Epanosifi“ wegen Entgegennahme (und Verwendung) von Scheinrechnungen eine drakonische Geldstrafe in Höhe von fast einer halben Million Euro.

Die Kontrolleure des SDOE schlossen vor einigen Tagen die Prüfung der Bücher des in Rede stehenden Klosters ab und verhängten nach Untersuchung auch der von Seite der Klosterverwaltung abgegebenen Erklärungen eine (dem doppelten Betrag der eingereichten Scheinrechnungen entsprechende) Geldstrafe in Höhe von 458.100 Euro, da sie annahmen, dass das Kloster nicht nur – wie in den schriftlichen Stellungsnahmen der Verantwortlichen behauptet – nicht getäuscht wurde, sondern „sich erweist, an der ganzen Sache nicht völlig unbeteiligt (gewesen) zu sein„.
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Lebenslänglich für fiktive Rechnungen in Griechenland

25. Oktober 2013 / Aufrufe: 1.104 5 Kommentare

Die lokale Zeitung „Eleftheria“ aus Kalamata brachte eine unglaubliche Geschichte ans Licht. Es geht um das (erstinstanzliche) Urteil der dreiköpfigen Strafkammer des Landgerichts der Stadt Kalamata, die lebenslängliche Haftstrafen gegen drei von insgesamt fünf Angeklagten verhängte, die in einen Fall verwickelt sind, in dem zum Zweck des Mehrwertsteuer-Steuerbetrugs fiktive Rechnungen über einen Gesamtbetrag von 8,5 Mio. Euro in Umlauf gebracht worden sein sollen.

Ob solche Urteile wirklich nur der Rechtsprechung oder aber (auch) der Befriedigung wie immer gearteter „Instinkte“ dienen, mag dahingestellt bleiben, jedenfalls gilt der in Rede Beschluss zumindest als „schockierend“ … .
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7 Wege der Steuerhinterziehung in Griechenland

28. September 2013 / Aufrufe: 2.145 1 Kommentar

Das Finanzministerium in Griechenland kodifiziert in einem internen Schreiben an alle Kontrolleinheiten die gebräuchlichsten Methoden der Steuerhinterziehung.

Der an der Front der innergemeinschaftlichen Mehrwertsteuer beobachtete starke Anstieg der Steuerhinterziehung hat Alarm bei dem griechischen Finanzministerium ausgelöst, das die Methoden kodifiziert, auf welche die Betrügereien verübt werden, damit die zuständigen Kontrolleure ihre Maßnahmen ergreifen.

In erster Reihe befinden sich mittlerweile der sich anbietende Bereich der Energie, Emissionsrechte für Kohlendioxid, Metalle, Erdgas u. a., wie ein dienstliches Schreiben des Finanzministeriums enthüllt, in dem die sieben am meisten verbreiteten Techniken verzeichnet werden, mit denen sich in Griechenland insgesamt die Steuerhinterziehung bewegt.

Das an alle Kontrolleinheiten des Ministeriums verschickte Schreiben hat zum Ziel, dass mit der Kodifizierung der charakteristischsten Fälle die zuständigen Behörden bei den Kontrollen auf dem Laufenden sind, die zur Bekämpfung des „schmutzigen Geldes“ und der aus illegalen Aktivitäten herrührenden Einnahmen erfolgen.
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Heilige Betrügereien in Griechenland

21. September 2013 / Aufrufe: 1.067 2 Kommentare

Die Steuerfahnder in Griechenland haben Betrügereien mit fiktiven und gefälschten Rechnungen aufgedeckt, in die auch etliche Klöster verwickelt sind.

Das Dezernat für Wirtschaftskriminalität (SDOE) spürte „heilige“ Geschäfte mit gefälschten und fiktiven Rechnungen auf, die auf die Namen von Strohmännern und sogar auch Gefängnisinsassen ausgestellt wurden. Laut dem Ergebnisbericht über die Kontrollen waren dutzende Klöster in Griechenland an dem großen Gelage der 5 Mrd. Euro schwarzer Gelder und illegaler Subventionen mit gefälschten Belegen beteiligt.

Das „Puzzle“ der Enthüllungen des SDOE vervollständigen Fälle des Betrugs gegen den Fiskus mit fiktiven Rechnungen, in denen tausende Bauern, Rentner, Unternehmer, Insassen griechischer Gefängnisse und Geistliche die Hauptrollen spielen.
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Lebenslänglich für Steuerbetrug in Griechenland

30. Juni 2013 / Aufrufe: 411 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurde ein Unternehmer wegen Steuerbetrugs zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt.

In einem Fall illegaler Mehrwertsteuer-Erstattungen verurteilte die dreisitzige Strafkammer des Landgerichts Thessaloniki einen wegen Betrugs zu Lasten des Fiskus angeklagten Unternehmer zu einer lebenslangen Haftstrafe.

Dem Unternehmer wurde vorgeworfen, unter Vorlage imaginärer Unterlagen ungefähr 1,5 Millionen Euro als MwSt.-Rückzahlung bezogen zu haben. Er selbst gestand einen Teil seiner Handlungen ein, behauptete jedoch, von den Rückzahlungen 30% als Schmiergeld an Beamte des Finanzamts gezahlt zu haben.

Weiter verurteilte das Gericht die Ehefrau des Unternehmers und eine Angestellte zu 18 Jahren Gefängnis. Gegen die Finanzbeamten wurde ein Strafverfahren wegen Untreue gegenüber dem Staat eingeleitet und sie sagten bereits vor dem Untersuchungsrichter aus.

(Quelle: in.gr)

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Millionenbetrug mit imaginären Agrarprodukten in Griechenland

20. März 2013 / Aufrufe: 1.079 7 Kommentare

In Griechenland wurde ein neuer Fall aufgedeckt, in dem der Fiskus durch Scheingeschäfte mit imaginären Agrarprodukten um zig Millionen Euro geschädigt wurde.

Dem Sonderdezernat für Wirtschaftskriminalität (SDOE) ging ein 55-jähriger Landwirt aus Theben in die Netze, der eine „Maschinerie“ aufgebaut hatte, um mit dem Trick der Mehrwertsteuer-Erstattung hunderttausende Euro abzukassieren. Die Gelder, die sich der Landwirt in die Tasche steckte, erreichten den astronomischen Betrag von 184.075.770 Euro.

Wie aus der Kontrolle der Dienststellen des Finanzministeriums hervorgeht, gab der Landwirt vor, im Gebiet von Theben eine Fläche von 5.000 Hektar inne zu haben. Wie sich erwies, hatte der … Gutsbesitzer nicht ein einziges Dekar und die von ihm … kultivierte Fläche gab es nur auf dem Papier. Als die Beamten des SDOE von ihm verlangten, die Pachtverträge über die Fläche vorzulegen, konnte der Landwirt keinerlei Schriftstück vorlegen.
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Millionenbetrug mit Scheinrechnungen in Griechenland aufgedeckt

10. Februar 2013 / Aktualisiert: 03. Juli 2013 / Aufrufe: 1.909 5 Kommentare

Die Wirtschaftspolizei in Griechenland deckte ein sogenanntes Scheinrechnungskarussell auf, über das Scheingeschäfte in Höhe von 300 Millionen Euro abgerechnet wurden.

Das Sonderdezernat für Wirtschaftsverbrechen (SDOE) in Griechenland setzt mit unverminderter Intensität die Kontrollen im Rahmen der Bekämpfung der Steuerhinterziehung und des Schwarzhandels und der Suche nach nicht regulär deklarierten Geldern und Vermögenswerten fort.

Zu den besonderes Aufsehen erregenden aktuellen Fällen zählt ein groß angelegter Mehrwertsteuer-Betrug, der den griechischen Fiskus um etwa 70 Mio. Euro schädigte.  Derzeit führt das SDOE von Attika eine umfangreiche Untersuchung zur Aufdeckung eines Rings durch, der nach dem Karussell-System Scheinrechnungen im Nennwert von rund 300 Mio. Euro ausstellte und in den viele große Unternehmen verwickelt sind, die sich mit dem Handel von Elektrogeräten befassen.

Steuerhinterziehung:

Im Monat Januar 2013 wurden von den Steuer- und Wirtschaftsfahndern unter anderem die nachfolgenden Fälle festgestellt:
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Organisierter Mehrwertsteuer-Betrug in Griechenland

5. Februar 2012 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 1.759 9 Kommentare

Eine journalistische Recherche enthüllt den systematischen Betrug mit Mehrwertsteuer-Rückzahlungen in Griechenland, die den Staat um immense Summen brachten.

Zwei Wochen nach der Aushebung vier krimineller Organisationen in Thessaloniki, in deren Rahmen unter anderem auch der Amtsträger der SDOE Christos Papahatzis verhaftet und nach seiner Aussage vor dem Untersuchungsrichter in Untersuchungshaft genommen worden war, beginnt die elektronische Zeitung zougla.gr den „Colpo Grosso“ aufzudecken, der den griechischen Fiskus um immense Summen brachte. Eine wesentliche Rolle spielt bei den Enthüllungen der inhaftierte Buchhalter Nikos Kasimatis, dessen Name auf der neulich publizierten Liste der Steuerschuldner des Finanzministerium an erster Stelle figurierte. Der erste Artikel der Reportagereihe wird nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben.

Der große Trick mit der Mehrwertsteuer in Griechenland

19. Januar 2012: Der Finanzminister und Regierungsvertreter Evangelos Venizelos erklärt anlässlich der Verhaftung des Christos Papahatzis: „Selbstreinigung der SDOE von großer Bedeutung“.
01. Februar 2012: Die journalistische Recherche von zougla.gr beweist, dass der „Fall Papahatzis“ einfach nur eine Bagatelle ist. Eine kleine Wunde der kranken Steuerverwaltung, die aufgerufen ist, das dornige Thema der Steuerhinterziehung in unserem Land zu lösen.
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